Das »Dostojewsky-Projekt«
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Das »Dostojewsky-Projekt«

Lukács' neukantianisches Frühwerk in seinem ideengeschichtlichen Kontext

  1. 298 Seiten
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Das »Dostojewsky-Projekt«

Lukács' neukantianisches Frühwerk in seinem ideengeschichtlichen Kontext

Über dieses Buch

Georg Lukács' Frühwerk wird zumeist als nur biographisch vermittelbares Gemenge disparater Texte wahrgenommen. Von der stilistisch ansprechenden und wirkungsreichen »Theorie des Romans« hebt sich - so die vorherrschende Rezeption - die Heidelberger Ästhetiktheorie als nahezu hermetischer Akademismus ab.

Die vorliegende Studie erblickt dagegen in diesem vermeintlichen Nebeneinander ein systematisch organisiertes Projekt, das sich durch ein reflektiertes Zusammenspiel geltungstheoretischer und literarisierter Argumentationsebenen auszeichnet. Seinen werkgeschichtlichen Leitfaden bildet der von Lukács während seiner gesamten Heidelberger Zeit verfolgte Plan, ein kulturphilosophisch breit angelegtes "Dostojewsky-Buch" zu schreiben. So läßt sich ein umfassender Textkorpus rekonstruieren, in dem die Bedeutungswelten und Funktionsweisen der Kunst, der Ethik und der lebensweltlichen Verständigung theoretisch scharf differenziert sind, aber mittels einer durch die Romane des russischen Schriftstellers inspirierten Essayistik zeitkritisch miteinander in Beziehung gesetzt werden. Die Interpretation dieses Projekts verbindet sich mit einer ideengeschichtlichen Kontextualisierung, die Lukács' Stellung im Neukantianismus und seinen Anschluß an den zeichentheoretischen Problemstand der Jahrhundertwende erhellt. Auf diese Weise wird sein Frühwerk als ein Komplex durchsichtig, der mit seiner radikal konzeptualisierten Formalästhetik einen der Moderne angemessenen Theorieentwurf präsentiert und gleichzeitig in den begleitenden Essays die "romantische" Kulturkritik verabschiedet, um den diagnostizierten Solipsismus der Moderne als einen Gegenstand praktischer Kritik zu exponieren.

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Information

Jahr
2015
ISBN drucken
9783484181519
eBook-ISBN:
9783110960730

Inhaltsverzeichnis

  1. 1. Einleitung
  2. 2. Die Problemstellung des ›Dostojewsky‹-Projekts
  3. 2.1. Kulturkritik als Verstehensproblem
  4. 2.2. Kierkegaards ›Geste‹ als Exemplifizierung
  5. 2.3. Das Kommunikationsproblem in der herbartianischen Ästhetik: › Innige Mitteilung ‹ und konventioneller Zeichengebrauch
  6. 3. Lukács’ zeichentheoretische Kritik der Lebensphilosophie
  7. 3.1. Der Solipsismus der ›Erlebniswirklichkeit‹
  8. 3.2. Continuität vs. Dauer: Lukács und Bergson
  9. 4. Das Konstitutionsproblem in der Rickert-Schule
  10. 4.1. Konstitutive Individualität und methodologische Begriffsbildung
  11. 4.2. Methodologischer Pluralismus und ›Mystik‹ bei Sergius Hessen
  12. 5. Emil Lasks transzendentalontologische Reformulierung der Wertphilosophie
  13. 5.1. Die ›Zwei Stockwerke des Sinnes‹
  14. 5.2. Das Prinzip der materialen Bedeutungsbelastung
  15. 5.3. Ursemiotische Begriffsform und die Pluralität der Bedeutungssphären
  16. 5.4. Reflexive Subjektivität als logischer Sündenfall
  17. 6. Ästhetik
  18. 6.1. Das Autonomieproblem: Vom ›ästhetischen Formalismus‹ zu einer konstitutionstheoretischen Formalästhetik
  19. 6.2. Ästhetische Symbolizität
  20. 6.3. Geltung und Phänomenologie im Ästhetischen
  21. 6.4. Ästhetischer und ästhetiktheoretischer Sinn
  22. 7. Das ›Dostojewsky‹-Buch
  23. 7.I. Der Essayismus der ‘Theorie des Romans’
  24. 7.2. Die Geschichtsphilosophie der ‘Theorie des Romans’
  25. 7.3. Die ›russische Idee‹
  26. 7.4. ›2. Ethik‹ und poetischer ›Chok‹
  27. Literaturverzeichnis