DIE LERNAUFGABEN der Weiblichen Seelenpartnerin
- Den männlichen Seelenpartner, als Freund anzuerkennen
- Aus der Liebesbedürftigkeit - in die Weiblichkeit
- Raus aus dem Ego – rein in den Selbstwert
- Schutz und Abgrenzung
- Klärung des eigenen Lebens
- Aktivierung des Ur-Vertrauens
- Geduld lernen
- Prüfungskandidaten bestehen
- Einsamkeit heilen – wahre Verbundenheit spüren
* In diesem Buch werden nur die Lernaufgaben aufgelistet, welche am häufigsten für die weibliche Seelenpartnerin stattfinden. Weitere Lernaufgaben, Prüfungen, Lektionen oder Aufträge können individuell hinzukommen oder ausbleiben - je nachdem welche Lernaufgaben bereits in der Vergangenheit transformiert und geheilt wurden. Wiederholt sich eine bestimmte Aufgabe, liegt das daran, dass diese eine weitere Heilung beansprucht.
1. DEN MÄNNLICHEN SEELENPARTNER ALS FREUND ANZUERKENNEN
»Wer etwas erreichen möchte, findet Wege, wer sich davor drücken
möchte, findet Ausreden«
Durch die starke Liebe und das unterbewusste Wiedererkennen aus einem früheren Leben, neigt die weibliche Seelenpartnerin gerade zu Beginn dieser Verbindung dazu, ihren Seelenpartner als potentiellen Partner zu betrachten, statt diesen erst einmal als guten Freund oder Bekannten anzusehen. Die entstehende Erwartung, dass er eines Tages einmal ihr Lebenspartner sein könnte, birgt ebenso das Risiko, viele unterbewusste Bedingungen an ihn zu knüpfen. So entwickelt sie mit der Zeit eine immer stärkere Hoffnung, dass ihr Seelenpartner ihr seine Gefühle gesteht und sie ihn so oft wie möglich wiedersehen kann.
Der männliche Seelenpartner spürt zu Beginn ebenso die starke Liebe und Vertrautheit zu seiner Seelenpartnerin. Weitgehend ist diese Erfahrung für ihn jedoch ganz neu und somit zieht er es oft vor, mit ihr lieber erst einmal befreundet zu sein, als sich in eine feste Partnerschaft mit ihr zu hasten. Sein Wunsch ist es, sie erst einmal besser kennenzulernen. Andere männliche Seelenpartner hetzen sich vielleicht »Hals über Kopf« in eine Affäre mit ihrer Seelenpartnerin, versuchen aber das Ganze, dennoch irgendwie als eine »Freundschaft mit vorhandenen Intimitäten« anzusehen, um einen gewissen Überblick und die Kontrolle zu behalten.
Spätestens ab Phase vier (Verrücktheits-Phase bei der weiblichen Seelenpartnerin sowie der Rückzugs-Phase des männlichen Seelenpartners), wird der männliche Seelenpartner meist damit beginnen, seine Gefühle immer stärker zu verbergen, sich von ihr zurückzuziehen oder sich widersprüchlich zu seinen Aussagen zu verhalten. Es klingt zwar sehr paradox, dass er starke Gefühle für sie empfindet, sich aber im selben Atemzug zurückzieht. Allerdings lässt er sich bei diesem - grotesken zu seinen Gefühlen widersprüchlichen - Verhalten, nur allzu oft von seinen Ängsten unterbewusst leiten. Diese entstehen durch die Resonanz auf die alten, hinderlichen Muster der weiblichen Seelenpartnerin. Werden die Gefühle zu ihr nun immer stärker, könnte er befürchten, dass sein Leben - durch diese Situation und die immer stärker aufkommenden Emotionen, komplett durcheinandergewirbelt und »auf den Kopf gestellt« wird. Deshalb versucht er seine Gefühle immer mehr vor ihr zu verbergen, damit er sie unterbewusst auf gesundem Abstand halten kann. Dies hilft ihm oft dabei, seine eigene Orientierung wiederzuerlangen.
