Im Osten – Einsatz mit der 9. Armee in Russland
29.01.1942 - 30.11.1942
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Nr. 1
den 26.2.42
Meine liebe Inge!
Es ist jetzt Donnerstagnachmittag 5 h. Wir sind seit heute morgen 6 h auf Fahrt, nachdem wir gestern Abend bereits in Aachen verladen wurden. Wir befinden uns augenblicklich in der Gegend von Soest/Westfalen. Durch Schlebusch sind wir nicht gekommen. Es ging über Düren-Neuß-Düsseldorf, Wuppertal, Hagen Richtung Berlin. Wir sind zu 34 Mann in einem Waggon. Alles sehr beengt. Unter Kälte leiden wir nicht. Das Schreiben in dem wackligen Wagen ist ziemlich schwer. Hoffentlich kannst Du alles lesen. Die Zeitungen mit dem „Reich“ und Deinen Brief von Sonntag habe ich noch erhalten. Das Päckchen ist aber nicht mehr angekommen. Schadet aber auch nichts. – Die Verpflegung ist bis jetzt ganz gut. Hoffentlich bleibt es so. – Wenn wir Sonntag noch in Aachen gewesen wären, hätte ich bestimmt telefoniert. Ich hatte auch schon daran gedacht. Nun ist es zu spät.
Laß’ es Dir und Sigrid recht gut gehen und seid beide recht herzlich gegrüßt und innig geküßt von Eurem Papi.
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Nr. 2
Schlesien, den 27.2.42
Meine liebe Inge!
Es ist nun Freitagmittag, der 2te Tag unserer Fahrt. Wir haben längst die Richtung nach Berlin verlassen und befinden uns augenblicklich vor Breslau. Sollte man daraus schließen, dass wir nicht zur Nordfront kommen, d.h. in die Gegend von Ilmensee? Es wird sich wohl in wenigen Tagen endgültig herausstellen. Die Verhältnisse in unserem Wagen sind sehr primitiv, wie ich schon in meiner 1. Karte aus Soest geschrieben habe. Während der Fahrt kann man nicht schreiben. Der Wagen rappelt kolossal. Hier in Schlesien ist es schon merklich kälter. Im Wagen merken wir das, insbesondere weil den ganzen Tag über die Seitentür offen steht. In der letzten Nacht sind wir wenig gefahren. Der Zug muss irgendwo zwischen Braunschweig und Berlin gestanden haben. Auch ist in der Nacht Fliegeralarm gewesen. Ich habe von allem nichts gemerkt, weil ich sehr fest geschlafen habe. Es ist doch ein sehr zweifelhaftes Vergnügen, Infanterist zu spielen. Das können sich die Leute in der Heimat nicht vorstellen.
Für heute wieder recht herzliche Grüße und viele Küsse auch für Klein-Sigrid.
Dein Willi.
Grüße alle Angehörigen.
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Nr. 3
den 28.2.42
Liebe Inge!
Es ist Samstagmittag und wir sind inzwischen irgendwo in Polen gelandet zwischen Kattowitz und Krakau. Es ist ein ganz erbärmlich armes Land. Gerade haben wir uns an einer Lokomotivwasserstelle gewaschen und fühlen uns wieder etwas frischer. Es ist nicht so besonders kalt, wie wir es gedacht hätten. Es ist uns noch immer vollkommen unklar, wohin es geht. Du wirst über meine schöne Schrift staunen. Aber es ist nichts anderes zu machen, wenn man auf der rauen Wand einer alten Bretterbude schreiben muss. Sonst noch alles wohlauf.
Herzliche Grüße und Küsse auch an Klein-Sigrid
Dein Willi.
Allen Angehörigen ebenfalls viele Grüße
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O`soldat Willi Ufer auf dem Marsch
den 1.3.42
Liebe Inge!
