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GESUNDHEIT
2.1. Wie ein Alarmsignal –
E-Book-Licht verstellt die innere Uhr
Das Licht eines E-Book-Readers oder Tablet-PCs hat oft einen höheren Blau-Anteil als das einer Nachttischlampe.
Folge bei längerem Lesen: Im Körper werden später und weniger Schlaf-Hormone freigesetzt. Eine verringerte Melatoninproduktion kann das Krebsrisiko erhöhen.
Das Lesen auf hell leuchtenden E-Book-Geräten vorm Schlafengehen kann den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen. Bei vier Stunden Lesezeit schalte die innere Uhr um durchschnittlich 1,5 Stunden verzögert in den Ruhemodus, berichten Wissenschaftler im Fachjournal "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS).
Als Maß galt der Spiegel des Hormons Melatonin, das den Schlaf reguliert. Zu vermuten sei, dass ein hoher Anteil blauen Lichts der Bildschirme die Veränderung auslöst. "Die Verwendung elektronischer Geräte zum Lesen, zur Kommunikation und zur Unterhaltung hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen", schreiben die Forscher um Anne-Marie Chang von der Harvard Medical School in Boston (US-Staat Massachusetts).
E-Books vs. gedruckte Bücher
Sie wollten die Auswirkungen dessen auf den Schlaf untersuchen. Dazu ließen sie zwölf gesunde junge Frauen und Männer vor der Schlafenszeit unter kontrollierten Bedingungen E-Books und Bücher lesen.
Alle Teilnehmer lasen an fünf Abenden hintereinander E-Books sowie, ebenfalls fünf Abende lang, gedruckte Bücher. Nach dem Zufallsprinzip ausgewählt begann die eine Hälfte mit den E-Books, die andere mit den herkömmlichen Büchern. Zwischen beiden Durchgängen gab es jeweils einen Tag Erholungspause.
Die Probanden lasen jeweils vier Stunden lang, bevor um 22 Uhr das Licht gelöscht wurde.
Um sechs Uhr morgens wurden sie wieder geweckt.
Die Messungen medizinischer Werte zeigten, dass die Probanden nach dem E-Book-Lesen etwa zehn Minuten später einschliefen als nach dem Lesen des gedruckten Exemplars. Die Traumphasen (REM-Schlaf) waren nach dem E-Book-Lesen um fast zwölf Minuten verkürzt und die Probanden fühlten sich morgens deutlich matter und weniger erholt als diejenigen, die herkömmliche Bücher gelesen hatten.
Größte Auswirkungen auf Melatonin
Die größte Auswirkung hatte das Lesen auf elektronischen Geräten auf das Schlafhormon Melatonin:
Dessen Ausschüttung wurde um 55 Prozent vermindert. Am fünften Abend des E-Book-Lesens war die Melatoninkurve, die den Schlaf-Wach-Rhythmus anzeigt, um 1,5 Stunden gegenüber den Abenden mit gedruckter Lektüre nach hinten verschoben.
Zur festgelegten Schlafenszeit um 22 Uhr waren die E-Book-Leser deshalb viel wacher.
Chang und Kollegen verweisen auf andere Studien, die gezeigt hätten, dass kurzwelliges - also blaues - Licht auf Menschen wie ein Alarmsignal wirke.
Der Körper unterdrücke dann die Müdigkeit durch die verringerte Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Bei vielen elektronischen Geräten wie Fernsehern, Computern und E-Book-Readern sei der Anteil des blauen Lichts besonders hoch. Bedenklich sei die Reaktion des Körpers vor allem deshalb, weil eine verringerte Melatoninproduktion unter anderem das Risiko für Krebserkrankungen des Darms, der Brust und der Prostata erhöhen könne, heißt es weiter. Dies hätten Untersuchungen ergeben, die inzwischen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt seien.
"Unsere Ergebnisse belegen, dass das elektrische Licht, dem wir zwischen Sonnenuntergang und der Schlafenszeit ausgesetzt sind, tiefgreifende biologische Wirkungen hat", schreiben die Forscher.
