Es waren Massen an ankommenden Verzweifelten, an Hoffnungslosen, an Armen aus Europa, die im Norden Amerikas ihr Glück ebenso machen wollten wie Abenteuerer und solche, die ihre Heimatländer als Gesetzlose oder als Verurteilte verlassen mussten. Aus dieser Mischung von Einwanderern entstand der amerikanische Schmelztiegel. Um vom Tellerwäscher Millionär aufzusteigen, war gnadenloser Kampf ums Überleben angesagt. Waren es diese Wurzeln aus Wurzellosen, die dieses Volk antrieb, die Erde unter ihre Gewalt zu bringen? Die Ureinwohner waren im Wege und man eliminierte sie samt ihren Kulturen mit Gewalt und Hinterlist. Das Mutterland England wurde ebenso ausgeschaltet wie wenig später Frankreich und Spanien. Der Krebs wuchs weiter und weiter, angetrieben von Gier nach Macht und Profit. Südamerika wurde unterjocht, man griff nach Asien, nach Europa. Man schürte den ersten Weltkrieg und löste die Weltmacht England ab. Man schürte den zweiten Weltkrieg und wurde zum Weltimperium. Und der Krebs wächst weiter. Von Pearl Harbor über Hiroshima und Nagasaki, Tonkin u.a., über den selbstinszenierten Anschlag vom 11. September 2001 und dessen Folgen. Unter der Flagge von Freiheit und Demokratie verbergen sich Hinterlist, Raub und Gewalt. Wer oder was treibt diesen Moloch an, der die Erde an ihr Ende bringen kann? Kapitalismus? Finanzsystem? Oder ist es die in diesem Volk, diesem Schmelztiegel entwachsende und inhärente Moral der Gier und des Immer Mehr?

- 188 Seiten
- German
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Über dieses Buch
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Information
1. Zu diesem Buch
Beginnen möchte ich mit einer Warnung. Ich habe das Buch nicht „Sine ira et studio“ geschrieben. Es ist kein neutrales Fachbuch, sondern das Ergebnis persönlicher Einstellung, die man durch Fakten und deren Beurteilung gewinnen kann. Ich schreibe nicht als Wissenschaftler oder Historiker. Als ein einfacher aber wachsamer Bürger beschreibe ich in diesem Buch, wie das Imperium aus Nordamerika bei einem solchen Menschen ankommt, ja ankommen muß. Von der Ausrottung der Kulturen und Völker der Ureinwohner bis zu dem Streben nach Weltherrschaft ohne Rücksicht auf Recht, auf Verträge, auf Menschlichkeit und unter der Verlogenheit, Freiheit und Demokratie zu bringen und nicht Gewalt, Krieg und Unterdrückung, zieht sich ein roter Faden durch die Geschichte der USA. Meine Wut und meine Befürchtung, daß dieses Regime skrupellos unsere Welt vernichten könne, zieht sich durch die folgenden Seiten. Allein Hiroshima schon ist Beleg für solche Ahnungen.
2. Vorwort
6. August 1945 Hiroshima – 9. August Nagasaki, Höllenfeuer, herausgelassen aus der Büchse der Pandora und nie wieder in diese zurückzuholen, ein Werk der USA, ein ewiges Weltverbrechen, ein wahrer Holocaust. Und der Anführer dieses Verbrechen, Präsident Harry Truman, sah darin die größte Errungenschaft in der Geschichte der Menschheit. Geifernd und jubelnd und drohend. Mit ihm seine Generäle, seine Minister, seine Wirtschaft, seine Wissenschaft, sein Volk, der amerikanische Schmelztiegel.
Und es sollte weitergehen.
Mehr als 200 Atombomben sollten auf ausgewählte Städte in der Sowjetunion fallen, so der Plan. Zuvörderst Moskau und Leningrad, aber auch Ost-Berlin. Dazu mehr als 20.000 Tonnen konventioneller Bomben. Beginnen sollte dieses teuflische Inferno am 1.Januar 1957 und enden mit der Auslöschung der Sowjetunion, dem Tod von bis zu 400 Millionen Menschen und dem Sieg von Demokratie und Freiheit. Und das alles mit Gottes Hilfe, man lebt ja in „god’s own country“. Wie äußerte sich doch gleich wieder Harry S. Truman nach dem Abwurf der Atombombe auf Hiroshima?
