In der Saar schwimmen keine Krokodile
eBook - ePub

In der Saar schwimmen keine Krokodile

Gegenwartslyrik & Texte

  1. 168 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub

In der Saar schwimmen keine Krokodile

Gegenwartslyrik & Texte

Über dieses Buch

Von Saarstücken, Mondfischen, Chancengleichheit, Kompromissbereitschaft und Paradiesen handelt die neue Gegenwartslyrik von Vera Hewener. Sie ist wie ein intellektueller Kompass, mit dem sie durch die aktuelle gesellschaftliche Topographie navigiert. Dies geschieht in einer originellen, teils witzigen Sprache. Mit Humor und Ironie treibt sie Absurditäten auf die Spitze, oft mit überraschendem Ausgang. Eher konkret ist die Landschafts- und Naturlyrik, mit der sie den Leser einlädt, ins Weite zu blicken oder innezuhalten, um vielseitige Einblicke in magische Landschaften zu entdecken. Sie gehört dabei zu jenen Autoren der Gegenwart, die verständlich bleiben und Lyrik auch als wohltuenden Wortklang verstehen.

Häufig gestellte Fragen

Ja, du kannst dein Abo jederzeit über den Tab Abo in deinen Kontoeinstellungen auf der Perlego-Website kündigen. Dein Abo bleibt bis zum Ende deines aktuellen Abrechnungszeitraums aktiv. Erfahre, wie du dein Abo kündigen kannst.
Nein, Bücher können nicht als externe Dateien, z. B. PDFs, zur Verwendung außerhalb von Perlego heruntergeladen werden. Du kannst jedoch Bücher in der Perlego-App herunterladen, um sie offline auf deinem Smartphone oder Tablet zu lesen. Weitere Informationen hier.
Perlego bietet zwei Abopläne an: Elementar und Erweitert
  • Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
  • Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Beide Abopläne sind mit monatlichen, halbjährlichen oder jährlichen Abrechnungszyklen verfügbar.
Wir sind ein Online-Abodienst für Lehrbücher, bei dem du für weniger als den Preis eines einzelnen Buches pro Monat Zugang zu einer ganzen Online-Bibliothek erhältst. Mit über 1 Million Büchern zu über 1.000 verschiedenen Themen haben wir bestimmt alles, was du brauchst! Weitere Informationen hier.
Achte auf das Symbol zum Vorlesen bei deinem nächsten Buch, um zu sehen, ob du es dir auch anhören kannst. Bei diesem Tool wird dir Text laut vorgelesen, wobei der Text beim Vorlesen auch grafisch hervorgehoben wird. Du kannst das Vorlesen jederzeit anhalten, beschleunigen und verlangsamen. Weitere Informationen hier.
Ja! Du kannst die Perlego-App sowohl auf iOS- als auch auf Android-Geräten nutzen, damit du jederzeit und überall lesen kannst – sogar offline. Perfekt für den Weg zur Arbeit oder wenn du unterwegs bist.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren.
Ja, du hast Zugang zu In der Saar schwimmen keine Krokodile von Vera Hewener im PDF- und/oder ePub-Format sowie zu anderen beliebten Büchern aus Literatur & Poesie. Aus unserem Katalog stehen dir über 1 Million Bücher zur Verfügung.

Information

Jahr
2015
ISBN drucken
9783738635676
eBook-ISBN:
9783739297460
Auflage
1
Thema
Poesie

Durch Jahr und Tag

„Wenn Dir ein Narr erzählt, dass die Seele mit dem Körper zusammen vergeht, und das, was einmal tot ist, niemals wiederkehrt, so sage ihm: Die Blume geht zugrunde, aber der Same bleibt zurück und liegt vor uns, geheimnisvoll wie die Ewigkeit des Lebens.“ Khalil Gibran

Monatslosungen

Der Februar ruft Narren
Der März schiebt den Karren
Der April kann gut posen
Der Mai pflückt Hagebutten
Der Juni rockt Rosen
Der Juli wandert in kurzen Hosen
Der August verbrennt Hitze
Der September soll sie kosen
Der Oktober lockt alle Herbstzeitlosen
Der November tropft in Ritze
Der Dezember schenkt Engelputten
Der Januar wirft über Feuerwerk Kutten

