Diese Textausgabe Feuerwehr-Grundausbildung wurde unter anderem auf Wunsch vieler Feuerwehrkameraden, die als Ausbilder in der Feuerwehr-Grundausbildung tätig sind, erstellt. Mit diesen fachlichen Informationen besteht jetzt die Möglichkeit, dass sich jedes Feuerwehrmitglied auf die vorgeschriebene Grundausbildung selbst vorbereiten kann. Das Ausbildungspersonal, das in der Grundausbildung tätig ist, kann sich genau über den fachlichen Inhalt informieren, sowie der Teilnehmer selbst, der etwas nachlesen kann. Eine einheitliche Feuerwehr-Grundausbildung zur optimalen Vorbereitung auf die verschiedensten Feuerwehreinsätze im gesamten Feuerwehrbereich ist das höchste Ziel dieser Ausarbeitung.

- 200 Seiten
- German
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Über dieses Buch
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Information
8 LEBENSRETTENDE SOFORTMAßNAHMEN – 1. HILFE
| Inhalte: | Überprüfung der Vitalfunktionen |
| -Reanimation | |
| -Transport und Lagerung von Verletzten | |
| -Erstversorgung von Verletzungen | |
| Groblernziele: | „Lebensrettende Sofortmaßnahmen im Rahmen der 1. Hilfe selbstständig leisten können“. |
| Empfohlene | Unterrichtsgespräch (UG); Praktische |
| Methode: | Unterweisung (PU) |
Die FWDV 2 weist darauf hin, dass diese 1. Hilfe-Ausbildung von einer Rettungsdienstorganisation absolviert werden kann. Die Praxis bei den Feuerwehren zeigt, dass diese Maßnahme eine gute Möglichkeit ist, Fachleute, die ständig mit dieser Materie zu tun haben, hierfür zu gewinnen und die Maßnahme gut ausführen zu lassen.
Grundkenntnisse in der 1. Hilfe werden z.T. in der praktischen Ausbildung, auch in der Feuerwehrgrundausbildung – Praxis (Einsatzübung) erforderlich sein und auch angewendet werden.

Wie wichtig die richtigen lebensrettenden Sofortmaßnahmen in der heutigen Zeit sind, zeigt nachfolgender Zeitungsbericht.

Zusammenfassung der wichtigsten Maßnahmen:

9 LÖSCHEINSATZ
| Inhalte: | FWDV 3 |
| Groblernziele: | „Die Aufgabenteilung innerhalb einer Gruppe/Staffel beim Löscheinsatz erklären und alle Grundtätigkeiten der Trupps und des Melders auf Befehl/Kommando selbstständig ausführen können“. |
| Empfohlene | Unterrichtsgespräch (UG); Einsatz |
| Methode: | übung (EÜ) |
9.1 Löscheinsatz Einführung
Die Tätigkeit der Feuerwehr beim Einsatz ist geprägt durch das Zusammenwirken von Personen. Hinzu kommt der immer mehr in den Vordergrund rückende Bereich der Einsatzgeräte.
Bei Feuerwehreinsätzen, wie auch bei Übungen, hat sich die selbstständige taktische Einheit „Löschgruppe“ bereits seit Jahrzehnten bestens bewährt; stehen nicht genügend FW-Mitglieder zur Verfügung, muss auf einen Trupp und den Melder verzichtet werden (Staffel).
Die Feuerwehrdienstvorschrift 3 (FWDV 3) legt fest, wie Taktische Einheiten (Gruppe, Staffel, selbstständiger Trupp, Zug) im Löscheinsatz zu arbeiten haben. Die Gruppe/Staffel kann jedoch erst dann erfolgreich tätig werden, wenn ein Gruppenführer den Einsatz seiner Gruppe/Staffel durch Befehle leitet und die Mannschaft (8 bzw. 5 Feuerwehrmitglieder) die Aufgabenverteilung vollzählig wahrnimmt.
Grundübung „Einsatz mit Bereitstellung“ Wasserentnahmestelle: Unterflurhydrant
Lage: Wohnhaus, leichte Rauchentwicklung am Fenster im Erdgeschoss
Eigene Lage: Wasserentnahmestelle Unterflurhydrant H 100 Ringleitung
Gerät: Löschgruppenfahrzeug LF10 Eigene Kräfte: Eine Löschgruppe 1/8

