Papa, ist die EU gut für uns?
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Papa, ist die EU gut für uns?

  1. 232 Seiten
  2. German
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Papa, ist die EU gut für uns?

Über dieses Buch

Ein Gespräch am Strand zwischen Vater und Tochter über Machenschaften und Manipulationen in der Wirtschaft, der Europäischen Union und Hintergründe der Flüchtlingskrise.

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Information

Kapitel 1

DIE BABYBOOMER
„Es ist leicht geboren zu werden – aber
schwer ein Mensch zu werden“
(Japanische Lebensweisheit)
„Stimmt, was sind eigentlich die Babyboomer?“
Das ist schnell erklärt. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges kamen Millionen Soldaten nach Hause und das Leben vieler Menschen beruhigte sich. Nach den Jahren im Krieg gab es die menschliche Sehnsucht nach Frieden, Wohlstand und Sicherheit. Die Familiengründung war ein Wunsch, den fast alle Menschen verfolgten. Und so kamen in kurzer Zeit viele Kinder auf die Welt. Das betraf alle westlichen Länder, die USA und Japan.
„Also genau die Länder, die vorher in den II. Weltkrieg verwickelt waren?“
Genau. Es entstand eine Generation von Nachkriegskindern, die man aufgrund ihrer großen Anzahl heute als Babyboomer bezeichnet. Gemeint sind die Jahrgänge von Mitte der 40er bis Mitte der 60er Jahre. Dazu gehöre ich auch. Entstanden durch den menschlichen Wunsch, die Hoffnung und Zuversicht, dass man nie wieder so schlechte Zeiten wie im vergangenen Krieg erleben muss.
Die Babyboomer prägten zunehmend die Wirtschaft, denn Unternehmen brauchen Konsumenten.
Daher reagieren sie sehr schnell auf die Möglichkeiten Umsatz zu machen. Einer der ersten prägenden, wirtschaftlichen Erfolge dieser Generation war, zum Beispiel, ein neuer Musikstil. Am Anfang von den Älteren noch belächelt oder sogar komplett abgelehnt aber aufgrund immer höherer Verkaufszahlen schnell von der Wirtschaft als Umsatzbringer erkannt und gefördert, in die Medien gebracht und dadurch stetig weiter verbreitet...
„...der Rock-`n`-Roll?“
Richtig. Parallel wurde auch das Surfen ab ca. 1952 in den USA populär und entwickelte sich zu einer neuen Trendsportart und einem Lebensgefühl der Jugend. Technische Neuerungen für Haushalt, Freizeit und Autos kamen aus allen Richtungen, es gab einen europa- und amerikaweiten Bauboom für junge Familien, die Musikindustrie lieferte die Songs dazu und alle verzeichneten immense Umsätze. Fast Food kam in Mode, McDonald`s wuchs rasant und ebenso ging es den Pizza Ketten, Autoherstellern, Banken und anderen.
Der Konsum von Marihuana und immer härteren Drogen wurde nahezu salonfähig. Das Ganze gipfelte in dem Woodstock Konzert von 1969.
Es war eine der größten Musikveranstaltungen, die von der Babyboomer Generation besucht wurde. Die Veranstalter hatten die Menge der Teilnehmer völlig unterschätzt. Sie erwarteten etwa 50.000 Besucher. Es kamen aber über 500.000 aus der ganzen Welt.
In den 70ern endete dann auch der Vietnam Krieg. Nicht nur aufgrund der katastrophalen Fehleinschätzungen der amerikanischen Militärs, die den Willen des vietnamesischen Volkes völlig unterschätzt hatten, sondern auch aufgrund der großen Anzahl von jungen Menschen, die weltweit gegen diesen Krieg protestierten. Die GI‘s waren übrigens im Durchschnitt erst 19 Jahre alt. Also ebenfalls aus dieser Generation.
„Die Babyboomer waren in der westlichen Welt also eine gesellschaftliche Macht geworden?“
Genau. Weil sie zusammenhielten. Die USA mischen sich schon seit über hundert Jahren laufend in die inneren Angelegenheiten anderer Länder ein. Hier bekamen sie eine Quittung für dieses unmögliche Verhalten.
Es gab schon damals viele junge Leute, die den Kapitalismus ablehnten, weil sie den Banken, der Wirtschaft, den Politikern und eben auch den Militärs nicht so sehr trauten.