Heute ist Sonntagmorgen 9 h. Wir haben fast die ehemalige Demarkationslinie erreicht. Im Laufe des Tages werden wir durch Brest-Litorsk kommen. Es ist sehr kalt hier. Gestern Abend hatten wir in Radom einen längeren Aufenthalt. Wir konnten in die Wartesäle gehen und bekamen nach längerem „Nahkampf“ einige Glas Bier. Es war sogar starkes Bier. Nachts schläft man im Waggon ganz gut. Auch ist es sehr nett warm. Tagsüber aber ist es saumäßig kalt, weil die großen Schiebetüren offen sind. Was wir bisher von Polen gesehen haben, ist doch sehr erbärmlich. Wer wollte in so einem Lande wohnen!
Wie geht es nun Euch? Ich hoffe, dass alles in Ordnung ist und Sigrid gut gedeiht. Sage allen, dass ich nur Dir vorläufig schreibe, da es sehr schwierig augenblicklich ist.
Viele Grüße u. Küsse!
Dein Willi
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Nr. 5
den 2.3.42
Meine liebe Inge!
Nun ist es mittlerweile Montagfrüh geworden. Wir haben fast das ganze ehemalige Polen quer durchfahren, waren gestern Abend in Brest-Litowsk, wo wir 3 Stunden Aufenthalt hatten, und befinden uns augenblicklich ca. 100 km vor Minsk. Ich glaube, dass man mit Bestimmtheit annehmen darf, dass es in Richtung Smolensk geht. Die Fahrt ist gar nicht besonders abwechslungsreich: Es geht immer entweder über kahle, schneebedeckte Flächen, auf denen vereinzelte Bauernhütten auftauchen oder durch tief verschneite Kiefernwälder. Das Tempo des Zuges ist fast nie über 40 km/Std. Sehr oft hat er längeren Aufenthalt, wie auch z.B. jetzt während ich einigermaßen ordentlich diesen Brief schreiben kann. – Je mehr wir nach Osten kamen, um so dichter wird der Verkehr. Er rollt Tag und Nacht in ununterbrochener Folge. Man muss wirklich staunen über den, der dies alles leitet und überwacht. Die Fahrt wird natürlich immer stockender, da die Eisenbahnlinien immer weniger werden. Gestern gegen Abend hatten wir Gelegenheit, der Stadt Brest-Litowsk einen 2stündigen Besuch abzustatten. Ich möchte Dir am liebsten davon erzählen, denn ein schriftlicher Bericht würde unter den jetzigen Verhältnissen zu lang werden. Jedenfalls so etwas an „Stadt“ habe ich noch nicht gesehen. Natürlich sieht man überall die Spuren des Krieges. Viele Gebäude sind zerstört. Die Straßen furchtbar dreckig, wobei das Tauwetter wesentlich beitrug. Die Straßen wimmelten von Menschen, die mit allerhand Stoffresten behangen waren. In einer Wirtschaft war sogar Konzert. Wir tranken einen Schnaps und ein Glas Bier und bezahlten dafür 1.37. Das Bier war aber nicht trinkbar. Es sah aus wie kalter Kaffee. Auch Zigaretten konnten wir kaufen, jedoch das Stück für 0,20 Rm. Beim Wechseln bekamen wir Rubel zurück, wovon ich Dir einen Schein zur Ansicht beilege. Es ist 1 Rubel und hat den Wert von 1 Rm. Auch der orthodoxen Kirche haben wir einen Besuch abgestattet. Der Pope hielt gerade eine Predigt. Ich hätte gerne verstanden, was er sagte, denn ich nehme an, dass es interessant gewesen ist. Die Inneneinrichtung ist ganz fremdartig. Auch das Äußere reichlich orientalisch. Dies wären einige wenige Punkte, die ich Dir schon jetzt mitteilen werde. Das andere spare ich mir für den mündlichen Bericht auf, den ich Dir geben werde, wenn wir wieder gemütlich zusammen im Nest liegen. Das was mir jetzt besonders wichtig erscheint, wird vielleicht angesichts der noch bevorstehenden Ereignisse sowieso in den Hintergrund treten. Ab heute Abend muss jeder Waggon gefechtsbereit sein. Es wird also immer ernster.
