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Über dieses Buch
Gedichte erfreuen und ärgern, sind bescheiden und anmaßend, verspielt und ernsthaft, verleiten zum Streiten, sind schrill und banal; Gedichte benennen Traum und Wirklichkeit.
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Information
Weg der Dichtung
Beim Suchen
tritt man in Disteln.
Notwendigkeit des Irrens
durch Gärten.
Schwer zu entziffernde Gerüche,
Blumen mit doppelter Blüte.
Doch endlich
Gelangen
zum bestechenden Duft
der einfachen
Lupine.
M (Vierte Fassung)
Müdmalade Morgenmurmel,
Magermähre Modermond.
Multimalheurmusik, mordsmodern,
meßmelodisch märzmaimeliert,
mimosenmürrisch möglich.
Malvner Magnet, märchenmild,
manisch mindermutig,
manövermau, massakermatt:
Mythenmonster Meer.
Mahlzeit!
Mörtelmengen, Mergelmarzipan,
Manganmolke, Magnesiummasut,
Molybdänmyzel,
Madenmolke, Mistelmilch,
Meisenmist, Machorkamarinade,
Makrelenmehl, Malachitmaltose,
Mammutmamillenmost,
Marmormarmelade, Messingmet,
Methanmixtur.
Mahlzeit!
Erdbeermond
Alle Tiere wollten sehen
diesen Erdbeermond aufgehen.
Ein Hase lief. Die Fledermaus
kam auch heraus.
Hoch im Baume richtete sich ein
die Amsel, dem Monde nah zu sein.
Die Fische sprangen.
Und zwei Sterne sangen.
Ich schließ die Augen
Ich schließ die Augen, öffne Bildern
ihren Weg heran zu mir,
dass (eingerahmt von Vorfahrtsschildern)
regelbarer das Revier;
versuche dann, um abzulenken
Sinn und Wort und Formgewalt,
ins Rätselhafte einzuschwenken
dämmerdüstrer Satzgestalt.
Die Ordnung lacht; mir sind geblieben
Schatten nur und Bilder schief.
Ich hab, am Ende, nichts geschrieben,
augenöffnend... Klar, ich schlief.
Später
Erklärt genug und immer noch bestritten,
versinkt der Frieden, liegt in Gräbern flach,
ein Silberling, verscharrt in starrer Erde,
zu nichts zunutze mehr als nur zum Trost
für jene, nach dem stummen Beben fühlen
versteckte Gabe, brandig hochgeworfen
ins ewig Unentschlossne. Zähmt die Zeit
die Flammenpferde, Kriegsgestalten, Tod?
Reift im Ruhm, der müde, blass am Morgen,
später grell der laute Tag, bespiegelt
von Liebe? Zählt von allen Augenblicken
der letzte nur, verbucht aus Siegersicht?
Status
Die Zukunft wirft nur Schatten
auf stattgehabte Zeit,
und nagt, so als die Ratten,
an meiner Einsamkeit.
Könnt ich doch morgen leben!
Und gäb's das Heute nicht,
mit dem wir uns bekleben
die Sorgen im Gesicht!
(Ich will lebendig bleiben,
betrunkner Argonaut,
und bloß von Weibern schreiben
und deren feuchter Haut.)
Nicht mal in meinen Träumen
schaff ich den Zeiten-Sprung;
ich fasle was von „Räumen“,
und bleibe auch nicht jung.
Noch sieht mich keiner wanken,
obgleich die Zukunft bellt
verschrobne Giergedanken,
bevor das Licht zerfällt.
Vor der Invasion gerettet
Ach, es standen nach dem Landen
Aliens vor den Skulpturen
Giacomettis. Und sie fanden
sonst keine Menschenspuren.
„Gehen, die hier stehen“,
sprachen sie, „nicht aus dem Leim?“
Lachten laut. Im Handumdrehen
flogen sie wieder heim.
PS. Nun kommt
ein Kunststudent,
dem gar nicht frommt,
was ich hier schreib. Er spricht vehement:
„Giacometti, von allen verehrt,
kehrt
den Menschen um,
zeigt uns sein Innenleben.“
Für eine Weile bin ich stumm,
sage dann: „Ja. Eben.“
Kollege Ruback
Am Bock rotierten Scheiben. ...
Inhaltsverzeichnis
- Hinweise
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- Von Zeit zu Zeit
- 1969 geschrieben
- Echo
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