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Struktur und Wandel vormoderner Schreibsprachen
Über dieses Buch
Die Prinzipien des schreibsprachlichen Wandels stehen im Mittelpunkt dieser empirischen Untersuchung, in der nach einem neuartigen variationsanalytischen Verfahren zehn subsequente Schreibsysteme zwischen 1350 und 1650 kontrastiert werden. Dabei zeigt sich, dass der Wandel nicht als lineares Entwicklungsprinzip zu interpretieren ist, sondern als "diachronische Variation" im Sinne einer soziopragmatischen Stilgeschichte.
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Technische Anmerkungen
- A. Einleitung
- 1. Probleme der historischen Schreibsprachforschung
- 1.1. Sprachliche Homogenität vs. schreibsprachliche Variation: Zur Abwertung der historischen Schreibsprachen bei den Junggrammatikern und in der historischen Dialektologie und Phonologie
- 1.2. Sprache und Schrift bei Hermann Paul
- 1.3. Entwicklung und Ergebnisse der traditionellen historischen Schreibsprachforschung
- 2. Methodologische Perspektiven der neueren Forschung
- 2.1. Strukturalismus
- 2.2. Variationslinguistik
- 2.3. Funktionalismus
- 2.4. Sprachkontaktforschung
- 3. Zielsetzung, Methodik, Korpus und Aufbau der Untersuchung
- 3.1. Das Duisburger Projekt “Niederrheinische Sprachgeschichte”
- 3.2. Arbeitshypothesen und Ziele
- 3.3. Methodik
- 3.4. Begründung und Vorstellung des Untersuchungskorpus
- 3.5. Aufbau der Arbeit
- B. Zur Entschlüsselung der Struktur und Funktionsweise vormoderner Schreibsysteme
- 1. Einleitung
- 1.1. Zur Struktur alphabetischer Schreibsysteme und den Problemen ihrer Erschließung
- 1.2. Hypothesen zur Graphie-Laut-Zuordnung in vormodernen Schreibsprachen
- 1.3. Verfahrensschritte und Korpusauswahl
- 2. Analyse des Graphieninventars
- 2.1. Methodologische und terminologische Vorklärungen
- 2.2. Das Graphieninventar des Schreibers Everhardus
- 3. Analyse der graphematischen Klassenstruktur
- 3.1. Das lautetymologische Referenzsystem
- 3.2. Leitgraphieorientierte Klassenanalyse
- 3.3. Das Graphemsystem des Schreibers Everhardus
- 3.4. Graphematische Distanzanalyse
- 3.5. Silbendifferenzierung
- 3.6. Reihendifferenzierung
- 3.7. Umlautkennzeichnung
- 3.8. Relevanzsetzungen im Schreibsystem von Everhardus
- 4. Graphematische Variationsanalyse
- 4.1. Methodologische und terminologische Vorklärungen
- 4.2. Hypothesen zur Interpretation graphematischer Variation
- 4.3. Folgekonsonanzbedingte Variation
- 4.4. Wortstrukturell bedingte Variation
- 4.5. Freie Variation
- 4.6. Varietätenkontaktbedingte Variation
- 4.7. Zusammenfassung
- C. Diachronische Graphematik und Schreibsprachgeschichte
- 1. Einleitung
- 1.1. Finalistische Modelle des (Schreib-)Sprachwandels
- 1.2. Schreibsprachwandel als soziopragmatische Stilgeschichte
- 1.3. Interpretationskategorien für die diachronische Analyse
- 1.4. Zur Vorgehensweise bei der diachronischen Analyse
- 2. Veränderungen auf der Ebene der Graphieninventare
- 2.1. Der Aussagewert von Graphieninventaren für die Schreibsprachgeschichte
- 2.2. Zur Entwicklung des Graphienbestands in der Frühphase der lokalen Schreibsprachgeschichte (1360–1420)
- 2.3. Veränderungen in Umfang und Zusammensetzung der Graphieninventare
- 2.4. Veränderungen im Bereich der diachronisch nicht konstanten Graphien
- 2.5. Veränderungen im Bereich der diachronisch konstanten Graphien
- 2.6. Zusammenfassung
- 3. Veränderungen in der graphematischen Klassenstruktur
- 3.1. Aspekte des diachronischen Vergleichs graphematischer Klassengliederungen
- 3.2. Veränderungen in Zahl und Umfang der graphematischen Klassen und Graphienspektren
- 3.3. Silbendifferenzierung
- 3.4. Reihendifferenzierung
- 3.5. Umlautkennzeichnung
- 3.6. Zusammenfassung
- 4. Veränderungen in der graphematischen Variabilität
- 4.1. Einleitung
- 4.2. Veränderungen in der lautpositionsbezogenen Variation
- 4.3. Veränderungen in der morphemtypbezogenen Variation
- 4.4. Veränderungen im Verhältnis regional begrenzter, überregional verbreiteter und allochthoner Varianten
- 4.5. Zusammenfassung
- D. Variabilität und Wandel vormoderner Schreibsprachen
- 1. Schreibsprachwandel als soziopragmatische Stilgeschichte
- 2. Zur phonischen Rückbindung der graphematischen Variation
- 3. Konstanten und Inkonstanten in der Duisburger Schreibsprache
- 3.1. Diachronisch invariable Ausdrucksformen und Strukturen
- 3.2. Diachronisch variable Ausdrucksformen und Strukturen
- 3.3. Diachronische Entwicklungstendenzen
- 3.4. Schreiberspezifische Relevanzsetzungen
- 4. Orientierung an den lateinischen Lautzuordnungsregeln
- 5. Ausblick
- Literaturverzeichnis
- Quellenverzeichnis
- Anhang
- 1. Schreiberspezifische Graphemsysteme
- 1.1. Das Graphemsystem des Schreibers Physikus 1360
- 1.2. Das Graphemsystem des Schreibers Everhardus 1400
- 1.3. Das Graphemsystem des Schreibers Egbertus 1420
- 1.4. Das Graphemsystem des Schreibers Ludger der Ältere 1440
- 1.5. Das Graphemsystem des Schreibers Ludger der Jüngere 1480
- 1.6. Das Graphemsystem des Schreibers Algert 1500
- 1.7. Das Graphemsystem des Schreibers Leising 1520
- 1.8. Das Graphemsystem des Schreibers Godert 1540
- 1.9. Das Graphemsystem des Schreibers Weimann 1560
- 1.10. Das Graphemsystem des Schreibers Mercator 1660
- 2. Übersicht über die Graphie-Laut-Zuordnungen in den zehn Schreibersystemen
- 2.1. Langvokalpositionen
- 2.2. Kurzvokalpositionen
- 3. Schreiberspezifische Graphieninventare
- 3.1. Das Graphieninventar des Schreibers Physikus 1360
- 3.2. Das Graphieninventar des Schreibers Everhardus 1400
- 3.3. Das Graphieninventar des Schreibers Egbertus 1420
- 3.4. Das Graphieninventar des Schreibers Ludger der Ältere 1440
- 3.5. Das Graphieninventar des Schreibers Ludger der Jüngere 1480
- 3.6. Das Graphieninventar des Schreibers Algert 1500
- 3.7. Das Graphieninventar des Schreibers Leising 1520
- 3.8. Das Graphieninventar des Schreibers Godert 1540
- 3.9. Das Graphieninventar des Schreibers Weimann 1560
- 3.10. Das Graphieninventar des Schreibers Mercator 1660