Über die Wirklichkeit: Vierzig Verse mit Ergänzungsversen (Ulladu Narpadu mit Anubandham)
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Über die Wirklichkeit: Vierzig Verse mit Ergänzungsversen (Ulladu Narpadu mit Anubandham)

mit Bildern von Miles Wright

  1. 52 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Über die Wirklichkeit: Vierzig Verse mit Ergänzungsversen (Ulladu Narpadu mit Anubandham)

mit Bildern von Miles Wright

Über dieses Buch

Ramana Maharshi gilt als einer der bedeutendsten Weisen des 20. Jahrhunderts. Die 40 Verse über die Wirklichkeit (Ulladu Narpadu) mit den 40 Ergänzungsversen (Anubandham) sind eines seiner Hauptwerke. Er erklärt darin, wie der Mensch von seinem Ego-Ich frei werden und zur lebendigen Erfahrung des wahren Selbst finden kann. Die 40 Verse sind keine systematische Darlegung der Lehre Ramana Maharshis, sondern erschließen sich dem Leser durch häufiges Wiederholen nach und nach. Eine Auswahl von Gesprächen, die Ramana Maharshi mit seinen Besuchern und Schülern führte, dienen als Kommentar. Die Bilder stammen von Miles Wright.

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Information

Jahr
2015
ISBN drucken
9783839126141
eBook-ISBN:
9783844880045

Ulladu Narpadu

1. Da wir die Welt wahrnehmen, steht es außer Frage, dass es eine Erste Ursache gibt, eine kreative Energie (Shakti), die sich mannigfach manifestiert. Das Bild, das aus Namen und Formen besteht, der Betrachter, die Leinwand und das Licht, das sie beleuchtet, all das ist das Selbst.
Es ist die Natur von uns Individuen, von uns getrennte Objekte und eine Welt wahrzunehmen. Dafür muss es eine erste Ursache geben. Um dieses Phänomen zu erklären, verwendet Ramana gerne das Bild vom Kino.
»Das Selbst umfasst alles. Es ist die Leinwand, die Bilder, der Zuschauer, der Schauspieler, der Vorführer, das Licht und alles andere.«2
2. Alle Religionen setzen drei Grundlagen voraus: [Gott, Mensch und Welt]. Die Debatte, ob sich eine erste Ursache als diese drei manifestiert oder ob diese drei auch drei verschiedene Dinge sind, dauert an, solange das Ego-Ich besteht. Doch der höchste Zustand ist, im wahren Selbst zu verbleiben, nachdem das Ego-Ich sein Ende gefunden hat.
Dass Gott, Mensch und Welt voneinander getrennt existieren steht der Behauptung entgegen, dass alle drei zwar getrennt wahrgenommen werden, aber eine gemeinsame Ursache haben. Ramana warnt vor solchen rein philosophischer Diskussionen, die zu nichts führen und der spirituellen Praxis abträglich sind.
»Die drei Wesenheiten sind der jiva (verkörperte Seele), Gott und die Bindung. Solche Dreiheiten gibt es in allen Religionen. Sie sind wahr, solange der Geist tätig ist. Sie sind reine Erfindungen des Geistes. Man kann von Gott nur sprechen, nachdem der Geist entstanden ist. Gott ist nicht vom Selbst verschieden. Das Selbst wird als Gott objektiviert. Mit dem Guru ist es dasselbe.«3
3. Wozu nützt die Diskussion, ob die Welt wirklich oder lediglich eine unwirkliche Erscheinung ist, ob ihr Bewusstsein eigen ist oder nicht, ob sie Glück oder Leid bedeutet? Der egolose Zustand, der diese dualistischen und nicht-dualistischen Überzeugungen überschreitet, in dem man die Welt lässt und sich selbst durch Ergründung erkennt, ist allen lieb und teuer.
Der Hinduismus kennt die Lehre des Nicht-Dualismus (Advaita) und des Dualismus (Dvaita) mit mehreren Zwischenformen, über die viel debattiert wird.
»Dvaita und Advaita sind relative Begriffe. Sie basieren auf dem Empfinden der Zweiheit. Das Selbst ist, wie es ist. Es gibt weder Dvaita noch Advaita. ›Ich bin, der ich bin.‹ Das Selbst ist einfach Sein.«4
4. Wenn wir selbst eine Gestalt haben, dann folgt daraus, dass auch die Welt und das Höchste eine Gestalt haben. Wenn wir jedoch gestaltlos sind, wer könnte dann ihre Gestalten sehen und auf welche Weise? Kann denn das Gesehene von anderer Natur sein als das Auge? Dieses Auge ist in Wahrheit das Selbst, das grenzenlose Auge.
Die Vorstellung von Gott und Welt beruht auf dem Wahrnehmenden. Ohne ihn gibt es weder das eine noch das andere als solches, weder Subjekt noch Objekt. Alles beruht auf dem, der sieht. Wenn wir uns mit dem Körper identifizieren, sind auch Gott und Welt von derselben Art wie wir, nämlich Formen und Gestalten. Wenn wir jedoch das grenzenlose Selbst sind – erkennbar durch das grenzenlose Auge – sind solche Definitionen nicht mehr möglich.
