Dieser Band schildert die spannenden Ereignisse eines über zehnjährigen Anerkennungskampfes des seit über 350 Jahren als verschollen geltenden Rembrandt-Frühwerks - Lobpreisung Simeons im Tempel - aus der ehemaligen Sammlung des Prinzen von Oranien und Statthalter der Niederlande, Prinz Frederik Hendrik, bei dem sich das Bild seit 1632 befand.Die vorliegende wissenschaftlich dokumentierte Niederschrift entlarvt nun unter Einbeziehung der veröffentlichten Dokumente der Rembrandt Database, des Schriftverkehrs einer elitären Rembrandt-Allianz sowie beweisfester Fotoanlagen des Bildes, erstmals mit welchen Methoden ein weltweit agierendes Kunsthistoriker-Netzwerk unter Regie der Amsterdamer RRP-Zentrale die Anerkennung dieses wiedergefundenen Rembrandt-Hauptwerks blockiert.Der Buchinhalt macht den Kunstfreund zum Zeugen einer sensationellen kunsthistorischen Entdeckung und Begleiter eines spannend geschilderten Gemäldeabenteuers.

- 144 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub
Frühwerk Rembrandt - verschollen gefunden geächtet
Über dieses Buch
375,005 Studierende vertrauen auf uns
Zugang zu über 1 Million Titeln zu einem fairen monatlichen Preis.
Mit unseren Lerntools kannst du noch effizienter lernen.
Information
Historischer Hintergrund / Gemäldeinformationen
Es ist der 16. August 1632 an dem erstmals der Besitz des Niederländischen Statthalters Frederik Hendrik, dem Prinzen von Oranien und dessen Ehefrau Prinzessin Amalia von Solms in der Residenz, dem Stadhouderlijk Kwartier in Den Haag inventarisiert wird. „Dabei wurden – (wie wir von Kunsthistoriker Dr. Thomas Ketelsen aus „Rembrandt, oder nicht “ 2 wissen) alle Gegenstände Raum für Raum an ihrem angestammten Platz aufgesucht und verzeichnet. In dem mit goldener und silberner Ledertapete ausgeschlagenen Cabinet van Zijn Excellentie, wurden neben Möbeln auch deren Gemälde (Schilderie) inventarisiert: u.a. „En Simeon im Tempel, Christus in den Händen haltend, von Rembrandt oder Lievens gedaen“

Abb.1
Die Gemälde wurden Stück für Stück mit Angabe eines Namens oder anonym aufgeführt….
Das Inventar lässt somit in der Abfolge der Einträge die damalige Anordnung der Gegenstände genau erkennen.
Die Inventur war zumeist ein Rechtsakt; die wahrheitsgetreue Festlegung eines Besitzstandes durch ausgewiesene Personen, oberstes Gebot. Deshalb mussten die Einträge abschließend kontrolliert und durch weitere Zeugen beglaubigt werden.
Neben dem Verzeichnen des Besitzes bestand der Zweck des Inventars darin, jeden Gegenstand wieder auffindbar zu machen; so ließ sich anhand der knappen Beschreibungen etwa der „SIMEON IM TEMPEL“ problemlos an seinem Platz im Kabinett identifizieren!“ -
Fest steht, das dieses Rembrandt-Bild mit der Inv.-Nr. 64 3 in späteren Inventaren der Statthaltersammlung nie mehr erwähnt wird und es keine Informationen darüber gibt, wann, wohin, durch wen das Bild verschwand.
Eines steht jedoch unumstößlich fest, wie uns der Berliner Rembrandt-Experte Prof. Horst Gerson, Direktor des Niederländischen Instituts für Kunstgeschichte Den Haag und Professor für Kunstgeschichte an der Universität Groningen wissen lässt:
„Jenes Simeon-Gemälde mit der Inv.-Nr. 64 ist definitiv verschollen oder unerkannt! 4
Die Herangehensweise an das wiedergefundene Kunstwerk, von dem einige der autorisierten Kunsthistoriker glauben, dass es das verschollene Meisterwerk Rembrandts sein könnte, ist an wichtige Nachweise gebunden. Deren Nachforschung ist langwierig und mit sehr hohen Kosten verbunden, die ein Normalbürger kaum aufbringen kann.
Folgende grundsätzliche Fragen stellten sich nun dem Neubesitzer:
An welcher Forschungseinrichtung könnte als erster Schritt eine wissenschaftlich-methodische Untersuchung des Bildes durchgeführt werden, die auch bezahlbar ist?
Wird es möglich sein mittels Pigmentanalyse, Bindemittel-Nachweis, Röntgenbildaufnahmen und UV-Fotos sowie Infrarotreflektografie die Nähe zu Rembrandt – ohne zweifelhafte subjektive Stilkritik - nachzuweisen?
- Ist sodann auch hoffentlich feststellbar, dass das Gemälde einen eigenständigen Arbeitsprozess hat und es nicht die Fassung des Haager Bildes kopiert, wie es das RRP -Komitee in Amsterdam faktenlos nach einer Fotografie behauptet?
