
Das Private vor Gericht
Verhandlungen des Eigenen in der nationalsozialistischen Rechtspraxis
- 316 Seiten
- German
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Das Private vor Gericht
Verhandlungen des Eigenen in der nationalsozialistischen Rechtspraxis
Über dieses Buch
Privatsphäre und bürgerliche Rechtsansprüche unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Diktatur.Das Gericht ist die Bühne der Offenlegung und Vermessung von Privatheit. Nirgends treffen Privatangelegenheiten und öffentliche Gewalt so unmittelbar aufeinander wie dort. Das galt insbesondere für das "Dritte Reich": Die Realität der "Volksgemeinschaft" wurde vor Gericht verhandelt. Juristische Ermittlungen und Entscheidungen konnten Privaträume einschränken, zerstören - oder gewähren.Annemone Christians untersucht erstmals, wie das NS-Rechtssystem mit Privatheit und Selbstbestimmung umging. Wie sah der juristische Entscheidungsprozess aus, wenn "Eigennutz" auf "Gemeinnutz" traf? In den Verfahren an Amts- und Landgerichten über Ehescheidungen, Mietstreitigkeiten, Eigentumszwiste und Pfändungen loteten Richter, Anwälte und Rechtsuchende täglich aus, welches Eigeninteresse Recht bekam und wie viel Autonomie im "totalen Staat" möglich war. Im Zivilrecht gestand das Regime den "Volksgenossen" durchaus private Rückzugsräume zu, doch im (Sonder-)Strafrecht verschob es die Grenzen zwischen einer privaten und einer öffentlichen Sphäre radikal.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Umschlag
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Editorial
- I. Einleitung
- II. Privatheit und Recht im »totalen« Staat
- III. Das private Verhandeln: Juristische Verfahrensregeln im NS-Staat
- IV. Nützlich oder zerrüttet? Ehe und Familie auf dem Prüfstand
- V. Schutz ohne Garantie: Privateigentum, Besitz und Wohnung
- VI. Meinung als Heimtücke: Angriffe auf Gedankensphäre und lokale Privatheit
- VII. Die Revisio der Privatheit
- Dank
- Anhang