Für heute damit Schluss, denn der Zug wird bald wieder anrucken und dem Schreiben ein Ende machen. Grüße alle daheim recht herzlich, auch Maria und Ahrens. Ich hoffe, dass Ihr von Rudolf noch gute Nachrichten habet.
Dir und der kleinen Sigrid sende ich aber besonders herzliche Grüße und viele, viele Küsse! Möge es Euch recht gut gehen! Dein Willi
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Nr. 5
Rußland, den 3.3.42
Meine liebe Inge!
Diesen Brief, den ich an meinem Geburtstag schreibe, erreicht Dich aus Minsk, wo wir für kurze Dauer in einer ehemaligen russischen Kaserne untergebracht sind. Jedoch bevor ich Dir weiteres von hier mitteile, will ich Dir für die Geburtstagsglückwünsche danken, die Du mir in Gedanken gesandt hast, nicht wahr? Wir hätten wohl kaum für möglich gehalten, dass mein diesjähriger Geburtstag in einer solchen Form begangen werden muss. Man ist ja auch wieder so bescheiden als Soldat geworden. Ich weiß, dass Du den ganzen Tag besonders an mich denken wirst. Auch ich muss immer daran denken, wie schön wir Drei den Tag begonnen und beendet hätten. Wir wollen aber nicht den Kopf hängen lassen und uns das Herz allzu schwer machen, sondern hoffen, dass bald alles wieder wird, wie es war.
Auch der diesjährige Geburtstag brachte einige Überraschungen, wenn auch in einer ganz anderen Form, wie ich noch vor 6 Wochen gedacht hatte. Wir hatten uns nämlich gestern Abend gegen 9 h in unserem Waggon zur Ruhe hingestreckt und gehofft, am anderen Morgen in Minsk zu sein, als wir nach ca. 4-stündigem Schlaf aufgeweckt wurden und den Befehl bekamen, unser Gepäck zusammen zu packen und es draußen auf der Rampe für den Abtransport auf unseren Schischlitten zurecht zu legen. Es war eine sternklare, sehr kalte Winternacht. Zwischen 12 und 2 h konnten wir das seltene Ereignis einer totalen Mondfinsternis bewundern. Habt Ihr zu Hause auch darauf geachtet? Gegen 2.30 h zogen wir ab und marschierten durch das fast vollkommen zerstörte Minsk so 10 km aus der Stadt raus in eine Waldkaserne. Was die Russen allerdings als Kaserne bezeichnen, nennen wir allerhöchstens Stall. Hier hausen wir nun seit 7 h früh. Jetzt ist es 10.00. Der Raum ist vollkommen voll Rauch, so dass man die Augen kaum aufhalten kann. Außerdem ist es bitterkalt, weil die gerade angeheizten Öfen noch nicht durchgedrungen sind. Wir sollen nun 2 Tage hier liegen bleiben und dann mit Omnibussen weiter nach Smolensk und Wjasma befördert werden. Von da aus geht es dann in Fußmärschen zur endgültigen Stellung. Die Fahrt ist nun doch nicht so lange geworden, wie wir gedacht haben. Wahrscheinlich bekommen wir also noch ein kleines Stück russischen Winter mit. Auch das werden wir wohl überstehen. Es soll mich nicht wundern, wenn ich dort oben plötzlich Rudolf treffen würde. Wir scheinen jedenfalls Ersatz für seine Division zu sein, denn die ganzen Panzerjäger, die mit mir hier sind, haben alle in Herford gedient. Es kommt nur darauf an, ob wir zum gleichen Regiment kommen. Das wäre ja eine ganz feine Sache, wenn wir uns im weiten Russland träfen. Ich will ihm gleich eine Karte schreiben, damit auch er einmal nachhören kann.
Für heute damit genug. Hoffentlich habt Ihr Euch trotz meiner Abwesenheit einen guten Tag gemacht.
Dir und der Kleinen ganz besonders herzliche Grüße und Küsse! Euer Papi.
Natürlich grüße die Eltern, Omas, Hanna und Maria auch herzlichst. Sowie auch die Bekannten, vor allem Ahrens, Niklas, Schirrmeister usw.