- Lassen sich vor allem durch Röntgenaufnahmen echtheitsrelevante Pentimenti feststellen, die die Authentizität des Kunstwerks zweifelsfrei belegen?
- Ist das Gemälde des Besitzers noch mit anderen Besitzeinträgen auf Tafelbild und Ramen ausgestattet?
- Lässt sich das Bild mit einer gültigen Provenienz des Hofes oder prominenten Besitzern nachweislich durch Namen oder Kennzeichnungen verbinden, die sich auf der Tafelbild-Rückseite und vielleicht auch auf dem Rahmen befinden?
- Hat das Gemälde eine originale zeitgenössische Signatur des Meisters um 1629/31, die frisch in die Malerei eingetragen wurde und so die Authentizität Rembrandts beweist?
Diese grundsätzlichen Fragen waren also möglichst als erstes zu beantworten um in einem objektiven Beurteilungskomplex – das Problem einseitiger subjektiver Kennerschaft auszuschalten.
Nichts ist nämlich schlimmer als in den Strudel einer individuellen Stilkritik zu geraten, dem jegliche Objektivität verloren gegangen ist.
Leider kann Interessenlosigkeit nicht immer erwartet werden, sie ist aber Voraussetzung für ein kennerschaftlich neutrales Urteil.
Die hohen Gewinne, die Rembrandt-Gemälde bei Versteigerungen auf dem internationalen Kunstmärkten Londons und New York erzielen sind nicht selten zweifelhafter Zuschreibungen geschuldet.
Für hochpreisige Gemälde berühmter Meister ist das leider nicht auszuschließen, denn je höher der Preis, desto niedriger ist die Moral!
Ein Beispiel dafür ist folgender Fall:
Auf Grund der Anerkenntnis eines guten Gemäldeurteils bei Rembrandt-Gemälden, schickte ein bekannter amerikanischer Sammler und Multimillionär dem Verfasser dieser Niederschrift ein gestochen scharfes Foto eines vermeintlichen Rembrandt-Gemäldes das dieser in München 2005 für einen 2-stelligen-Millionenbetrag erworben hatte und sich wegen der angeblichen Echtheit nicht ganz sicher war.
Das biblische Bildchen war wirklich exzellent gemalt, ganz im Stil Rembrandts. Der Autor entdeckt schließlich überraschend eine winzig kleine Signatur an kaum einsehbarem Bildausschnitt. Mit 6-facher Mikroskop-Vergrößerung ist der Eintrag „JANUS“ auszumachen. Entlarvend!
Vor mir lag das Foto eines Bildes einer perfekten Fälschung des deutschen Barockmalers Januaris Zick aus München (1730-1797), der oft Rembrandt-Bilder mit einer verblüffenden Qualität kopiert hat.
Sein Pseudonym hat er offensichtlich aus dem Vornamen Januaris entlehnt und mit der Bezeichnung „JANUS“ auf das Symbol der Zwiespältigkeit des Januskopfes hingewiesen!
Der Wissenschaft ist bekannt, dass dieser geschickte Kopist perfekt Rembrandts einheitliche Lichtführung mit Hell-Dunkel – Kontrasten, Silhouetten-Figuren und eine gesteigerte Raumtiefe ab 1751 übernommen hatte und manchen Kunsthistoriker der Neuzeit bis heute irritiert und verzweifeln lässt.
Ich hielt es für angebracht, meine Entdeckung dem amerikanischen Sammler nicht mitzuteilen!
Ein Großteil der Leserschaft wird den Verfasser dieser Niederschrift wohl auf Grund seines eigenen spektakulären Gemäldefundes für einen Glückspilz halten.
Ein Glückspilz? Weit gefehlt!
Die enormen Anstrengungen die auf uns, meine Gattin und mich warteten, sprengen alle Vorstellungen- aber ahnen konnte ich schon, dass der Weg der Gemäldeanerkennung kein Leichter werden würde…
Zunächst brachten wir das ausgerahmte und stark verschmutzte Tafelbild zur Reinigung zu einer bekannten Spezialistin für die Restauration von Skulpturen und Kirchengemälden des 16. und 17. Jahrhunderts.
Die kurzfristige Abwesenheit des Kunstwerkes konnten wir so gleichzeitig ohne Verlustängste zu einem kurzzeitigen Urlaub mit der Familie nutzen. Der Restauratorin schenkten wir auf Grund Ihres guten Rufes unser vollstes Vertrauen. Es war die über Ländergrenzen bekannte Maria M.
Diese wurde auf Grund Ihrer Verdienste 1993 mit dem Verdienstkreuz am Bande der BRD vom Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker ausgezeichnet und erhielt 2012 das Verdienstkreuz 1.Klasse durch die Ehrung des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Zweifel Ihrer Kennerschaft sind nahezu ausgeschlossen.
Diese Fachfrau stellte überraschend bei der Reinigung und optisch-mikroskopischen Untersuchung unseres Bildes fest, dass sich die Originalsignatur Rembrandts von ca. 1630/31 im unteren rechten Gemäldebereich der Schriftgelehrten-Bank befand: „RL“; die Datierung nicht mehr lesbar.