Spätestens ab Phase vier (alle einzelnen Phasen sind bereits in »WAHRHEIT SEELENPARTNER TEIL 1 – Die Phasen« erläutert) werden die einzelnen, speziellen Lernaufgaben beider Seelenpartner aktiviert. Sobald die verschiedenen Lernaufgaben der Seelenpartner wirken, entwickeln sich bei beiden Partnern unterschiedliche Bedürfnisse. Somit möchte die weibliche Seelenpartnerin sehr oft noch mehr, als nur »Freunde« miteinander sein, und der männliche Seelenpartner hat den Wunsch, erst einmal eine Kameradin zu haben, mit der er »Pferde stehlen kann« - oder er möchte erst einmal etwas Lockeres wie zum Beispiel eine Affäre mit ihr führen.
In dieser Situation kann es nun vier unterschiedliche Varianten des männlichen Seelenpartners geben. Der eine Seelenpartner möchte tatsächlich nur eine Freundschaft mit der weiblichen Seelenpartnerin. Der zweite möchte nur eine Affäre mit ihr. Der dritte Seelenpartner zieht sich komplett von ihr zurück, und der vierte möchte anscheinend alle drei genannten Varianten auf einmal erleben.
Wie sich nun das Verhalten des männlichen Seelenpartners in Bezug auf seine weibliche Seelenpartnerin äußert, hängt davon ab, welche Erfahrungen und Erlebensweisen beide Seelenpartner in ihrem Seelenplan miteinander vereinbart haben, und welche hinderlichen Muster es noch von beiden Partnern zu heilen gibt.
Lernen sich beide Seelenpartner kennen, und die weibliche Seelenpartnerin befindet sich noch in einer Liebesbedürftigkeit, reagiert der männliche Seelenpartner sehr häufig mit der Version des Rückzugs, damit sie ihre hochkommenden Muster und Ängste erkennen und somit heilen kann.
Wie bereits schon erwähnt, darf sich die weibliche Seelenpartnerin zuerst entwickeln und einige ihrer Lernaufgaben meistern, bevor ihr Seelenpartner in die Gänge kommen und seine Muster, Verhaltensweisen und Lernaufgaben erkennen kann. Aus diesen Gründen ist jede weibliche Seelenpartnerin auf eine andere Variante des männlichen Seelenpartners angewiesen. Die eine Seelenpartnerin darf durch eine beginnende Affäre mit dem Seelenpartner, ihren eigenen Selbstwert erkennen und entwickeln lernen, währenddessen eine andere Seelenpartnerin ihre Lernaufgaben leichter versteht, sobald sich der männliche Seelenpartner komplett von ihr zurückzieht.
Um das gewünschte Ziel erreichen zu können, hat jede Seele vor dem eigenen Leben,
einen Seelenplan und Lebensweg mit ihren persönlichen Geistführern vereinbart. Wie
nun dies Seelenziele im Seelenplan erreicht werden, hängt von der Entwicklungsgeschwindigkeit
des jeweiligen Menschen ab. Manchmal kann der Weg zu einem Ziel
länger sein, es kann aber genauso gut Umwege geben, sofern die Seele bestimmte
Lernaufgaben verdrängt oder wegschiebt. Der freie Wille steht dabei immer im Vorderg
rund, da jeder Mensch selbst wählen kann, wie lange er sich in seinem Leid aufhalten
möchte. Unterstützung können wir dabei von der höheren Macht des Universums
bekommen, je nachdem an was wir selbst glauben oder welche göttlichen Energien
für unsere bestimmten Lernprozesse zuständig sind.
Verdrängen wir jedoch unsere Lernaufgaben, kann uns das Universum immer wieder
an unsere Seelenziele erinnern. In dem Moment, in dem wir unsere Lernaufgaben
wegschieben, begeben wir uns auf Umwege, die sich als Hindernisse und Schwierigkeiten
in unserem Leben zeigen können. Diese Barrieren dienen dazu, dass jede Seele
wieder auf ihren stimmigen Seelenplan findet, die Lernaufgaben erkennt und umsetzt.
