Politisch Theater machen
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Politisch Theater machen

Neue Artikulationsformen des Politischen in den darstellenden Künsten

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Politisch Theater machen

Neue Artikulationsformen des Politischen in den darstellenden Künsten

Über dieses Buch

Die Entstehung der freien Theaterszene ist untrennbar mit den politischen Bewegungen der sechziger Jahre verbunden. Die Auseinandersetzung mit dem politischen Theater der siebziger Jahre hat dann neue Formen der Beschäftigung mit dem Politischen entstehen lassen. Auch in den zeitgenössischen, postdramatischen Tanz- und Theaterformen ist das Politische präsent – wenn auch häufig indirekt. Es geht oft nicht mehr darum, politisches Theater zu machen, sondern man macht Theater auf politische Weise: Nicht Inhalte, sondern die Formen des Theaters, die Materialien, Darstellungsweisen, die Auswahl der Akteure, die Reflexion über den Zuschauer und die Räume, in denen man Theater macht, sind wichtig. Die Selbstreflexion des Theaters wird Grundlage für die Reflexion gesellschaftlicher Themen.

Das Buch spürt das Politische im zeitgenössischen Theater auf und sucht nach Kontinuitäten und Brüchen seit den siebziger Jahren.

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A
LEXANDER 
K
ARSCHNIA
104 
sprach.
36
Geht 
es 
doch 
hundert 
Jahre 
nach 
Lenins 
Partei-Konzeption 
darum, 
„die 
Welt 
<zu> 
verändern, 
ohne 
die 
Macht 
zu 
übernehmen“ 
(John 
Holloway) 
– 
und 
das 
„können 
nur 
wir 
selber 
tun!“ 
andcompany, 
Mausoleum 
Buffo,
Gregor 
Knüppel
© 
Nachspiel 
auf 
dem 
Theater 
Die 
finale 
RAF-Auflösungserklärung 
erfolgte 
während 
des 
Bundes-
tagswahlkampfs 
1998, 
in 
den 
Christoph 
Schlingensiefs 
Partei 
CHAN-
CE 
2000 
zog 
mit 
dem 
Schlachtruf: 
„Wähle 
Dich 
selbst!“
37
Schlingen-
siefs 
Forderung, 
Arbeitslosigkeit 
als 
Beruf 
anzuerkennen, 
gilt 
heute 
mehr 
denn 
je. 
Statt 
Einheit 
Vielheit: 
„Du 
bist 
ein 
Volk 
V.“
Die 
Theaterwissenschaftlerin 
Gini 
Müller 
hat 
solche 
anti-repräsentationis-
tischen 
Strategien 
als 
„Pos(s)en 
des 
Performativen“
38
beschrieben: 
dem 
Herrschaftsszenario 
eines 
theatrum 
gouvernemental
gegenüber 
und 
entgegen 
steht 
ein 
theatrum 
posse
das 
kreative 
Verwandlungsvermö-
36 
Vgl. 
John 
Holloway: 
Ganz 
normale 
Leute, 
Rebellinnen 
und 
Rebellen, 
in: 
Ders.: 
Die 
zwei 
Zeiten 
der 
Revolution
a.a.O., 
S. 
75-84, 
hier: 
S. 
77f. 
37 
Alexander 
Karschnia: 
Schlingensiefs 
„Chance 
2000“
in: 
Martin 
Brust 
Sascha 
Mache 
(Hg.): 
Spaßwahllisten. 
Die 
Kunst 
des 
kreativen 
Wahlboy-
kotts
(Arbeitstitel), 
erschien 
nicht 
2006, 
2007, 
2008 
oder 
2009 
und 
er-
scheint 
wohl 
auch 
nicht 
2011, 
ist 
aber 
auf 
seinem 
Blog 
zu 
lesen 
unter: 
http://alextext.wordpress.com/2011/06/20/partei-der-letzten-chance/. 
38 
Gini 
Müller: 
Possen 
des 
Performativen. 
Theater, 
Aktivismus 
und 
queere 
Politiken, 
Wien 
2008, 
S. 
27-50. 

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover Politisch Theater machen
  2. INHALT
  3. Vorwort
  4. Politisch Theater machen – Eine Einleitung
  5. Wie politisch ist Postdramatisches Theater?
  6. Theater/Politik – Kontexte und Beziehungen
  7. Freie Szene, politisches Theater und „Das Politische in zeitgenössischen Theaterformen“
  8. (Post-)Performerism as a way of life oder das Theater der Produktion des Lebens
  9. Erfahrungen in meinem Körper oder ist das politisch – Ein Monolog
  10. Bildet keine Banden, keine Kollektive. Gründet Gewerkschaften!
  11. Reisen ins Gedächtnis der Stadt. INTERVIEW VON JAN DECK MIT JÖRG LUKAS MATTHAEI
  12. Realität und Theater – Das Politische bei Rimini Protokoll
  13. Von Komplizen und Eigensinn
  14. „It’s a girl!“ Die dreifache Subjektivierung des Unbelebten in Marijs Boulognes Puppenstück Excavations – The Anatomy Lesson
  15. Kreisen ums Authentische – Das Festival „Politik im freien Theater“ 2008 in Köln
  16. Abbildungen
  17. Autorinnen und Autoren