
- 76 Seiten
- German
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eBook - ePub
Über dieses Buch
Die Arbeit steht im Mittelpunkt unseres Lebens. Trotzdem sind 75% aller Erwerbstätigen mit ihrer Arbeit unzufrieden und nur noch 12% fühlen sich mit ihren Arbeitgebern und Vorgesetzten emotional verbunden. Die Auswirkungen dieser Zustände wirken bis in unser Privatleben hinein und haben verheerende gesellschaftliche Folgen.Deshalb vertritt der Autor, Wilfried Kriese, die Meinung, dass es für jeden einzelnen Zeit wird mit Arbeiten aufzuhören.Er zeigt in diesem Buch auf, wie das System Arbeit uns beherrscht und wie Sie sich aus dessen Zwängen befreien können, damit Sie zu Ihrem eigenem TUN gelangen.
Häufig gestellte Fragen
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Information
1. Teil: Das System Arbeit
1. Teil: Das System Arbeit
Die Arbeit im klassischen Sinne
TUN ist das
eine und arbeiten etwas vollkommen anderes. Bevor ich auf das
Hauptthema des Buches, TUN und nicht arbeiten, eingehe, sollten wir
uns zuerst mit dem Begriff und dem heutigen Verständnis der Arbeit
beschäftigen.
Zuerst
überlegte ich mir, wie ich den Begriff Arbeit erklären und vor
allem, welche literarischen Hilfsmittel ich verwenden sollte. An
Literatur zum Thema mangelte es mir in keiner Weise. Allerdings war
ich mit all den Büchern und Beiträgen nicht wirklich zufrieden.
Deshalb ging ich ins Internet. Oh je, was ich das so fand war fast
nur zusammengestoppeltes Wissen. Bei Wikipedia fand ich zumindest
etwas halbwegs Brauchbares, das aber auch mehr zusammengeschrieben
ist, als dass man es ernsthaft zitieren könnte.
Somit fiel
die Internetrecherche mangels Qualität durch. Schließlich wollte
ich ja keinen zweitklassigen Schulaufsatz schreiben, um meinen
Notendurchschnitt zu halten.
In solchen
Fällen ist doch der gute alte Brockhaus die beste Quelle des
Wissens. Darin wird der Begriff Arbeit aus historischer wie
gesellschaftlicher Sicht genauestens erklärt. Allerdings so
kompliziert und unverständlich, dass man schon fast ein
abgeschlossenes Studium braucht um den Lexikonartikel zu
verstehen.
Deshalb
beschloss ich einfach Auszüge aus dem Brockhaus zu verwenden und
mit eigenen Kommentaren zu ergänzen. Ich finde, mein TUN hat sich
hier gelohnt, aber lesen Sie selbst.
Nun geht es ab zum Thema Arbeit
Im Brockhaus heißt es ganz am Anfang über die Arbeit:
[urspr.
„schwere körperliche Anstrengung“, „Mühsal“, „Plage“], der bewusste
und zweckgerichtete Einsatz der körperlichen, geistigen und
seelischen Kräfte des Menschen zur Befriedigung seiner materiellen
und ideellen Bedürfnisse.
Diese Erklärung ist weit weg vom TUN, denn beim TUN werden
Mühsal und Plage weitgehend vermieden.
Weiter heißt es:
Begriffsgeschichte
Arbeit
gehört zu den Grundbegriffen, in denen die neuzeitliche
Gesellschaft ihr Selbstverständnis ausgelegt und diskutiert hat.
Die Geschichte des Wortes, die in der griechischen Antike und im
alten Israel beginnt, hatte ihre für das moderne Verständnis von
Arbeit entscheidenden Epochen in der Reformation und im 19.
Jahrhundert (...).
