Helenos und Helena
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Helenos und Helena

Fabel in Versen aus einem trojanischen Krieg

  1. 684 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Helenos und Helena

Fabel in Versen aus einem trojanischen Krieg

Über dieses Buch

In rund 25.000 gereimten Versen erzählt dieses Buch eine unbekannte Episode des Trojanischen Krieges, versetzt in eine mittelalterlich angehauchte Welt von Burgen, Hofintrigen und Rittern in strahlender Rüstung. An der Oberfläche finden sich die Abenteuer des jungen Helenos und seines Blutsbruders Petros im Kampf zwischen ihrem Traum, die Welt zu verändern, und der herben Realität von Krieg, Verrat und dunkler Vergangenheit. Unter der Oberfläche aber durchzieht eine Fabel über die ewig gültigen Bedingungen des menschlichen Daseins dieses Buch, die alles zusammenhält und alles miteinander verbindet. Es handelt sich um das dritte Werk von Hansjoachim Andres.

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Information

Jahr
2017
ISBN drucken
9783744814966
eBook-ISBN:
9783744877145
Auflage
1
Thema
Poesia

Siebentes Buch

______________

SCHLACHT

Es heißt, es zieht ein Berg am Himmel weiter,
darunter aber, da liegt eine Stadt,
die sich wie keine andre Stätte breitet
und viel Geschichten zu erzählen hat.
Nach außen hin ein Dorf, im Wald gelegen,
vom Walde überwuchert wie ein Stein,
worauf sich Echsen, Käfer fortbewegen
und anders soll die Stätte gar nicht sein.
Ein Bett aus Moos, seit über tausend Jahren,
da röhrt der Hirsch durch Dickicht und Geäst,
das Jäger nicht und Förster nie durchfahren
und meidet – fürchtet schier – der ganze Rest.
Die Bäume werden hoch wie Kathedralen
wie Türme dick, ihr Umfang wie ein Haus,
worauf sich licht die Sonnenstrahlen malen
und leuchten aus dem Blätterdach heraus.
Im Walde liegen glitzernd blaue Teiche,
unendlich rein wie nur ein See im Tal,
wo Frösche nicht und keine Fische laichen
und ihre Spiegel scheinen ohne Zahl.
Hier rufen Vögel aus den hohen Zweigen,
ihr Lied klingt erst nach langer Zeit ans Ziel,
als ob es durch das meilenweite Schweigen
erst lange, lange, lang zu Boden fiel.
Die Mauern jenes Dorfes sind zerfallen,
zyklopisch aber ist ihr Außenring,
da Schwerter nie und selten Rufe schallen,
und der seit Jahren keinen Gast empfing.
Darinnen sind die Häuser, karge Bauten,
der Bauern und der Köhler hier vor Ort,
die einen Fluss für ihre Felder stauten,
doch nimmt der Wald die Felder schließlich fort.
Im ersten Blick sind alles fahle Bauten,
etagenweise an den Riesenbaum,
dem diese als dem Mittelbau vertrauten
herangebaut und also jeder Raum.
Doch blickt man weiter hoch und immer höher,
so zeigt sich in den Riesenbäumen auch,
zumindest einem aufgeklärten Späher,
ein ungewohnter und versteckter Brauch:
Die Bäume sind, fast fünfzig Meter oben,
vielleicht noch mehr, mit Brücken überbrückt,
in eine schiere Höhe angehoben,
dass sie zum Schwindeln sind – und gut versteckt.
Und nicht nur Häuser finden sich zuweilen
an diese Bäume künstlich angebracht,
wo sie sich schwalbennestergleich verteilen,
und weitaus fester stehen als gedacht,
nein, manchmal gehen Stufen in die Bäume,
es scheint, die Stämme sind dort ausgehöhlt
in Größe ganzer, lebensgroßer Räume,
vor Regen sicher und vom Sturm umspült.
Ein Anblick derart selten, kaum zu glauben!
Doch tiefer, unterm Boden liegt der Stein,
den schwachen Geistern den Verstand zu rauben,
denn nicht natürlich wuchs er dort hinein.
Er ist von Menschenhand, der Stein der Alten,
komplett gemeißelt unter diesem Wald,
im Moos erkennt man mächtige Gestalten,
unglaublich groß und schier unendlich alt.
Dort steht ein Tempel, Bäume auf den Seiten,
halb eingesunken, doch es kann der Raum
sich immer noch nach beiden Enden weiten
mit Bildern und Skulpturen wie im Traum,
von Fürsten und Propheten, lang gestorben –
gigantisch ist das unbekannte Maß! –
das hälftig ist im weichen Moos verborgen
und weiter noch im tiefen Boden saß.
Zuweilen sind die Hallen zu betreten,
allein die Pflanzen sperren ihr Portal,
Lianen schlingen von den windumwehten
Ruinen in den Wald, so feucht und fahl.
Die Stadt ist still, sie scheut die vielen Gäste,
allein der Wind ist allezeit ihr Gast,
zuweilen lagern Ritter an der Feste,
zuweilen machen Mönche ihre Rast.
Doch plötzlich wird es lauter an den Mauern,
man hört die Hörner und Fanfarenklang,
die Reaktion kann ziemlich lange dauern
und auch das Tor zu öffnen dauert lang.
Dann drängen jäh Soldaten in das Innre
und bleiben stehen vor dem großen Bild.
Es kann sie diese Stadt an nichts erinnern,
so groß und traurig, und so still und mild.
Hier tritt der Bürgermeister zu den Fremden,
gekleidet, wie man hundert Jahre nicht
in Troja aussah, lange Mäntel, Hemden
weit ausgeschnitten, alle Kleider schlicht.
Es werden manche Schreiben übergeben,
besiegelt, doch besprochen wird nicht viel,
weil diese Stadt zum Ersten zu erleben
bewirkte, dass kein Wort dem Mund entfiel.
Und da zieht nun durch die Gigantenmauern
das Heer des Helenos in diese Stadt,
allein der Einmarsch muss so lange dauern,
dass jeder Zeit, die Stadt zu sehen, hat.
Der Eindruck ist gewaltig, viele schweigen
und sehen sich zu Häupten und zum Fuß
das Zeugnis alter Zeiten und es zeigen
die Geister dieser Zeiten einen Gruß.
Ein Raunen geht im Heer und in der Menge,
wer hatte diese Stadt schon mal gesehn?
Am Tor verstärkt si...

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Motto
  3. Hinweise
  4. Inhaltsverzeichnis
  5. Erstes Buch: Träume
  6. Zweites Buch: Freundschaft
  7. Drittes Buch: Hinterhalt
  8. Viertes Buch: Entscheidung
  9. Fünftes Buch: Turnier
  10. Sechstes Buch: Verschwörung
  11. Siebentes Buch: Schlacht
  12. Achtes Buch: Konfrontation
  13. Neuntes Buch: Verrat
  14. Letztes Buch: Schicksal
  15. Zum Autor
  16. Impressum