Auf der Gartenbank hinter dem Haus

frühmorgens in der Wiese sitzen
nichts hören als Vogelstimmen
nichts sehen als Nebeldunst
nichts fühlen als feuchte Luft
am Himmel die weißen Schlieren der Flugbahnen
zwischen den Atemzügen spüren
die Stille allen Anfangs

März

Frostperlen
wenn uns das Märzherz schlägt
silberseidener Auftakt frühmorgens
Sonne nimmt Platz ordnet Strahlen
verschüttet Lichtschuppen
Sternenimitation für den großen Wagen
der mit der Entfaltung der Blätter
uns das Frühlingsgespann schirrt
wenn gefrorene Feuchte ins Grün tropft
blüht uns allergisch das Keimen
leicht strauchelt der Mondkreis
zieht sein weißes Schild zurück
Vogelstimmen unterm Heckengestrüpp
tuscheln über die Besetzung
leerer Krähennester
im Pollenflug verfangen sich Kätzchenhaare
niesen werden wir unter Forsythien
während wir Bänke aufstellen und schnurren
wenn der Wind Wärme aufweht

Katzenjammer

Die Sonne ruht morgens in Wolkennestern.
Wie müd sie gähnt! Die Strahlen fallen flach.
Das Dunkel dämmert, Sterne funkeln schwach,
der Mond vergilbt, er fängt schon an zu lästern.
Im Sonnenauge träumt der Schlaf vom Gestern.
Jetzt bläst der Wind, vertreibt ihn ohne Krach.
Der Himmel bläut, die Sonne jammert: „Ach“. -
Und Schatten flimmern, sind des Lichtes Schwestern.
Ich dreh mich um, die Fensterläden klappern,
die Spatzen unterm Dach ganz munter plappern,
verkriech ins Betttuch mich, will mich nicht trennen,
doch Helligkeit durch alle Ritzen blitzt,
die Katze hin zur Klappe trippelt, flitzt.
Ich hör sie hinterm Haus ‘ner Maus nachrennen.

Frühlingssturm

Der Sturm kam über den säuselnden Frühling
nicht aufschwellend wie aufgehende Knospenhörnchen
er kam peitschend über aufjüngende Wiesen
riss verstörend an den Körbchen
der Gänseblümchen
die sich eben noch das Aufblühen wagten
reinigte starres Geäst
von Losem und Halbstarkem
und schnitt seine Böen sausend und brausend
durch alles was sich ihm entgegenstellte
die zurück gelassenen Nester in den Kronen
schwankten hin und her
füllten sich mit Hagelkörnern
die wenig später wie Eisflocken zu Boden tropften
und Sonnenfunken in allen Farben blitzen ließ
unter dem Giebelkreuz rieben Krähen
ihre Leiber aneinander
schlugen mit ihren Schwingen
die Wetterkapriolen in den Wind
um den liebestollen Gesichtern
das Balzen zu entringen
auch dieses Jahr kehrten die Elstern
zurück in die Nester
im Tirili der Vogelstimmen
krakeelen sie und rauen

Wenn die Krähe ächzt hör ich

den Kampfschrei zwischen den Nestern
du siehst sie nicht zwischen den Mauern
der Häuslichkeit
Ich sehe nach oben finde nur dichtes Geäst
Knorren Knorpel Krümmungen
Ach ich gehe die Zäune aus Lebensbäumen ab
sehe die Durchblicke die der Wind freilegte
Astbruch der Stürme das Reisig
räumten die Vögel fort bauten Nistplätze
unterm Dachfirst ein Kopfschwun...

Inhaltsverzeichnis

  1. Über das Buch
  2. Über die Autorin
  3. Pressestimmen
  4. Inhaltsverzeichnis
  5. Wasserspiele
  6. Eine Sehnsucht nach Heil
  7. Kompromissbereitschaft
  8. Liebesdeklination
  9. Drei Glocken im Turm
  10. Von Lorraine nach Aquitaine
  11. Nordische Impressionen
  12. Durch Jahr und Tag
  13. Anmerkungen
  14. Bücher von Vera Hewener
  15. Impressum