Im Übergang
zu den Stadtgesellschaften der klassischen Zeit (Athen, Sparta)
änderten sich diese Einstellungen; körperliche Arbeit und
Lohnarbeit büßten ihr soziales Ansehen ein. (…) Der freie Bürger
sollte allein mit musischen, philosophischen und politischen
Tätigkeiten beschäftigt sein, während die niedere Arbeit von
Unfreien zu verrichten war.
Als frei galten lediglich die oberen zehntausend, was man heute
als Elite bezeichnet. Alle anderen hatten zu arbeiten und sozusagen
nicht zu denken und zudem artig ihre Steuern zu bezahlen. Womit oft
gerade soviel übrig blieb, dass es zum Überleben reichte.
Die
römische Antike war nicht von eindeutigen Urteilen über die Arbeit
bestimmt. Im alten Rom war die Arbeit Pflicht für jeden, ob frei
oder unfrei. Später erneuerte Cicero die Grundsätze der
griechischen Philosophie und wies die körperliche Arbeit den
Sklaven zu. Die stoische Philosophie würdigte dagegen die Leistung,
die aus der Arbeit hervorgeht.
Damals wurden die Säulen der abhängigen Arbeit errichtet.
Niemand sollte mehr so frei sein, dass er ohne Arbeit auskommen
konnte. Diese Freiheit war nur noch einem sehr kleinen Teil der
Bevölkerung vorbehalten.
In Israel
galt die Arbeit nach den Aussagen des Alten Testaments als das
normale Los des Menschen. Sie steht jedoch wie dieses unter der
grundlegenden Rahmenbedingung der nachparadiesischen Existenz. Seit
dem Sündenfall ist mühselige Arbeit im Schweiße des Angesichts (1.
Mos. 3,19) allgemeines menschliches Schicksal; Arbeit ist
notwendig, um das Leben zu fristen. Diese Notwendigkeit wird nicht
positiv oder wertfrei gesehen, denn auch das gelungene Leben wird
nach der Klage des 90. Psalms nicht nur durch seine Kürze
entwertet, sondern auch durch seine Qualifizierung, es sei
bestenfalls Mühe und Arbeit (...). In der Benediktinerregel, die im
starken Maße das abendländische Mönchtum geprägt hat, wird nicht
nur der tägliche Gottesdienst, sondern auch die Arbeit für die
Mönche verpflichtend gemacht („ora et labora“, zu deutsch: bete und
arbeite).
Alle höhergestellten Geistlichen waren von der Arbeit befreit.
„Die da unten“ waren da um zu beten und zu arbeiten, aber nicht um
zu denken. Damit das so blieb, wurden strenge Gesetze eingeführt,
die zum Gehorsam erzogen und zwangen.
Das
deutsche Wort Arbeit hatte im Alt- und Mittelhochhdeutschen primär
den Sinn von Lebensmühe, Not und Plage, die allen Menschen
auferlegt sind (...).
Eine Wende
im Verständnis der Arbeit brachte die Reformation. Für Martin
Luther ist Arbeit Gottesdienst; die Magd, die den Besen schwingt,
tut nichts anderes als das, was Bischöfe und Könige tun: ihre
Arbeit, denn alle Arbeit gilt gleich und gleich viel. Arbeit ist
Gottes Ordnung in dieser Welt, darin liegt ihre Bedeutung und ihre
Würde. Jeder Mensch ist von Gott zur Arbeit berufen, und zwar in
den Stand und an den sozialen Ort, an dem er sich vorfindet. Luther
hat dem Wort Beruf damit seinen neuzeitlichen Sinn geben
(...).
Luther, der als Gelehrter zur Elite gehörte, hat den Mut, gehabt
alle Menschen auf die gleiche Stufe zu stellen. Und hat damit
deutlich gemacht, dass jeder jeden braucht. Dass er und seine
Sympathisanten sich mit dieser Sichtweise viele Feinde gemacht
haben, die ihren Status auch mit Blutvergießen verteidigten, ist
bekannt.
Für das 19.