Zu ihrer Analyse merken sie dabei aber an, dass sich die Bedingungen der beiden Lesearten im Experiment stark unterschieden:
Während der E-Book-Reader auf maximale Helligkeit gestellt gewesen sei, habe das Buchlesen bei stark gedämpftem Licht stattgefunden.
Nachdem ich diesen Artikel gelesen hatte, achte ich bewusst darauf, spätestens ab 21 Uhr zum Beispiel nicht mehr in meinem iPad zu lesen.
Quelle: n-tv.de 22.12.2014
2.2. Was ist das am besten gehütete Geheimnis in der Medizin?
Das am besten gehütete Geheimnis in der Medizin ist die Tatsache, dass unter den richtigen Bedingungen sich der Körper selbst heilen kann.
Ein Beispiel verdeutlicht dies:
Wenn Sie mit Ihrem Schienbein hart gegen ein Tischbein stoßen, dann wird es rot, heiß, schwillt an und es schmerzt. Aber es wird auf natürliche Weise heilen, wenn Sie sich zurücklehnen und Ihren Körper seine Arbeit machen lassen.
Was wird aber passieren, wenn Sie Ihr Schienenbein immer wieder gegen das Tischbein stoßen, dreimal täglich zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen? Es wird so nicht heilen!
Sie könnten zu Ihrem Arzt gehen und das schmerzende Schienenbein beklagen.
Der Arzt greift zu seinem Rezeptblock und verschreibt Schmerzmittel.
Sie schlagen anschließend weiter mit dem Schienenbein dreimal täglich an das Tischbein.
Das schmerzt zwar, aber Sie fühlen sich dank der Schmerzmittel schon sehr viel besser und danken dem Himmel für die moderne Medizin.
Das Gleiche geschieht, wenn Menschen Nitroglyzerin gegen den Angina pectoris Herzschmerz nehmen und eine großartige Besserung verspüren, aber nicht die zugrunde liegende Ursache behandeln.
Unser Körper möchte wieder gesund werden, wenn wir ihn lassen.
Aber wenn wir daran festhalten, ihn weiterhin dreimal täglich zu verletzen, wird er nicht gesund werden können.
Es ist wie beim Rauchen. Eines der erstaunlichsten Dinge, die ich im Medizinstudium lernte, war, dass innerhalb von 10 Jahren, nachdem man das Rauchen aufgegeben hat, das Risiko für Lungenkrebs wieder dem eines lebenslangen Nichtrauchers entspricht.
Ist das nicht erstaunlich?
Ihre Lungen werden den ganzen Teer los und schließlich wird es fast so, als ob Sie nie mit dem Rauchen begonnen hätten. Unser Körper möchte gesund sein!
Jeden Morgen startet bei einem Raucher der Heilungsprozess bis zur ersten Zigarette, die unsere Lunge mit jedem Zug erneut verletzt. Genauso wie wir unsere Arterien mit jedem Bissen neu verletzen können.
Alles was wir zu tun haben, ist, die Schädigungen zu stoppen und zuzulassen, dass der natürliche Heilungsprozess unseres Körpers uns die Gesundheit zurückbringt.
2.3. Dr. med. Michael Greger
Ein brillanter Vortrag über den Zusammenhang von Ernährung und Gesundheit
Wie man Krankheiten mit Nahrungsmitteln verhüten und bekämpfen kann – dargestellt an den Beispielen Herzerkrankung, Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Diabetes, Alzheimer, Demenz und Schlaganfall.
Dr. Greger ist ein führender Spezialist in der Auswertung wissenschaftlicher Studien.
Daher ist jede seiner Aussagen durch Studien belegt. Während seines Vortrags zeigt er die Studien, die seine jeweilige Aussage belegen, auf einer Leinwand.
Koronare Herzerkrankungen
Herzerkrankungen sind nicht nur die führende Todesursache, sondern auch die führende Ursache für Behinderungen.
Prof. Dean Ornish zeigte mit seinem Ernährungs- und Lebensstil-Programm, dass 91 % seiner Herzpatienten eine Reduktion der Angina pectoris Anfälle aufwiesen. Die Kontrollgruppe mit den Herzpatienten, die die üblichen Ratschläge der Ärzte befolgten, hatte eine Zunahme der Herzattacken um 186 %.
Eine weitere Untersuchung mi...