Beziehung braucht Stimmung! 8 Experten liefern dir wertvolle Impulse und berichten von Ihren Erfahrungen. Sie erzählen dir berührende Geschichten, die das Leben schrieb und vermitteln gleichzeitig ihr Expertenwissen. Es erwarten dich viele Lösungsansätze für deine Herausforderungen im Beziehungsalltag.Dieser Ratgeber ins Beziehungsglück ist mit einem Online-Training verbunden. Im Buch findest du den kostenfreien Zugang.

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Beziehung braucht Stimmung
Ein Wegweiser ins Beziehungsglück
- 132 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
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Beziehung braucht Stimmung
Ein Wegweiser ins Beziehungsglück
Über dieses Buch
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Information
1. Beziehung – Vom Leben gelehrt!
2007, schon drei Jahre ohne Partner, ohne Beziehung, ohne Anlehnen, Vertrauen, Händchen halten, ... Ich wollte nicht mehr alleine sein, alleine als Frau.
„So einen bekommst du nie wieder!“
Ich kann mich an diese Worte erinnern, als wäre es gestern gewesen. Die Mutter einer langjährigen Freundin sagte dies zu mir, als ich gestand, dass ich 18 Monate nach dem Tod meines Mannes nicht mehr alleine sein möchte. Ich fand, es wäre an der Zeit, wieder aktiv am Leben teilzunehmen.
2004, mein Mann, der Vater meiner damals 12-jährigen Tochter ist auf dem Weg zur Arbeit ums Leben gekommen. Ein Kran fiel während der Fahrt von einem Lastwagen auf unser Auto und begrub ihn unter sich. Danach passierte eine Weile nichts. So kam es mir zumindest vor. Ich war überfordert mit den Angelegenheiten des Unfalls, den Therapien, dazu die Sorge um meine Tochter, die Neuorientierung und vieles Andere. Die Wohnung neu eingerichtet, ein neues Auto, Freunde, die immer da waren, und solche, die mit der Situation nicht umgehen konnten und sich unsichtbar machten. Urlaub mit meiner Tochter und Freunden, Weihnachten in New York, anstatt das erste Weihnachten ohne Papa. Flucht, Ablenkung?? Ja vermutlich! Ein großes Glück war mein damaliger Freundeskreis. Irgendwer war immer da, hat uns rausgeholt aus unserem Trauerkäfig. Es war ein Wechselspiel der Gefühle, immer rauf und runter, doch irgendwann musste es gut sein. Irgendwann konnte ich auf eine wunderbare Ehe zurückblicken.
„Du und dein Mann, ihr seid der Grund, weswegen ich geheiratet habe!“ sagte vor vielen Jahren eine damalige Arbeitskollegin zu mir. Sie kannte niemanden sonst, der in so einer glücklichen Beziehung lebte. Meine Ehe war der Beweis, ihr Anker, um diesen Schritt ebenfalls zu wagen.
Der Tod kam plötzlich, wir waren eine junge, glückliche Familie und der Schock saß tief. Ich kann mich nicht an alles erinnern, habe Lücken von dem Tag, an dem es passierte, und der Zeit danach. Auch meiner Tochter fehlen Puzzleteile aus dieser Zeit knapp nach dem Unfall. Es fehlen uns beiden Teile dieses Lebensabschnittes. Sie ist heute selbst schon Mutter und eine wunderbare Frau.
Mein Freundeskreis war fast rund um die Uhr da. Wir saßen zusammen im Schweigen oder lachten über Erlebnisse aus der Vergangenheit auch mal laut auf. Ich fühlte mich durch diese starken Verbindungen immer sehr beschützt und behütet und bin heute noch sehr dankbar für die Menschen, die mich und meine Tochter damals begleitet haben.
