
- 144 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
Das Einzige, was stört, ist der Patient
Über dieses Buch
"Das Einzige, was stört, ist der Patient" ist ein ebenso provokantes wie inspirierendes und unterhaltsames Buch zur erfolgreichen Praxisführung. Roger Rankel, einer der renommiertesten Verkaufstrainer Deutschlands, und der international gefragte Dentaldesigner Oliver Reichert di Lorenzen haben es geschafft, "Verkaufsdenken" und zahnmedizinische Branchenkenntnis zusammenzuführen. Sie bieten mehr als herkömmliche Bücher zum Praxismarketing, die sich oft in "BWL-Nachhilfe" für Zahnärzte erschöpfen und kurz vor dem Praxisalltag stehen bleiben. Als "Praxis"-orientierter Leitfaden, steckt dieses Buch voller Ideen, die sich direkt umsetzen lassen: Ein durchdachtes Praxiskonzept, ein überzeugender Auftritt, ein freundliches und kompetentes Team – die Autoren zeigen, dass vieles, was eine zahnärztliche Praxis voranbringt, nichts kostet – außer ein wenig Kreativität und Einsatz.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Mitarbeiterinnen: Jede Praxis ist nur so gut wie das Team
Zum Thema „Führung“ sind in den letzten Jahrzehnten ganze Bibliotheken verfasst worden, vom Fachbuch bis zum griffigen Ratgeber. Wer das Stichwort beim Internet-Buchhändler eingibt, kann unter fast 6.000 Titeln wählen. Das Thema scheint komplex -was in merkwürdigem Kontrast dazu steht, dass die meisten Führungskräfte ohne Schwimmunterricht ins kalte Wasser springen müssen. Dies gilt auch für Zahnärzte. Dabei ist gerade im Praxisalltag eine reibungslose und kompetente Zusammenarbeit außerordentlich wichtig. Arbeiten Arzt und Helferin nicht harmonisch zusammen, spürt das auch der Patient. Und Sand im Organisationsgetriebe kann und will sich heute auch finanziell gesehen niemand mehr leisten.Führung ist etwas anderes als Management, werden Personalfachleute nicht müde zu betonen. „Management" umfasstTechniken des Planens, Organisierens und Kontrollierens, die man sich aneignen kann. „Führung" bedeutet, Menschen voranzugehen, sie für ein gemeinsames Ziel zu gewinnen und die richtigen Rahmenbedingungen für ihre erfolgreiche Arbeit zu schaffen. Managementtechniken kann man lernen, Führung muss man vor allem erst einmal wollen. Wer die Führungsrolle annimmt, wird sie individuell mit Leben füllen. Jeder Mensch „führt" anders, und das hartnäckige Fahnden nach dem ultimativen Führungsrezept gleicht der mittelalterlichen Suche nach dem Stein der Weisen. Und doch gibt es einige Klippen, die erfolgreiche Führungskräfte umschiffen, und einige Tugenden, die sie beherzigen. Wie sorgen Sie dafür, dass Ihr Praxisteam Sie unter Ihrer Führung kompetent unterstützt und entlastet? Das ist die Frage unseres Abschlusskapitels.
Ich habe 10 Mitarbeiterinnen — und die taugen alle nix!
Jeder Chef hat die Leute, die er verdient
Zwischenruf Roger Rankel
Ein guter Slogan, oder? Mir als Mann der Praxis gefallen allerdings gute Geschichten noch besser. Hier eine Story, die ich vor Jahren von einem Führungsexperten hörte und die mir seitdem immer in den Sinn kommt, wenn ich meine, gerade „keine Zeit“ für Führung zu haben. Und glauben Sie mir: Nach zwei Unternehmensgründungen weiß ich, wie zeitraubend es ist, ein gut funktionierendes Team aufzubauen! Die Geschichte:Ein Wanderer stößt im Wald auf einen Arbeiter, der an einer großen Fichte sägt. Der Schweiß rinnt dem Mann in Strömen übers Gesicht, ohne dass er groß vorankommt: Seine Säge ist erkennbar stumpf. Der Wanderer kann sich den Vorschlag nicht verkneifen, doch erst einmal die Säge zu schärfen. Der Waldarbeiter schaut kurz auf, wischt sich den Schweiß von der Stirn und meint: „Säge schärfen? Dafür habe ich wirklich keine Zeit!“
Man findet einfach keine guten Mitarbeiterinnen!
