Die Erfindung des Menschen
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Die Erfindung des Menschen

Die Autobiographik des frühneuzeitlichen Humanismus von Petrarca bis Lipsius

  1. 956 Seiten
  2. German
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Die Erfindung des Menschen

Die Autobiographik des frühneuzeitlichen Humanismus von Petrarca bis Lipsius

Über dieses Buch

Das Werk bietet eine umfassende Darstellung der Autobiographik des frühneuzeitlichen Humanismus. Es behandelt insbesondere neulateinische autobiographische Schriften vom 14. Jh. bis ca. 1600. Hauptautoren: Petrarca, Alberti, Pius. II, Campano, Erasmus, Eobanus Hessus, Marullo, Cardano, Joseph Scaliger, Lipsius. In dem Werk wird vorgeführt, dass die frühneuzeitliche Personendarstellung wesentlich nicht auf feste Identitäten zurückzuführen ist, sondern von sehr unterschiedlichen literarischen Diskursen abhängt, in denen die Selbstbilder auf variable und äußerst kreative Weise gestaltet wurden. Das humanistische autobiographische Schreiben lässt sich als breit angelegte Diskontinuitätsansage fassen, mit der sich die Autoren auf fesselnde Weise von ihrer Mitwelt abhoben. Aus der Analyse der Diskurse geht hervor, dass die Rezeption der klassischen Antike für die 'Erfindung' des frühneuzeitlichen Menschen von grundlegender Bedeutung war.

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Information

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter
  2. Inhalt
  3. I. Einleitung. Gegenstand und Methodik
  4. II. Francesco Petrarca: Autobiographie in Briefen
  5. III. Biographie als Manifest des Humanismus: Boccaccios Leben und Gewohnheiten des Herrn Franciscus Petracchi von Florenz (De vita et moribus domini Francisci Petracchi de Florentia)
  6. IV. Petrarca, Brief an die Nachwelt: Umgestaltung des biographischen in den autobiographischen Diskurs (1370/71)
  7. V. Selbstzensur: Petrarcas Geheimautobiographie Von meinen geheimen innerlichen Konflikten (De secreto conflictu curarum mearum)
  8. VI. Der Ursprung der modernen Autobiographie? Giovanni Conversinos Haushaltsbuch des Lebens (Rationarium vite; nach 1393/1401)
  9. VII. Der Ursprung des Renaissance-Übermenschen (uomo universale): die „Autobiographie“ des Leon Battista Alberti (1438)
  10. VIII. Seiltanz zwischen Ovid-Legitimierung und Ovid-Contrafakturierung: Giannantonio Campanos erste Autobiographie (1455/56)
  11. IX. Autobiographische Beglaubigung in der Welt des Traums: Giannantonio Campanos Elegie Somnus (1455/1456)
  12. X. Autobiographik als Welteroberung: Enea Silvio Piccolomini (Papst Pius II.; 1432-1464)
  13. XI. Päpstliche Autobiographik: die Aufzeichnungen (Commentarii; bis 1464)
  14. XII. Papstbiographie: Giannantonio Campano
  15. XIII. Ein Biographien-Wettstreit im Gefängnis: Platina gegen Campano
  16. XIV. Todessehnsucht am Schwarzen Meer: Michael Marules’ lyrische Autobiographik im „Exilgedicht“ („De exilio suo“; 1489/90; 1497) und anderen Gedichten
  17. XV. Autobiographie als Heroinenbrief: Eobanus Hessus’ Liebesbrief an die Nachwelt (1514)
  18. XVI. Tod eines humanistischen Helden: Trauerbiographik für Eobanus Hessus (1540; 1543)
  19. XVII. Die wunderbaren Wirkungen der Dokumentierungsrede: Erasmus’ Leitfaden für seine Biographie (Compendium vitae) und andere autobiographische Lebensabrisse (1516-1529)
  20. XVIII. Autobiographie in die Allegorie oder die Verlandschaftung des Ichs: Sannazaros Abschiedselegie (1527-1530)
  21. XIX. Diskurskaleidoskop. Die multiple Autobiographik des österreichischen Edlen Sigmund von Herberstein (1553-1564)
  22. XX. Persönlichkeitsverdopplung? Persönlichkeitsspaltung? Diskursspaltung? Dichterisches und prosaisches Ich in den Autobiographien des schweizer Reformators Joannes Fabricius/Hans Schmid (1565)
  23. XXI. Der seltsame Zauber der stupsnasigen Zicklein Westflanderns: Jacques de Sluperes Brief an die Nachwelt (1573)
  24. XXII. Paranormale Autobiographik: Gerolamo Cardanos De vita propria (1574-1576)
  25. XXIII. Autobiographie als kalvinistische Erbauungsschrift: François du Jons (Junius’) Vita (1575-1578; 1595)
  26. XXIV. Autobiographie als Genealogie: Joseph Scaligers Epistola de vetustate et splendore gentis Scaligerae (1594)
  27. XXV. Dekonstruktion einer Autobiographie: Kaspar Schoppes kommentierte Neuauflage von Scaligers Epistola (1607)
  28. XXVI. Odysseus auf der Rückreise ins Vaterland oder Chamäleontik als autobiographische Methode: Justus Lipsius (1600)
  29. XXVII. Rückblick, Überblick, Ausblick. Theoretische Weiterentwicklung der gewonnenen Ergebnisse
  30. XXVIII. Bibliographie
  31. Backmatter