
- 156 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
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eBook - ePub
Reiseberichte aus Tansania
Über dieses Buch
Mit diesem kleinen Buch möchten wir Tansania vorstellen. Das Land in Afrika, wo die Menschen ohne Wasser leben, aber mit der Hilfe von uns und unserem Brunnenbau ein ganz großes Stück mehr Lebensqualität bekommen.
Wir werden euch einen Eindruck vermitteln, was es bedeutet, in der Stadt oder auf dem Land zu leben. Was es bedeutet, nichts zu haben.
In Dar as Salaam ist es normal, dass die Menschen auf der Straße schlafen, handeln und ihre Notdurft verrichten
Uns begegnet eine unglaubliche Armut, die wir uns in Europa kaum vorstellen können.
In dieser Gegend werden wir einen Brunnen bauen.
Ich werdet dabei sein, wie wir das Gebiet dafür aussuchen, die Verhandlungen führen, um ein Loch zu bohren und auch erzählen, wie sich die Menschen freuen, wenn der Brunnen fertig ist und ihr Leben aufwertet mit dem sehr wichtigen Gut "Wasser", das bei uns unterschätzt wird.
Wir wünschen Euch eine spannende Zeit mit diesem Buch, das nicht nur ein Bericht, sondern auch eine Erzählung ist wie ein Abenteuer, welches geprägt ist von einem großen Glauben an die Aufgabe und an Gott.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Die erste Reise
Ein kleiner Eindruck der Gefühle.
Es sind noch zwölf Tage, bis ich und mein Team nach Tansania hinunter fliegen. Wir werden eine ganz neue, für uns noch unentdeckte Gegend erkunden, um neue Projekte zu suchen und in unser GPS-Netz aufzunehmen. Das ist ein großes Abenteuer und ich bin sehr aufgeregt.
Wir werden Tansania während des Ramadan besuchen. Das bedeutet für uns nicht nur erschwerte Bedingungen beim Fasten, sondern auch ganz viele schicksalhafte Eindrücke und Begegnungen.
Selbst mit großer Fantasie vermag ich mir nicht vorzustellen, wie die Menschen dort unten das Fastenbrechen veranstalten oder wovon sie es bezahlen. Ich denke, wir werden sicher viel Leid und harte Schicksale sehen und das in einer Zeit, in der das Herz ohnehin sehr weich ist.
Jetzt habe ich euch gesagt, wie es mir heute geht. Ich würde gerne mal hören, wie es euch so mit dem Thema geht.
Was sind eure Vorstellungen und Erwartungen?
Was interessiert euch an unserem Projekt?
Was soll ich euch mitbringen?
Was würdet ihr gerne sehen?
Geschichten der Leute?
Bilder?
Videos?
Erzählt mir von euren Eindrücken, auf dass ich meine Reise auf eure Bedürfnisse anpassen kann.
So Allah will.
Kopfkino
Noch gut zehn Tage bis zum Abflug.
Ich fahre quer durch die Savanne und frage mich, wie viel Wasser ich wohl verbrauchen werde und mit wie viel ich auskommen muss.
Meine Brüder vor Ort kommen mit unter zwei Litern die Woche aus. Das ist unvorstellbar für mich. Angesichts des Ramadan wird es sicher weniger sein als üblich, aber für Wudu, Waschen, trinken usw. so wenig Wasser? Doch glaube ich, dass es zumindest für eine Weile nach meiner Rückkehr mein Verhalten in Bezug auf Wasser verändern wird.
Was denkt ihr?
Wie ist euer Bezug zu Wasser?
Könnt ihr euch vorstellen, mit so wenig auszukommen?
Denkt ihr überhaupt über den Verbrauch von Wasser nach?
Ich würde mich über einen Austausch mit euch freuen.
Meine Tage der Vorbereitung
Noch acht Tage bis zur Abreise!
Ein jedes Mal, wenn man in eine neue Region fliegt oder lange nicht dort war, heißt es "Ab zum Arzt und impfen lassen!". Ich hoffe darauf, dass die Ärzte es gut mit mir meinen und keine andere Absicht dahinter ist, wenn ich mal wieder Dutzende Spritzen und Schluckimpfungen bekomme!
