
- 283 Seiten
- German
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Über dieses Buch
Untersucht wird die alte Frage, ob sich Grammatikunterricht auf die schriftsprachliche Kompetenz fördernd auswirken kann. Die Beantwortung beginnt mit pointierten Rückblicken auf die didaktischen Diskussionen zum Grammatik- und Aufsatzunterricht, die zwar immer wieder die Integration der Lernbereiche gefordert, aber die wechselseitige Funktionalisierung nie geleistet haben. Dieses Ziel wird in der Folge durch die Verzahnung von mikrostrukturellen, sprich grammatischen und makrostrukturellen, sprich textuellen Aspekten theoretisch entwickelt und dann empirisch überprüft. Dabei zeigt sich, daß das Schlagwort vom integrativen Unterricht nicht genügt. Deutlichen Erfolg hat ein differenzierendes Vorgehen: Integration bedarf der kognitiv trennenden Verarbeitung von Grammatik und Textualität. Dies vor allem, weil die Untersuchung zu einem didaktischen Konzept fortschreitet, bei dem es darum geht, bewußt über sprachliche und textuelle Optionen für den Textgestaltungsprozeß zu verfügen.
Somit bringt diese Studie eine lange didaktische Diskussion konkret voran: sie stiftet Einsichten in die schriftsprachliche Entwicklung Heranwachsender, und sie zeigt, wie eine funktional integrierte, methodisch aber differenzierende Schreibdidaktik zu einem besseren Schreiben und zu mehr Sprachbewußtsein führen kann.
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- 0. Einführung in die Probleme: Ein Blick auf den schulischen Alltag, ein Blick auf einen Kinderaufsatz
- 1. Bestandsaufnahme zum Grammatikunterricht oder: Der Weg zu einer Grammatikdidaktik
- 1.1. Begründung des Grammatikunterrichts: Rückblick auf eine lange Diskussion
- 1.2. Schulgrammatik zwischen Tradition und Neuorientierung
- 1.3. Die Linguistisierungsphase und ihr Scheitern
- 1.4. Im Bedarfsfall: Der “andere” Grammatikunterricht
- 1.5. Die allmähliche Wiederentdeckung des Grammatikunterrichts
- 1.6. Auf dem Weg zu einer funktionalen Schulgrammatik
- 1.7. Zur heutigen Situation: Alte Differenzen und die textlinguistische Öffnung
- 2. Bestandsaufnahme zum Aufsatzunterricht
- 2.1. Aspekte der Schreibdidaktik: Auf der Suche nach der Sprachlichkeit in einer langen Diskussion. Rückblicke und Ausblicke
- 2.2. Der “traditionelle” Aufsatz
- 2.3. Reformen und Neuansätze
- 2.4. Ausgleichsbemühungen
- 2.5. Neuer Subjektivismus
- 2.6. Schreiben als Denken
- 2.7. Zusammenfassung: Die schreibdidaktischen Neuansätze und der Grammatikunterricht
- 3. Hauptfragen an eine funktional verknüpfte Grammatik- und Schreibdidaktik
- 3.1. Einblicke in die Sprach- und Schreibentwicklungsforschungen
- 3.2. Funktionale Bezüge zwischen Textualität und Grammatik
- 3.3. Unterrichtsalltag und funktionalgrammatische Desiderate
- 3.4. Untersuchungsbereiche in Schüleraufsätzen
- 4. Perspektiven sprachlichen Wissens
- 4.1. Differenzierung der Wissens- und Könnensstufen
- 4.2. Akzentuierung des eigenaktiv lernenden und sich entwickelnden Subjekts
- 4.3. Die Prototypentheorie in didaktischer Sicht
- 4.4. Perspektiven der Lehrmaterialgestaltung oder: Die Bedeutung des Lehrmaterials
- 4.5. Lernsituationen - systematisch integrieren und loslassen
- 4.6. Grammatik und Schreiben - ein konkretes integrativ-systematisches Beispiel
- 5. Ausgewählte grammatische und strukturelle Aspekte für die Textkompetenz
- 5.1. Der syntaktische Rahmen: Das Modell des informationsgesättigten Satzes
- 5.2. Texttheoretische Aspekte des Erzählens
- 5.3. Texttheoretische Aspekte des Informierens
- 5.4. Zusammenfassend: Didaktische Untersuchungsperspektiven und zwei Beispiele
- 6. Empirische Datengewinnung und Entwicklung eines computerunterstützten Bearbeitungs-, Analyse- und Recherchenprogramms
- 6.1. Einhebung der Schülertexte
- 6.2. Die Bearbeitung der Texte zu computergerechten Daten mit Hilfe eines speziellen Programms
- 6.3. Fallstudien zur Aufsatzanalyse
- 6.4. Das Recherchenprogramm: Darstellung und Optionen
- 6.5. Zusammenfassung
- 7. Darstellung, Auswertung und Deutung des empirischen Materials
- 7.1. Statistische Darstellung und Diskussion von Daten
- 7.2. Einzeluntersuchungen
- 7.3. Zusammenfassung und Perspektiven für weitere Untersuchungen
- 8. Grammatische Wege zur Textgestaltungskompetenz
- Literatur