
Spuren der Avantgarde: Theatrum machinarum
Frühe Neuzeit und Moderne im Kulturvergleich
- 565 Seiten
- German
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Spuren der Avantgarde: Theatrum machinarum
Frühe Neuzeit und Moderne im Kulturvergleich
Über dieses Buch
Die Buchreihe Theatrum Scientiarum versammelt originäre Beiträge am Schnittpunkt von Philosophie, Wissenschaftsgeschichte, Kultur- und Theaterwissenschaft. Als produktiv hat sich dabei die konzeptionelle Orientierung erwiesen, ästhetische, technische und politische Experimente der Avantgardebewegungen des 20. Jahrhunderts als programmatischen Gegenpol historischer Langzeitprozesse zu begreifen, als Akkumulator radikaler Fragestellungen, die sich mit heuristischem Gewinn auf Kulturen des Wissens in der Frühen Neuzeit beziehen lassen. Der nunmehr vierte Band Spuren der Avantgarde: Theatrum machinarum fokussiert die Entstehung des Maschinen-Paradigmas und seine kulturelle Durchsetzung im 17. Jahrhundert aus dem Blickwinkel der Maschinen-Obsession der Avantgarde-Bewegungen. Gerade die Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts zeichnen sich bekanntlich durch ein Interesse für vergessene und verdrängte Dimensionen des Maschinellen aus, die jenseits der Produktivitätssteigerung, Funktionalität und Nützlichkeit liegen. Verstanden als kunstvolle Infragestellungen des Maschinellen, können avantgardistische Experimente dazu dienen, die mit dem neuzeitlichen Maschinenglauben einhergehenden ästhetischen, epistemologischen und politischen Blickschranken aufzudecken.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Frontmatter
- Inhaltsverzeichnis
- Einleitung. Gangarten im Theatrum machinarum
- „Auf die Verbindung kommt es an, und daß sie vorher ein bißchen unterbrochen wird“ (Hugo Ball, 1916)
- Frühneuzeit der Kybernetik: Urgeschichte oder Archäologie?
- Maschinenzeichnungen der Renaissance
- Kreis-Ähnlich. Die Bewegung des Pendels in Apparaten und Formeln des 17. Jahrhunderts
- Himmelsmaschinen und Höllenmaschinen. Ihre Bedeutung für die Maschinengeschichte und deren Ikonografie in der Frühen Neuzeit und im 20. Jahrhundert
- Macht. Maschinen. Magie
- Große Erwartungen. Zu Funktionsstörungen experimenteller Instrumente
- Imaginierte Maschinen und wirkliche Welt
- Vergnügen und Schrecken mechanischer Monster in der Frühen Neuzeit
- Von der Tiermaschine zur Fabrikation des Todes. Die Spur der Exekutionsapparate im Maschinentheater des 17. Jahrhunderts
- Das Theater der künstlichen Tiere. Animalik und Mechanik ab der Frühen Neuzeit
- Paradoxe Maschinen. Tzara, Bracelli und der Ursprung des Fragens
- Explosion und Konstruktion. Feuerwerk und Illumination als Modelle für Lichtreklame und Kunstlichtästhetik der Avantgarde
- Störungen und Erkenntnistrübungen in Maschinentheatern. Kulturelle Leistungen bildgebender Oberflächen (quadro) im 17. Jahrhundert und seit den 1960er Jahren
- Die Futuristen und die Religion der Maschine
- Meta-Mechanik. Jean Tinguelys Maschinentheater
- „Sounds of Modernism“. Maschinengeräusche und ihr Echo in der Musik
- Techno-Epistemologien der Neuen Medienkunst
- Kinetische Explorationen. Oskar Schlemmer – Gerhard Bohner – Dieter Baumann
- „… a new human being, half robot and half four dimensional.“ Duchamp, Roussel, Maschine.
- Mechanischer Affe und Quantum Machine. Bau- und Bühnenlaboratorium – vom Bauhaus zum Black Mountain College
- Die Bürokratie des Unbewussten. Das Archiv der Surrealisten
- Spuren der Avantgarden „in treating of the inexact sciences“ (James Joyce)
- Backmatter