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Über dieses Buch
Die Welt liegt in Scherben, so heißt es. Und sich mit einer Welt anzufreunden, die sich der Anfreundung entzieht, scheint paradox.
Christina Thürmer-Rohr kreist in ihren Essays zu Feminismus, Pluralität, Dialog, Außenseitertum, Vergänglichkeit und zum politischen Denken Hannah Arendts um den Widerstreit zwischen dem Heimatlichen und dem Unheimlichen - und um die Fiktionen vom »heilen« Geschlecht. Sie widerspricht dabei der Annahme, Fremdheit sei das Andere der Freundschaft, Freundschaft das Andere der Fremdheit. So entsteht eine Karte, auf der man sich hin- und herbewegen kann, denn die Nachbarschaft der einzelnen Texte eröffnet Türen zu Lesarten, die nicht in den gewohnten Spuren bleiben, und führt zu unerledigten Fragen, die keine Ruhe lassen.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Inhalt
- Einführung: Welt in Scherben?
- Das Tröstende der Ordnung und das Gift der Fremdheit – Das Tröstende der Fremdheit und das Gift der Ordnung
- Die Anstößigkeit der Freiheit des Anfangens. Feministische Kritik – Feminismuskritik
- Fremde, Andere, Feinde.Zur Idee des Kosmopolitismus
- Anfreundung mit der Welt. Zum politischen Denken von Hannah Arendt
- Kontroversen zur Kohabitation. »Denken von anderswo«
- Dialog und die Stummheit der Gewalt
- Schweigen. Zuviel der Worte
- Das Kassandra-Syndrom. Leben um zu sehen und sehen um zu sprechen
- Feministische Rückblenden. Einfache Fragen ohne einfache Antworten
- Existentielle und intentionelle Außenseiter. Das Leben macht grauenvoll normal
- Innere Kontroversen. Verrückungen und »Traumes-Wirren« am Beispiel Robert Schumann
- Unrechtsbewusstsein und sexuelle Gewalt. Zur Ambivalenz der Opferrolle
- Gender&Diversity. Schauplätze und Nebenschauplätze
- Die Löschung des Anderen. Omnipotenz und totalitäres Bewusstsein
- Rausch und Kälte. Das Böse in Thomas Manns »Dr. Faustus«
- Deutsche Gedenkkultur. Zur Abhängigkeit des Vergangenen vom Urteil der Jetztlebenden
- Verstehen ohne zu trauern. Eine lange Geschichte des Nachdenkens
- Hiob. Eine Geschichte anhaltender Ratlosigkeit
- Vergänglichkeit. Abwehr und Nicht-Wissen, Anfangen und Aufhören
- Verzeichnis der bereits veröffentlichten Texte