Hoffentlich sparst Du ordentlich Rauchwaren, damit bald ordentliche Sendungen abgehen können. Wir sind fast ganz ausgeraucht, und das ist sehr schlimm!
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Nr. 7
Smolensk, den 6.3.42 – Freitagmittag
Meine liebe Inge!
Eine Pause während unserer sehr stockenden Fahrt an die Front will ich benutzen, Dir noch einmal schnell ein Lebenszeichen zu senden. Unsere Fahrt geht bald zu Ende und in wenigen Tagen werden wir bei unseren Einheiten sein. Gestern, Donnerstag, sind wir in Omnibussen von Minsk nach Smolensk gefahren worden. Es war eine sehr langweilige Fahrt die 10 h dauerte. Immer durch ebenes verschneites, eintöniges Gelände. Am Rande der sehr belebten Straße (Autostraße Minsk – Moskau) sah man die Trümmer der hier stattgefundenen Kämpfe. Vor allem waren sehr viele ausgebrannte Panzer zu sehen. Wenn Minsk zerstört ist, so ist es Smolensk noch viel mehr. Man kann überhaupt nicht mehr von einer Stadt sprechen, denn 95 % aller Häuser sind ausgebrannt oder gesprengt. Wir sind die Nacht in einem „Kinosaal“ russischer Art geblieben. Es ist sehr kalt. Morgens 25-30 Grad minus. Heutemorgen sollten wir mit Omnibussen weiter nach Wjasma fahren. Nach Verladen des Gepäcks ging es zum Bahnhof. Hier wurde abgeladen und nun sitzen wir in einer Baracke und warten auf den Zug. Wann wird er kommen?
Nun wie geht es zu Hause? Was macht die Kleine? Ich bin so gespannt auf Deinen ersten Brief. Die Feldpost-Nr. wirst Du bald erhalten. Bei Euch ist doch sicher Tauwetter. Pflege Dich und die Kleine nur recht gut.
Viele herzliche Grüße und innige Küsse sendet Dir auch heute Dein Willi.
Grüße an Alle.
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Nr. 9
Wjasma, den 8.3.42
Meine liebe Inge!
Am heutigen Sonntagmorgen sitze ich mit den Marschkameraden in einem Zimmer eines geräumten Gebäudes in Wjasma. Wir sind gestern in 8-stündiger Omnibusfahrt über die Autostraße Minsk – Moskau von Smolensk nach Wjasma befördert worden. Die Fahrt war sehr ermüdend, da die Straße sehr schlecht ist. Am Straßenrande lagen massenhaft ausgebrannte Panzer und Autos, tote Soldaten und Pferde. Es ist wahrhaftig kein schöner Anblick gewesen, und doch nur ein kleiner Vorgeschmack. Wjasma ist lange nicht so zerstört wie Smolensk. Aber alles echt russisch und furchtbar primitiv und dreckig. Was nun weiter wird, wissen wir noch nicht. Wir sitzen in einem mäßig geheizten Raum und warten, warten. – Zu rauchen habe ich gar nichts mehr. Auch meine Pfeife ist vor ein paar Tagen zerbrochen. Bitte kaufe eine neue und schicke sie mir später mit. Es ist noch ganz nett kalt hier. Heute morgen waren es -30 Grad. Wir bekommen eine kleine Vorstellung von dem, was die Soldaten im Winter in den Feldstellungen ausgehalten haben. Das lässt sich mit nichts gut machen!
Ich hoffe, dass ich Dir bald die Feldpost-Nr. mitteilen kann. Ich freue mich so sehr auf Neuigkeiten von zu Hause, besonders von Klein-Sigrid. Sage allen zu Hause, dass ich ihnen später schreiben werde. Es ist augenblicklich auf dem Marsch zu unbequem. Außerdem muss ich sehr sparsam mit dem Papier sein. Hier in Russland gibt es gar nichts, nur Läuse und Flöhe!