Meinen verstorbenen Mann kannte ich schon aus der Schulzeit. Er war mein erster echter Freund und Lebenspartner, den ich dann letztendlich auch geheiratet habe. Er war ein Familienmensch, durch und durch. Das Herz am richtigen Fleck, für Freunde, Arbeitskollegen und seine ganze Familie oft ein rettender Anker und Spaßmacher. Und – wir hatten wirklich eine Menge Spaß zusammen.
Eines Morgens fuhr er zur Arbeit und kam nie wieder nach Hause.
Zweieinhalb Jahre später entschied ich, mich für eine neue Beziehung zu öffnen.
„Es reicht! Ich mag nicht mehr alleine sein!“ Ein halbes Jahr später lernte ich, über eine einschlägige Online-Plattform, Wolfgang kennen. Ein lieber Kerl, zuvorkommend, freundlich, ein sanftes Wesen. Ein bisschen Etikette hatte er auch, das gefiel mir. Er konnte zuhören und erzählte auch vieles über sich. Schon bald kamen wir uns näher ... und sind heute, 12 Jahre später, noch immer ein glückliches Paar.
1.1 Erlebnisse prägen!
Nach so einem Erlebnis wird man ein anderer Mensch. Ich kann es nicht anders erklären. Nach und nach kamen Dinge auf mich zu, von denen ich mein Leben lang nichts gehört hatte. Energiearbeit, Spiritualität, Leben nach dem Tod, Klangschalen, Spiegelgesetz, Mentaltraining usw. Ich wurde hellhörig und habe natürlich dementsprechend neue Menschen kennengelernt. Manche davon haben mich fasziniert. Ich schlug einen anderen Weg als all meine Freunde ein und das war irgendwie der Anfang vom Ende dieser langjährigen Freundschaften.
In meiner ersten Ausbildung im Institut für Energiearbeit in Wien eröffnete sich mir eine neue Welt. Es zog mich richtig hinein in diese Welt. Ich bekam eine andere Sichtweise vom Leben und dem Tod. Mein verstorbener Mann spielte eine große Rolle, plötzlich hatte ich sehr lebhafte Träume von ihm, in denen wir uns ausgesprochen haben und letztendlich auch verabschieden konnten. Ich wusste, ich bin auf dem richtigen Weg. Das alles war so neu für mich, und auch sehr hilfreich. Mit meinem Freundeskreis konnte ich nur sehr eingeschränkt über diese Dinge sprechen. Ich selbst war so begeistert, dass ich mich in diesen Bereichen ausprobieren wollte. Ich begann, Menschen zu helfen mit ihrer Lebensenergie zu haushalten. Erzählte das Wissen, das mich so faszinierte, weiter und weiter. So manch einer belächelte mich, andere suchten das Weite. Ich ging unbeirrt meinen Weg. Heute weiß ich, dass das genau richtig war. Letztendlich habe ich dadurch meinen ganzen Freundeskreis Stück für Stück verloren.
Es gibt immer zwei Möglichkeiten. Man bleibt in der alten Energie oder man entwickelt sich weiter. Ich wollte nicht mehr die arme Witwe sein, ich wollte raus aus diesem Korsett. Mein Leben wieder in jeglicher Form genießen. Ich war 34, als das Unglück passierte. Mit 36 war ich wieder motiviert, mein Leben zu genießen. Anders als vor dem Unglück.
2007, Wolfgang, der neue Mann in meinem Leben, stand hinter mir. Der Einstieg in unsere Familie war für ihn etwas holprig. Meine Tochter war 15 Jahre alt, als sie ihn kennen lernte. Ein paar Probleme waren vorprogrammiert. Doch auch das haben wir geschafft. Wir haben durchgehalten, uns zusammengerauft, wie man so schön sagt. Auch beruflich gab es große Veränderungen. Ich habe mich selbstständig gemacht. Weitere Ausbildungen und viel Weiterentwicklung standen am Programm.
