
- 92 Seiten
- German
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eBook - ePub
Über dieses Buch
Die Texte Christel Bethkes sprechen von Mit- und Nebenmenschen, kleinen Alltagsbeobachtungen sowie von dem, was aus der Welt da draußen in den Alltag eindringt und dort plötzlich nicht bedeutender scheint, als das Zubereiten der nächsten Mahlzeit.Ob kurze Sentenz, freirhythmische Verse oder kleine Prosastücke, alles trägt hier die Merkmale spontaner Aufzeichnung und spiegelt die Summe der Erfahrungen eines langen Lebens wider.»Ist in meinem Abgesangnicht mehr Melodieals meine Ouvertürevermuten ließ?«Christel Bethke
Häufig gestellte Fragen
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Information
1
Ich hau noch
bisschen ab,
denn bald
geht’s ins Grab,
mag noch gar nicht
daran denken!
Möge Er (Es) mir
Zeit noch schenken,
mir, der Unterzeichnenden
Christel …
17. August 9.00 Uhr
2 Zurück
Zurück im Glück
des einfachen Lebens,
wie wunderbar.
Äpfel mitgebracht,
Ideen ohne Ende.
So viele, dass ich
beim Einfachsten bleibe:
Himmel und Erde
11.30 Uhr
„Doch die Verhältnisse, die sind nicht so“ B.B.
Geht das überhaupt,
das alte Ich abheften
und eine neue Akte anlegen?
Ich glaube kaum,
dazu müsste man nochmal
in anderen Verhältnissen
auf die Welt kommen.
Aber, es ist, wie es ist,
sagt der Nachbar,
es könnte schlimmer sein,
aber auch besser.
Aufrecht zu stehen
und Fantasie zu haben,
rät der 80-jährige
japanische Nobelpreisträger
den jungen Leuten.
„Das Einzige, was ich von ihnen erwarte.“
Gut in Notzeiten, auf Wahlverwandtschaft
zurückgreifen zu können.
Und wieder die alte Platte,
schlimmer noch,
sie spult zurück,
nachdem sie ausgiebig
im alten Sprung festhakte.
Statt mit einem Sprung
sich daraus zu retten,
hänge ich fest.
Eine Krankheit ist das,
erkannt,
und doch so schwer,
sich davon zu befreien.
Gestern schnitt ich mich,
der Schmerz
zog alle Aufmerksamkeit
auf sich, und ich begreife,
warum es Selbstverletzungen
geben kann.
Kriegsgeneration
Die Kontoauszüge
belegen,
dass die Rücklagen
für Notzeiten
aller Voraussetzung nach
nach dem Tode
fällig werden.
Mensch,
fass dir an den Kopf
und versuche erstmal
zu leben!
29. Juni 2015
Auffallend auf den Friedhöfen
die vielen leeren Flächen.
Steine und Kreuze werden
nach dem Verfallsdatum
abgeräumt.
Vermehrt tauchen Letztere
an Land- und Bundesstraßen auf.
Heute bei Maik (1991–2010)
vom Rad gestiegen.
Blumen, auf einem Herz aus Stein
steht „Unvergessen“, ein Grablicht.
Er wäre heute 24 geworden.
Ist es wahr, dass der Tod
schon bei der Geburt feststeht?
24. Dezember 2014
Frühstück um sieben, trockenes Brot bei genügend Vorräten, die auch nicht gerade festlich scheinen. Gestern nochmal zur Ärztin wegen Spritze. Wer weiß, wozu das gut ist, dass ich „gestern noch auf stolzen Rossen, heut’ schon in die Brust geschossen“ (und noch direkt vor der Apotheke) wurde, Neumeyer nicht da, Vertretung Frau Dr. Hase jung: „Darf ich fragen, wie alt Sie sind?“ „84“, sage ich nach kurzem Zögern (Sonst habe ich mir angewöhnt, „Im 85.“ zu sagen, wenn jemand so dämlich fragt. Dabei, ehrlich gesagt, gehör ich auch leicht zu solchen Leuten). Erstaunt: „Sie haben sich aber gut gehalten.“ Blöd, genau das ist es, was einen alt macht. Sonst denke ich gar nicht darüber nach. Heute fällt mir dazu ein: „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.“ War aber nett, nahm mir ein weißes Haar von dem neuen blauen Pullover und strich mir über die Schulter.
„Paket für Sie“, haucht’s durch die Sprechanlage. Die Freude meines Alters vielleicht doch noch? Es überlegt blitzschnell in mir, wem ich vielleicht noch eine Weihnachtsüberraschung in den Briefkasten stecken soll?! Es ist aber die vegetarische Brühe, die Zannut. Vier Dosen für 200 Liter Suppe. Braucht der Mensch. Eine schon verschenkt.