„Dank sei Gott, daß wir die Bombe haben und nicht unsere Feinde; und laßt uns zu Ihm beten, daß Er uns führen möge, die Bombe für seine Wege und Ziele zu nutzen.“ Oder mit etwas anderen Worten: Wir, die USA, werden von Gott geführt und was wir tun, ist somit Auftrag Gottes.
Und weiter hört man ihn sprechen, den Herrn Präsidenten: „Die Bombe ist zu gefährlich, um sie einer gesetzlosen Welt zu überlassen. Das ist auch der Grund, daß Großbritannien, Kanada und die USA, die das Geheimnis der Bombe kennen, nicht eher beabsichtigen, dieses Wissen preiszugeben, als bis Wege gefunden worden sind, dieses Wissen um die Bombe zu steuern und so uns und den Rest der Welt vor der Gefahr totaler Zerstörung zu schützen.“ Oder in anderen Worten: Wir, die USA, müssen diesen Prozeß steuern mit dem Wissen und den Besitz der Bombe und ihrer Technologie als Machtmittel. Wir erfüllen damit den Auftrag Gottes.
Und zu Hiroshima selbst folgende Sicht: „Die Welt wird erfahren, daß die erste Atombombe über Hiroshima, einem Militärstützpunkt, abgeworfen wurde. Dies deshalb, weil wir wünschten in einer ersten Attacke, soweit wie möglich, Schäden für die Zivilbevölkerung zu vermeiden. Doch dieser Angriff ist als Warnung zu verstehen zu weiteren Schritten. Denn sollte Japan sich nicht ergeben, werden weitere Atombomben auf ihre Kriegsindustrie folgen und dann werden auch Tausende von Zivilisten ihr Leben verlieren. So fordere ich die japanische Zivilbevölkerung auf, die Industriestädte schnellstens zu verlassen, um so sich zu retten.“
Er glaubte also, der Gute, mit Hiroshima, einer blühenden Stadt, habe es sich lediglich um eine Militärbasis gehandelt. Entweder, es war Absicht, dies so darzustellen und der Welt die Dimension dieses Verbrechens vorzuenthalten. Oder es ist Ausdruck der Geographiekenntnisse selbst gebildeter Nordamerikaner.
Drei Tage später, Abwurf einer zweiten Bombe auf Nagasaki. Wieder nur eine Militärbasis? Mehr als 200.000 unmittelbare Opfer der nuklearen Vernichten in beiden Städten. Und fast nur Zivilisten, Frauen, Kinder, Alte…Nicht zu reden von den weiteren Strahlenopfern der Folgejahre bis in unsere Zeit. Wahrlich ein Menschheitsverbrechen, ein wahrer Holocaust. Niemand kennt die wirkliche Zahl der Opfer1.
„Wie dankbar bin ich Gott, dem Allmächtigen, daß er unser Land verschont hat.“ ist dieser Anführer der „freien Welt“ zu hören. Also wie auch schon oben, Gott mit uns. Erst die Völker in den Krieg hineinhetzen und hineinfinanzieren und dann vernichten, auslöschen. Das eigene Haus aber schonen
Und für die US-Aktion ab 1. Januar 1957 planten die strategischen Streitkräfte fast 3.500 Atomsprengköpfe ein, um ihre Ziele in Rußland, Osteuropa und China zu bombardieren. Nach Schätzungen von US-Generälen hätte dieser Atomschlag den Tod von 285 bis 425 Millionen Menschen bedeutet. Einige der europäischen Verbündeten der UdSSR wären „komplett ausgelöscht“ worden. Daß das Schicksal der Welt diese Hölle ersparte, verdanken wir einem Klaus Fuchs, verdanken wir Julius und Ethel Rosenberg2.
1. https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article144994003/Niemand-kennt-die-wirkliche-Zahl-der-Opfer.html
2. Fuchs lebte später in der DDR, die Rosenbergs wurden 1951 in den USA zum Tode verurteilt und 1953 hingerichtet. Fuchs und die Rosenbergs gelten im Westen heute noch als Verräter.
