
München und sein Stadtbürgertum
Eine Residenzstadt als Bürgergemeinde 1780–1870
- 338 Seiten
- German
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Über dieses Buch
München im 19. Jahrhundert: Stadt des Hofes und des Adels, der Universität und der Akademien, der Künstler, Beamten, Diplomaten und Offiziere, der Professoren und der Geistlichen. Wie behauptete sich unter diesen Umständen das Stadtbürgertum: die Bankiers, die Kaufleute, die Fabrikanten und die Handwerksmeister? Und wie behauptete sich die Stadtgemeinde mit ihren gewählten Repräsentanten gegenüber Staatsverwaltung und Königsherrschaft? Ralf Zerbacks Studie greift ins 18.Jahrhundert zurück und zeichnet nach, wie das städtische Bürgertum auch unter erschwerten Bedingungen seinen Weg in die moderne Gesellschaft des 19. Jahrhunderts fand. Als einziger gesellschaftlicher Kraft gelang es ihm, von einer Traditionsbasis aus moderne Anliegen zu formulieren. Wie sich dies im einzelnen ausnahm, wird an den Beispielen der politischen Interessenwahrnehmung, der gesellschaftlichen Zusammenschlüsse, der wirtschaftlichen Entwicklung und der sozialen Initiativen gezeigt.
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einleitung
- 1. Fragestellung
- 2. Neuere Untersuchungen zur Münchner Stadtgeschichte
- 1. Die Beschleunigung der Zeit 1770–1800
- 1.1. Das Bild der Stadt
- 1.2. Die Einwohner
- 1.2.1. Die Debatte um die ideale Zahl der Einwohner
- 1.2.2. Die Eximierten
- 1.2.3. Bürger, Beisitzer, Toleranzler
- 1.3. Die Wirtschaft und die ökonomische Position der Bürger
- 1.4. Verfassung und Herrschaft
- 1.5. Gesellschaft und Gesellschaften
- 2. Bürgertum im Umbruch 1800–1820
- 2.1. Stadterweiterung
- 2.2. Vereine
- 2.3. Wirtschaftlicher Strukturwandel
- 2.4. Verfassungsreformen und politische Elite
- 3. Zur Formierung bürgerlicher Eliten im Vormärz
- 3.1. Macht durch wirtschaftliche Positionen
- 3.1.1. Der Aufstieg der Bierbrauer
- 3.1.2. Händler und Bankiers
- 3.1.3. Fabrikanten
- 3.2. Macht durch gemeindepolitische Funktionen
- 3.2.1. Das Kollegium der Gemeindebevollmächtigten
- 3.2.2. Die Bürgerlichen Magistratsräte
- 3.2.3. Die Bürgermeister und Rechtskundigen Räte
- 3.3. Macht durch Kommunikationschancen
- 4. Der Kampf um die Bürgergemeinde
- 4.1. Die Ideen und das Recht – Robert Anton Riederauer als Propagandist der neuen Selbstverwaltung
- 4.2. Der Magistrat - Professionelles Gemeindemanagement oder ehrenamtliche Bürgerverwaltung?
- 4.3. Kuratel und Gemeinde: Hierarchisches Aufsichtsregiment oder autonome Bürgerverwaltung?
- 4.4. Die Gemeindebevollmächtigten: gleichrangiges oder untergeordnetes Gremium?
- 4.5. Amt, Wahl und Engagement: lästige Bürgerpflichten oder Ausdruck bürgerlichen Selbstbewußtseins?
- 4.6. Das Einklagen eines größeren kommunalen Handlungsspielraums seit 1840 durch Bürgermeister Bauer
- 5. Das städtische Bürgerrecht im Vormärz
- 5.1. „In ganz Teutschland nicht so theuer [...] wie in München“: Der Wert des Bürgerrechts
- 5.2. Juden als Stadtbürger
- 5.3. Staatsdiener als Stadtbürger
- 5.4. Frauen als Stadtbürgerinnen
- 6. Die wirtschaftliche Lage und die Politik der Solidarprotektion
- 6.1. Der rechtliche und organisatorische Rahmen des wirtschaftenden Bürgertums
- 6.2. Neuer Wohlstand und neue Armut
- 6.3. Münchner Positionen zu Gewerbeverfassung und gewerblicher Entwicklung
- 6.4. Sozialpolitik: Die Form der Solidarprotektion
- 6.5. Der Gewerbehilfsverein
- 7. Die gesellschaftliche Neuformierung des Bürgertums im Vereinswesen bis 1848
- 7.1. Der Anspruch auf Autonomie des Vereinswesens
- 7.2. Die Mitglieder: Bildung und Selbständigkeit
- 7.3. Die Distanzvergrößerung von Beamtenschaft und Gewerbebürgertum
- 7.4. Zum integrativen Potential der Kaufleute
- 8. Bündnisse und Brüche (1848/49)
- 8.1. Studentenschaft und Stadtbürgertum
- 8.2. Die Aktionseinheit Bürgertum – Volk
- 8.3. Die Professionalisierung der Revolution
- 8.4. Die soziale Basis politischer Fronten
- 8.5. Der Aktionismus der unterbürgerlichen Schichten
- 8.6. Die Option der Handwerksmeister
- 8.7. Die Haltung der Gemeindegremien
- 9. Zerfall oder Spaltung? – Stadtbürgerliche Entwicklungslinien 1850–1870
- 9.1. Wirtschaftliche Macht versus Verbandsmacht: Industrie und Kleingewerbe
- 9.2. Wählerpotential versus Organisationskraft: Patrioten und Liberale
- Einblick: Noch ein Sonderfall?
- Abkürzungsverzeichnis
- Quellen- und Literaturverzeichnis
- Personenregister
- Orts- und Sachregister