Cholera, Gelbfieber, Hepatitis, Tollwut, Zeckenbiss, Influenza, Malaria, Polio, Tetanus, Diphtherie... Die Liste ist lang... Aber in drei Tagen ist die Letzte dran. Dann ist auch gut. Ich glaube, ich bin sogar schon immun gegen mich selbst.
Diesmal gab man uns auch auf den Weg, nur Abgepacktes zu essen. Ein Freund war in einer dieser Regionen unterwegs und ist nach einem Dorffest mehrere Monate ins Krankenhaus gekommen. Er hat bis jetzt noch Teillähmungserscheinungen.
Es ist schon ein komisches Gefühl so kurz vor dem Abflug nicht zu wissen, was einen erwartet, was man im Ramadan essen wird, was und wie viel man trinken kann.
Es wird wohl eine neue Erfahrung beim Fastenbrechen nur abgepackten Reis zu essen und Wasser aus der Flasche zu trinken.
Aber was habe ich schon für ein Recht, mich zu beschweren, oder? Wie muss es wohl sein, wenn dies ein Dauerzustand ist? Was meint Ihr?
Kurzer Bericht vom Tag 1&2
Nach einer langen und beschwerlichen Reise sind wir nun über München und Rom in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba gelandet. Hier läuft alles anders: Keine Anzeige, keine Ansage, alles manuell und im Minutentakt.
Die Bordkarten werden nur gezählt und nicht erfasst.
Fast hätte man uns in den falschen Flieger gesetzt, aber Allah sei Dank, hat man den Irrtum noch bemerkt. Wer weiß, wo wir da gelandet wären! Hier sieht jeder Flieger gleich aus und keiner weiß, wohin sie fliegen. Da steht nichts drauf.
Der Nachteil an der Sache ist allerdings, dass wir nun seit 7.00 Uhr hier sitzen und der nächste Flieger erst um 23.45 Uhr für uns bereit steht. Da wir kein Visum für Äthiopien haben, dürfen wir den Flughafen nicht verlassen. Denn, wenn wir den Flughafen verlassen würden, kämen wir nicht wieder rein.
Unser Gepäck ist jedenfalls schon in Dar as Salaam, also pünktlich mitgeflogen. Ob wir es je wieder sehen, ist aber fraglich.
So sitzen wir hier mit dem, was wir anhaben und warten darauf, dass ein weiterer Flieger kommt.
Die Crew der Linie hat uns zum Essen eingeladen. Obwohl sie keine Muslime sind, warten und essen sie mit uns nach Sonnenuntergang. Wir haben trotzdem gute Laune.
Alles hat seinen Sinn. Wir sind gespannt, was Allah an unserem Ziel für uns vorbereitet hat. Allah sei Dank.
Ich werde versuchen, euch von hier zu berichten oder die Berichte an wen zu schicken, der sie berichtet. Ich weiß noch nicht, ob wir ab morgen Internet haben werden.
Friede sei mit euch allen.

Die schweren Prüfungen gehen weiter
Liebe Geschwister im Islam, mein Kopf ist so voll von Dingen und Bildern, die ich euch gerne sagen und zeigen würde, aber da meine Kamera und sämtliche Technik geklaut wurde, ist das nun schwierig. Und mir fehlt die Zeit, all das zu schreiben, was ich sehe und erlebe.
Für heute also nur ein heutiges Erlebnis. Ihr müsst wissen, dass es hier keinen Supermarkt oder Lebensmittelladen gibt. Alles Essen ist etwas Gekochtes von der Straße oder Früchte vom Markt. Wir essen nur Datteln und gestern aßen wir Brot von der Straße. Etwas Gebackenes, in der Hoffnung, man könne es essen. Man soll hier nichts von der Straße essen. Heute kam die Antwort: Wir haben einen schweren Magen-Darm-Virus, Bauchkrämpfe und Durchfall ohne Ende. Das im Ramadan. Hinzu kommt das Problem, dass wir die Medikamente, die wir haben, wegen Ramadan nicht nehmen wollen, also leiden wir lieber.
Wir werden hart auf die Prüfung gestellt. Richtig hart. Nach dem gestrigen Raub heute die nächste Prüfung. Aber Allah sei Dank, so Allah will, werden wir erfolgreich sein.
Wir haben ein neues Projektziel aufgenommen heute in der Wüste um Dar as Salaam. Ich sehe gerade aus wie ein Schornsteinfeger und versuche jetzt schnell Wasser zum Waschen zu bekommen und meine deftige Mahlzeit zum Fastenbrechen aus Datteln zu mir zu nehmen.