3. Erste Erfahrungen
Aufgewachsen in einem politisch-proletarischen Elternhaus lernte ich früh anzuzweifeln, was in offiziellen Berichten behauptet wurde, und Fragen zu stellen. Mein Vater wurde als aktiver Kommunist als einer der ersten in ein Konzentrationslager verbracht. Das war im Mai 1933. Auch wenn er – mit Sicherheit unter Auflagen – wieder frei wurde, ließ er im privaten Kreis über sein Urteil zur politischen Lage keine Zweifel aufkommen. So manches Mal sah ich ihn auf seinem geliebten „Saba“ Radio Beromünster, einem Feindsender, lauschen – selbstverständlich in dezenter Lautstärke. Und meine Mutter? Sie war vorsichtiger, sie dachte mehr in praktischen Dimensionen nach dem Motto: „Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.“ Aber die Gefahr, die kannte sie.
So manches Mal konnte ich bei nächtlichen Bombenangriffen meinen Vater erleben, wie er vor der Haustüre – trotz der dort drohenden Gefahren – mit unseren Nachbarn über Sinn und Unsinn solcher Angriffe diskutierte. Es waren vornehmlich Engländer, aber auch Amerikaner, die uns des Nachts „beglückten“. Und so wurde der Tod des US-amerikanischen Präsidenten F. D. Roosevelt gegen Ende des Krieges Anfang April 1945 und die möglichen Folgen vor der Haustüre heiß besprochen. Und ich, damals gerade sechs Jahre alt, konnte an meinem Weltbild arbeiten.
Sie waren nicht ganz ungefährlich, diese letzten Tage des Krieges. Rückkommende Verbände kampierten im nahen Wald, aber auch im Haus und im Garten. Sie wollten nach Hause, geschlagen, endlich raus aus dem Krieg. Doch auch die herannahenden Amis sorgten für Ängste. So, als ich mit meinem gleichaltrigen Freund Kurt einmal längs der Straße spielte und wir uns nur durch eine schnelle Flucht in den Wald vor den Geschossen eines US-Tieffliegers retten konnten.
Und so war ich auf die Amis schon ein Stück vorbereitet, als sie dann wenige Tage später wirklich kamen, mit ihren Panzern, den großen Lastwagen und den Jeeps. Und: Man fühlte sich befreit, war froh, daß nun endlich Ende des Schlachtens und Friede war. Zum ersten Mal sahen wir Neger, die da mit auf den durchfahrenden Panzern saßen und winkten. Und wie damals die Kinder bettelten, um von den Amis Bonbons, Schokolade oder Kaugummi zugeworfen zu bekommen. Da war ich allerdings nicht dabei. Ich schämte mich für meine Freunde wegen ihres Bettelns. Ältere wiederum trieben gefährliche Spiele mit Munitionsresten, die man in den Wäldern finden konnte. Noch aufdringlicher waren die Erwachsenen, die die Eroberer um Chesterfields, Camels oder Lucky Strikes anbettelten oder sich als „Amihuren“ prostituierten. Natürlich, Not und Hunger waren groß. Es ging ums Überleben. Noch in Erinnerung auch die vielen Männer auf den Straßen, die Arme, Beine und noch mehr dem Vaterland geopfert hatten und als Krüppel leben mußten oder die Ruinen in den Straßen Schweinfurts.
Die Zweifel darüber, ob diese Besatzer für uns ein Glücksfall sein könnten, die wuchsen, als ich im August 1945 über die Atombomben auf Japan erfuhr. Die Schandtaten der Alliierten mit den Luftangriffen auf deutsche Städte und wehrlose Menschen (Hamburg, Dresden, Würzburg, Swinemünde…) konnten noch nicht medial in ihrem vollen Ausmaß erfaßt werden. Das war eben Krieg. Umso mehr wirkte das Unfaßbare einer Auslöschung ganzer Städte durch eine einzige Bombe mit einer neuen Technologie, der Spaltung des Urankerns, auf Vorstellung und Mitgefühl eines Sechsjährigen.
