
- 40 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
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eBook - ePub
Über dieses Buch
Im Januar 1945 begibt sich ein ganzes Dorf auf die Flucht vor der Front. Zu spät! Der Treck wird von der Front überrollt.Es wird alles verloren, von Vielen auch das Leben.Nach fast 6 Monaten wird der Zielort bei Berlin erreicht.Die Suche nach den Verwandten und der Neuanfang werden in Versen dargestellt.
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Information
1. Aufbruch
Wenn ich für euch das jetzt berichte,
dann ist das wahre Zeitgeschichte.
Es ist jetzt mehr als 70 Jahre her,
ich sehe es als ob es gestern wär´.
Erzähle ich euch, fällt jedem ein,
du warst doch damals noch zu klein,
um klar zu sehen was geschah,
muss ich entgegnen, es ist wahr.
In dunkler Nacht im Januar,
es war das 45er Jahr,
wurde ich, so sollt ihr wissen,
je aus meinem Schlaf gerissen.
Ich sah die Mutter, Anverwandten,
die erregt hier hin und dort hin rannten.
In allen Zimmern brannte Licht,
verstehen konnte ich das nicht.
Die Mutter sprach:“ Du wirst schon sehen,
wir müssen auf eine Reise gehen“.
Sei still und warte ab,
ergänzte sie noch kurz und knapp.
Im Hof, das sah ich später dann,
stand da des Opas Fuchsgespann.
Dahinter stand der Kastenwagen.
Vor ihm sollte die alte Lotte traben.
Die Wagen waren hoch beladen
mit vielen Sachen, unseren Haben.
Auch für die Pferde Stroh und Heu,
die Betten, Decken noch ganz neu.
Im ganzen Dorf, das sah man später,
war jeder Bauer gleicher Täter.
Dann ging es los, wir fuhren weg,
das ganze Dorf war auf dem Treck.
Sontop verlassen, die Gefühle widerstreben,
das liebe Vieh, die Bauernherzen beben.
Doch die Befehle standen fest,
erst Neutomischel, dann nach West.
2. Unterwegs bei Schnee und Eis
Mich hatte man, muss ich noch sagen,
fest eingepackt auf Lottes Wagen.
Im Fußraum lag ich auf Lottes Futter,
den Bock bestiegen Heinz und Mutter.
Zunächst ging es ganz gut voran,
doch später fing das Chaos an.
Die große Straße konnte nicht fassen,
Gespanne, Autos, Menschenmassen.
Kein Mensch war richtig vorbereitet.
Die Mähr vom Endsieg war verbreitet.
Ein Bauer hängt fest auf seinem Land,
wird es nicht verlassen, liegt auf der Hand.
Doch war die Räumung jetzt befohlen.
Hinzu kam Angst vor Russen, Polen.
Auch hörte man schon fernen Schall.
Das war die Front, ihr Widerhall.
Kein Mensch war auf Flucht je vorbereitet.
Es war sehr kalt, viel Wind, es schneite.
Die Straßen voll mit Schnee und auch sehr glatt,
und kaum ein Pferd, das Stollen hat.
Die Pferde stürzten und Geschrei
war nicht nur von dem Tier dabei.
Das ganze war grauenvoll, entsetzlich,
dazu kam Truppentransport, ganz plötzlich.
Für sie gab es die Straße frei.
Der Treck war dabei einerlei.
Bei diesen schlimmen, entsetzlichen Geschen lagen,
nicht nur umgestürzte Wagen im winterlichen
Graben.
Der Treck kam so nicht gut voran.
Die Front zog immer näher ran.
Im Nachtquartier, ganz ungeheuer,
fing vom Beschuss ein Wagen Feuer.
Das war doch nur ein kleiner Schreck,
gegen das was uns noch erwartete auf dem Treck.
Noch war das Ziel, zusammen zu stehen
und miteinander weiter zu gehen.
. Um uns herum wächst große Not.
Die Schwachen, Alten fielen um und waren tot.
Noch hatten die Menschen was zu essen,
doch Todesangst die Herzen pressen.
Trotzdem so manche Bauern dachten,
was Wirtschaft und ihr Vieh so machten.
Kehrten um, gingen Heim, das ganze Stück,
Das war sehr dumm, kehrten nie zurück.
3. Alles verloren
Dann eines Tages, es war sehr kalt,
da war sie da die Front und die Gewalt
in soldatisch-russischer Gestalt
und nahmen alles, ohne Halt.
Die Ringe, Schmuck und alle Werte,
und auch so Dinge, die man selbst verehrte.
Das Schlimmst aber war, oh Graus,
man spannte uns die Pferde aus.
Zurück blieb zunächst noch die Lotte,
schon alt nicht flott, wir dankten Gotte.
Auf dem kleinen Kastenwagen
verstauten wir die verbliebene Habe.
Das Elend lange nicht vorbei.
Viel weiter ging die Plünderei.
Der neue Zustand nicht lange wärt.
Man nahm auch noch das Lottepferd.
Nicht nur das rauben aller Werte
war das was unsere Angst vermehrte.
Das Schlimmste war, meist in der Nacht,
und hat uns um den Schlaf gebracht.
I...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- 0. Vorbemerkung
- 1. Aufbruch
- 2. Unterwegs bei Schnee und Eis
- 3. Alles verloren
- 4. Hunger und Tod
- 5. Am 1. Ziel
- 6. Der Entschluss
- 7. Forsthaus Bunter Schütz
- 8. Heilige Nacht
- 9. Über die Familie
- 10. Bewegte Zeit
- 11. Wieder ein neuer Anfang
- 12. Mutters neue Heimat
- Mein Traum
- Impressum