Das waren mal die kritischen Linken, deren Kritiken sicher auch berechtigt waren. Die heutigen Linken streben wohl eher Chaos an – die Linken von damals waren meist sehr intelligent und durchschauten viele Manipulationen und Ungerechtigkeiten. Ich würde mir von den heutigen Linken wünschen, dass sie mal für die Rentner, gegen die Armut in Deutschland, gegen die steuerlichen Ungerechtigkeiten, die Manipulationen von Presse und Wirtschaft usw. kämpfen. Statt dessen fallen sie eher durch aggressives, intolerantes Verhalten auf und sind selbst leicht manipulierbar.
Von konsequentem, durchdachtem und friedlichem Widerstand gegen Ungerechtigkeiten in der Welt sind viele weit entfernt.
Die jungen Menschen von damals wurden aber auch irgendwann Eltern, hatten einen Beruf, ein Haus und Kredite, die getilgt werden mussten. Sie wechselten zu ein oder zwei Autos, statt weiterhin mit dem Fahrrad oder mit dem Bus zu fahren. Sie wurden älter und der Kampf um die tägliche Existenz oder das Streben nach Wohlstand ließ nicht mehr viel Zeit für politische Aktionen oder Demonstrationen.
Ein gutes Beispiel für die Veränderungen der Menschen im Alter ist ja auch der ehemalige Politiker der Grünen namens Joschka Fischer, der früher an Straßenkämpfen teilnahm, sich als politisch links betrachtetet und heute Unternehmer und Kapitalist ist.
Wie du siehst, im Laufe des Lebens verändern sich die Prioritäten der meisten Menschen und die Rufe nach „make love - not war" wurden immer leiser.
„Das wird den heutigen Linken sicher nicht viel anders ergehen.“
Das geht eigentlich fast allen Menschen so. Mir ebenso und sicher wirst auch du einige Sichtweisen im Alter ändern. Das Wort Jugendsünden kommt ja nicht von ungefähr.
Man macht in der Jugend Dinge, die man später nicht mehr macht.
Ich kannte in der Vergangenheit Kommunisten, Punks, Popper, Rocker und viele mehr. Heute sind alle etablierte Familienväter mit Haus, Kindern und zum Teil guten Jobs. Sie lächeln nur noch über ihre „wilden Zeiten.“
Wichtig ist aber, sich dabei nicht selbst zu verraten und sein eigenes Verhalten immer wieder zu überdenken. Fehler sollte man sich dabei immer eingestehen.
In den 80ern wurden die Babyboomer dann älter und wollten das nicht unbedingt wahrhaben. Also schossen Fitness-Studios aus dem Boden und in den 90ern hatten „Schönheits Op`s" ihre Anfänge. Jetzt ging es auch darum, den erarbeiteten Wohlstand zu halten und zu mehren.
Man machte Geschäfte. Viele Menschen investierten in diesen Zeiten in Aktien. Man spekulierte und die früheren kritischen Rufe nach „no capitalism" waren ebenfalls Geschichte. Das Streben nach einem erfüllten Leben ohne finanzielle Sorgen liegt schließlich fast allen Menschen im Blut.
Die wirtschaftlich erfolgreichste Form des Zusammenlebens von Paaren in den 90ern wurde übrigens als „DINKS" (double income - no kids) bezeichnet. Das war richtig in Mode. Zwei Einkommen, keine Kinder, die zuhause betreut werden müssen.
Die Unternehmen hatten dadurch die Wahl zwischen vielen Arbeitskräften. Und das führt dazu, dass man die Löhne niedrig halten kann. Gleichzeitig gab es viele Haushalte mit doppeltem Einkommen. Zum Konsum! Den Banken und Firmen schien das sehr zu gefallen. Hinzu kam all die Jahre eine Politik, die seit Jahrzehnten der Wirtschaft hinterherläuft und keine Anreize mehr für die Geburt von Kindern geboten hat.
Die anfangs genannten Demografieforscher, die Politik und die Unternehmen wissen also seit Jahrzehnten, dass die Bevölkerung in fast allen europäischen Staaten, den USA und Japan schrumpft.
Jetzt gehen diese Babyboomer aber in Rente und hinterlassen im Schnitt pro Paar 1.4 Kinder. Denn seit den 60ern gab es auch noch die „Pille“ und so konnte man Sex ohne die Konsequenz einer Geburt ausleben.
Rentner mit weniger Geld sowie stetig schrumpfende Einwohnerzahlen führen aber zu weniger Konsum - etwas, was die Wirtschaft gar nicht mag. Rentner benötigen nicht mehr jedes Jahr die neueste Mode, den dritten Fernseher, das neue Auto. Und ihre Immobilien haben sie in den meisten Ländern auch schon abbezahlt.
Nur die Deutschen, die allgemein als vermögendes Volk angesehen werden, stehen beim Immobilieneigentum an vorletzter Stelle in Europa. Die Mehrheit der Europäer lebt in den eigenen vier Wänden.(1)