Während meiner Ausbildung zur Spiegelgesetz-Trainerin löste sich wieder vieles. Ich wurde darauf trainiert, jede Situation, jedes Ereignis und auch Menschen, die ein negatives Gefühl in mir aktivierten, auf mich zu beziehen. „Warum habe ich diese Situation, diese Beziehung oder diesen Schmerz in mein Leben gezogen?“ Das Spiegelgesetz ist mir heute noch ein guter Ratgeber und Aufdecker, besonders in Beziehungs-Themen.
Eine weitere Frage, die ich immer wieder gestellt bekam, durfte sich lösen: „Wie hast du das gemacht? Du hast mit deinem verstorbenen Mann das große Los gezogen, er war der erste Mann in deinem Leben, und jetzt hast du ohne Drama, Verletzungen, Trennungen, Streit, jahrelanges Hin und Her den nächsten tollen Mann aus dem Hut gezogen. Wie machst du das?“
Es geht immer um das „Mindset“, also der Programmierung der eigenen Ur-Gedanken: Was ich denke, das bekomme ich vom Leben geliefert. Denken ist eine Art Bestellvorgang an das Leben. Ich weiß, das klingt abgedroschen – aber ich kann es nicht ändern – so ist es halt!
Im Buch von Swami Muktananda las ich: „In deinem Herzen befindet sich dein Wunscherfüllungsbaum.“ Man sitzt praktisch sein Leben lang unter diesem Baum und alle Gedanken werden Realität.
Ich bin anscheinend der festen Überzeugung, dass das nun mal so geht. Eine neue harmonische Beziehung heranzuziehen, ohne Drama und schmerzliche Trennungen vom vermeintlich falschen Mann, bis dann endlich der vermeintlich Richtige vor der Türe steht. Meine Gedanken über Männer und Beziehungen wurden also erneut Realität.
Woher kommt diese Überzeugung?
Ich hatte Glück, es ist eine Prägung aus der Kindheit. Ich durfte erkennen, dass Männer Frauen wertschätzen und ihnen helfend zur Seite stehen, sie unaufhörlich lieben, sich aufopfern und einfach verlässlich da sind. Mein Vater allen voran, auch die Onkel und Opas, die Freunde der Familie. Ich habe immer eine große Wertschätzung den Frauen gegenüber wahrgenommen. Somit wurde ich damit programmiert. Die anderen, die ihre Frauen nicht schätzten, gab es natürlich auch in meinem Umfeld. Es war aber der viel geringere Anteil. Somit habe ich Männern und dem Thema Beziehung, gegenüber, eine unerschütterlich positive Einstellung. Deshalb ziehe ich einfach gleich den Richtigen heran! Man könnte auch sagen: „Mein Denken über Männer ist die Bestellung.“
Viele Frauen und auch Männer haben kein Urvertrauen in das andere Geschlecht. Oder besser gesagt kein Vertrauen in Beziehungen, weil sie einfach etwas Anderes erlebt haben. Es gibt aber auch Frauen in meiner Familie, die damals als Mädchen dieselben Erfahrungen gemacht haben, und trotzdem nicht diese Selbstverständlichkeit zu harmonischen Beziehungen und auch nicht dasselbe Vertrauen in die Männer haben wie ich. Also sehen wir hier, dass es keine Garantie gibt. Das wäre ja auch zu einfach ;-)
Sogar Geschwister haben eine komplett andere Wahrnehmung, eine andere Erinnerung und andere Gefühle in Bezug auf ihre gemeinsame Kindheit. Eine Studie zeigte, dass sich Menschen nur an 8% ihrer Vergangenheit erinnern können. Der Mensch neigt dazu, seine Erinnerung „passend“ zu machen.
Empfehlung:
Dazu empfehle ich den Vortrag von der Psychologin Elisabeth Loftus über falsche Erinnerungen, bei der TEDGlobal 2013, anzusehen. Der Vortrag ist im Internet zu finden.