Durch den freien Willen auf der Erde bekommen wir die Möglichkeit selbst zu wählen,
von welcher Sichtweise wir die Umstände betrachten möchten. So können wir uns dazu
entschließen etwas als schwierig zu empfinden oder uns dafür öffnen, die Umstände
aus einer höheren Perspektive zu sehen und so zu verstehen, dass alles was geschieht
einen höheren Sinn innehat. Stufen wir jedoch andere Dinge in unserem Leben als
»wichtiger« ein und verdrängen somit unsere Lernaufgaben, könnten sich schwierige
Umstände wiederholen oder verschärfen bis wir den »Wink« vom Universum verstanden
haben und unsere Lernaufgaben endlich angehen.
BESTE FREUNDE, DIE SICH LIEBEN
Die wenigsten weiblichen Seelenpartnerinnen schaffen es zu Beginn, nur eine reine Freundschaft mit ihrem Seelenpartner zu führen. Sie möchte ihm nahe sein, ihn küssen, ihn umarmen, mit ihm Zusammensein und möglichst nur die Einzige für ihn sein und insofern er aus Schokolade wäre, - ihn mit Haut und Haaren zu vernaschen. :-)
Der Wunsch der weiblichen Seelenpartnerin, schnell in eine feste Partnerschaft mit dem Seelenpartner zu gelangen, erschwert ihr somit die Erkenntnis, dass sich durch eine Freudschaft zu ihm ganz automatisch eine feste und stabile Partnerschaft entwickeln würde, sofern es das Seelenziel beider ist. Durch die immer größer werdenden Erwartungen, eine intensive Liebesbedürftigkeit und eventuell einer entstandene Verlustangst, begibt sie sich auf ihren persönlichen Leidensweg. Diese hochkommenden Muster können auch als etwas Gutes gesehen werden, da diese nur geheilt werden können, sobald sie aktiviert werden und an die Oberfläche gelangen.
Dieser »persönliche Weg des Leidens« wird so lange aufrechterhalten, bis die weibliche Seelenpartnerin erkennt, dass es wichtig ist , ihre Denk- und Sichtweise und ihr Verhalten zu ändern, um die weitere Strecke leichter gehen zu können. Ihr Wunsch, die Partnerschaft mit dem Seelenpartner schnellstmöglich zu erreichen, verschleiert ihr oft die Sicht, um sich zuerst einmal ihren wichtigen Lernaufgaben wie beispielsweise Geduld und Zurückhaltung zu widmen, die sie schneller ihr Ziel erreichen lassen würden. So wie die weibliche Seelenpartnerin, darf ebenso der männliche Seelenpartner seine unterschiedlichen Lernaufgaben lösen, was eine bestimmte Zeit beanspruchen kann, - je nachdem wie lange er seine Gefühle zu ihr verdrängt.
»Fließen wir mit der Strömung, kommen wir schneller voran«
Aus diesen Gründen wählt er oft erst einmal die Freundschaft zu ihr, was die weibliche Seelenpartnerin sogar in ihren Lernaufgaben unterstützen kann, insofern sie es zulässt und erkennt. Doch ist es oft so, dass sich beide Seelenpartner intim sehr schnell näher kommen, und der männliche Seelenpartner dieses Geschehen, gerne einmal mit einer Freundschaft verwechseln kann. Durch diese Situation, können beide schnell in eine Affäre rutschen, was die Erwartungen und Wünsche der Seelenpartnerin schnell in große und chaotische Dimensionen wachsen lassen könnte. Der männliche Seelenpartner beschließt womöglich, dass beide nur eine lockere Freundschaft miteinander führen, währenddessen die weibliche Seelenpartnerin der Überzeugung sein kann, dass sie eine Partnerschaft miteinander haben. In dieser Situation täuschen sich beide Seelenpartner, denn eine Partnerschaft bedarf der Zustimmung von Beiden und bedeutet, den anderen tatsächlich als »Freund« zu behandeln, und auf jegliche Art der Intimität zu verzichten!