Ich esse jetzt nur noch Datteln und Wasser, Allah sei Dank, und hoffe, Allah belohnt uns dafür. Ich denke an euch und liebe euch für Allah. Schließt uns in eure Gebete ein und denkt beim deftigen Essen an mich.
Friede sei mit euch!

Und...?
Womit wirst Du denn so geprüft?
Die Verzweiflung
Friede sei mit euch, möge Allah euch belohnen und mit euch barmherzig sein, liebe Geschwister im Islam, ich schreibe euch gerade voller Sorge und geladen voller verschiedener Emotionen, um euch zu berichten, was meinem Mann gestern in Tansania/ Afrika passiert ist!!
Mir bricht es das Herz aus Angst um meinem Mann, aber auch zugleich sowas zu hören und mitzubekommen, wie verzweifelt unsere Geschwister in Tansania sind. Gepriesen sei Allah!! Wie ihr wisst, haben sich unsere Brüder auf eine schwere, zugleich auch gefährliche Reise gemacht, um den Menschen zu helfen!!
Allah sei Dank!!
Nur ist leider eine traurige Situation vorgekommen. Als mein Mann und sein Begleiter auf dem Weg in die Moschee zum Tarawihgebet7 waren, wurde deren Zimmer ausgeraubt! Das ganze private Geld, womit unsere Brüder die drei Wochen in Afrika leben wollten, sowie deren Kamera und Handys, wurden gestohlen. Mein Mann hat nur noch seinen Rucksack und seinen Reisepass bei sich. Allah sei Dank!!
Bitte meine Geschwister, betet mit mir, dass nicht noch was Schlimmeres passiert und dass unsere Brüder heil und gesund nach Hause zu ihren geliebten Familien kommen.
Solche Situationen zeigen uns, wie verzweifelt die Menschen dort sind. Gepriesen sei Allah und das an Ramadan.
Überlegt mal, liebe Geschwister, an Ramadan müssen unsere Geschwister auf solche Methoden zurückgreifen, um zu überleben!!! Bei Allah.
Ist es das, was Allah, sei Er gepriesen und erhaben, von Seinen Dienern sehen will?
Ist es das, was Allah, sei Er gepriesen und erhaben, uns mit Seinem Heiligen Qur’an Al-Karim lehren will? Gepriesen sei Allah.
Da fällt mir was ein, was ich gestern in Facebook gelesen hab: Ein Sheikh in Saudi-Arabien weinte Tränen, als er eine Frage aus Somalia erhielt. Die Frage lautete: „WIRD UNSER FASTEN AKZEPTIERT, WENN WIR NICHTS ZUM ESSEN HABEN FÜR DEN SUHUR8 UND/ODER FASTENBRECHEN??''
Es gibt keine Kraft noch Macht, außer bei Allah.
Wir können es kaum erwarten bis die Sonne untergeht, um uns den Magen vollzuschlagen und unsere Geschwister machen sich Sorgen, ob Allah, sei Er gepriesen und erhaben, deren Fasten überhaupt akzeptiert, weil sie nichts zum Essen haben!!
Gepriesen sei Allah!!
Zurück zum eigentlichen Thema! Alle dort in Tansania wissen, warum unsere Brüder dort sind. Sie sind die einzigen Hellhäutigen in der Region und ständig mit Kamera unterwegs. Da fallen die natürlich auf.
Vorgestern erzählte mir mein Mann, wie schön es ist in einem islamischen Land zu sein; dass man überall wie ein Bruder empfangen wird, dass die Frauen alle dort Niqab tragen, ohne komisch angemacht, geschweige, angeguckt zu werden.
Allah sei Dank!!
Trotz der Armut sind alle herzlich und warm zueinander. Ich möchte euch nicht mit dieser Geschichte, die meinem Mann passiert ist, das Land schlecht reden, sondern ich hoffe, dass ihr seht, wie verzweifelt man sein muss, so etwas zu tun.
Was würden wir al...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Sara Schmidt
- Die erste Reise
- Die zweite Reise
- Eine gute Tat führt zur nächsten guten Tat - Der Waschsauger
- Juma Mubarak
- Eine Reise ins Mittelalter
- Nachwort
- Hinweise
- Impressum