Byzanz und das 6. Jahrhundert.
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Byzanz und das 6. Jahrhundert.

Alltagskultur, Hinterlassenschaft und Veränderung - Aufbruch und Umbruch im Reich der Römer.

  1. 188 Seiten
  2. German
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  4. Über iOS und Android verfügbar
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Byzanz und das 6. Jahrhundert.

Alltagskultur, Hinterlassenschaft und Veränderung - Aufbruch und Umbruch im Reich der Römer.

Über dieses Buch

Ereignisse wie der Niedergang des Weströmischen Reiches sowie die Übernahme Italiens durch die Goten prägten das 5. nachchristliche Jahrhundert, doch bildete dieses Fanal zugleich Raum für die Emanzipation des östlichen Teils des Imperiums.Unterlagen die einzelnen Phasen im Reich der Römer zu allen Zeiten einem stetigen Wandel, so sind die eigenwilligen und faszinierend schönen kulturellen Überlieferungen des Byzantinischen Reichs unerreicht, in denen das christliche Leben von zentraler Bedeutung erscheint. Nirgendwo entfaltete Byzanz größeren Glanz als in der Kunst. Damit verband das Reich römisches Erbe mit dem Christentum, aber auch mit dem antiken griechischen Schrifttum.Auch in militärischer Hinsicht verharrte Ostrom nicht in Agonie.Allein das Programm Kaiser Justinians zur Rückeroberung ehemals römischer Gebiete im Westen, konnte dem Reich noch einmal zu alter Blüte verhelfen und in kultureller Hinsicht an die Ästhetik vergangener Jahrhunderte anknüpfen.Wie wirkten sich die äußeren Einflüsse auf die Städte und Inseln des Oströmischen Reichs in dieser Zeit aus, welche Bauwerke wurden in jenen Jahren errichtet, welche Kunstwerke für die Ewigkeit angefertigt und wie veränderte sich die Alltagskultur und das Leben der Menschen in dieser Epoche?Die äußere Gestalt der Reichswerdung in der Phase des Umbruchs und einer raschen Veränderung soll dem Leser anhand vieler Farbfotos zu Ausgrabungen und Exponaten verschiedener Museen rund um das Mittelmeer näher gebracht werden.

