Wie kam es am 9. November 1989 zur überraschenden Öffnung der Mauer? Wieso verlas das SED-Politbüromitglied Günter Schabowski auf einer live im Fernsehen übertragenen internationalen Pressekonferenz eine neue Reiseregelung für DDR-Bürger, die eigentlich erst für den nächsten Tag bestimmt war? Weshalb löste sie dann noch in der Nacht einen Ansturm Zehntausender Menschen auf die Grenzübergänge und die Mauer am Brandenburger Tor aus?
Was sich in der Nacht des Mauerfalls tatsächlich ereignete, warum es genau so geschah und wie die Beteiligten der Grenztruppen, des DDR-Sicherheitsapparates und die Führung im SED-Politbüro die Ereignisse erlebten und darauf reagierten, wird in diesem Buch detailliert geschildert. Die Basis sind jahrelange Recherchen zum Thema und Interviews mit Hunderten Zeitzeugen. Entstanden ist eine anschauliche Chronik, spannend wie ein Krimi.

- 368 Seiten
- German
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Über dieses Buch
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Information
Thema
GeschichteThema
Moderne GeschichteAnhang
Anmerkungen
Die Anmerkungen dieses Buches verwenden noch die in den 1990er Jahren vergebenen Signaturen für die Aktenbestände einiger Archive, insbesondere der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR und der Abteilung DDR im Bundesarchiv sowie des Militärischen Zwischenarchivs in Potsdam. Zwischenzeitlich wurden einige Signaturen geändert, die sich jedoch leicht mit Hilfe der in den Archiven erstellten Konkordanzen erschließen lassen.
Vorwort (S. 9 – 15)
1Vgl. Schabowski 1991, S. 310. – Dieses von Schabowski wiedergegebene Stimmungsbild wird von anderen Teilnehmern der Sitzung bestätigt.
2Gespräch d. Vf. mit Hans Modrow, 4. 1. 1995.
3Vgl. Schabowski 1991, S. 310.
4Vgl. Krenz 1990; Krenz 1992; Krenz 1999; Schabowski 1991; Schabowski 2009.
5So Cordt Schnibben (Schnibben 1990).
6Vgl. Henryk Broder, Eine schöne Revolution, in: Die Zeit 3/1992.
7Vgl. Schorlemmer 1990, S. 54.
8Berghofer 2014, S. 107.
9Vgl. Lepsius 1994, S. 10.
10Uwe Soukup, Sofort, unverzüglich! In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 4. 2. 2018, S. 2.
11Vgl. Hertle 1996 (2. Aufl. 1999).
12Vgl. Hertle/Stephan 2012 (Erstauflage 1997).
13Als Begleitband zum Film wurde 1999 von Hans-Hermann Hertle und Kathrin Elsner die O-Ton-Collage »Mein 9. November« in der Nicolaischen Verlagsbuchhandlung aufgelegt. Der Band erschien 2009 unter dem Titel »Der Tag, an dem die Mauer fiel« in 2. korr. Auflage (vgl. Hertle/Elsner 2009).
Das Jahr 1989 (S. 16 – 40)
1Erich Honecker, in: Neues Deutschland, 20. Januar 1989. – Das Honecker-Diktum war die indirekte Zurückweisung einer Äußerung von Michail Gorbatschow. Von Bundespräsident Richard von Weizsäcker am 7. Juli 1987 in Moskau auf die Einheit der deutschen Nation angesprochen, hatte Gorbatschow zwar auf die Zweistaatlichkeit als Realität hingewiesen, zugleich aber hinzugefügt, was in 100 Jahren sein werde, werde die Geschichte entscheiden. Diese wenn auch nur vage Offenheit für die Gestaltung der »deutschen Frage« wurde von der ostdeutschen Führung später als Beginn des sowjetischen »Verrats der DDR« interpretiert. Vgl. Gorbatschow 1995, S. 701, sowie Weizsäcker 1997, S. 346.
2Brzezinski 1989, S. 265.
3Ebd., S. 283.
4»Tatsächlich haben die 300 bis 400 bundesdeutschen Soziologen, Politologen, Ökonomen und Pädagogen, die über die ganze (alte) Bundesrepublik verteilt an 56 Instituten arbeiteten, von den revolutionären Ereignissen im Herbst 1989 nichts vorhergesehen. Nicht einmal Anzeichen einer zunehmenden Unzufriedenheit und Unruhe haben die Profis erkannt, und kleine Zeichen der Veränderung wurden nicht ernst genommen oder der wissenschaftlichen Analyse nicht für würdig befunden« (Carola Becker, »Kläglich versagt«, in: Die Zeit Nr. 22, 24. Mai 1991). – Zum »schiefen Bild«, das von der DDR im Westen gezeichnet wurde, siehe Hacker 1992. Mit den Ursachen für das Versagen der »Hundertschaften bezahlter Beobachter« (Carola Becker) aus den verschiedenen Fachdisziplinen hat sich die akademische Zunft nach 1990 nicht lange aufgehalten.
5Zum aktuellen Forschungsstand siehe: Henke 2009; Rödder 2009; Richter 2009, Sarotte 2009; Sarotte 2014; Kowalczuk 2009; Neubert 2008; Schuller 2009; Plato 2010. – Eine Literaturdatenbank mit mehr als 53 000 Einträgen zur deutschen Einheit (Stand: Dezember 2007) ist im Internet unter der URL http://www.wiedervereinigung.de zu finden. Eine Auswahlbibliographie zu Widerstand und politischer Repression in der DDR findet sich auf der Website des Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V.
6Das Schriftgut der SED-Führung und der DDR-Regierung ist im Bundesarchiv (Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR sowie Abteilung DDR), dem Archiv des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes der DDR und dem Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes zugänglich; schriftliche Unterlagen der DDR-Opposition sind u.a. im Matthias-Domaschk-Archiv der Robert-Havemann-Gesellschaft, im Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V. sowie im Grünen-Archiv der Heinrich-Böll-Stiftung einsehbar. Einen Überblick über das Archivgut zur DDR bietet die Website der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
7Dokumente ...
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- »Schabowskis Zettel«. Vorwort
- Das Jahr 1989
- Die Herbstrevolution
- 9. November 1989: Der Fall der Mauer
- 10. November 1989: Reaktionen
- 11. November 1989: Zuspitzung und Entspannung am Brandenburger Tor
- 12. November 1989: Neutralität der Alliierten
- 13. November 1989 – 3. Oktober 1990: Der Abbau der Mauer
- Die Medien und der Fall der Mauer. Epilog
- Anhang
Häufig gestellte Fragen
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