Mentale Kommunikation
gewaltfrei im HIER und JETZT
Jegliche Kommunikationsabsicht besteht darin, Kontakt zu Personen, zu Tieren, zu Pflanzen oder selbst zu Gegenständen aufzunehmen. Dabei ist im ersten Moment nicht entscheidend ob dies bewusst oder nicht bewusst geschieht. Es passiert bei grundsätzlich jeder Gelegenheit, an jedem Ort, zu jeder Zeit. Und, es hat nicht alleine etwas mit Sprechen zu tun!
Was wir in diesem Kurs erlernen können, ist der bewusst gemachte Umgang zwischen Personen. Sich darüber hinaus mit Tieren, Pflanzen oder Gegenständen in Kontakt zu finden ist zwar nicht Bestandteil dieser Übungseinheiten, wird aber im Nachhinein ebenfalls bewusst werden, wenn wir es bewusst zulassen.
Im Nichtbewussten geschieht das Miteinander sowieso wie von selbst, gewissermaßen telepathisch.
Dies ist nämlich Bestandteil der Übereinstimmung die wir als Geistige Wesen untereinander getroffen haben, womit wir uns in diesem, unserem physikalischen Universum zurechtfinden.
Die fortführenden Übungseinheiten, hin zur bewussten, absichtsvollen Kommunikation, bauen direkt auf den vorliegenden Kursen auf. Telepathie ist insofern auch nichts anderes als das:
Bewusste Kommunikation und Verstehen im Geistigen.
Das Verstehen gründet sich unmittelbar auf Wissen. Die Ansammlung von weiterem Wissen setzt dabei voraus, dass Wirklichkeit und Wahrheit in Übereinstimmung mit den Erfahrungen und den bereits vorhandenen Daten von Personen gebracht werden.
Dieser Wissensschatz begründet mehr oder weniger Logik. Jeglicher Mangel an in Übereinstimmung befindlicher Logik ist somit dem Wissen und damit dem Verstehen abträglich. Er kann bestenfalls als irgendwie geartete Meinung bezeichnet werden.
Diese Meinung ist lediglich eine Art von ganz persönlicher Betrachtung und, je unlogischer sie wirkt, nicht weit entfernt vom Nichtwissen in Form einer Lüge.
Jede Form der Kommunikation ist nur dann perfekt möglich, wenn Übereinstimmung besteht, bei der Aussendung und beim Empfang von Nachrichten.
Nichtübereinstimmung macht Kommunikation geradezu unmöglich, sowohl wegen der Sprache oder der Sprechweise als auch wegen der mangelhaften Definition von Wörtern sowie der unterschiedlichen Vorstellungen und Betrachtungsweisen.
Wenn die Frage gestellt wird: „Was ist ein Baum?“, so stellt sich jeder einen anderen Baum vor - Laubbaum oder Tannenbaum oder ... .
Erst die schrittweise, im Gespräch erarbeitete, kommunikative Annäherung schafft eine mögliche Übereinstimmung.
Auch der jeweilige Blickwinkel sollte bei guter Kommunikation weitgehend der gleiche sein.
Da Menschen oftmals in unterschiedliche Richtungen schauen, sei es politisch, religiös oder einfach beim täglichen Miteinander, sind Missverständnisse an der Tagesordnung.
Erst das kommunikative Verständnis füreinander beseitigt solche Ungereimtheiten.
Nur, wenn wir bereit und in der Lage sind, zu hinterfragen: „Welchen Baum stellst Du Dir gerade vor?“, werden wir auf einen Nenner kommen und uns wieder verstehen. Leute, die zu sehr auf ihrem eigenen Standpunkt beharren, verfestigen den an sich leichten, kommunikativen Ablauf. Sie schaffen harte Dogmen und sperren den Weg für Verhandlungen ab.
Erst die Erkenntnis, dass andere Menschen auch andere Meinungen haben dürfen, ist der Türöffner zu „Herz und Hirn“, zum Denken der Mitmenschen.
Wer sich weder rational noch emotional den Vorstellungswelten anderer nähern kann, ist auch unfähig zur Kommunikation mit jemand anderem.
Dazu gehört sowohl die Fähigkeit der Anerkennung von als auch der Zuwendung zu jemandem und selbstverständlich auch die Bereitschaft zuzuhören. „Zuhören können“ ist vielen von uns weitgehend verloren gegangen.
Jedermann versucht vorrangig das eigene Drama zu vermitteln, es gewissermaßen weiterzugeben, ohne jedoch im Gegenzug die Gelegenheit zu wirkungsvoller Hilfe zu eröffnen.
Hilfsangebote werden allein schon deswegen nicht wirklich zugelassen, weil Menschen in der Vergangenheit, auch weit zurückliegender Vergangenheit, unangenehme Erfahrungen damit machen mussten.
Allerdings ist auch die Fähigkeiten zur bequemen Konfrontation des eigenen Dramas und damit der Befähigung darüber sprechen zu können, oftmals eng begrenzt.
Sobald Menschen sich ihrer Umgebung verschließen, sie nicht mehr unvoreingenommen wahrnehmen können oder wollen, stirbt auch die Fähigkeit zur Kommunikation.
Dabei ist wahrhaftig nur die Aufrechterhaltung guter sowie gewaltfreier Kommunikation das generelle Lösungsmittel für Problemstellungen aller Art.