Warum die klassische Stellenanzeige nicht ausreicht
Wie machen Sie engagierte Bewerberinnen auf sich aufmerksam?
- www.zahn-online.de > Jobs
- www.dentonline.de
- www.blzk.de > Praxispersonal (Service der Bayerischen Landeszahnärztekammer)
- www.zahn-forum.de (Service der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg)
- www.dentoffert.de (Service der Zahnärztekammer Nordrhein)
Zwischenruf Roger Rankel
Es wird Sie kaum überraschen: Als Experte für Neukundengewinnung und Empfehlungsmarketing empfehle ich Ihnen, auch in diesem Bereich auf Empfehlungen zu setzen. Ich behaupte sogar: Wichtige Leistungsträger, echte „Traum-Mitarbeiterinnen“ finden Sie eher über Kontakte als über noch so perfekte Annoncen!Potenzielle Empfehlungsgeber sind bewährte Mitarbeiterinnen, aber auch Fachkollegen. Ermuntern Sie engagierte Helferinnen, die Werbetrommel für Ihre Praxis zu rühren, etwa auf Fortbildungen oder im Bekanntenkreis. Fragen Sie ärzte in Ihrem Netzwerk nach fähigen Auszubildenden, die möglicherweise nicht übernommen werden können. Wenn Sie selbst in der Weiterbildung engagiert sind, können Sie selbst, aber auch andere Dozenten viel versprechende Teilnehmerinnen auf Ihre Praxis aufmerksam machen. Unterschätzen Sie solche Zufallsfaktoren nicht: Helferinnen kennen andere Helferinnen. Da liegt ein „Mensch, komm doch zu uns — wir suchen jemanden!“ nahe, wenn sich die Bekannte über die Zustände beim eigenen Arbeitgeber beklagt. Und zu einem Wechsel bereit sind am ehesten Mitarbeiter, denen ihr Job wichtig ist. Wer nur gerne jammert und sich vor allem ein bequemes Leben wünscht, ist meist zu träge, sich beruflich zu verändern.
Ein kritischer Blick auf Bewerbungsunterlagen
- Sind die Unterlagen vollständig (Anschreiben, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, bei jüngeren Bewerberinnen auch das letzte Schulzeugnis)?
- Sind die Unterlagen fehlerfrei, wurden sie sorgfältig und ordentlich erstellt?
- Ist der Lebenslauf weitgehend lückenlos und stringent? Vorsicht bei häufigen Stellenwechseln!
- Geht das Anschreiben auf Ihre Anzeige ein, oder handelt es sich offensichtlich um einen Standardbrief?
- Fallen die Arbeitszeugnisse positiv aus, oder beinhalten sie versteckte Warnungen früherer Arbeitgeber? (über einschlägige Formeln können Sie sich in Zeugnisratgebern oder im Internet informieren.)
- Erfüllt die Bewerberin sämtliche Muss-Anforderungen (etwa bei Berufserfahrung und Weiterbildungen)? Belegt sie gewünschte Soft Skills (wie Freundlichkeit, Belastbarkeit, Teamfähigkeit)? ...
Inhaltsverzeichnis
- Deckblatt
- Titelblatt
- Copyright-Seite
- Inhaltsverzeichnis
- Statt einer Einführung
- Marketing: Leistung sichtbar machen
- Ihr Praxiskonzept: Mehr Spaß bei der Arbeit
- Am Telefon: So spricht Ihr Personal für Sie
- Erster Praxiskontakt: Positiv einstimmen
- Patienten: Der Mensch, der am Zahn hängt
- Mitarbeiterinnen: Jede Praxis ist nur so gut wie das Team
- Statt eines Schlussworts: Zukunftsvisionen
- Die Autoren
- Anmerkungen