
- 598 Seiten
- German
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Die Dramen Jacob Lochers und die frühe Humanistenbühne im süddeutschen Raum
Über dieses Buch
Durch die Aufführung der ersten neulateinischen Tragödie aus deutscher Hand schreibt 1495 Jacob Locher, Poetik-Lektor in Freiburg, Theater- und Mediengeschichte: Mit der Darstellung zeitgeschichtlicher Ereignisse auf der Bühne ist das Theater als Medium politischer Einflussnahme im Reich eingeführt. Locher ist heute als der Übersetzer von Brants "Narrenschiff" bekannt; seine dramatischen Werke sind weitgehend in Vergessenheit geraten. Hier werden sie in chronologischer Reihenfolge vorgestellt und in ein dichtes Geflecht literarischer und außerliterarischer Beziehungen eingebettet. Der Einfluss des italienischen Renaissancedramas findet ebenso Beachtung wie der lokaler Spieltraditionen; prominente Positionen kommen der Reichs- und Universitätspolitik zu. Seitenblicke auf die Bühnenwerke von Dichterkollegen verdeutlichen die Sonderrolle, welche Locher als Tragöde in einer Zeit enthusiastischer Terenzrezeption spielt: Sein Blick richtet sich nicht auf Probleme des Studiums, sondern auf den Hof in Wien. Es geht ihm um den gerechten Krieg und um die Rolle des Dichters im Staat. Im Anhang: eine Edition der sieben Dramen Lochers.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Frontmatter
- Inhalt
- 1. Einleitung
- 2. Das Drama an der Hohen Schule
- 3. Das Werden einer Idee: Inspirationen und Einflüsse
- 4. Der angemessene Rahmen. Stadt und Universität Freiburg i. Br.
- 5. Eine neue Form der Geschichtsdarstellung: Historia de Rege Frantie (1495)
- 6. Das Meisterstück: Tragedia de Thurcis et Suldano (1497)
- 7. Jacob Locher und der Straßburger Terenz von 1499
- 8. Ein Blick zur Seite: Dramatische Werke von Lochers Dichterkollegen
- 9. Ein neues Umfeld: Ingolstadt
- 10. Das Spiel für den Landesherrn: Spectaculum de regibus (1502)
- 11. Ein verbotenes Spektakel. Iudicium Paridis (1502)
- 12. Ein polemischer Gelehrtenstreit – um die Poesie und das Theater
- 13. Das Antidrama. Poemation de Lazaro mendico (1510)
- 14. Neu und doch nicht unerhört: Libellus dramaticus (1513)
- 15. Rückbesinnung auf Seneca: tres selectiores tragoediae (1520)
- 16. Schluss
- Backmatter