Der Gruppenführer könnte unüberlegt handeln und zu schnell den untenstehenden Angriffsbefehl geben:
Wasserentnahmestelle: Unterflurhydrant
Verteiler: Vor dem Eingang
Angriffstrupp
Zur Brandbekämpfung
Mit B-Rohr
Auf das vordere Fenster
V O R !
Nachteile bei der Durchführung dieses Angriffsbefehls:
- Hoher Wasserschaden durch B-Rohr!
- Brennt es überhaupt? Es kann auch ein Kochtopf auf dem Herd stehen!
- Es ist unklar in welchem Raum es wirklich brennt.
- Welche Stoffe brennen?
- Sind Personen oder Tiere im Gebäude, die in Gefahr geraten sind?
Konnte, wie in diesem Beispiel, die Lage noch nicht soweit erkundet werden, dass Einsatzmittel, Einsatzziel und Einsatzweg bestimmt werden können, so wird ein Löscheinsatz mit Bereitstellung durchgeführt. In allen anderen Fällen erfolgt ein Löscheinsatz ohne Bereitstellung.
Nach dem Kommando des Gruppenführers „Absitzen“ tritt die Löschgruppe hinter dem Fahrzeug an, wie es die Skizze zeigt. Beim Absitzen ist darauf zu achten, dass die beiden zuerst aus
dem Mannschaftsraum (rechts und links) aussteigenden (Was-sertruppmitglied und-führer) am Fahrzeug stehen bleiben und die Türen solange absichern, bis die gesamte Gruppe das Fahrzeug verlassen hat. Dann schließen sie die Türen und reihen sich gemäß Skizze ein, der Gruppenführer leitet den Einsatz nach FWDV 3.
Löschgruppe: Die Mannschaft steht gegliedert hinter dem Löschfahrzeug. Der Gruppenführer entschließt sich für den Einsatz mit Bereitstellung.

Fehlen zunächst Eisatzkräfte innerhalb der Gruppe oder handelt es sich aufgrund des Löschfahrzeuges um eine Staffel oder einen Selbstständigen Trupp, müssen einzelne Aufgaben von anderen Einsatzkräften übernommen werden.
Es wird zuerst auf den Melder, dann auf den Schlauchtrupp und schließlich auf den Wassertrupp vorübergehend verzichtet.
Ein Innenangriff mit Atemschutzgeräten kann nur durchgeführt werden, wenn eine Gruppe oder Staffel an der Einsatzstelle ist. Die Mannschaft eines Selbstständigen Trupps reicht hierfür nicht aus.
Entschließt sich der Gruppen- oder Staffelführer zu einem Einsatz mit Bereitstellung, so wiederholt der Angriffstruppführer das Kommando „Zum Einsatz fertig“.
Erst nach der Erkundung der Lage und nach erfolgtem Befehl vom Gruppen-/Staffelführer wiederholt der Angriffstruppführer, wie auch eventuell später der Wasser- und Schlauchtruppführer, den ihm gegebenen Befehl nach dem Schema
Auftrag – Mittel – Ziel Weg
Zum Schutz vor dem fließenden Verkehr kann es zweckmäßig sein, auf der dem Verkehr abgewandten Seite abzusitzen und an anderer Stelle anzutreten. Die Stelle bestimmt der Einheitsführer. Nach dem Kommando „Gefahr – Alle sofort zurück!“ tritt die Mannschaft in gleicher Aufstellung wie nach dem Kommando
„Ab...
Inhaltsverzeichnis
- Die Feuerwehr - Grundausbildung
- Rechtsgrundlagen / Organisation
- Brennen und Löschen
- Fahrzeugkunde
- Löschwasserversorgung
- Gerätekunde
- Rettungspraxis
- Lebensrettende Sofortmaßnahmen – 1. Hilfe
- Löscheinsatz
- Technische Hilfeleistung
- Gefahren der Einsatzstelle
- Unfallverhütung
- Vorbeugender Brandschutz - Brandsicherheits- wachdienst
- Impressum
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