Mein Vater, in keiner Weise belastet durch irgendeine Mitarbeit am besiegten Regime, wurde nun Mitarbeiter bei der CIC (Counter Intelligence Corps). Unmittelbar nach Kriegsende war es Aufgabe des CIC, in den besetzten Ländern nach bedeutenden Mitgliedern des gegnerischen Regimes sowie nach Kriegsverbrechern zu fahnden. Des Weiteren suchte das CIC herausragende Wissenschaftler aus der Militärforschung der ehemaligen Gegner zu rekrutieren und zur Mitarbeit bei den diesbezüglichen Anstrengungen der USA zu gewinnen. Auch der Versuch zur Eindämmung des Schwarzmarktes gehörte zu den Obliegenheiten des CIC. Mit der zunehmenden Spannungen des Kalten Krieges war mein Vater als Mitglied der KPD dort allerdings bald nicht mehr erwünscht und er mußte die Mitarbeit in dieser Organisation im Jahre 1947 beenden3. Das indes nährte weitere Zweifel ob der Ziele, die die Besatzer mit und in Deutschland verfolgten.
Wenig später machte ich Bekanntschaft mit Karl May. Es war der Band „Old Surehand“, den ich als erstes Werk dieses Autors geradezu verschlang. Weitere folgten, in denen die Indianer als Helden dargestellt wurden, die Siedler, vor allem die mit britischen Hintergrund als treu- und rücksichtslose Gauner und Ganoven. Der Tod Winnetous war der emotionale Höhepunkt. Mit Karl May konnte ich erstmals einen Blick auf die Entstehung und die vergifteten Wurzeln dieser nunmehr so mächtigen USA werfen. Über das Schicksal der Negersklaven las ich dann in „Onkel Tom’s Hütte“ von Harriet Beecher Stowe.
Doch die politischen Überlegungen beeinflußten solche Eindrücke (noch) nicht. Was wäre, wenn die Besatzer morgen abzögen? Stünden dann nicht die alten Kräfte, die sich inzwischen wieder in den oberen Etagen unseres Rumpfstaates fest reetabliert hatten, wieder mächtig auf und setzten das alte Großmachtdenken fort? Würde nicht eine mächtige Armee wieder gebildet werden und der Griff nach der Atombombe zur Absicherung der Macht folgen? Forderte denn nicht ein kriegslüsterner Minister Strauß die Bombe für die Bundesrepublik Deutschland? Da doch lieber die Schutzmacht aus den (damals so von mir gesehenen) demokratischen USA.
3. und aus der CIC wurde die CIA.
4. Wie wir wurden, was wir sind: eine Kolonie der USA
Heute, aus dem nachhinein, kann man erkennen, was mit uns Deutschen nach Kriegsende geschah. Da gab es mit Sicherheit Bestrebungen, diese Nation klein zu halten oder gar für immer zu vernichten.
Da war zum einen Henry Morgenthau, US-Finanzminister unter Roosevelt. Durch Gebietsabtretung, staatliche Zerstückelung und Rückverwandlung Deutschlands in einen Agrarstaat sollte der internationale Friedensstörer Deutschland auf immer der Mittel zum Kriegführen beraubt werden. Den Hungertod vieler Millionen Deutscher wollte Morgenthau in Kauf nehmen.
Ein anderer war der Anthropologe Earnest Hooton. Hooton plädierte für die Ansiedlung nicht-deutscher Bevölkerung in Deutschland, um den deutschen Nationalismus und die aggressive Ideologie zu zerstören. Vor allem plädierte er jedoch dafür, nach dem Krieg deutsche Soldaten in den kriegszerstörten Gebieten in Zwangsarbeit für den Wiederaufbau einzusetzen. Als Eugeniker wollte er dabei die für ihn biologisch begründeten und angeborenen räuberischen Neigungen der Deutschen durch Kreuzung mit Vertretern anderer Völker wegzüchten.
Mit einem Blick auf heute haben wir es in der Tat mit einer seit den 50er Jahren zunehmenden Ansiedlung nicht-deutscher Bevölkerung zu tun, die insbesondere ab 2015 geradezu explodiert.
