Jede Woche ein Gedicht / Band II
eBook - ePub

Jede Woche ein Gedicht / Band II

oder wie ein Mensch mit Ander'n spricht!

  1. 112 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub

Jede Woche ein Gedicht / Band II

oder wie ein Mensch mit Ander'n spricht!

Über dieses Buch

Der zweite Gedichtband aus dem Zyklus "Jede Woche ein Gedicht" mit 52 Gedichten von Frank Sauer und Illustrationen von Manuel Eckel.Zwischen surrealen, absurden, romantischen Reimen gerät die Sauersche Suche nach der eigentlichen Existenz immer wieder an die Grenze zum anderen Zustand, ganz im Musilschen Sinne.

Häufig gestellte Fragen

Ja, du kannst dein Abo jederzeit über den Tab Abo in deinen Kontoeinstellungen auf der Perlego-Website kündigen. Dein Abo bleibt bis zum Ende deines aktuellen Abrechnungszeitraums aktiv. Erfahre, wie du dein Abo kündigen kannst.
Nein, Bücher können nicht als externe Dateien, z. B. PDFs, zur Verwendung außerhalb von Perlego heruntergeladen werden. Du kannst jedoch Bücher in der Perlego-App herunterladen, um sie offline auf deinem Smartphone oder Tablet zu lesen. Weitere Informationen hier.
Perlego bietet zwei Abopläne an: Elementar und Erweitert
  • Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
  • Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Beide Abopläne sind mit monatlichen, halbjährlichen oder jährlichen Abrechnungszyklen verfügbar.
Wir sind ein Online-Abodienst für Lehrbücher, bei dem du für weniger als den Preis eines einzelnen Buches pro Monat Zugang zu einer ganzen Online-Bibliothek erhältst. Mit über 1 Million Büchern zu über 1.000 verschiedenen Themen haben wir bestimmt alles, was du brauchst! Weitere Informationen hier.
Achte auf das Symbol zum Vorlesen bei deinem nächsten Buch, um zu sehen, ob du es dir auch anhören kannst. Bei diesem Tool wird dir Text laut vorgelesen, wobei der Text beim Vorlesen auch grafisch hervorgehoben wird. Du kannst das Vorlesen jederzeit anhalten, beschleunigen und verlangsamen. Weitere Informationen hier.
Ja! Du kannst die Perlego-App sowohl auf iOS- als auch auf Android-Geräten nutzen, damit du jederzeit und überall lesen kannst – sogar offline. Perfekt für den Weg zur Arbeit oder wenn du unterwegs bist.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren.
Ja, du hast Zugang zu Jede Woche ein Gedicht / Band II von Frank Sauer im PDF- und/oder ePub-Format sowie zu anderen beliebten Büchern aus Literature & Poetry. Aus unserem Katalog stehen dir über 1 Million Bücher zur Verfügung.

Information

Jahr
2014
ISBN drucken
9783735786210
eBook-ISBN:
9783738683660
Auflage
1
Thema
Poetry

1. Woche: Die Wunde

Eine Wunde
ging um die Welt
und machte die Runde
für allerlei Geld.
Von links ganz weich und still,
von rechts ganz schroff und schrill.
Und man hoffte
von ganzem Herzen
dort zu sein, wo die Wunde
so vor sich hin tropfte
und sich vor Schmerzen wand.
Von links ganz weich und still,
von rechts ganz schroff und schrill.
Doch welcher Schmerz könnte süsser sein,
und man sprach,
und man hauchte ihr ein:
“Grauenvoll schöne Wunde,
sei mein. “

2. Woche: Das Alte und das Neue

Das alte und das neue Jahr, die trauten sich,
man singt und tanzt vor Publikum.
Worauf das vorletzt’ Jährchen spricht:
“Recht schön war’s das Gebrumm’.”
Das alte und das neue Jahr, die küssten sich
mit Zungen satt vor Wonn´.
Worauf das vorletzt’ Jährchen spricht:
“Rotmädchen sind die Sonn´.”
Das alte und das neue Jahr, die stritten sich,
bis tausend Fetzen stoben.
Worauf das vorletzt’ Jährchen spricht:
“Ein Jahr wird nie verschoben.”
Das alte und das neue Jahr, die liebten sich
in eiskalt’ Nacht zu lang.
Worauf kein vorletzt’ Jahr mehr spricht,
in tausend Stück´ es sprang.

