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Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918
Suche nach Spuren des Großvaters 100 Jahre danach
- 48 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
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Über dieses Buch
Der Verfasser, Dr. Erich Rüppel, macht sich auf Spurensuche. Im 1914 entfesselten Krieg waren zum ersten Mal in der Weltgeschichte 52 Staaten und deren Kolonien involviert, somit etwa dreiviertel der Weltbevölkerung. Anhand des Militärpasses seines Großvaters entdeckt und verfolgt er dessen Einsatz im Ersten Weltkrieg an der Westfront an unterschiedlichen Frontabschnitten. Auch schildert er die Vorgeschichte, die zur Entfesselung dieses Krieges führte, und beschreibt den leidenschaftlich entbrannten Streit um die Kriegsschuld nach Ende des Krieges.
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Information
Die Kriegseinsätze meines Großvaters
7. Januar – 16.September 1916
Stellungskämpfe an der Yser in Flandern.
An der Yser in Flandern fand nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Belgien im Herbst 1914 die später so bezeichnete erste Flandernschlacht statt, bei der etwa 200.000 belgische Soldaten massiven Widerstand leisteten. Eine Zeitlang konnten sie die Festung Lüttich halten, bis die Deutschen unter Einsatz der „Dicken Bertha“, einer überdimensionierten Artillerie Kanone, die Festung zerstörten.

Danach fielen auch die Festungen Namur und Antwerpen, woraufhin die belgische Armee ihren Widerstand aufgeben musste und sich hinter den Fluss Yser zurückzog. In diesem Gebiet, das am nördlichen Ende der inzwischen erstarrten über 750 km langen Front lag, wurde mein Großvater nun von Anfang Juli bis Mitte September mit seiner Einheit eingesetzt.
Vom 17. bis zum 30. September wurde er in südlicher Richtung in die Nähe des Ortes Morval verlegt, wo seit Anfang Juli die „Schlacht an der Somme“ tobte, eine der größten Schlachten an der Westfront. Sie war durch eine britisch-französische Großoffensive gegen die deutschen Stellungen eröffnet worden und wurde am 18. November abgebrochen, weil es zu keiner militärischen Entscheidung gekommen war. Mit einer Million getöteter und vermisster Soldaten wurde sie zur verlustreichsten Schlacht des Ersten Weltkrieges. Bei der Schlacht bei Combles-Morval, an der mein Großvater ausweislich seines Militärpasses im September teilnahm, war auf Befehl der Obersten Heeresleitung das deutsche Reserve – Korps unter General Otto von Hügel von Flandern nach Combles verlegt worden zur Unterstützung der dort kämpfenden Armeen. An dieser Aktion war mein Großvater offenbar beteiligt.
Einsatz in der Champagne
4. Oktober 1916 bis 28. Februar 1918
Auch dieser Einsatz ist geprägt durch den Stellungskrieg. Dabei kommt es u.a. zu einem Kampf um die Höhe 185 südlich von Ripont. Dazu heißt es im Heeresbericht, unterzeichnet mit „Der erste Generalquartiermeister Ludendorff“, Heeresgruppe Deutscher Kronprinz: In der Champagne wurde südlich von Ripont nach wirksamer Vorbereitung durch Artillerie und Minenwerfer ein Angriff von unsrer Infanterie mit Umsicht und Schneid zu vollem Erfolg durchgeführt. Im Sturm wurden an der Champagne Front und auf Höhe185 vier feindliche Linien in 2600 Meter Breite und 800 Metern Tiefe genommen. 21 Offiziere und 837 Mann sind gefangen. 20 Maschinengewehre und 1 Minenwerfer als Beute eingebracht. Unsere Verluste sind gering; der Franzose erhöhte die seinen bei nutzlosen Gegenangriffen, die er am Abend und heute früh gegen die ihm entrissene Stellung führte. Der Gegner verlor im Luftkampf durch Flugabwehrkanonen und Infanteriefeuer viele Flugzeuge.“ Dieser Text ist typisch für die einseitige Berichterstattung, bei der die Verluste des Gegners aufgelistet und mit Zahlen belegt werden, während die eigenen Verluste heruntergespielt und die eigene Überlegenheit hervorgehoben werden. Bereits im Februar 1915 hatten sich im Grabensystem auf der Höhe 185 verlustreiche Kämpfe abgespielt, wobei laut deutscher Berichterstattung (Propaganda) sich die Deutschen als überlegen und siegreich darstellten. Bezugnehmend auf den Ludendorffschen Heeresbericht sandte Se. Majestät Kaiser Wilhelm II, Berlin 16.Februar 1917, dem Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Kronprinz folgendes Telegramm: „Führer und Truppen, die bei gestrigem Angriff in der Champagne sich durch planvolle Vorbereitungsarbeit und schneidige Durchführung ausgezeichnet und bewährt haben, spreche ich meine Anerkennung und meinen Dank aus. Im Zusammenwirken aller zu demselben Ziel lag dieser, liegt jeder Erfolg.“ Ludendorff, der den Heeresbericht verfasst hat, war Stellvertreter Paul von Hindenburgs des Chefs der dritten Obersten Heeresleitung (OHL) und hatte bestimmenden Einfluss auf die deutsche Kriegsführung und war somit auch verantwortlich zusammen mit Ludendorff für die deutsche Frühjahrsoffensive 1918. Sie waren auch mit anderen die Väter der „Dolchstoßlegende“, mit der man sich der eigenen Verantwortung zu entziehen versuchte.

Der Kurztext aus dem Heeresbericht macht deutlich, wie man die Realität schöngeredet hat.
Die Stellungskämpfe in der Champagne an wechselnden Orten bei Misne und Reims dauerten bis Anfang August 1918.
Folgende Eintragungen:
16. – 27. Mai 1917
Doppelschlacht bei Misne - Champagne....
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Erinnerung
- Die gesteuerte Kriegspropaganda
- Der Weg in den Ersten Weltkrieg
- Die Zeit Deutscher Kaiser 1871-1914
- Der Erste Weltkrieg wird entfesselt
- Die Ausbildung für den Fronteinsatz
- Die Kriegseinsätze meines Großvaters
- Nachtrag
- Schlussbetrachtung
- Quellen
- Weitere Veröffentlichungen des Verfassers
- Impressum