
- 216 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub
Über dieses Buch
Tina ist eine gestandene Frau - und Endometriose-Patientin. Abgrundtief ehrlich gibt sie Einblick in die Achterbahnfahrt ihrer Kinderwunschbehandlung. Eine Geschichte, die das Leben schreibt. Auch, wenn man es manchmal kaum glauben kann. Gefühle, Gedanken, Diagnosen, Tatsachen und Erfahrungen werden mit erfrischend viel Witz, Selbstironie und Authentizität behandelt. Ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Du-musst-glücklich-und-stark-sein-Parolen, jedoch mit viel Gefühl für die kleinen und leisen Momente.Ermutigt, sich selbst treu zu bleiben und selbst zu entscheiden, kann man sich über die ein oder andere kleine Hilfestellung freuen.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Kennst du das Gefühl, wenn deine Gedanken Tango, Salsa, Cha-Cha und sonst was alles tanzen, dein Kopf aber trotzdem komplett leer ist und du keine Ahnung hast, wie du das jemals wieder sortiert bekommen sollst?
Es ist ja nix da!
Du hast keine Ahnung wie du nach Hause gekommen bist! Du bist ja mit der Leere in deinem Hirn und dem Durcheinander beschäftigt! Obwohl es da nix zu denken gibt! Ist ja immer noch nix da. Und trotzdem: pures Chaos!
An der leeren Gummibärchentüte in deiner Hand merkst du, dass du es auf dem Heimweg irgendwie geschafft haben musst, in einen Supermarkt zu gehen, die Tüte zu kaufen und bis auf den letzten Krümel zu verschlingen, noch bevor du vor der Haustür stehst!
Oh, aber ich habe mich noch gar nicht vorgestellt! Und sollte vielleicht am Anfang anfangen:
Hallo! Ich bin Tina!
33 Jahre alt. Seit drei Jahren glücklich mit M. verheiratet. Ein toller Mann!
Zusammen sind wir schon seit vierzehn Jahren. Ja, wir haben da irgendwie nicht den klassischen Weg genommen und auch nicht die alteingesessene Zeiteinteilung berücksichtigt.
Im echten Leben bin ich Finanzbeamtin. Vielleicht nicht so eine wie man sie sich vorstellt. Bieder mit Pullunder, Faltenrock, Bluse bis zum Hals zugeknöpft und politisch korrekt bis in die Zehennägel. Ich bin eher das Gegenteil. Ein bunter Hund. Quietschbunt. Froh, wenn ich nicht auffalle. Wenn ich unter dem Radar fliege und einfach meine Arbeit machen darf.
Schwierig. Ich bin nämlich auch laut, auffällig und noch viel schlimmer: Ehrlich! Manchmal sogar abgrundtief ehrlich.
Vielleicht habe ich auch nur einfach das Herz am rechten Fleck und lache gerne.
Ich arbeite, um zu leben und lebe nicht, um zu arbeiten.
Natürlich gebe ich mein Bestes. Immer. Jeden Tag. Aber einen Arm reiße ich mir nicht aus.
Danke sagt ja auch niemand.
Und ich lerne. Jeden Tag. Von jedem Kollegen. Von meiner Arbeit. Von meinen Fehlern.
Hobbys: Sport, mein Garten, Lesen. Was man halt so macht. Kochen. Und wenn es ums Essen geht, könnt ihr mich alles fragen.
Ich bin ein Genießer.
Probiere gerne Neues. Laufe mit offenen Augen durch die Welt. Oder versuche es zumindest.
Da kam mir die Idee von einem Sabbatjahr sehr gelegen. Das gebe ich gerne zu.
Ein Jahr voll arbeiten bei halbem Gehalt. Aber dann: Ein Jahr nicht arbeiten. Aber auch bei halbem Gehalt. Wer will das nicht? Purer Luxus, sage ich euch. Und schon mal vorweg: Wenn du es dir leisten kannst - mach es!
Nicht arbeiten ist nicht das Ziel. Zeit haben ist der Luxus.
Mein Mann hat nämlich eine Stelle in Litauen angenommen. Eine Entsendung für drei Jahre.
Eine tolle Gelegenheit den eigenen Horizont zu erweitern. Etwas für sich selbst zu tun. Die Bremse reinzuhauen. Zeit zu haben. Einen Teil der Welt kennenzulernen.
Nicht ganz uneigennützig.
Und dann: Am besten direkt in die Elternzeit übergehen. Zeit für mich. Zeit für das Baby. Zeit zusammen. Zeit für meinen Mann und das Kind. Weniger Fernehe.
Ein schöner Plan. Und so einfach.
Dachten wir zumindest.
Statt Babies gab es nämlich eine gynäkologische Katastrophe:
Aufgrund ganz übler Menstruationsbeschwerden, fieser Schmerzen im Unterbauch, saukurzer Zyklen, zweijähriger Erfolglosigkeit trotz tiptop Spermiogramm und der Tatsache, dass alles Planen, Temperatur messen, Schleim beobachten, Sex nach Plan und auch das Ganze wieder ignorieren nichts gebracht haben, haben wir einen Beratungstermin in der Gynäkologie der baltischamerikanischen Klinik in Vilnius gemacht. Klartext: Kinderwunschzentrum.