Mit der Anwendung mentaler Kommunikationsübungen wird die Fähigkeit der Person stabilisiert, in der Gegenwart, im HIER und JETZT, eine Kommunikation zu führen, ohne durch Konflikte beladene Anstrengung.
Gegebenenfalls ist es dann auch möglich, darüber hinaus, einen Gesprächsverlauf in aller Ruhe zu lenken.
Das Wort „Kommunikation“ hat seine Wurzel im Lateinischen und bedeutet soviel wie “Mitteilung”.
In den Wörterbüchern finden wir zudem noch die Bedeutungen: “Verbindung”, “Zusammenhang”, “Verkehr”, “Umgang”, “Verständigung” und „Übertragung“.
Die Art von Kommunikation die wir meinen, wenn wir davon sprechen, ist:
Mit einem oder mehreren anderen Menschen geistig oder mental auf denselben Wellenlängen verbunden zu sein, mit diesen Personen irgendwie zusammenzuhängen.
Im gemeinsam gestalteten Verstehen werden dabei Gedanken und Ideen absichtsvoll und mitteilsam ausgetauscht.
Darüber hinaus erleben wir auch noch die universelle oder kosmische, kommunikative Wahrnehmung im Sinne der Sichtweise Geistiger Wesen:
Mit dem sichtbaren sowie unsichtbaren
Kosmos, allem Belebten und Unbelebten, dauerhaft verbunden sein.
Der Fähigkeit zu geordneter, allgemein verständlicher, ehrlicher Kommunikation, im Rahmen geradliniger und offener Konfrontation, wird ein sehr hoher Stellenwert zugemessen, beim harmonischen Umgang untereinander sowie mit der Umwelt. Mit vollem Recht, wie ich immer wieder feststellen durfte oder gar musste!
Kommunikation, verbal, paraverbal, nonverbal oder anderweitig kreiert, ist nicht nur ein notwendiger Bestandteil sondern der wichtigste Teil beim Verstehen unter-, mit- und zueinander.
Ein weiterer Bestandteil für das Verstehen ist: Die Gemeinsamkeit in räumlicher sowie zeitlicher Wirklichkeit und gegenseitiger Zuneigung (zu Menschen, Tieren, Pflanzen und Mineralen, also auch zu so genannter unbelebter Materie).
Wirklichkeit geht hierbei weit über den Begriff der Realität hinaus.
Als real wird nur das betrachtet, was außerhalb des Denkens existiert; das heißt unabhängig vom nur gedachten Sein.
Wirkliche, wirksame Inhalte von Vorstellungen, Gefühlen, Wünschen, Wahrnehmungen und ähnlichem gelten im Alltagsverständnis zunächst einmal als nicht der Realität zugehörig.
Für die Naturwissenschaften ist Realität nur das, was der wissenschaftlichen Betrachtung und Erforschung zugänglich ist.
Nicht Messbares aber dennoch Wirkliches hat keine Basis für Naturwissenschaft.
Im kommunikativen Miteinander entsteht das Verstehen aus der Absicht heraus, in Kommunikation treten zu wollen.
Der Wunsch und Wille zuzuhören und sich mitteilen zu wollen, sich in die Interaktion zu begeben, schafft erst die Atmosphäre, damit man auch verstehen möchte was andere bewegt.
Das gemeinsam erarbeitete Verstehen, womit wir übereinstimmen, ist:
Das inhaltliche Begreifen, die Erkenntnis eines Sachverhalts; das nicht in der bloßen akustischen Kenntnisnahme besteht, sondern in der weitgehend logisch intellektuellen Erfassung des Zusammenhangs, in dem der Sachverhalt steht.
Verstehen als nachvollziehbare Interpretation, in dem Sinne wie wir es meinen, setzt einen weitgehend miteinander übereinstimmenden Verstand beziehungsweise Intellekt mit entsprechender Intelligenz voraus.
Es ist also nur aufgrund der prinzipiellen Identität von Erkenntnissubjekt zum Erkenntnisobjekt möglich.
Wenn Menschen sich verstehen hat dies mehrere Aspekte, wie beispielsweise:
- Die Selbsterkenntnis, das Verstehen des eigenen Ich oder Selbst und möglichst auch dessen Akzeptanz.
- Ein Erfassen der sprachlichen Mitteilung des Anderen (trotz Fremdsprache oder Dialekt). Sprache ist dabei nichts anderes als die Bekleidung der Gedanken mit, in verschiedenen Kulturen, unterschiedlich verabredeten Lauten und Zeichen.
- Sympathie zwischen Menschen, die oft durch die Körpersprache ausgelöst oder noch verstärkt wird.
- Das verständnisvolle Einfühlen zum verständigen Miteinander, das intensive zwischenmenschliche Nähe voraussetzt und meist auch emotionale Aspekte enthält.
Alle Aspekte erfordern neben den Willensprozessen und den vom Verstand gesteuerten, analytischen beziehungsweise rein intellektuellen Prozessen auch eine gehörige Portion emotionaler Intelligenz.
Um das Verhältnis der Begrifflichkeiten zueinander zu verdeutlichen und anschaulich darzustellen, hier im Anschluss das „Magische Quadrat“; gewissermaßen eine Quadra...