Personalbilanz Lesebogen 22 Krisen und Lehren
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Personalbilanz Lesebogen 22 Krisen und Lehren

Managementauswahl nach STENZ-Prinzip

  1. 26 Seiten
  2. German
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Personalbilanz Lesebogen 22 Krisen und Lehren

Managementauswahl nach STENZ-Prinzip

Über dieses Buch

Wenn man beim Studium der Wirtschaftsnachrichten zu dem Ergebnis gelangt, dass der Kern der Finanzkrise = Wissenskrise = Personalkrise in Personen begründet ist, so kann man sich die Zusatzfrage stellen, aufgrund welcher Kriterien und Verfahren die Personen an jene Schalthebel gelangt sind, mit denen unser gesamter Erdball in eine solche Krise gesteuert werden konnte. Wenn Systematik, Transparenz, Ehrlichkeit, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit zum STENZ-Auswahlprinzip erklärt würden, wäre dies für viele Führungspositionen nicht das schlechteste Prinzip. So könnte ein erster Schritt in Richtung des STENZ-Prinzips darin bestehen, sich das Gerüst der Personalfaktoren einmal vorzunehmen und auf gegebenenfalls notwendige Änderungen und Ergänzungen hin zu diskutieren. Das System einer darauf aufzubauenden Personenbilanz wäre jedenfalls in alle Richtungen offen und anpassungsfähig. Der beste Weg mit einer Krise fertig zu werden bleibt dabei nach wie vor, gar nicht erst hineinzugeraten. Lernen könnte (sollte) man aus der Krise, dass schwerwiegende Folgen entstehen können, wenn in der Personalpolitik u.a. eine Vorstellung verfolgt wird, die darauf baut, das Gewesene aus der Vergangenheit in die Zukunft fortschreiben zu können, langfristiges Denken laufend mit kurzfristig veränderten Annahmen überlagert wird, ganzheitliches Denken von selektiven Wahrnehmungen verdrängt wird.

