Das menschliche Zusammenleben
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Das menschliche Zusammenleben

  1. 88 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Das menschliche Zusammenleben

Über dieses Buch

Kein Mensch lebt für sich allein. Wir leben immer auch mit anderen Menschen zusammen. Über die große Vielfalt des menschlichen Zusammenlebens gibt dieses Buch einen kurzen und verständlichen, dabei dennoch umfassenden Überblick. Der beginnt nach unserer Geburt mit den zwischenmenschlichen Beziehungen in unserem näheren Umfeld, von dem wir unsere ersten Prägungen erfahren. Dazu kommen bald weitere Einflüsse aus dem weiteren Umfeld: Wir schließen uns Gruppierungen an und ergreifen, unterschiedlich nach Situation und eigenem Bestreben, Bildungsmöglichkeiten in Schule und Beruf. Später erfahren wir unterschiedliche Organisationen und deren Führung. In diesem Buch lesen wir weiter von der explosiven Entwicklung des Wissens und den zwischenmenschlichen Problemen seiner Anwendung. Das Geflecht der Verbindungen wird immer komplizierter, je größer die Systeme sind: Kommune, Land, Staat bis hin zu den internationalen Beziehungen der Weltpolitik. Hier laufen Probleme zusammen, die alle Menschen betreffen. Der Leser dieses Buches findet die Möglichkeit, seinen Blick zu schärfen für eine bessere Einschätzung der Menschen, denen wir begegnen oder von denen wir erfahren, und damit zugleich zu einer besseren Beurteilung der eigenen Lage und Person.

Häufig gestellte Fragen

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Information

Zweier­
beziehung
und
Familie

Die Bedeutung
unserer Herkunft

In unserer Kindheit verinnerlichen wir in besonderem Maße die materiellen und sozialen Bedingungen des Milieus, in dem wir aufwachsen. Wir haben keine anderen Eindrücke und nehmen unser Umfeld als selbstverständlich an. Das früh Erlebte und Erfahrene wird in unseren weiteren Lebensstufen immer wieder von uns zum Maßstab gemacht oder zumindest zum Vergleich herangezogen. Die ersten Bindungen im Leben sind mit bestimmend für das, was wir mögen oder ablehnen. Die Menschen, mit denen wir uns vielleicht auf Anhieb verstehen, oder die wir nicht mögen. Wir können diese frühen Eindrücke bei unserer Abstammungsfamilie (Vater, Mutter, Großeltern) gewinnen. Je nach der Situation, in der wir ins Leben treten, können wir auch bei anderen Menschen aufwachsen und bei ihnen entsprechende Früherfahrungen machen. Nach unseren ersten menschlichen Kontakten, in der Regel in der Familie und ihrem Umfeld, lernen wir Kinder aus der Nachbarschaft kennen. Im Spiel mit ihnen vollzieht sich ein weiterer Teil unserer anfänglichen persönlichen Entwicklung, erste Freundschaften entstehen. Was sind Freunde? Aus zahlreichen Netzwerkstudien ist bekannt: Freunde haben überwiegend ähnlich gegliederte Merkmale. Unsere Freude haben meist die gleichen Interessen, das gleiche Alter oder eine ähnliche Herkunft wie wir. Zur Zeit der Herrschaft von Königen und Adel über das Bürgertum war manchem Baby bei seiner Geburt schon vorgegeben, welche Aufgaben es später zu erfüllen hatte. Umgekehrt war für die anderen Neugeborenen damit schon festgelegt, welches Ansehen und welche Bildungschancen für sie nie zu erreichen waren.
Im Sinne einer größeren Gerechtigkeit für alle (Arbeiter, Angestellte, Beamte, Selbständige) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im deutschen Grundgesetz (Artikel 3, Absatz 3) festgelegt: Niemand darf aufgrund seiner Herkunft benachteiligt werden. Es gab einschneidende Veränderungen in unserer Gesellschaft. Aber auch heute, das bestätigen Ergebnisse der Eliteforschung, werden Ausbildungschancen und Aufstiegsmöglichkeiten noch immer und nicht zuletzt durch die Herkunft bestimmt. Hier geht es vor allem um Gleichheiten der Interessen.

Wie entstehen
Partnerschaften?

Liebe entsteht nach dem Reißverschlussprinzip. Das lernen wir von dem Psychotherapeuten und Autor zahlreicher Bücher Wolfgang Krüger. Und so funktioniert es: Sie empfindet Interesse für ihn und sendet kleine Signale aus, zum Beispiel Blicke oder ein Lächeln. Er hat oder entwickelt auch Interesse und sendet seinerseits Signale. So gehen beide aufeinander zu. Wenn nur einer aktiv wirbt, verliert er langsam sein Interesse. Oder beide Seiten kommen sich schritt weise immer näher. Man kommt ins Gespräch, geht gemeinsamen Aktivitäten nach, lernt den Freundeskreis des anderen kennen und wird sich einig: Wir sind ein Paar. So ist die Partnerwahl alles andere als eine einseitige Entscheidung. Ihr vorausgegangen ist ein Prozess wechselseitiger Verständigung. Partnerschaften sind auf Dauer angelegt und beinhalten eine soziale Zusammengehörigkeit und gegenseitige Verpflichtung. Ihr Gelingen und ihre Beständigkeit hängen maßgeblich mit davon ab, dass wir lernen, auf gleicher Augenhöhe miteinander umzugehen.