Für heute recht liebe Sonntagsgrüße Euch beiden und viele Küsse. Den Angehörigen und Bekannten ebenfalls Grüße!
Dein Willi
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Nr. 8
Osten, den 11.3.42 – Mittwochnachmittag
Meine liebe Inge!
Leider kann ich Dir noch immer keine Feldpost-Nr. mitteilen, auf die Du doch sicher mit Ungeduld wartest. Hoffentlich haben sich bei Dir bisher nur gute Nachrichten angesammelt. Dass ich auch äußerst gespannt auf Deine ersten Neuigkeiten bin, kannst Du Dir wohl lebhaft denken. Vor allem brenne ich darauf zu erfahren, was unser Mädelchen macht, wie es sich entwickelt hat. Ich hoffe auch, dass es Dir selbst noch gut geht und Du Dich an das Alleinsein inzwischen etwas gewöhnt hast.
Mir wird es manchmal sehr schwer, wenn ich an unser schönes Heim denke und nun mit unbeschreiblichen russischen Verhältnissen vorlieb nehmen muss. Aber ich will nicht mit dem Schicksal hadern, sondern an die Kameraden denken, die hier den Winter und den harten Kampf bestanden haben. Wer sich nicht selbst von den hiesigen Verhältnissen überzeugt hat, wird das Heldentum dieser Männer nie voll würdigen können. Wir sind gestern wieder 120 km mit Omnibussen durch russisches Land gefahren und zwar von Wjasma nach Rschew an der Wolga. Rschew liegt etwas 100 km westlich von Kaliningrad. Diese Fahrt war das Tollste, was ich bisher an Omnibusfahrten mitgemacht habe. Man muss staunen, dass auf den holprigen und vereisten Straßen die Fahrzeuge nicht nach kurzem auseinander brechen. In den russischen Dörfern sieht es ganz elend aus, wenn auch an sich wenig zerstört ist. Die Leute leben in einem Zustand, den man in Deutschland mehr als 100 Jahre überwunden hat. Die Straßengräben waren besät mit toten Pferden, die zu Eisklumpen erstarrt die verschiedensten Stellungen hatten. Es läßt sich dies nicht alles auf den Knien schreibend mitteilen: das muss ich Dir mal eingehend erzählen, wenn wir wieder miteinander im warmen Nest liegen. Obwohl wir schon Mitte März haben, und bei Euch wahrscheinlich der Winter vorüber ist, merkt man hier noch sehr wenig davon. Gewiss herrscht nicht mehr die sehr große Kälte, aber dafür haben wir in der letzten Zeit Schneestürme erlebt, die bis auf die Haut durchgehen. Man hat das Gefühl, dass einem die Haut im Gesicht aufspringt, wenn man das Gesicht einmal verzieht. Das Übernachten geschieht in Räumen, die wir uns abends zuerst einmal etwas warm heizen müssen. Stroh oder andere Schlafunterlagen fehlen seit Minsk. Trotzdem gehen die Nächte meist schnell herum, obwohl es hier schon um 18 h dunkel ist, dafür allerdings morgens um 5 h der Tag schon beginnt.
Wenn ich Dir nun einmal etwas mehr von den hiesigen Zuständen geschrieben habe, so darfst Du nicht denken, dass ich in Russland sitze und verzweifle. Keineswegs, mir geht es noch ganz gut. Man kann ja das Unabänderliche nicht vermeiden. Man muss durchhalten bis wieder bessere Tage kommen. Von Rudolf habe ich noch nichts erfahren können. Morgen kommen wir endlich zur Division. Dort wird sich dann entscheiden, ob ich ihn treffen kann.
Soviel für heute. Wie immer, so sende ich Dir auch diesmal die herzlichsten Grüße und Küsse und nehme Euch beide in Gedanken fest in den Arm!
Dein Willi
Allen Lieben herzliche Grüße! Sowie auch Ahrens, Niklas, Schaller, Schirrmeister usw.
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Osten, den 13.3.42
Meine liebe Inge!
Heute, Freitagabend, sitze ich mit einem Hauptfeldwebel und e...