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Über dieses Buch
Das Vokabular der »Zivilgesellschaft«, das in den 80er und 90er Jahren für starke Impulse zur Erneuerung einer kritischen Theorie der Politik sorgte, hat sich in ein ideologisches schwarzes Loch, ein Passepartout für nahezu beliebige Anliegen verwandelt. Um das Profil dieses gewiss auch in Zukunft brisanten Vokabulars zu schärfen, versucht Heins, den Gehalt des alten Begriffs zu bergen, indem er die Kontrastphänomene entziffert, gegen die einst »Zivilgesellschaft« reklamiert wurde: die Phänomene des Fanatismus und der »Barbarei«, der Beamtenherrschaft oder auch des Aufstiegs einer Gesellschaft der »Produzenten«, derer sich die Gesellschaft der »Bürger« zu erwehren suchte. Mindestens »zwei Gefahren«, so vermutet der Autor im Anschluss an Paul Valéry, »bedrohen unaufhörlich die Welt: die Ordnung und die Unordnung«.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Cover Das Andere der Zivilgesellschaft
- Inhalt
- »Zivilgesellschaft« – Vom historischen Kampfbegriff zur Worthülse
- Gegenbild I: Fantasten, Sektierer und Barbaren
- Jean Calvin: Wider die Fantasten
- Weber und Gramsci: Animalität als Bedrohungsmetapher
- Hannah Arendt: Das Tier im Europäer
- Gegenbild II: Krieger, Menschenplaner, Bürokraten
- Zwischen Staatskritik und Barbareikritik
- Entzivilisierung durch den Staat
- Der Orientalismus-Verdacht
- Ein Kippbild: Die Welt der materiellen Produktion
- »Citoyen ou Producteur?«
- Eine außereuropäische Perspektive
- Zur Semiotik des Zivilgesellschaftsdiskurses
- Trug- und Suchbilder: Zwei aktuelle Metamorphosen des Zivilgesellschaftsdiskurses
- Die globale Zivilgesellschaft
- Symbolische Codes in der Demokratie
- Anmerkungen
- Literatur