Karma-Sutra
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Karma-Sutra

Indische Medizin als Erkenntnisweg

  1. 296 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Karma-Sutra

Indische Medizin als Erkenntnisweg

Über dieses Buch

Unter dem Begriff Indische Medizin wird im allgemeinen Sprachgebrauch meist der Ayurveda verstanden. Tatsächlich umfasst die Indische Medizin erheblich mehr als lediglich den Ayurveda. Dieses Buch präsentiert in einzigartiger Zusammenstellung die Philosophie und das Zusammenwirken von Ayurveda, Dhanurveda, Yoga, Kamasutra, Tantra und Ardhanarishvara Veda und führt den Leser zurück zur kraftvollen Komplexität des traditionell indischen Heilungsansatzes.

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Ayurveda

Die Indische Medizin ist eine Sammlung verschiedener Lehren, die in der Gesamtheit die ganzheitliche Heilung von Körper, Seele und Geist im Sinne eines Erkenntnisprozesses ermöglichen. Die Indische Medizin erschöpft sich dabei nicht in der Betrachtung des einzelnen Menschen, sondern erkennt zudem die besondere Bedeutung der Paarbeziehung für Leben und Erleuchtung des Menschen. Im Folgenden betrachten wir nun den Menschen als Individuum und beschäftigen uns mit der körperlichen Ebene der individuellen Existenz. Diese Ebene wird durch den Ayurveda beschrieben.
Der Ayurveda, das Wissen vom Leben, beschäftigt sich intensiv mit den körperlichstofflichen Aspekten des Lebens. Ausführlich beschreibt der Ayurveda die Entstehung der Elemente, die Zusammensetzung und Funktion des menschlichen Körpers sowie die Wechselwirkungen zwischen dem Organismus und dem umgebenden Kosmos. Das Leben wird als ständige Wandlung des Substanziellen begriffen, als unaufhörliches Werden und Vergehen. In diesem Kreislauf des Lebens ist Gesundheit eine harmonische Balance, sowohl innerhalb des Organismus, als auch in der Beziehung zur kosmischen Umgebung. Da der den Menschen umgebende Kosmos ständigen und wechselnden Einfluss auf den Organismus ausübt, muss der Mensch durch angemessene Verhaltensweisen, bewusste Ernährung und balancierende Behandlungen stets aufs Neue seine Gesundheit herstellen. Gesundheit ist somit das Ergebnis eines aktiven Prozesses, in welchem der Mensch die wirkenden Kräfte des stofflichen Lebens bewusst wahrnimmt und balanciert. Der Ayurveda lehrt diese Kräfte des stofflichen Lebens und beschreibt genau ihre Wirkungen und Wechselwirkungen in Bezug auf den Organismus. Die Darstellungen im Ayurveda reichen dabei von allgemeingültigen Prinzipien bis hin zu ganz konkreten und detaillierten Empfehlungen zur täglichen Lebensführung. Nach indischem Verständnis ist der Körper das Gefährt, mit dem die Seele durch dieses Leben reist. Nur ein gesunder Körper vermag der Seele die notwendige Hilfe zu sein, um alle Lebenserfahrungen zu machen, für die sie in dieses Leben gekommen ist. Daher kommt der Pflege des Körpers, dem achtsamen Erhalten des irdischen Fahrzeugs, große Bedeutung zu.