Das war freitags und ich entsprechend seit Donnerstag nicht mehr wirklich entspannt.
Irgendwie hatte ich wohl auch schon länger ein ungutes Gefühl. Ein Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt vielleicht…
M. hatte glaube ich auch schon eine dunkle Ahnung. Vielleicht auch schon Torschlusspanik. Auch Männer werden schließlich älter.
Tja, das oben Beschriebene, war die Reaktion auf dem Nachhauseweg von der Klinik.
Hier also eine kurze Aktualisierung: Mein Name ist Tina, ich bin 33 Jahre alt, seit 3 Jahren glücklich verheiratet - und unfruchtbar!
Nix mit Pralinenfüllung.
Ich hätte nie gedacht, nie auch nur annähernd einen Gedanken daran verschwendet, dass wir oder ich (!) keine Kinder kriegen können, dass wir damit Probleme kriegen.
Ich habe immer auf mich aufgepasst.
Ich war auch mal jung. (Eigentlich bin ich das noch, ich werde nämlich nicht älter, ich werde besser!) Klar.
Ich habe auch mal irgendwas geraucht und war auch mal beschickert von Sekt oder Schorle. Natürlich.
Aber ich habe auch immer auf mich aufgepasst: Immer Sport getrieben. Immer auf meine Ernährung geachtet. Versucht meinem Körper und meiner Seele etwas Gutes zu tun.
Also: Was!?! Soll!?! Das!?!
Fakt ist: Ich habe Endometriose.
Wildgewordene Gebärmutterschleimhautzellen, die meinen, sie müssten sich überall ansiedeln, wo sie nicht hingehören! Dort machen sie dann natürlich auch schön brav den Zyklus mit. Nur nicht zu rebellisch sein und auffallen. Unter dem Radar fliegen eben...
Heilen kann man es nicht. Aber operieren oder mit Hormonen bändigen.
Oder man bekommt die Scheißerchen irgendwie anders unter Kontrolle, damit es erträglich ist. Mit den Wechseljahren erledigt sich das Problem dann nämlich von alleine.
Das Gute an dem Malheur ist nämlich, dass sie, trotz dem ganzen Unheil das sie anrichten, von der gutartigen Sorte sind. Keine Schmerzen? Kein Problem!
Es soll auch Frauen geben, die trotz Endometriose völlig schmerzfrei sind! Und vielleicht sogar schon Mütter von einem oder vielen wunderbaren Kindern sind…
Und alles ohne überhaupt von den Scheißerchen zu wissen.
Mein Scheißding hat einen Durchmesser von drei Zentimetern (!) – der Doc siehts mit bloßem Auge! – und liegt in der Gebärmutter und vermutlich im Darm und Rektum und – das ist der Supergau – ist verbunden. D. h. wenn man operiert: durch zwei Öffnungen.
Aber dann wird’s mit dem Schwanger werden auch nicht einfacher…
Mal ganz abgesehen von meinem fortgeschrittenen biologischen Alter. Es sind nämlich auch zu wenige Eierchen in Warteposition. Man spricht dann in Fachkreisen von „einer zu geringen ovariellen Reserve“.
Ergo: Wenn eigene Kinder, dann durch künstliche Befruchtung und zwar so schnell wie möglich.
Weil man ja irgendwann wohl operieren muss…
Allerdings: Eine Schwangerschaft bremst die Endometriose aus! Sie heilt zwar nicht, aber wird dann nicht schlimmer und fährt dann auch keinen Zyklus zum Piesacken.
Und: Wir wären in einem guten Alter für diese Versuche und alle anderen Werte und Voraussetzungen wären auch gut. Wir hätten wohl gute Chancen…
Wir machen nochmal Blutabnahme für die aktuellen Werte, damit man und Arzt es genau weiß.
Ergebnis: Alle wichtigen Hormone sind außerhalb des normalen Bereichs! Überraschung!
Es muss wirklich schnellstmöglich über künstliche Befruchtung nachgedacht werden! Wer hätte das gedacht…? Natürlich…
Mit dem Wissen versuche ich mich seit knapp zwei Tagen im Kopf zu sortieren. Irgendwie ist meine ganze Welt auf den Kopf gestellt. Meine ganzen Gedanken und Entscheidungen basierten auf einem falschen Fundament und müssen überdacht und neu getroffen werden…obwohl sich eigentlich nichts geändert hat…aber irgendwie hat sich doch alles geändert…nicht das böse Schicksal hat sich eingemischt, sondern eine beschissene Krankheit, die immer noch Rätsel aufwirft.
Du bist so hilflos wie ein Maikäfer auf dem Rücken. Weißt nicht wie dir geschieht. Und obwohl du eine Ahnung hattest, trifft es dich wie aus dem Nichts. Mit voller Wucht.
Am schlimmsten ist aber, dass ich mich von meiner Ärztin in Deutschland, bei der ich seit Jahren bin - für alles: Vorsorge, Pille, Blutwerte, whatever - so ver...
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