Jh. wurde Arbeit zu einem zentral Begriff. (…)
In der
Aufnahme (…) eines hegelschen Begriffs beschrieb (Karl) Marx die
Arbeit in der Klassengesellschaft als „entfremdete Arbeit“: Da der
Mensch gezwungen ist, seine Arbeitskraft zu verkaufen, wird das
„entäußerlichte“ Produkt zum wesentlichen gesellschaftlichen und
ökonomischen Faktor. Die produzierte Sachenwelt wird zur
selbstständigen Macht. So wird die Arbeit dem Arbeiter äußerlich,
sie wird etwas ihm Fremdes, sie ist nur noch Instrument der bloßen
Daseinsfürsorge. Zudem wird durch die Fremdbestimmung des Arbeitens
der Mensch seinen Mitmenschen entfremdet, da die Zusammenarbeit den
Einzelnen als zufällig erscheint. Deshalb ist diese Arbeit Last und
Mühe, sie ist, vor allem in der Gestalt der Industriearbeit,
niederdrückend und quälend.
Durch die Industrialisierung und die dabei entstehende
Arbeitsteilung wird der Mensch als Arbeitnehmer Teil einer großen
Maschine. Stellte ein Schuhmacher früher einen Schuh komplett her,
so machte er im späten 19. Jahrhundert nur noch einen Teil. Das
führt dazu, dass die Arbeit als Qual gilt, die nur dazu da ist, den
Lebensunterhalt zu verdienen. Von TUN ist diese Art der Arbeit am
weitesten entfernt.
Arbeit gilt
auf der einen Seite als ein Grundrecht des Menschen. In der von den
Vereinten Nationen 1949 beschlossenen Erklärung der Menschenrechte
steht in Artikel 23 der Satz: Jeder Mensch hat das Recht auf
Arbeit. Ähnliches findet sich in einigen Staatsverfassungen (so
schon in der Weimarer Reichsverfassung), in der Europäischen
Sozialcharta und im Internationalen Pakt über wirtschaftliche,
soziale und kulturelle Rechte. Dieser als Rechtssatz formulierte
Anspruch besitzt den Charakter eines grundsätzlichen Postulats, das
sich an die Allgemeinheit richtet, um die individuelle Nachfrage
nach Arbeit zu befriedigen. Anders als beispielsweise die Rechte
auf Leben, Freiheit oder körperliche Unversehrtheit mangelt es
diesem Anspruch an Kontur; die aus ihm erwachsenden Probleme werden
greifbar, bedenkt man, dass Arbeit kein bloß quantitativer Begriff
ist, sondern Zuordnungsobjekt zu den Begabungen, Fähigkeiten und
Bedürfnissen des einzelnen Rechtsträgers, der wiederum in
unterschiedlichen gesellschaftlichen, politischen und
wirtschaftlichen Systemen und sonstige Gegebenheiten eingebunden
ist. In diesem Sinne wird der Verlust von Arbeit als Katastrophe
gesehen: Der Arbeitslose verliert nicht nur die Grundlage seiner
bürgerlicher Existenz, sondern auch seine soziale Reputation,
seinen Ort in der Gesellschaft und die Möglichkeit, sich und seine
Kräfte produktiv zu entfalten. Die heutige Gesellschaft gilt als
„Leistungsgesellschaft“ im Wesentlichen deshalb, weil durch die
gesellschaftlich bewertete Arbeit dem Einzelnen seine Stellung in
der Gesellschaft zugewiesen wird. Zugleich aber gilt diese
Gesellschaft als „Freizeitgesellschaft“ und darin kommt der andere
Sinn von Arbeit zum Ausdruck. Arbeit ist eine mühselige Last, die
nach und nach ganz aufgehoben werden sollte und die ihren Sinn
allenfalls in dem haben kann, was durch ihre Ableistung gewonnen
wird, die Freizeit.