»Wenn du glaubst, dass du eine Gestalt hast und auf diesen Körper beschränkt bist und deshalb durch deine Augen sehen musst, haben Gott und Welt für dich ebenfalls eine Gestalt. Wenn du jedoch verstehst, dass du gestaltlos und unbegrenzt bist und dass du einzig existierst, dass du das Auge, das grenzenlose Auge bist, was könntest du dann noch wahrnehmen, was nicht dieses grenzenlose Auge ist? Es gibt nichts anderes zu sehen. Um ein Objekt zu sehen, muss es einen Sehenden sowie Raum und Zeit geben. Aber wenn einzig das Selbst existiert, ist es beides, Seher und Gesehenes und jenseits von Sehen und Gesehen werden.«5
5. Der Körper besteht aus fünf Hüllen6. Sie alle sind gemeint, wenn man vom ›Körper‹ spricht. Gibt es unabhängig vom Körper eine Welt? Sag, hat schon jemals jemand die Welt gesehen, der keinen Körper hat?
6. Die Welt besteht aus nichts anderem als aus den Sinnesobjekten (dem Gesehenen, Gerochenen, Geschmeckten, Gehörten und Getasteten). Sie werden durch die fünf Sinne (Augen, Nase, Mund, Ohren, Haut) wahrgenommen. Da der Geist die Welt nur mittels der fünf Sinne wahrnimmt, sag, kann es dann ohne den Geist eine Welt geben?
7. Obwohl Welt und wahrnehmender Geist gemeinsam auftauchen und wieder verschwinden, tritt die Welt erst durch die Wahrnehmung in Erscheinung. Das Vollkommene erstrahlt, ohne dass es auftaucht und wieder verschwindet. Dieser Ort, in dem Welt und Geist auftauchen und verschwinden, ist das einzig Wirkliche.
Seit jeher fragt der Mensch, wie die Welt entstanden ist. Wir kennen die Schöpfungsgeschichten aus den heiligen Schriften verschiedener Traditionen und die naturwissenschaftlichen Erklärungen der Entstehung der Welt. Wie auch in den späteren Versen deutlich wird, schenkt Ramana diesen Erklärungen keine große Beachtung, sondern führt uns zu einer verblüffend neuen und zunächst vielleicht auch etwas ungewohnten Sichtweise, deren Grundlage jedoch die tägliche Erfahrung jedes Menschen ist.
»Du siehst die Welt und willst wissen, wie sie entstanden ist. Man sagt, Gott habe sie erschaffen. Wenn du weißt, dass Er dich und alles andere erschaffen hat, bist du zufriedener und ruhiger. Aber das ist nicht die Verwirklichung. Verwirklichung ist nur, wenn du dich selbst erkennst. Das ist Vollkommenheit oder Verwirklichung.«7
»Das Vedanta sagt, dass der Kosmos gleichzeitig mit dem, der ihn wahrnimmt, sichtbar wird und es keinen detaillierten Schöpfungsprozess gibt. Das ist augenblickliche Schöpfung (yugapat srshti). Es ist ähnlich wie im Traum, in dem derjenige, der den Traum erlebt, gleichzeitig mit den Objekten, die er im Traum erlebt, entsteht. Doch einige Leute kleben so sehr an einem objektiven Wissen, dass sie sich damit nicht zufrieden geben. Sie wollen wissen, wie eine sofortige Schöpfung möglich sein könne, und argumentieren damit, dass es eine Ursache geben müsse, die der Wirkung vorangeht. Sie wollen eine Erklärung für die Existenz der Welt, die sie um sich herum wahrnehmen. Deshalb versuchen die heiligen Schriften, ihre Neugierde mit solchen Schöpfungstheorien zu befriedigen. Diese Methode, mit dem Thema umzugehen, nennt man die Theorie der schrittweisen Schöpfung (krama srishti). Aber der wirkliche spirituelle Sucher gibt sich mit einer sofortigen Schöpfung (yugapat srshti) zufrieden.«8
Die Welt und der menschliche Geist sind nicht beständig, weder in dem Sinn, dass sie dauerhaft da sind, noch dass sie unwandelbar sind. Ramana nennt alles Vergängliche unwahr, falsch und unwirklich, während er das Unvergängliche als wahr und wirklich bezeichnet. Es ist das unveränderliche Selbst, das die Quelle und Grundlage der vergänglichen Erscheinungen bildet.
Ein Besucher fragte: »Was ist die Wirklichkeit der Welt?«
Bhagavan: »Wenn du zuerst deine eigene Wirklichkeit kennst, wirst du auch in der Lage sein, die Wirklichkeit der Welt zu kennen. Es ist seltsam, dass die meisten Leute sich nicht darum bemühen, ihre eigene Wirklichkeit zu kennen, aber unbedingt die Wirklichkeit der Welt kennen wollen. Nimm zuerst dich selbst wahr. Dann kannst du sehen, ob die Welt unabhängig von dir existiert und ob sie in der Lage ist, zu dir zu kommen, um dir zu versichern, dass sie wirklich ist und existiert.«9
Devaraja Mudali...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Einführung
  3. Eröffnungsverse zu Ulladu Narpadu
  4. Ulladu Narpadu
  5. Eröffnungsvers zu Ulladu Narpadu Anubandham
  6. Ulladu Narpadu Anubhandam
  7. Glossar
  8. Literaturverzeichnis
  9. Impressum