Das Buch gehört zu den vielen Anläufen in meinem Leben, das kein Resultat erzielt. So ist überhaupt mit meiner Schreiberei wenig Resultat erzielt worden. Vielleicht muss das ja auch gar nicht sein. Hier war auch der Weg das Ziel. Immer wenn ich in Not oder im Glück war, muss ich mich mitteilen. Aber nein. Da ist und war ja niemand, bis auf das leere Blatt. Legte ich’s beschrieben fort, habe ich’s auch schon vergessen. Der lange Weg brachte Freundschaften zum Verstummen, diejenigen, die hielten, haben’s nicht gelesen, weil sie ohnehin keine Leser sind. Kein einziges Exemplar mehr in meinem Besitz. Von den Weißen Schatten noch ca. 25, 75 von 100 verscheuert. Gestern bekam die Haus-Putzfrau noch eins in ihre Weihnachtstüte. „Haben Sie das geschrieben? Ich hörte Sie oft auf der Maschine schreiben, wenn ich das Treppenhaus machte. Dass das heute noch jemand macht.“ Schien sich zu freuen, anscheinend. Vielleicht liegt das an ihrem Namen „Mann“.
Da habe ich auch einen Fehler gemacht. Die erste Ausgabe war gerade richtig im Umfang. Nicht zu dick, richtiges Format für kurze Texte. Die Erweiterung hätte gesondert rauskommen müssen. Sie verdoppelte ja fast den ganzen Umfang, und wer kauft sich das Buch mit gleichem Titel nochmal, auch wenn neue Geschichten hinzugekommen sind? Neuer Titel, ohne Hinweis auf das ewig Ostpreußische in meiner Biographie. Einmal hat man ja „ausgeplaudert“ und es geht an die eigentliche Substanz, man kann und will ja auch gar nicht zu den ewig Gestrigen zählen, obwohl’s neu dir leider immer noch anhängt. Aber nichts von „Vertellchen“. Gerade davor galt’s sich frei zu machen. Im Nachhinein wird ja alles zur Legende. Erst im Alter begreife ich, dass alles anders war, und beim Entwickeln meines Lebensfilmes war das meiste so fürchterlich, dass ich heute staune, nicht im Gefängnis gelandet zu sein. Und manchmal wünschte ich’s mir sogar, dann hätte man endlich Ruhe gehabt. Also das ganze Leben Anläufe ohne Resultat? Zu spät, andere Wege zu gehen. Sich besinnen, den Rest versuchen, konzentrierter zu gestalten. Als ob’s noch konzentrierter ginge. Nicht mehr so larmoyant sein.
Vielleicht ganz gut, der Hexenschuss. Das Beste aus allem machen, auch mit He...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Traum
- 2014
- Ein Tag im Leben der Rentnerin Ch. B.
- Meine Geburtstagspost zum 83
- Das Spiel
- Wie klug mancher war
- „Fasse Dich kurz“
- Spruch des Tages NWZ
- Station 41
- Sterbebegleitung
- Was ich für die anderen bin
- Die stillen Helden
- Weltmeisterin
- Risiko
- 11. August 2014
- Lust auf Leute
- Die 85-Jährige
- Ich bin eine Dichterin!
- Störfaktor, ich
- „Du erwartest zu viel“
- Anonymos im Turm
- Etwas stimmt da nicht
- Warum denke ich
- Gott sei Dank
- Reiß dich am Riemen
- Ist das das Gleiche
- Gedrucktes aus der NWZ
- Erfüllter Tag
- Wahlfreiheit
- Komisch
- Das Familienskelett
- Äpfel
- Tut, tut, ein Auto kommt!
- Wenn das „Haus Europa“
- Wir, die wir zum Denken neigen
- Abgesang
- Meine blaue Stunde
- Eine Gedenkfeier jagt die andere
- Rote Nullen
- Daniel
- Nur noch das machen
- Im Regen zum Klinikum
- Irrsinnige Zeit
- „Immer am Orte des Geschehens“
- Der Heilpraktiker
- Besuchszeit
- Das letzte Stückchen Brot
- 1
- 2. Zurück
- „Doch die Verhältnisse, die sind nicht so“
- Und wieder die alte Platte
- Kriegsgeneration
- 29. Juni 15
- 24. Dezember 2014
- Rückenwind
- Der springende Punkt ist Freude
- Ein Mitbewohner?
- Flatrate
- G. G.
- Mein zweites Ich
- Und schon ist man „weg vom Fenster“
- Wir Flüchtlinge
- „Warum sollten wir jetzt verzagt sein”
- Für mein bestes Stück
- Apfel-Kürbis-Herbst – meine Zeit
- Morgendliche Feststellung im Bett
- Zum Glück muss man geboren sein
- Verpasste Gelegenheit
- Sorgenlos
- Vernetzt
- Das wussten schon die Alten
- Dudderkeile
- Freudsche Fehlleistung
- Kaffee
- Machst’en Kaffee?
- So muss es sein
- Nachbarschaft
- Zum Geburtstag als Bettlektüre
- Es waren zwei Königskinder
- Schade
- Was hat die da gesagt?
- „Lirum, Larum, Löffelstiel
- Esther
- Rad ab
- Um den Sommer zu hören
- Bevor ich für immer einschlafe
- Solidarität
- Lieber Brecht als Brentano
- „Ich wundre mich, dass ich so fröhlich bin“
- Tauchstation
- Das ist auch Geschichte
- Märchen aus Tausendundeiner Nacht werden wach
- Ich nehme alles zurück
- Licht und Schatten
- Heute nacht träumte ich
- Kurz vor dem 86!
- Plagiaterie
- Weitere Informationen
- Impressum