
eBook - ePub
Sommergras 108
Vierteljahreszeitschrift der Deutschen Haiku Gesellschaft
- 84 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
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Sommergras 108
Vierteljahreszeitschrift der Deutschen Haiku Gesellschaft
Über dieses Buch
SOMMERGRAS ist die alle drei Monate erscheinende Zeitschrift der Deutschen Haiku Gesellschaft (DHG).Die Ausgabe 108 (März 2015) enthält u. a ausgewählte Haiku, Tanka, Haiga, Haibun, Rengay, Tan-Tenga und Kettengedichte der Mitglieder, RezensionenBerichte und die Vorstellung der neuen SOMMERGRAS-Redaktion.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Berichte
Georges Hartmann
Die französische Ecke
Durch die nicht enden wollenden Debatten der letzten Wochen sensibilisiert, bin ich mir nicht mehr so wirklich sicher, ob die Meinungsfreiheit grenzenlos sein darf, diese nicht doch hart an bzw. schon leicht über der Grenze zum auf die Schippe genommenen Selbstwertgefühl steht oder der Freiheit, egal was sagen zu können, das Wort geredet werden muss. Es gibt die persönlich gefühlten Meinungen, die durch geschickte Argumentation ins Schwanken gebrachten, die aus dem eigenen Erleben gebildeten und die pauschalen, auf alle denkbar ähnlichen Sachverhalte angewandten Aussagen, die meistens zu Vorurteilen mutieren, aus denen im Ernstfall unbequeme bis hässliche Massenbewegungen entstehen können. Meinungen basteln aus vagen Empfindungen manchmal auch gefühlte Wahrheiten, bis die Marmelade endgültig am Kinn klebt und der Krieg der Meinungen in allen nur denkbaren Schattierungen ausbricht. „Beim Barte des Propheten“, möchte ich da schon mal ausrufen, um mich auf der sicheren Seite zu bewegen, weil das im DUDEN (noch) als scherzhafte Redensart zu finden ist und im selben Atemzug so manchen Imam fragen dürfen, warum er selbst wie die Fleisch gewordene Karikatur des Propheten auf der Kanzel stehen darf. Und schon befinden wir uns mitten im Geschehen jener Zeitung, die sich selbst als „unverantwortlich“ charakterisiert (Journal irresponsable) und in der Ausgabe vom 14. Januar einen trauernden Propheten mit einer Träne im Knopfloch sowie heruntergezogenen Mundwinkeln zeigt, wodurch er die Morde und womöglich auch die Karikaturen mit Betroffenheit bewertet, aber mit dem Satz „Alles ist vergeben“ (Tout est pardonné) das Zugeständnis macht, ihn trotzdem zeichnen zu dürfen, gleichzeitig aber auch dazu ermahnt, die Moschee im Dorf zu lassen und nicht um der Sensation willen in zu stark provozierende Geschmacklosigkeiten zu verfallen. „Je suis Charlie“ ist ein von den Aktivitäten des Verlags losgelöster Slogan geworden, der in gewisser Weise zum eigenständigen Markenzeichen der Solidarität gegen Gewalt, für Aufklärung, eine friedlichere Welt, aber auch zur Mahnung geworden ist, der Angst keine Zukunft zu geben.
Jetzt aber zu jenem Thema, das die französische Haiku-Gesellschaft für den aktuellen GONG zum wiederholten Mal für gut befunden hat: die Natur. Auf den ersten Blick erscheint das etwas langweilig und erinnert sofort an jene Zeiten, in der die Geschichten aus den diversen Blumenkästen dieser Welt nicht enden wollten, man sich beim Lesen mitten im erstbesten Gartencenter wähnte, derweil so mancher vielleicht sehnsüchtig von einem Baumarkt träumte, von denen ja ein Konzern völlig von sich überzeugt behauptet: „Wenn’s gut werden soll.“ „Ich bin doch nicht blöd“, könnten jetzt stur die anderen behaupten, womit wir auf dem Schlachtfeld des Haiku mittlerweile eine Szenerie erleben, wie sie spannender nicht sein könnte, und der Wettbewerb um den Tagessieg neugieriger macht als die Fußball-Bundesliga, in der die Bayern sowieso immer gewinnen. Und weil ich es bislang nicht glauben wollte, dass auch in der Natur um Meinungen gerungen wird, hat mich nachfolgender Text sofort über das Gegenteil belehrt:
| ce soir encore le vent discute avec le grand chêne | Auch diesen Abend diskutiert der Wind mit der großgewachsenen Eiche |
| Christian Cosberg |
Manche behaupten ja, dass die Gegensätze das Geschäft beleben, dass Provokation schon mal einen Gag wert ist, was wohl auch einen bekannten Polit-Star dazu bewogen haben mag, sich einen Kübel Wasser über den Kopf zu schütten, was jedoch fast schon nebensächlich war, weil im Hintergrund eine Hanfpflanze zu sehen war, die sich wohl gerade selbst einen Joint drehte. So blüht im Feld der Halluzinogene nicht nur blutroter Mohn, sondern ganz offensichtlich auch so manch anderes Kraut, das es gehörig in sich hat, wie das nächste Haiku unter Beweis stellt.
| journée anti-drogue mon chaton en overdose de son herbe à chat | Antidrogen-Tag mein Kätzchen mit einer Überdosis Katzenminze |
| Minh-Triêt Pham |
Vom Konsum bis zum Entzug ist es oft ein langer Weg, der manchmal zunächst auch dort endet, wo niemand so wirklich hin möchte: im Krankenhaus. Obwohl dort dem Hören-Sagen nach auch oft und viel gelacht werden soll, sodass bei manchem Patienten die frisch genähte Naht sofort wieder aufplatzt. Obwohl wir an diesem Beispiel feststellen müssen, dass Humor auch manchmal einem Schuss gleichen kann, der nach hinten losgeht, womit ich jetzt aber nicht noch einmal die Karikaturisten bemühen möchte. Und schon hängen Angsthasen wie ich im Dilemma eines Vorgangs, bei dem zumindest für mich der Spaß aufhört, weil, was für die einen lediglich einen Piekser darstellt, für mich jedoch einem Weltuntergang gleichkommt.
| dehors de bourrasques sous la seringue une veine roule | Windböen draußen unter der Spritze rollt die Vene weg |
| Danièle Duteil |
Andere hingegen würden sich gern mal auf den Brettern dieser Welt sehen, vom Publikum beklatscht werden und möchten keinen Gedanken daran verschwenden, dass es auch mal nur spärliche gefüllte Säle gibt oder das Publikum noch vor dem Applaus eingeschlafen ist. Sich selbst im Rampenlicht zu wähnen, kann schon mal dazu führen, den Betreffenden zum Gegenstand des Spotts werden zu lassen.
| Au milieu du lac Le jeune grèbe huppé Se prend pour un punk | Mitten im See Der junge Haubentaucher hält sich für einen Punker |
| Patrick Gillet |
Alle Anschauungen und Meinungen stehen immer und überall zur Disposition, enden nicht selten in jenen Sätzen, die ganz unvermittelt mit einem „ja, aber …“ fortgeführt werden und weitere Möglichkeiten aufzeigen, bis man am Schluss de...
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