Generationen im Wandel

Den biologischen Generationen (Kinder, Eltern, Großeltern und so fort) werden hier diejenigen gegenübergestellt, die aus dem menschlichen Zusammenleben entstanden sind. Ihre Namen hängen zusammen mit prägenden Generationenerlebnissen. So zum Beispiel die Skeptische Generation (geb. etwa 1910 – 1926), die Flakhelfergeneration (geb. etwa 1926 – 1929), die Generation der Trümmer- und Flüchtlingskinder (geb. etwa 1930 – 1943) und die Generation Wirtschaftswunder (geb. etwa 1944 – 1955). Dabei hängen die bisherigen Namen alle mit Erlebnissen und Nachwirkungen des Zweiten Weltkrieges zusammen. Hinzu kommt da noch als letzte die Generation Babyboomer (geb. etwa 1955 – 1965). Sie verdankt ihren Namen den nach dem Zweiten Weltkrieg angestiegenen Geburtenraten.
Abb. 1
Abb. 2
Die Namen der jüngeren Generation klingen anders: Generation X (geb. etwa 1965 – 1980), Generation Y (geb. etwa 1980 – 2000) und Generation Z (geb. ab etwa 1998). Sie sind nicht mehr durch den Zweiten Weltkrieg gekennzeichnet. Ihre Generationenerlebnisse sind die Ereignisse und große Wandlungen unserer Zeit. Dazu gehören der rasante Anstieg menschlichen Wissens und die Bildungsexplosion, die vernichtende Beschädigung unserer natürlichen Umwelt, die nicht enden wollende atomare Bedrohung, aber auch der Anstieg des Wohlstands besonders in den früh industrialisierten Ländern. Das alles stellt unsere jüngeren Generationen vor völlig veränderte Lebenssituationen. Aus den neuen Situationen entstanden neue Einstellungen und Verhaltensweisen. Hier liegt auch ein Schlüssel für das gegenseitige Verstehen von älteren und jüngeren Generationen. Der bereits bei den Babyboomern festgestellte und in der Generation X gefestigte Wandel von Einstellungen und Verhaltensweisen fand in der Generation Y seine Verwirklichung. Hierzu erschien 2014 das Buch über die Generation Y von Kerstin Bund. Haupttenor: Wir wollen arbeiten und geben dabei alles, aber bitte im Einklang mit unseren nötigen Bedürfnissen und Zeit für Familie und Freunde. Schließlich bleibt noch die Generation Z: Sie ist hineingeboren in das digitale Zeitalter und lernt den Umgang mit Computern spielend so, wie sie ihre Muttersprache erlernt.

Gene und Umwelt

Unsere Gene enthalten die komplette Information zur Entwicklung unseres Wesens. Aus ihnen entstehen beispielsweise unsere Hautfarbe, unsere Begabungen und unsere Schwächen. Der Mensch besteht aus 70 bis 100 Billionen Zellen. In dem kleinen Kern jeder einzelnen dieser Zellen ist vorgegeben, als was für ein Mensch wir auf die Welt kommen. Diese Informationen sind aufgereiht auf den rund 20 Chromosomen in jedem Zellkern. Jedes Chromosom ist ein in besonderer Weise aufgerollter Faden von bis zu 6 Zentimetern Länge. Ein Gen ist ein bestimmter Abschnitt auf einem dieser Fäden. Menschen haben etwa 30.000 bis 40.000 Gene. Die in jeder Zelle enthaltene Gesamterbinformation eines Menschen ist sein Genom, gebräuchliche Abkürzung: DNA (nach dem englischen Deoxyribo Nucleic Acid). Vergleiche ergaben: Alle Menschen sind zu 99,9 % genetisch gleich. Persönliche Besonderheiten liegen in den Varianten der restlichen 0,1 %. Die DNA eines Menschen ist unveränderlich und damit unverwechselbar.
Wir haben gesehen, wie sich nach einem Prozess wechselseitiger Verständigung eine Partnerschaft entwickeln kann. Geht aus dieser zwischenmenschlichen Beziehung ein Kind hervor, kommen zu der bisherigen zwei weitere Beziehungen hinzu: Von der Mutter zum Kind und vom Vater zum Kind. Das so entstandene Beziehungsdreieck ist die Grundstruktur einer Familie. Kommen zum ersten Kind weitere hinzu, wächst auch die Zahl der Beziehungen. Eine wesentlich weiter gehende Differenzierung des Beziehungsgeflechts finden wir in einer Patchworkfamilie (von englisch patchwork, Flickwerk). Eine Patchworkfamilie ist eine Familie, bei der mindestens ein Kind aus einer früheren Beziehung stammt. In Deutschland ist jede 10. Familie eine Patchworkfamilie, mit steigender Tendenz. Jede Patchworkfamilie ist anders. Unsere Gene sind wichtig für uns und unsere Familien...

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Mensch und Gesellschaft
  4. Zweierbeziehung und Familie
  5. Gruppen
  6. Beruf und Wirtschaft
  7. Wissen und Überzeugungen
  8. Die Kommune
  9. Staat und Politik
  10. Internationale Beziehungen
  11. Wie geht es weiter?
  12. Über den Autor
  13. Impressum