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Über dieses Buch
Szenische Hermeneutik fragt danach, wie Sinn entsteht, wenn Subjekte sich in sozialen Handlungen wechselseitig Autorschaft zuweisen. Sind mehrere Subjekte simultan präsent, muss über die Koordination von Sprechen und Zuhören, Aktion und Agitation szenisch verhandelt werden. Situativitäten verwandeln sich dann in Narrative: Präsenzen werden zu Erzählungen. Solche Verhandlung und Verwandlung wird als »Verstehen von Sinn« erklärt. Szenische Hermeneutik fragt demnach, wie ein Sinnangebot durch einen Anderen legitimiert und inszeniert ist. Sie argumentiert handlungspragmatisch, nicht vornehmlich semantisch.
Ralf Bohn bezieht sich sowohl auf theologische und philosophische Positionen der Hermeneutik von Schleiermacher über Dilthey bis Gadamer und von Sartre bis Heidegger als auch auf aktuelle Präsenzauffassungen von Szenifikation, Bildlichkeit und Erzählung, wie sie etwa Freud, Winnicott und Lorenzer entwickelt haben. Im Zentrum der Analyse von Inszenierungsereignissen steht nicht das auf die Szene bezogene Raumproblem, sondern die Erfassung hermeneutischer Zeit.
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Cover Szenische Hermeneutik. Verstehen, was sich nicht erklären lässt Szenografie
- Inhalt
- Warum Hermeneutik? Eine Vorbemerkung
- Über einige Unterschiede zwischen literarischer und szenischer Hermeneutik
- Prolog. Deuten, Zeigen und Sichzeigen als Handlungen
- I. Initiation. Einführung in eine zeitgemäße Hermeneutik
- II. Inszenierung wird als hermeneutische Situation ausgelegt
- III. Der allegorische und der symbolische Blick
- IV. Die Situation und die Techniken ihrer Bemächtigung
- V. Die Inszenierung der Philosophie
- VI. Deutungszeit und Plötzlichkeit im szenischen Übergang zur Narration
- VII. Zur Funktion des A(a)nderen im Bild
- VIII. Der Schrecken des Bildes als Negat von Szenifikation
- Verzeichnis zitierter Literatur