1.2 Meine Tochter und der rote Faden vom „Beziehungsaus“!
Als der zweite Freund in Folge einfach aus ihrem Leben verschwand, wurde ich hellhörig bzw. hellfühlig. Bis zu diesem Zeitpunkt knapp vier Jahre nach dem Tod ihres Vaters hatte sie sich noch für keine Therapie oder Hilfestellung öffnen können. Ich wollte ihr den roten Faden, in ihrem Leben, sichtbar machen. Ich fragte Jessica ob sie erkennt, dass sich die zwei Burschen wie ihr Vater verhielten? Er ist ganz plötzlich gegangen. Ohne sich zu verabschieden, war er einfach weg. So wie es jetzt auch diese zwei jungen Männer gemacht haben. Kein „tschüss“ oder „ich mach Schluss“ kein Gespräch, keine sms, nicht mal ein „Post-it“. Einfach weg.
Erlebnisse und Erfahrungen prägen sich in uns ein, sie programmieren uns. Jessicas Energie, ihre Ausstrahlung, ihr unbewusster Glaube war: „Männer gehen einfach!“ Und genau solche Männer zog sie auch heran.
„Sie hat es verstanden.“ Jetzt öffnete sie sich auch für eine Therapie. Der Grund, einer Therapie zuzustimmen, lag im Außen. Der Gedanke: “Ich will auch einmal glücklich sein in einer Beziehung.“ Das Problem im Außen bewog sie dazu ihr Innen heilen zu wollen!
Du kannst dein Problem nicht auf der Ebene lösen, auf der es entstanden ist! Du musst größer werden als das Problem. In der schlimmsten Stunde, dein Innen aufrichten und nähren.
Es war kein Zufall, es war Führung! Zu der Zeit des Erkennens traf ich mich mit einer alten Schulfreundin. Sie erzählte mir von ihrem Erfolg mit einer Therapeutin ... Ich rief dort sofort an. Sie hatte sich bei einem Unfall die Schulter gebrochen und verwies uns zu einer Kollegin. Enttäuscht aber hilfesuchend fuhr ich mit Jessica zu dieser anderen Therapeutin. Es stellte sich heraus, sie war genau die Richtige. Sie begleitete Jessica zwei Jahre lang.
Nach und nach löste sich der rote Faden. Es blieb natürlich nicht aus, immer an sich weiterzuarbeiten. Das Innen immer mehr und mehr zu stärken. Gemeinsam besuchten wir Urlaubsseminare und Workshops. Es war herrlich mit ihr gemeinsam zu wachsen.
Letztendlich zog es Jessica nach Indien. Ein Monat lang, ohne Freunde und dem gewohnten Umfeld, auf der anderen Seite der Welt, kam es nochmal zu einer gewaltigen Veränderung ihrer Persönlichkeit. Yoga, Mantra, Mudra, Meditation, Tönen, Chanten ... Die Kraft liegt in mir. Mit nur 22 Jahren kam sie nach einem Monat aus Indien zurück und fand drei Monate später den Mann fürs Leben. Heute (Jänner 2019) ist sie bereits Mutter und geht in ihrer Rolle als Mama völlig auf. Sie weiß, wenn sie aufhört...
Inhaltsverzeichnis
- Disclaimer
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort: Alexandra Marko-Hinteregger
- Von mir für dich!: Silvia Wessely
- 1. Beziehung – Vom Leben gelehrt!
- 2. Raus aus dem SingleKOMA
- 3. Wie picke ich mir den richtigen Partner heraus?
- 4. Beziehung braucht Stimmung
- 5. Der fatalste Fehler, nachdem „ER“ endlich da ist!
- 6. So kommst du in Stimmung
- 7. Haben es attraktive Stimmen wirklich leichter?
- Be a voice not an echo
- Freude und Lebendigkeit
- Beziehung? Vielklang, Zusammenklang, Einklang
- Beziehung als Spiegel
- Seelenklang und Beziehung
- Beziehung ist Begegnung im stillsten Moment
- Fang an der Leichtigkeit Raum zu geben
- Schlusswort
- Empfehlungen
- Impressum
Häufig gestellte Fragen
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