Auch Theodore Kaufmann sei hier erwähnt, der mit seinem Buch „Germany must perish“ für eine Sterilisierung aller Deutschen plädierte, um die Welt vor ihrer seiner Ansicht nach angeborenen Kriegsneigung zu bewahren.
Doch man entschied sich für ganz andere Ziele. Wirklich miteinander Verbündete waren die siegreichen Mächte USA, Großbritannien und die Sowjetunion eher nicht. Von Churchill sagt man, daß er das, was von Deutschland übrig geblieben war, gern in einen Krieg gegen die kommunistische Sowjetunion gehetzt hätte, mit dem Ziel, diese beiden Mächte endgültig auszuschalten. Wohl war dies auch die vornehmliche Triebkraft des Anschlags auf Hitler vom 20. Juli 1944. Es ging Stauffenberg und seinen Mitverschwörern wohl weniger um die Beseitigung Hitlers und seines Regimes als um die Fortsetzung des Krieges auf Seiten der Siegermächte, also Englands und der USA und gegen die Sowjetunion.
Nun, diese Sache, das kriegsmüde, verwüstete Deutschland in einen neuen Krieg hineinzuziehen, ging wohl schief. Und so setzte man auf einen anderen Weg. Westdeutschland sollte sich zu einem „Schaufenster“ nach Osten entwickeln. Es kam nach Zusammenschluß der drei westlichen Besatzungszonen im Mai 1949 zu einem eigenen Staat, der Bundesrepublik Deutschland, zum sogenannten deutschen Wirtschaftswunder. Zur Vorbereitung für diese Staatsgründung wurden eine als Grundgesetz diktierte Verfassung und im Jahre 1948 eine eigene Währung, die D-Mark, mit auf den Weg gegeben.
Als eine große Hilfe für den Wiederaufbau im Westen Europas und damit auch Westdeutschlands („Schaufenster“) wurde auch der sogenannte Marshall-Plan (1948) gesehen. Nach Wikipedia gab es 3 Gründe für diesen Plan:
- Hilfe für die notleidende und teilweise hungernde Bevölkerung Europas
- Eindämmung der Sowjetunion und des Kommunismus
- Schaffung eines Absatzmarktes für die Überproduktion der USA
Die zur Verfügung gestellten Mittel beliefen sich auf 12,4 Mrd. US-$. Die Mittel gingen an kein Land Osteuropas, fast nur an Länder Westeuropas und hier 35% an Großbritannien und Frankreich, Westdeutschland erhielt 10%. Die meisten Mittel flossen in Form direkter Zuschüsse mit der Auflage, damit Waren aus den USA zu kaufen, und nur ein Teil als Kredit. Also wenig selbstlos, sondern sehr profitabel für die USA, aber wie so oft, sehr geschickt eingefädelt. Man muß in diesem Zusammenhang auch sehen, daß mit der US-Wirtschaft insbesondere der militärische Komplex in den USA nach Kriegsende unter Auftragsmangel zu leiden hatte und er durch diesen Plan massiv Nachfrage aus Europa bekam.
Sei es, wie es will. In jenen Jahren war ich trotz mancher Zweifel noch voll überzeugt über die Notwendigkeit und Begründung der „Amis“ in Deutschland.
Ja im Gegenteil, es gab noch einiges mehr, was mich und mit mir viele Menschen in Westdeutschland für die Besatzer und ihr Land einnahm. Da war zum einen die Schule. Selbst wenn man dem, was die Lehrer zu neuerer Geschichte vermitteln mußten, nicht sehr vertraute, einiges davon...
Inhaltsverzeichnis
- Motto
- Danksagung
- Inhaltsverzeichnis
- 1. Zu diesem Buch
- 2. Vorwort
- 3. Erste Erfahrungen
- 4. Wie wir wurden, was wir sind: eine Kolonie der USA
- 5. Die Wende
- 6. Anders im Norden als im Süden
- 7. Der Schmelztiegel
- 8. Landraub
- 9. Gebete der Indianer
- 10. Fast wie ein Krebs
- 11. Epilog
- 12. Von der Gier zum Weltkrieg
- 13. Rückblick und Ausblick
- 14. Postscriptum
- Impressum
Häufig gestellte Fragen
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