3. Woche: Die Made, Teil 1

Wie die Made im Speck
lebte der gute Herr Schreck.
Doch zum Wochenwechsel hin
wurd´ sein Befinden immer schlechter.
Es war nicht wirklich schlimm,
doch er spürte nichts mehr,
fühlte nichts mehr,
roch nichts mehr,
sagte nichts mehr,
nur schauen konnte er noch,
und aus dem tiefen Loch
in das er gefallen war,
ging sein Blick nach oben
und hoch droben,
and’re würden sagen: „Da vorn“,
sah er so etwas wie Zorn.
Doch als das Läuten und Knallen die neue Woche
begrüsste,
war ihm klar, dem Herrn Schreck,
unserem Herrn Schreck,
dass er nur die Made war.
Ja, und dann verrauchte schnell der Zorn,
und er sah den Schreck´, ganz weit da vorn.

4. Woche: Deine Augen

Deine Augen rühren mich,
denn sie sind schief.
Sie rühren mich so tief,
dass ich für einen Moment aus dem Reimen komm’.
Deine Augen rühren mich,
denn das Eine schaut gerade hinein in die Welt,
das And´re aber schaut schräg nach unten,
in Welten, die mich rühren.
Sie führen mich mit auf ihrem Weg,
der schräg an mir vorbei geht,
in eine Welt voll Zärtlichkeit,
voll Liebe,
und ich vergesse wieder für einen kurzen Moment
das Reimen.
Und es fängt an in mir zu keimen,
dieser Blick,
zu mehr Mitleid,
zu mehr Gefühl, bündelt eine Kraft,
eine Wahrheit, die direkt über meiner Nasenwurzel liegt.
Und dann kommt es zurück
dieses Reimen
und wünscht mir viel Glück,
auf dem Weg zu den kleinen
Freuden,
die ein Leben ohne den schrägen Blick
bedeutungslos erscheinen
lassen.
Deine Augen rühren mich,
ein männlich scharfer Blick,
der den Vater leugnet,
der schräg nach unten in den Schoss der Mutter blickt,
auch diese verleugnet,
und auf ein neues Leben wartet.
Ein Leben voll Inbrunst,
das irgendwie über seine Verhältnisse geht.
Und doch schwebt
eines dieser schrägen Augen
wie eine Verheissung über der Welt
und macht sie bunter, schöner,
wenn nichts ihr den Weg verstellt.
Und die Klänge steigen auf,
schwellen an zu einem Himmelschor,
der vielleicht auch euer Herz er...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. 1. Woche: Die Wunde
  3. 2. Woche: Das Alte und das Neue
  4. 3. Woche: Die Made, Teil 1
  5. 4. Woche: Deine Augen
  6. 5. Woche: Mit Volldampf
  7. 6. Woche: Das Eibrot
  8. 7. Woche: Das Feuer
  9. 8. Woche: Die Idee
  10. 9. Woche: Unfertig, Teil 1
  11. 10. Woche: Eine dicke Frau
  12. 11. Woche: Die Made, Teil 2
  13. 12. Woche: `Ne Lüg
  14. 13. Woche: Unfertig, Teil 2
  15. 14. Woche: Ein wahrer Luftikus
  16. 15. Woche: Familie Luft
  17. 16. Woche: Das Vögelein – Gedicht
  18. 17. Woche: Entwischt
  19. 18. Woche: Der Schreihals
  20. 19. Woche: Das noch und doch Gedicht
  21. 20. Woche: Konkrete Heimat
  22. 21. Woche: Das Sankt Nimmerleinsland
  23. 22. Woche: Ihr aufrechter Gang
  24. 23. Woche: Stürme und Anderes
  25. 24. Woche: Was war geschehen?
  26. 25. Woche: Unter Dänen
  27. 26. Woche: Derrida & Derrido
  28. 27. Woche: Der Bürger
  29. 28. Woche: Der Unfall
  30. 29. Woche: Der Kuss des Hundes
  31. 30. Woche: Dadaistische Schlüpfrigkeit
  32. 31. Woche: Ein sachertortensüsser Kuss
  33. 32. Woche: Die Möglichkeit des Herrn Alexander Reuas
  34. 33. Woche: Die Pest
  35. 34. Woche: Kaspar Hauser war der Mann
  36. 35. Woche: Jaques Freiheit
  37. 36. Woche: Klare Worte
  38. 37. Woche: Die Erinnerung
  39. 38. Woche: Leben, Tod und Hunger
  40. 39. Woche: Im Geiste nicht
  41. 40. Woche: Die Stelle
  42. 41. Woche: Die italienische Mutmaßung
  43. 42. Woche: Lederhosn für den Taliban
  44. 43. Woche: Der Warzenmann
  45. 44. Woche: Ein Handtuch
  46. 45. Woche: Das Kribbeln der verlorenen Zeit
  47. 46. Woche: In der Stille
  48. 47. Woche: Peter und der Hund
  49. 48. Woche: Der Aal
  50. 49. Woche: Die Wespe
  51. 50. Woche: Es geht auch ohne
  52. 51. Woche: Der grösste Dimmer
  53. 52. Woche: Die Weihnacht des Herrn Alexander Reuas
  54. Impressum