Eisenach ist ein malerisches Städtchen am Fuße der Wartburg. Das Buch stellt Eisenach in vielen Fotos vor.

- 56 Seiten
- German
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Eisenach: Ein Bilderbuch
Über dieses Buch
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Information
Die spätere Stadt Eisenach verdankt ihre Entstehung der Lage an alten Heeres- und Landesstraßen. Hier trafen sich sieben Fernhandelsstraßen aus allen Himmelsrichtungen. Auch die „Weinstraße“, die über den Thüringer Wald lief. Nachweise menschlicher Besiedelung reichen bis etwa 5000 v. Chr. zurück. Archäologische Funde aus dem nördlichen Eisenach belegen, dass zu dieser Zeit hier Ackerbau und Viehzucht betrieben wurde. Auch die Kelten hinterließen ihre Spuren. Eisenbarren, die ca. 1845 in einer Felsenhöhle entdeckt wurden, sind im Museum für Früh- und Urgeschichte in Weimar ausgestellt. Der Name des Wartbergs soll ebenfalls keltisch sein: Wartberg als keltische Warte. Mit dem Sieg der Römer und dem Vordringen der Germanen endete ca. 50 v. Chr. die Zeit der Kelten. Eine germanische Ansiedlung der Hermunduren (germanische Stammesgruppe, die bis ca. 4./5. Jh. lebte) befand sich um Christi Geburt um Stregda im Norden von Eisenach. Die Hermunduren waren direkte Vorgänger der Thüringer. Die Gegend um Eisenach war ab dem 5. Jahrhundert Teil des Thüringischen Königreichs. Dieses erstreckte sich unter König Bisinus nach Süden bis über den Main, vielleicht auch bis zur Donau. Das Reich existierte bis 531. In der Schlacht an der Unstrut besiegten die merowingischen Franken unter den Königsbrüdern Chlothar I. und Theuderich I. die Thüringer. Nachdem das Reich nicht mehr existierte, wurde das Gebiet fränkisches Territorium und Teil der christlichen Missionstätigkeit. Franken siedelten im 8. Jahrhundert am Ufer der Hörsel im Osten Eisenachs. Mauerreste und Flurnamen wie „An der Peterskirche“ und „Altstadt“ erinnern daran. Diese frühmittelalterliche Siedlung ist wohl der Ursprung der heutigen Stadt. Die ältesten Urkunden aus diesem Gebiet stammen aus dem 10. Jahrhundert. Der Sage nach soll die Wartburg 1067 von Graf Ludwig dem Springer aus dem Geschlecht der Ludowinger errichtet worden sein. Da Graf Ludwig zu dieser Zeit versuchte, durch den Bau von Burgen seine territoriale Macht zu festigen, könnte diese Aussage zutreffen. 1080 wurde die Wartburg erstmals urkundlich von dem sächsischen Chronisten Bruno von Merseburg erwähnt. Der Name Eisenach erscheint erstmals 1150 in einer schriftlichen Quelle, als ein Ritter Berthold de Isenacha beerdigt werden sollte. Zirka 100 Jahre später ist die Entwicklung der anfänglich kleineren Kaufmannssiedlung hin zur Stadt mit Stadtmauer abgeschlossen. Ab Mitte des 12. Jahrhunderts wurde der Siedlungsschwerpunkt ins heutige Stadtzentrum verlegt. Zu dieser Zeit herrschte Landgraf Ludwig II. († 1172). Sein Sohn Ludwig III. († 1190) nennt sich auf einer Münze schon Landgraf von Eisenach. Zwischen 1180 und 1189 wurde Eisenach auch das erste Mal urkundlich erwähnt. Viele berühmte Persönlichkeiten weilten auf der Wartburg. Walther von der Vogelweide, Heinrich von Veldecke und Wolfram von Eschenbach lieferten so den Stoff für Sagen, insbesondere über die Sage vom Sängerkrieg, die aus einer Dichtung des mittleren 13. Jahrhunderts hervorging. Eisenach wurde Dreh- und Angelpunkt für die landgräflichen Städte. Nach dem Erbfolgekrieg schwand die Bedeutung Eisenachs und Weimar wurde Hauptstadt. Jacob Strauß, Prediger der Georgenkirche, verlieh Eisenach zu Zeiten der Reformation und dem von ihm entfachten Wucherstreit (1523/24) neue Bedeutung. Martin Luther weilte ebenfalls auf der Wartburg und übersetzte hier Teile der Bibel (1521/22). Luther war gegen die Gewaltanwe...
Inhaltsverzeichnis
- Textbeginn
- Literatur
- Weitere Informationen
- Impressum
Häufig gestellte Fragen
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