
- 765 Seiten
- German
- PDF
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Über dieses Buch
Die Studie bietet erstmalig eine umfassende Untersuchung zur Bedeutung der Metapher in der Poetik. Als kognitiv-sprachliches Phänomen macht die Metapher den literarischen Prozess auf vielfältigste Weise vorstellbar und kommunizierbar. Unter Bezug auf die poetologischen Debatten der Antike wird verfolgt, wie deutschsprachige Autoren vom Mittelalter bis zur Gegenwart in ihren literarischen Werken und theoretischen Äußerungen topische Metaphern kreativ abwandeln, um ihrem jeweiligen Projekt Wirkung zu verschaffen. Wenn auch diachronische Entwicklungen berücksichtigt werden, so geht es vornehmlich darum, poetologische Kommunikation als Netzwerk darzustellen, bei dem Autoren zeitübergreifend auf anthropologische Konstanten und Topoi westlicher Poetik vertrauen, um gruppenbildend und traditionsstiftend ihr Projekt im jeweiligen literarischen Umfeld zu situieren. Ein ausführliches Register ermöglicht die Auffindung grundlegender Metaphern in unterschiedlichen poetologischen Kontexten.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einleitung: Die Macht der Metapher im Diskurs um Sprache, Dichtung und Poetik
- I. Spielraum der Poetik
- 1. Platon: Poetik als Agon
- 2. Aristoteles: Poetik als Wissenschaft
- 3. Horaz: Poetik als Dichtkunst
- 4. Longinus: Poetik als Widerhall des Erhabenen
- 5. Die Bibel: »Im Anfang war das Wort«
- 6. Der Kampf um die deutsche Dichtung im Zeitalter des Idealismus
- 7. Nietzsche und die Folgen
- 8. Poetik und Dichtung
- II. Das kreative Potenzial der Metapher
- 1. Die Metapher im Bereich der Sprache
- 2. Spekulative Bedeutungen
- 3. Philosophische Aufwertungen von Sprache und Phantasie
- 4. Die Metapher im Bereich der Kognition
- 5. Die Metapher im Zusammenspiel von Kognition und Sprache
- 6. Die Metapher als sprachliches Bild
- 7. Die Metapher in der imaginativen Zusammenwirkung von Körper und Geist
- 8. Ansatz zu einer ganzheitlichen Theorie der Metapher
- III. Die poetologische Metapher als kommunikative Kraft
- 1. Geschichte deutscher Poetik
- 2. Formen der Poetik
- 3. Medien der Dichtung
- 4. Natur und/oder Kunst?
- 5. Die Metapher zwischen Autor, Werk und Rezipient
- IV. Die Welt poetologischer Metaphern: Rollen des Dichters
- 1. Im Inneren des Dichters
- 2. Grenzüberschreitungen: Denken und Sprache
- 3. Reden und Schreiben
- 4. Körper
- 5. Geschlecht
- 6. Liebende
- 7. Unterhaltung und Spiel
- 8. Wettstreit und Kunst
- 9. Beruf
- 10. Der Dichter als sittliches Wesen
- 11. Der Autor in der Gesellschaft
- 12. Außenseiter
- 13. Bezüge zum Übernatürlichen
- V. Traditionsbildung und Gemeinschaftsstiftung
- 1. Das Alte und das Neue
- 2. Grenzen und Hierarchien
- 3. Bindung und Autonomie
- 4. Vorbilder, Dialoge und intertextuelle Bezüge
- 5. Dichtung als gemeinschaftliches Ereignis
- 6. Dichterbünde
- 7. Kulturstiftung
- 8. Rühmung und Ruhm
- VI. Poetologische Momente
- 1. Otfrid von Weißenburg: Widmungen und Prolog {Evangelienbuch, 863-871)
- 2. Gottfried von Straßburg: Literaturexkurs ( Tristan, um 1210)
- 3. Martin Opitz: Buch von der Deutschen Poeterey (1624)
- 4. Christoph Martin Wieland: Vorrede zu Sophie La Roches Geschichte des Fräuleins von Sternheim (1771)
- 5. August Wilhelm und Friedrich Schlegel: Athenaeum, Band 1 (1798)
- 6. Theodor Fontane: Unsere lyrische und epische Poesie seit 1848 (1853)
- 7. Hugo von Hofmannsthal: Ein Brief {1902)
- 8. Theodor W. Adorno: »Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch« (Kulturkritik und Gesellschaft, 1951)
- 9. neuedichte.de — Textlandschaft aus Poesie und Poetik (2004)
- Perspektiven: »eine oft atemberaubende Bandbreite ...«
- Abbildungs- und Literaturverzeichnis
- Abbildungen
- Literatur
- Poetologische Metaphern und Topoi
- Personen- und Sachregister