Unser Telefonat nach Rückkehr zwecks Gemäldeabholung war dramatisch und ich gebe den Wortlaut der Restauratorin meiner Erinnerung folgend wieder: „ Gott sei Dank, Herr Lahne, dass Sie anrufen, holen Sie bloß so schnell wie möglich Ihr Rembrandt-Bild ab, ich habe beim Reinigen und anschließender Untersuchung Ihres Gemäldes Rembrandts authentische Signatur gefundenunter dem glasharten alten 2-lagigem Firnis.
Wir haben zwar im ganzen Hause einschließlich der Werkstatt unsere Fenster gegen Einbruch mit Panzerglas ausgerüstet, aber ich war so ängstlich wegen Ihres Gemäldes, dass ich es abends mit ins Schlafzimmer genommen habe.
Also kommen Sie schnellstens.“
Noch am gleichen Tage nahmen wir hocherfreut unser frisch gereinigtes Kunstwerk wieder in Empfang. Die Rechnung der Restauratorin war erst am nächsten Tag aufgesetzt- die Dame hatte tatsächlich echte Panik ausgestanden!

Abb.2
Kurze Zeit später folgten wir dem Hinweis der Restauratorin, die uns riet mit der Staatlichen Gemäldegalerie in Dresden in Kontakt zu treten, um das Gemälde wissenschaftlich-methodisch näher untersuchen zu lassen.
Nach mehreren unbefriedigenden Kontaktversuchen fanden wir einen Weg zu einem leitenden Mitarbeiter der Galerie Dieser war erfreulich aufgeschlossen und so sandten wir ihm nach telefonischer Absprache per Post das private vorhandene Forschungsmaterial in die Galerie und hofften auf eine Zusage zur wissenschaftlichen Untersuchung unseres vermeintlichen Kunstschatzes.
Doch die Reaktion des Experten gab uns Rätsel auf und entbehrte einer logischen Schlüssigkeit. Trotzdem dieser das überreichte Forschungsmaterial „äußerst interessant“ fand, lehnte er, „aus wichtigen kunsthistorischen Gründen, die mit der Mauritshuis-Gemälde- Version in Verbindung ständen“ eine wissenschaftlich...
Inhaltsverzeichnis
- Widmung
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Historischer Hintergrund / Gemäldeinformationen
- Unseriöse Kontakte / Rembrandt-Original im Visier der Gier
- Mauritshuis -Gemäldekopie-Kunstwissenschaftliche Beweise
- Deutscher Privatbesitz Gemälde- Original/ Inv.- Nr. 64 Kunstwissenschaftliche Beweise
- Provenienz / Herkunft
- Schluss Betrachtung / Kunsthistorische Konsequenzen
- Abbildungsverzeichnis
- Literaturverzeichnis
- Autorenhinweis
- Impressum
Häufig gestellte Fragen
Ja, du kannst dein Abo jederzeit über den Tab Abo in deinen Kontoeinstellungen auf der Perlego-Website kündigen. Dein Abo bleibt bis zum Ende deines aktuellen Abrechnungszeitraums aktiv. Erfahre, wie du dein Abo kündigen kannst
Nein, Bücher können nicht als externe Dateien, z. B. PDFs, zur Verwendung außerhalb von Perlego heruntergeladen werden. Du kannst jedoch Bücher in der Perlego-App herunterladen, um sie offline auf deinem Smartphone oder Tablet zu lesen. Erfahre, wie du Bücher herunterladen kannst, um sie offline zu lesen
Perlego bietet zwei Abopläne an: Elementar und Erweitert
- Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
- Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Wir sind ein Online-Lehrbuch-Abo, bei dem du für weniger als den Preis eines einzelnen Buches pro Monat Zugang zu einer ganzen Online-Bibliothek erhältst. Mit über 1 Million Büchern zu über 990 verschiedenen Themen haben wir bestimmt alles, was du brauchst! Erfahre mehr über unsere Mission
Achte auf das Symbol zum Vorlesen bei deinem nächsten Buch, um zu sehen, ob du es dir auch anhören kannst. Bei diesem Tool wird dir Text laut vorgelesen, wobei der Text beim Vorlesen auch grafisch hervorgehoben wird. Du kannst das Vorlesen jederzeit anhalten, beschleunigen und verlangsamen. Erfahre mehr über die Funktion „Vorlesen“
Ja! Du kannst die Perlego-App sowohl auf iOS- als auch auf Android-Geräten nutzen, damit du jederzeit und überall lesen kannst – sogar offline. Perfekt für den Weg zur Arbeit oder wenn du unterwegs bist.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren
Ja, du hast Zugang zu Frühwerk Rembrandt - verschollen gefunden geächtet von Peter Georg Lahne im PDF- und/oder ePub-Format sowie zu anderen beliebten Büchern aus Kunst & Kunst Allgemein. Aus unserem Katalog stehen dir über 1 Million Bücher zur Verfügung.