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Information

Jahr
2014
Auflage
1
eBook-ISBN:
9783734720970

1 Finanzkrise = Wissenskrise ?

Aus der Banken- und Wirtschaftswelt erreichten uns immer neue und sich dabei gegenseitig noch überbietende Schreckensmeldungen. Nicht nur der Normalbürger reibt sich beim Lesen der Tageszeitung erst erstaunt, dann mehr und mehr erschreckt die Augen und stellt sich die bange Frage: wie konnte so etwas geschehen ? warum stürmt dies alles so plötzlich und unvorhergesehen auf uns ein ? haben wir vielleicht etwas versäumt und in der täglichen Nachrichtenflut den Wald vor lauter Bäumen einfach übersehen ?
Geht man in unserer vernetzten Welt die wenigen Schritte vom „einfachen“ Bürger zum „wissensintensiven“ Unternehmen, würde man auch dort wohl bald auf gleiche oder ähnliche Fragen treffen können. Wie konnte eine Volkswirtschaft wie die der USA mit allen ihren Ressourcen und Potenzialen in einer derartigen Bandbreite in eine so scharfe Krise geraten ? Warum sind nicht nur einige, sondern praktisch im Gleichschritt alle Volkswirtschaften auf diesem Globus in eine solche Krise geschliddert ? Gab es denn keine Warnsignale oder Ampeln, die von gelb auf rot geschaltet haben ? Gab es nirgendwo Haltegriffe oder Notausgänge, über die man sich aus dieser Krise hätte ausklinken können ? Trotz vieler Talk-Shows zu diesem Thema gibt es wenig Erhellendes und schon gar keine endgültigen Lösungsantworten hierauf.
Erklärungsversuch Managementfehler: bisher hat noch jede Wirtschaftskrise auch etwas mit Managementfehlern zu tun gehabt. Aber welche Managementfehler könnten es sein, die rund um den Globus über alle Rassen und Hautfarben hinweg quasi im Gleichklang begangen werden ? Dass sich gleichlaufende Managementfehler quasi zu einer Tsunami-Welle überlagern und hochschaukeln konnten ?
Erklärungsversuch Kriminalität: wenn unvorstellbar hohe Summen, ganze Milliarden und diese dazu in immer größerer Zahl im Nichts verschwinden und untergehen, wenn aus bisher leeren Haushaltskassen der Staaten plötzlich ebenfalls aus also einem solchen Nichts Milliarden in Form von Rettungspaketen auferstehen, sind zumindest viele Versuchungen im Spiel, d.h. Gedanken an kriminelle Gefahren erscheinen nicht gar so abwegig. Würde ein jeder bedenkenlos seine Hand dafür ins Feuer legen wollen, dass an keiner Stelle dieser verwobenen Wirkungsketten nicht auch Sachverhalte der Kriminalität beteiligt gewesen sein konnten ? Aber könnte es überhaupt eine Kriminalität eines solchen gigantischen Ausmaßes geben ? Bereits die anzunehmenden Tatbestände der Informationsrückhaltung, Verschleierung und Täuschung könnten in oft verschwimmende Grenzbereiche zu strafbaren Hintergründen rücken.
Erklärungsversuch Politikversagen: allgemein unbestritten ist, dass fehlende oder unzureichende Rahmenbedingungen des Wirtschaftens zum Entstehen der Krise mit beigetragen haben sollen. Zuständig für solche Rahmenbedingungen wären gegebenenfalls politische Instanzen. Auch hier stellt sich wieder die Frage, ob alle diese Instanzen über den ganzen Erdball hinweg gleich versagt haben könnten ? Über die verschiedensten Wirtschaftsordnungen und politischen Systeme hinweg ? Arme ebenso wie reiche Länder ? Schwellen- und Entwicklungsländer ebenso wie hochentwickelte Industrienationen ? Demokratien ebenso wie Diktaturen ? Kleine ebenso wie große Länder ?
Erklärungsversuch Wissensmängel: könnte es sein, dass es zu wenige Daten gegeben hat ? In einer immer auch mehr Datenmüll produzierenden Welt dürfte es davon eher ein Zuviel als ein Zuwenig gegeben haben. Könnte es sein, dass aus diesem ausufernden Datenspektrum trotzdem zu wenig Informationen als nächst höhere Stufe der Daten gewonnen wurden ? Schwer denkbar, denn in einer heute weitgehend computerisierten Wirtschaftswelt können und werden Daten von oben nach unten, von links nach rechts, von hinten nach vorne, d.h. in welche Richtung auch immer verdichtet, aggregiert oder umgekehrt auch wieder selektiert und atomisiert. Insgesamt gesehen mündet also der immer breitere Strom der Daten an vielen Stellen wieder in eine eher unübersichtliche Informationsverschmutzung.
Schließendlich bliebe noch als Frage, ob alle Informationen letztlich zu Wissen geformt werden und ob dieses Wissen allen bekannten Anforderungen genügen kann ? An dieser Stelle könnte man jetzt leicht ins Stocken geraten: welches Wissen ist gemeint ? was ist und bedeutet überhaupt Wissen ? welches Wissen wird gebraucht ? wie kann Wissen dorthin gebracht werden, wo es gebraucht wird ? in welcher Form kann Wissen gelagert und übertragen werden ?
Datenreich, aber informationsarm ?: denn Information ist nicht immer unbedingt das, was auf den Schreibtisch der Entscheider gelangt. Vielmehr gilt in diesem Sinn als Information immer nur das, was diese brauchen, um handeln zu können: die aus dem Datenverarbeitungssystem gewonnenen Informationen stellen oft nur wenige Prozent des geschäftsspezifischen Wissens dar. D.h. Speichern von Informationen, das durch die technischen Quant...

Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Finanzkrise = Wissenskrise ?
  2. 2 Wissenskrise = Personalkrise ?
  3. 3 Personalkrise = Auswahlkrise ?
  4. 4 Evaluierungen - die Angst vor dem eigenen Urteil
  5. 5 Gefahrenpotenzial für Fehleinschätzungen
  6. 6 Auswahl mit ganzheitlicher Sicht einer Personalbilanz
  7. 7 Die Mischung macht´s: es gilt das richtige Maß zu finden
  8. 8 Absicherung komplexer Bewertungsprozeduren
  9. 9 Mehrfach- und Überkreuzbewertung
  10. 10 Nur die, mit denen keine neuen Krisen zu befürchten sind
  11. 11 Ein STENZ-Auswahlprinzip wäre gut
  12. Impressum

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