Kapitel 2

DEUTSCHE ARMUT
„Die Wahrheit hat immer eine leise
Stimme“
(Japanische Weisheit)
„Wir stehen an vorletzter Stelle?“
Ja, die Mehrheit hier zahlt schön brav Monat für Monat die Miete und finanziert dadurch einer anderen Person zukünftigen Wohlstand. Wie du weißt, bin ich seit über 20 Jahren in der Immobilienbranche und beschäftige mich natürlich damit.
Noch in den 60ern war der Wunsch nach dem eigenen Haus sehr präsent in Deutschland. Nahezu 100% wünschten sich das. Ich habe einige Monatshefte von 1960 in denen ein Artikel darüber steht. Damals war es der oberste Wunsch aller, eine Familie zu gründen und ein Haus zu erwerben.
Aber das hat man den deutschen Bürgern über die Medien aus den Köpfen gewaschen. Jahrelang war nur zu lesen, dass man als Mieter viel freier sei, wenn man zum Beispiel beruflich bedingt umziehen müsste und der Unterhalt eines Hauses sei ja teuer usw.
„Mit Blick auf den Arbeitsmarkt erscheint eine hohe Wohneigentumsquote sogar nachteilig. Denn wer erst mal im eigenen Häuschen wohnt, wird eher zögern, für den Job die Stadt zu wechseln, als ein Mieter.“ schrieb zum Beispiel der Spiegel in einem Bericht am 04.07. 2009 (1)
„Also sind Mieter eher im Interesse der Arbeitgeber?“
Steht so im Spiegel. Nirgendwo stand, dass die Vermieter jedes Jahr durch Wertsteigerungen und Mieteinnahmen ein Stück reicher wurden.
Und gehe ruhig davon aus, dass viele Inhaber von Medienunternehmen einen großen Teil ihres Geldes in Mietwohnungen und selbstgenutzte Immobilien investiert haben.
„Während sie ihren Lesern davon abrieten?“
So ist es. Bei meinen Vorträgen habe ich die Teilnehmer immer gefragt, ob sie nicht alle gern den Großvater gehabt hätten, der schon vor Jahrzehnten Immobilien in Hamburg oder London gekauft hätte. Alle lachten und antworteten:
Natürlich!"
Und auf meine Frage:
Warum denn?"
kam regelmäßig die Antwort:
Weil wir dann heute reich wären."
Und das ist auch richtig so. Es wurde den Bürgern nur jahrzehntelang nicht erzählt. Ich habe sie dann gefragt, warum sie nicht heute damit anfangen – denn in 20 Jahren ist es wieder genauso. Alle würden sich ärgern, dass sie heute nicht gekauft haben. Viele meiner Zuhörer haben das verstanden und bis heute bedanken sich ehemalige Kunden, weil sie in den letzten 10 oder 20 Jahren beste Gewinne mit Immobilien gemacht haben.
Man sollte sich natürlich vor einem Kauf immer professionell beraten lassen. Die Eigentumsquote in Deutschland liegt übrigens bei bescheidenen ca. 50%.
„So wenig?“
Ja, die Schweden liegen bei rund 65%, Holländer sind bei knapp 70%, Spanier und Norweger haben zu rund 80% Immobilieneigentum.
In Litauen, Kroatien oder Ungarn liegt die Quote bei rund 90%.(2)
In Rumänien liegt sie sogar bei fast 100%. Mir hat einmal ein Rumäne erzählt, dass ein Mieter dort als armer „Penner" gilt...
„Dazu kommen dann noch die extrem niedrigen Renten in Deutschland.“
Auch das ist richtig. Übrigens wissen nur die wenigsten Deutschen, wie sie ihre Rente berechnen. Um eine volle Rente zu erhalten, benötigt man 45 Rentenpunkte.
„Und wie bekommt man einen Rentenpunkt?“
Einen vollen Ren...

Inhaltsverzeichnis

  1. Hinweise
  2. Über den Autor
  3. Widmung
  4. Inhaltsverzeichnis
  5. Prolog
  6. 1. Die Babyboomer
  7. 2. Deutsche Armut
  8. 3. Migration und Manipulation
  9. 4. Make Money in Germany
  10. 5. Ein Experiment?
  11. 6. Wirtschaftsinteressen
  12. 7. Eu-Gründung und Lobbyisten
  13. 8. Die Einführung des Euro
  14. 9. Die griechische Tragödie
  15. 10. Die Eu und die Banken
  16. 11. Lobbyisten in Deutschland
  17. 12. Die Clubs der Eliten
  18. 13. Der große Treck
  19. Epilog
  20. Quellen
  21. Impressum