Eine reine Freundschaft mit dem männlichen Seelenpartner zu führen, würde für sie in diesem Stadium einen sehr großen Kraftaufwand bedeuten. Ihr Wunsch ist es, in die Partnerschaft zu gelangen, - also warum dann eine Freundschaft aufbauen? Aus diesen Gründen lässt sich die weibliche Seelenpartnerin meist schnell und gerne auf eine Affäre oder Intimitäten mit ihm ein, um überhaupt irgendetwas von ihm zu bekommen. Ist der männliche Seelenpartner zugleich noch sehr sparsam mit seinen Gefühlen, kann sich erst Recht in ihr das Bedürfnis entwickeln, innige Intimitäten mit ihm auszutauschen, um sich auf diese Art, die Bestätigung, Aufmerksamkeit und Nähe zu holen. Verständlicherweise ist diese Nähe für den männlichen Seelenpartner ebenso angenehm und erfreulich, jedoch wird er sich durch diese Vorgehensweise früher oder später von ihr zurückziehen - und zwar dann, wenn es ihm zu eng oder zu intensiv wird, beziehungsweise ihre Erwartungen immer größer werden. Er könnte dann befürchten, dass ihre Hoffnungen zu hoch sind, um diese erfüllen zu können und seine Emotionen somit immer stärker wachsen, sodass er sich womöglich noch von seinem Alltag und seinem Privat- oder Berufsleben zu sehr ablenken lässt. Dies könnte in die Richtung gehen, dass er vielleicht selbst irgendwann den Wunsch entwickelt, seine langjährige Partnerin oder Familie zu verlassen, was er natürlich tunlichst vermeiden möchte, wenn er dort ein Versprechen abgegeben hat oder er sein gewohntes Leben erst einmal weiterführen möchte.
FREUNDSCHAFT ODER KONTAKTABBRUCH?
Gerade zu Beginn der schwierigen Phasen, bis zum Ende der »Rückfall-Phase«, findet sich die weibliche Seelenpartnerin immer mal wieder in komplizierten Situationen wieder, die sie dazu verleiten könnten am liebsten alles hinzuschmeißen, wegzulaufen oder sich aus lauter Verzweiflung an den letzen Strohhalm zu hängen, in der Hoffnung, dass mit ihrem Seelenpartner etwas vorangeht. Es kann ihr als Ausweg erscheinen, ihn vor die Wahl zwischen einer Affäre, einer Partnerschaft oder einem völligen Kontaktabbruch zu stellen. Diesen »letzten« Ausweg wählt sie entweder bewusst oder unterbewusst aus Verzweiflung aufgrund ihres tiefen Seelenschmerzes. Je verzweifelter sie diese Vorgehensweise ausübt, desto tiefer ist ihr vorhandener Seelenschmerz.
Stellte sie ihren männlichen Seelenpartner wirklich durch diese Vorgehensweise vor die Wahl, könnte sie ihn damit massiv unter Druck setzen und zugleich ihre weiteren Lernaufgaben verlängern und intensivieren. Es kann sogar geschehen, dass sie ihren Seelenpartner damit noch mehr verjagt. Dieses Verhalten würde dem männlichen Seelenpartner zeigen, wie sehr verzweifelt und liebesabhängig sie von ihm ist, - was Männer selten mögen - und in dem Seelenpartner noch mehr Angst sich ihr zu nähern, hervorrufen könnte. Seine Befürchtung könnte dann größer werden, dass ihre Abhängigkeit einen gefährlichen Ausgang für seine vorhandene Lebenssituation haben könnte – besonders dann, solange er selbst noch gebunden ist. Solch ein Verhalten der Seelenpartnerin, könnte in ihm ein noch intensiveres Gefühl der Einengung und Erpressung hervorrufen. Und wer lässt sich denn schon gerne vor die Wahl stellen oder gar erp...