Jerusalem - Diese Stadt im nahen Osten war schon immer das Ziel von Touristen und Pilgern. Auch politische Unruhen und kriegerische Auseinandersetzungen hielten die Menschen nicht davon ab, die heilige Stadt zu besuchen. Bis heute hat sich daran nichts geändert.Diese gekürzte originale Erzählung und Beschreibung von Jerusalem um das Jahr 1850, stammt von Ernst Christoph Döbel und J. Meyer.Die Stadt Jerusalem wird zur damaligen Zeit in allen Einzelheiten beschrieben.Der originale Wortlaut und die damalige Rechtschreibung wurden beibehalten. Das Titelbild zeigt ein Gemälde von Jerusalem im 19. Jahrhundert, gemalt von David Roberts.

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Jerusalem um 1850
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Information
Jerusalem um 1850
Jerusalem - Diese Stadt im nahen Osten war schon immer das Ziel von Touristen und Pilgern. Auch politische Unruhen und kriegerische Auseinandersetzungen hielten die Menschen nicht davon ab, diese heilige Stadt zu besuchen. Bis heute hat sich daran nichts geändert.
Diese gekürzte originale Erzählung und Beschreibung von Jerusalem um das Jahr 1850, stammt von Ernst Christoph Döbel und J. Meyer.
Die Stadt Jerusalem wird zur damaligen Zeit in allen Einzelheiten beschrieben.
Der originale Wortlaut des Reisenden und die damalige Rechtschreibung wurden beibehalten.
Das Titelbild zeigt ein Gemälde von Jerusalem im 19. Jahrhundert, gemalt von David Roberts.
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In unbeschreiblicher Gefühlsaufregung traten wir durch das Thor, die sich nur bei dem Morgenländer und bei dem Abendländer auf verschiedene Weise äußerte. Während ich ganz still und in mich versunken schritt, jubelte ein Theil der Gesellschaft in den seltsamsten Tönen und Worten, ein anderer Theil schrie wie besessen, andere vergossen Ströme von Thränen. Viele zogen vor dem Thore die Schuhe aus und betraten die Stadt barfuß, in tiefster Demuth; und so that jeder nach seiner besonderen Stimmung.
Jerusalem, von den Arabern »Beit-el Khoddes« (die heilige Stadt) genannt, ist auf den einzelnen Hügeln eines sanftansteigenden Bergabhanges erbaut. Das Gebirge, zu welchem er gehört, erstreckt sich bis zum mittelländischen Meere, da man bis nach dem zwei Tagereisen entfernten Jaffa an der Meeresküste immer bergauf steigen muß. Der größere Theil der Häuser liegt auf einem mäßigen Hügel, der nach Ost, Süd und West mit zusammenhängenden tiefen Thälern und dann weiter hinaus mit höheren Berge umgeben ist, während nach Norden zu eine schiefe Fläche mit einer freien Aussicht in das Land hinstreicht. Die Stadt hat einen Umfang von etwa zwei Stunden und macht, aus der Ferne gesehen, durch die majestätischen Kuppeln der Moscheen und Thürme, welche über die andern Häuser hervorragen, einen ergreifenden Eindruck. Allein in der Nähe verschwindet jeder Anschein von Größe. Einst war sie groß und mächtig, jetzt gleicht sie einem Grabe in der Wüste. Man glaubt das Reich des Todes zu betreten; das Auge ruht auf einer einförmigen, unfruchtbaren Gegend, in der alle Elemente des Lebens erstorben scheinen. Und eine unerklärliche Traurigkeit beschleicht die Seele des Wanderers beim Anblick der Fülle menschlichen Jammer und Elends, die sich hier angehäuft hat. Und man meint die Verwirklichung des Fluches zu sehen, der an der unglücklichen Stadt Davids ruht und sie verdammt, in ewigen Todeszuckungen zu leben. Die Straßen sind größtentheils enge und unregelmäßige Durchgänge, die Häuser viereckig, niedrig, und meist aus Lehmbacksteinen und ohne Kunst und Schmuck erbaut, ohne Ordnung an einander gereiht, ohne Fenster nach außen, von einem flachen, terrassenförmigen D...
Inhaltsverzeichnis
- Jerusalem um 1850
- Impressum
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