Somit wurde die Freizeit als erstrebsames Ziel erschaffen. Daher
sehen viele Erwerbstätige die Arbeit heute nach wie vor als
Anstrengung, Mühsal und Plage.
Der Mensch hat nun mal zu arbeiten. Er bekommt zwar Bildung,
aber nur so viel, wie es dem wirtschaftlichen System gut tut.
Arbeit hat zwar nicht mehr den Stellenwert eines Sklavendaseins,
aber der Mensch ist nach wie vor nicht so frei, dass er anstatt zu
arbeiten TUN darf. Denn das hängt sehr stark mit
Selbstverwirklichung zusammen und dem Bestreben das machen zu
können, wozu man sich berufen sieht bzw. das zu TUN was einem
wirklich liegt und somit eine neue Freiheit im gesellschaftlichen
und wirtschaftlichen Leben zu erreichen.
Durch TUN bekommt Arbeit eine ganz neue Bedeutung. In den
folgenden Kapiteln werde ich Ihnen TUN näher bringen und dazu Sie
ermuntern, dass Sie aufhören zu arbeiten und endlich TUN, was Sie
auch wirklich möchten.
Ich stelle aber auch ganz klar dar, dass durch dieses Prinzip
nicht nur jede und jeder Einzelne ihre und seine Lebensqualität
erheblich steigern kann, sondern dass auch das Wirtschaftssystem
genauso wie die Gesellschaft in hohem Maße profitieren können.
Arbeit unter wirtschaftlichen Aspekten
TUN, genauso wie Arbeit, muss natürlich auch aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet werden. Zum besseren Verständnis werde ich nun auf das Thema Arbeit mit Auszügen aus dem Brockhaus näher eingehen.
Die Volkswirtschaftslehre stellt die Arbeit neben dem Boden und dem Kapital als Produktionsfaktor heraus, weil sie vor allem unter verteilungstheoretischen Gesichtspunkten die Einkommensarten des Lohnes, der Grundrente und des Zinses näher betrachtet. In de...
Inhaltsverzeichnis
- Wilfried Kriese
- Vorwort
- 1. Teil: Das System Arbeit
- Die Arbeit im klassischen Sinne
- Nun geht es ab zum Thema Arbeit
- Arbeit unter wirtschaftlichen Aspekten
- Arbeit unter sozialen Aspekten
- Ein System namens Arbeit
- Die Generation Institutionen
- Die Rolle der Politik
- Ein System namens Bildung
- Von der Old zur New Economy zum TUN
- Das Märchen von der Arbeit, die ausgeht
- Das Rentenlabyrinth
- Das Märchen von der Elite oder was bin ich?
- Gehöre ich zur Elite?
- Es kann nicht jeder ein Einstein sein
- 2. Teil: Weg von der Arbeit hin zum TUN
- Einführung: TUN für Mitarbeiter
- Lassen Sie Veränderungen zu
- Folgen Sie Ihrer Berufung
- Bewerben Sie sich mit Würde
- Finden Sie die Firma, die zu Ihnen passt
- Der Lohn des TUNS
- TUN für Selbstständige / Was heißt hier Arbeit?
- Bringen Sie Ihr Leben in Schwung
- Rente und Arbeit
- TUN Sie und arbeiten Sie nicht
- TUN ist nicht nur ein Wort
- Werden Sie erfolgreich in Ihrer Nische
- Machen Sie sich bemerkbar
- 3. Teil: Mit Lebenszielen und Motivation zum TUN gelangen
- Die eigenen Schwächen zu Stärken machen
- Stecken Sie Ihre Ziele ab
- Ziele, Zeit und Motivation
- Ihre Motivation bestimmt Ihre Lebensziele
- Geben Sie niemals auf
- Ihre Erfolge und Misserfolge
- Mitarbeiter-Motivation
- Vereinen Sie Arbeit und Freizeit
- Vergessen Sie nicht Ihren Körper
- Checken Sie Ihre Ziele
- Impressum