Historie

Die Legende erzählt:
Vor langer Zeit waren 52 Rishis (heilige, gelehrte Männer) sehr entmutigt, da die Menschen unter Krankheit und einer kurzen Lebenserwartung litten und sich kaum der spirituellen Weiterentwicklung widmeten. Die heiligen Männer versammelten sich in einem Tal des Himalaja und beratschlagten, wie den Menschen geholfen werden könnte. Nach gemeinsamer, tiefer Meditation beschlossen Sie, Bharadvaja zum Gottkönig Indra zu schicken, damit dieser ihn die Weisheit und das Wissen vom Leben lehren sollte. Indra überzeugte sich zunächst von den lauteren Motiven des Bharadvaja und unterrichtete ihn anschließend in den Prinzipien der Wissenschaft vom Leben, Ayurveda. Bharadvaja kehrte nach der Unterweisung in den Himalaja zurück und lehrte alle Weisen dieses neue Wissen. Gestärkt durch die Kunst des Ayurveda führten diese Weisen anschließend ein langes, erfülltes Leben. Punarnava Atreya schließlich wies aus Mitgefühl für alle Lebewesen seine Schüler an, dieses Wissen niederzuschreiben.
Soweit die Legende, wie sie sich in der Charaka Samhita findet, in der Sutra Sthana, Kapitel 1, Verse 3 – 34.
Ein langes, gesundes Leben wünscht sich jeder Mensch. Doch was fangen wir mit einem solchen Leben an? Der Ayurveda sagt deutlich, dass unser Leben der spirituellen Weiterentwicklung dienen soll. Das heißt, wir sollen uns in unserem Leben darum bemühen, weiser und reifer zu werden und irgendwann den Zustand der Erleuchtung erreichen. Der Ayurveda widmet sich dabei den Zusammenhängen der stofflich-körperlichen Ebene und lehrt, wie der Körper gesund erhalten werden kann. Damit schafft er die Voraussetzungen dafür, dass der Mensch sich der geistigen und spirituellen Weiterentwicklung widmen kann. Der Ayurveda selbst lehrt jedoch nicht die Wege zur spirituellen Weiterentwicklung. Diese Weisheiten erfahren wir durch Dhanurveda, Yoga und Tantra sowie in der Lehre über Ardhanarishvara Veda, den Weg der Liebenden.
Aus der kulturhistorischen Forschung wissen wir heute, dass die schriftliche Überlieferung des Ayurveda bereits in der frühen rigvedischen Zeit ab 6000 v. Chr., das heißt vor 8000 Jahren, begann. Die Veden sind vermutlich die derzeit ältesten Schriften der Erde. Sie gehen zurück auf den Beginn der indischen Zivilisation. Es wird angenommen, dass die Veden zunächst für viele tausend Jahre nur mündlich überliefert wurden, bevor sie schriftlich niedergelegt wurden. Die Veden sind die älteste Schrift der Menschheit überhaupt. Sie sind die Ur-Quelle allen religiösen Wissens. Man sagt, dass sie niemals von Menschenhand geschrieben wurden und daher vollkommen und göttlich sind. Sie wurden den weisen Rishis (Sehern) vom Gott Brahma durch Meditation offenbart. Der Rishi schuf also nicht aus seinem Geist, sondern er „sah“ den Gedanken, der schon da war.
In der indischen Philosophie werden vier Veden unterschieden:
Die Veden
Rigveda Yajurveda Samaveda Adharvaveda
Rigveda
Der Rigveda ist die älteste, umfangreichste und bedeutendste Schrift der Veden. Er umfasst eine Sammlung von 1028 vedischen Sanskrit-Hymnen (Sanskrit: samhitas) und 10600 Sanskrit-Versen, gegliedert in 10 Bücher (Sanskrit: mandalas). Rigveda bedeutet „Veda der Verehrung“ oder „Veda der Anbetung“ und beinhaltet hauptsächlich Verse, in denen Gottheiten angebetet oder beweihräuchert werden. Aber der Rigveda handelt darüber hinaus auch von anderen weltlichen Themen, wie dem Ablauf einer Hochzeit. Zudem enthält der Rigveda das erste Verzeichnis medizinischer Heilpflanzen.
Ungefähr zwei Drittel des Rigveda handeln von den Göttern Agni (Gott des Feuers) und Indra (Herrscher der Götter). Ergänzt durch die Gottheit Soma bilden die Gottheiten eine Dreiheit, welche die drei kosmischen Kräfte symbolisiert, die den gesamten Kosmos formen. Sie manifestieren sich in drei Prinzipien, den so genannten gunas, welche die Grundlage aller Schöpfung darstellen:
Gottheit guna
Indra sattva
Soma tamas
Agni rajas
Die Idee einer göttlichen Dreiheit findet sich in zahlreichen Religionen. So lehrt auch das Christentum unseres Kulturkreises einen dreigestaltigen Gott aus Gottvater, Sohn und Heiligem Geist. Nun ist aber gerade das Christentum ein Monotheismus, also der Glaube an nur einen einzigen Gott. Wie lässt sich dies mit der göttlichen Dreifaltigkeit verbinden? Wie auch in der indischen Mythologie steht die Dreiheit immer für drei grundlegende kosmische Prinzipien, die in der von Gott erschaffenen Schöpfung wirken und erst durch ihr...

Inhaltsverzeichnis

  1. In der Reihe „Spirituelle Aspekte in der Medizin“ sind bisher erschienen
  2. Über den Autor
  3. Widmung
  4. Inhaltsverzeichnis
  5. Einleitung
  6. Ayurveda
  7. Dhanurveda
  8. Yoga
  9. Kamasutra
  10. Tantra
  11. Ardhanarishvara Veda
  12. Karma-Sutra
  13. Nachwort
  14. Anhang
  15. Impressum