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Information

Jahr
2018
ISBN drucken
9783748130260
eBook-ISBN:
9783748187226
Auflage
2

1
Das Römerreich in der Spätantike und seine Gesellschaft

Byzantinische Griechen oder Byzantiner gelten gelegentlich als mittelalterliche Griechen im allgemeinen - gehörten aber tatsächlich der civitas popularis - also der römischen Volksgemeinschaft als Bürger an. Die Gebiete des östlichen Imperium Romanorum, dem Basileia ton Romaeon (Βασιλεία τῶν Ῥωμαίων) oder auch der Romaeci Autokratoria (Ῥωμαιϰὴ Αὐτοϰ
ατο
ία), fokussierten sich grundsätzlich auf die Hauptstadt Konstantinopel, den südlichen Balkanraum, sämtliche griechische Inseln, Kleinasien, Zypern, die großen urbanen Zentren der Levante sowie Nordägypten. Während der gesamten Antike, der Spätantike sowie des Mittelalters bis hin zum Fall der großen Hauptstadt im 15. Jahrhundert, identifizierten sich seine Bewohner und dessen Eliten als Rhōmaeî (Griechisch: Ῥωμαῖοι, also Römer). Die Geschichtsschreibung benennt diese aber fast ausschließlich als Byzantiner oder byzantinische Griechen - obgleich neue Werke und Ausarbeitungen dieses Bild weitgehend revidieren oder in seiner Tiefe objektiver betrachten. Die Begriffe Byzanz sowie byzantinische Griechen wurden zum ersten Mal 1557 von Hieronymus Wolf (1516-1580) inventiert - ein Humanist der nach einem Begriff suchte um die Phasen zwischen klassischer lateinischer Antike mit der des griechischen Ostreiches zu unterscheiden. Spätestens aber mit George Finlay waren diese Ausdrücke fester Bestandteil der Gesamtbetrachtung der oströmischen Geschichte der Spätantike und des Mittelalters.
Die soziale Struktur der Römer im Osten wurde in erster Linie von einer ländlichen, agrarischen Basis getragen. Bauern lebten innerhalb von drei Siedlungsarten. Zum einen das Chorion (χω
ίον), einem Landgut, dem Agridion (αγ
ιδιων) einem Weiler oder einem kleinen Dorf und endlich dem Proastion (π
οαστειον), einem größeren Anwesen oder einer kleinen Stadt. Es war dies die Bevölkerungsschicht, aus der sich der Großteil der Soldaten rekrutieren ließ. Dies blieb grundsätzlich unverändert zwischen der spätantiken Phase des Reiches bis hin zum Zusammenbruch der Themenordnung.
Das Reich der Römer und ihre Provinzen zu Beginn des 6. Jh. kurz vor der Expedition in den West – der sogenannten renovatio imperii Karte © Autor
1 Europa
2 Haemimontis
3 Rhodope
4 Thracia
5 Moesia II
6 Scythia
7 Bosporus
8 Dacia Ripensis
9 Dacia Mediterranea
10 Moesia I
11 Praevalitana
12 Dardania
13 Macedonica II
14 Epirus Nova
15 Macedonia I
16 Thessalia
17 Epirus Vetus
18 Achaea
19 Creta
20 Insulae
21 Cyprus
22 Hellespontus
23 Asia
24 Bithynia
25 Lydia
26 Phrygia Pacatina
27 Caria
28 Paphlagonia
29 Galatia I
30 Galatia Salutaris
31 Phrygia Salutaris
32 Pisidia
33 Pamphylia
34 Lycia
35 Helenopontus
36 Armenia II
37 Cappadocia I
38 Cappadocia II
39 Lycaonia
40 Isauria
41 Cilicia I
42 Armenia III
43 Armenia I
44 Armenia IV
45 Mesopotamia
46 Cilicia II
47 Osrhoene
48 Euphratensis
49a Syria I
49b Syria II
50 Theodorias
51 Phoenice
52 Phoenice Libanensis
53 Palaestina II
54 Arabia
55 Palaestina I
56 Palaestina III
57 Augustamnica I
58 Aegyptus I
59 Augustamnica II
60 Aegyptus II
61 Arcadia
62 Thebais Inferior
63 Thebais Superior
64 Libya Inferior
65 Libya Pentapolis
Bis weit ins 12. Jahrhundert hinein blieben dem Reich bildungsvermittelnde Institutionen erhalten und konnten seiner Bevölkerung, gemessen an anderen Nationen, ein hohes Niveau schulischer Ausbildung in der Primarstufe anbieten. Aufgrund dieser Strukturen blieb die Alphabetisierungsrate über viele Jahrhunderte recht stabil. Einen wichtigen Teil seines Erfolges in dieser Epoche verdankte das Römerreich seinen Kaufleuten, die eine sehr starke Position und eine hohe Reputation im internationalen Handel genossen. Trotz der Herausforderungen durch rivalisierende italienische Kaufleute - insbesondere aus Venedig oder Genua, konnte das Reich prinzipiell seine kaufmännische Leistung bis zu seinem Untergang bewahren. Der Klerus nahm einen sehr gewichtigen und besonderen Platz in der Gesellschaft ein. Durch das Patriarchat Konstantinopels konnte innerhalb der christlichen Welt eine wichtige und geschätzte Instanz neben dem Papst deutlichen Einfluss auf die Provinzen ausüben. Das Griechische war die vorherrschende Sprache unter der Bevölkerung und im Verlaufe des späten sechsten sowie im 7. Jahrhundert ersetzte es auch Latein, letzteres war bis dahin noch immer in der Verwaltung als Amtssprache dominierend – es gibt hingegen reichliche Indizien für die Kontinuität des Lateinischen in der Heeressprache weit über diesen Zeitpunkt hinaus. Durch den späteren Verlust der westlichen Provinzen wie Spania und Africa, aber auch das Wegbrechen vieler Regionen in Italien veränderte sich der alte multiethnische Charakter des Reiches bezüglich seiner gesprochenen Sprachen. Von nun an sollte Griechisch deutlicher in den Mittelpunkt rücken. Am Ende war es auch die Sprache, welche den alten lateinischen Westen vom Osten des Reiches trennte - obgleich es ja der Osten war, der ohne Zweifel nicht nur Rom symbolisierte und sich als Rechtsnachfolger präsentierte, sondern staatsrechtlich, also de jure, das Römische Reich selbst war. Nachhaltige Schädigung der Beziehungen zwischen Ost und West gab es nicht zuletzt aufgrund der Differenzen zwischen dem katholischen Westen und dem orthodoxen Osten. Diese Entwicklung gipfelte in Rom im Jahre 800 n. Chr. in dem aus byzantinischer Sicht absurden Vorgang der Krönung Karls des Großen (regierte als König der Franken 768-814) zum Kaiser der Römer. Die Meinungsverschiedenheiten mit Byzanz wurden 812 im Vertrag von Aachen formal dadurch beigelegt, dass sich Karl als »Imperator« ohne weiteren Zusatz bezeichnen durfte. Konstantinos XI. Palaiologos (Κωνσταντῖνος Δραγάσης Παλαιολόγος) war von 1448 bis 1453 der letzte römische Kaiser und starb bei dem Versuch die Hauptstadt Konstantinopel zu verteidigen. Glaubwürdigen Erzählungen nach wurde der Kaiser heroisch kämpfend an den Toren der Hauptstadt gesehen, sein Leichnam jedoch ni...

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. 1. Das Römerreich in der Spätantike und seine Gesellschaft
  4. 2. Zypern
  5. 3. Malta und Ostrom
  6. 4. Mallorca
  7. 5. Thessaloniki
  8. 6. Das Museum für Byzantinische Kunst
  9. 7. Ravenna
  10. 8. Venedig
  11. 9. Anfänge der byzantinischen Marine
  12. 10. Flavius Petrus Sabbatius Iustinianus
  13. Sach- und Namenregister
  14. Autor & bisher erschienen
  15. Weitere Informationen
  16. Impressum