
- 76 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
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eBook - ePub
Über dieses Buch
Ein tragikomisches BühnenstückVier alte Schul- und Studienfreunde wohnen zusammen in einer WG. Alle vier arbeiten an ihrer Doktorarbeit, und zwar über das gleiche Thema Placebo. Allerdings, entsprechend ihren jeweiligen Fakultäten, unter verschiedenen Aspekten: medizinisch, psychologisch, philosophisch und künstlerisch.Da taucht die brasilianische Friseuse Lucy auf. Kein Wunder, dass sie auch hier an dem gleichen Thema arbeiten...Das Stück verfolgt sie bis ins demente Greisenalter.
Häufig gestellte Fragen
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Information
1. Szene – Lucy statt Brautpaar - Selfie
Bühnenbild: Vorraum mit 4 Türen mit Türschildern: „Dani“, „Martin“, „Utz“ und „Axel“.
Bühne zwei Minuten lang leer. Etwas Gerümpel vor der Tür. An der Seite drei Mülleimer mit Aufschrift „Papier“, Gelb“, „Rest“ Tür von Axel öffnet sich: Axel. Schaut auf die Uhr. Axel schaut suchend umher, dann in den Zuschauerraum:
Axel (Designer): Es wird Zeit. 20 Uhr soll‘s losgehen, hatten wir gesagt.
Schaut sich dann auf der Bühne suchend nach erwarteter Kundschaft für ein Foto um.
Axel (Designer): Ich hasse Unpünktlichkeit. Noch dazu beim Termin für das Hochzeitsfoto. Kein Benehmen mehr, die Leute.
Proleten.
Schaut in den Zuschauerraum:
Axel (Designer): Nein. Ich meine nicht Sie. Sie sind ja da. Und die anderen hier ja auch. Ein Glück, dass Sie gekommen sind. Wär ja sonst auch blöd. Könnten wir ja gleich nach Hause gehen, Harz-IV kassieren.
Pause. Schaut gezielt in den Zuschauerraum.
Axel (Designer), stirnrunzelnd: Oh! Da vorne ist ein Platz leer geblieben.
Schade eigentlich.
Erwartet eine Antwort. Falls keine kommt, deutet er auf einen leeren Platz in der zweiten Reihe.
Axel (Designer): Ja richtig. Hier vorne. Oder sitzt da ein Kleinkind? Kann ich nicht so genau erkennen. Wegen des Vordermanns.
Leuchtet mit der Taschenlampe auf einen leeren Platz
Axel (Designer): Nee, ist wirklich frei. Sehr bedauernswert. Ist aber auch egal. Dann eben nicht. Hat wohl jemand was Besseres gefunden. Denkt er. - Oder sie. Ist wohl woanders hingegangen. Oper oder so. (trällert belustigt, mit lächerlicher Grimasse eine Opernmelodie, z.B. „Wie eiskalt ist dies Händchen“). Dann wieder zum Publikum gewandt:
Axel (Designer): Beginnen wir halt ohne ihn! - Oder sie.
Geht zurück, zögert einen Moment, geht dann zu seiner Tür und verschwindet.
Zwei Minuten Pause. Dann kommt eine hübsche, südländisch anmutende junge Dame (im Wahrheit Lucy) in den Zuschauerraum. Schaut auf ihre Karte und zwängt sich durch zu dem freien Platz. Dreht sich zum Hintermann um. Südländischer Akzent:
Lucy: Hat ja doch noch nicht angefangen. Und ich dachte schon, ich bin zu spät.
Setzt sich auf den freien Platz in der zweiten Reihe.
Pause. Ein Handy klingelt. Lucy rührt sich nicht. Dann doch: Lucy wühlt in der Handtasche und kramt ihr Handy hervor.
Lucy (zu sich selbst): Oh. Ist meins.
Lucy nimmt das Handy an Ohr.
Lucy: „Ja?“ - „Ach du bist es. Nee, ganz, ganz schlecht. Bin im Theater. Nein, nicht so schlimm, hat noch nicht angefangen.
Soll aber gleich losgehen. Ja, hast ja Recht. War mal wieder so eilig. Hab vergessen, es auszustellen. Tschüssi!“
Stille. Axel kommt wieder auf die Bühne. Schaut sich suchend um.
Axel (Designer): War da jemand? - horcht - Hab mich wohl getäuscht.
Immer noch nicht. Ob sie es nicht finden? – ruft fragend: Hallo! Keiner da?
Die anderen drei Türen öffnen sich. Martin, Utz und Dani treten auf die Bühne. Sie setzen sich an einen Tisch. Axel setzt sich etwas abseits, neben seiner Zimmertür, dazu.
Schweigen. Depressive Stimmung
Utz (Psychologe): Nichts los.
Dani (Mediziner): Zeit, dass endlich was passiert!
Die anderen nicken träge. Axel schaut auf die Uhr, tritt an den Bühnenrand Axel (Designer): Höchste Zeit.
Die zu spät gekommene Dame in der zweiten Reihe stimmt zu:
Lucy: Finde ich auch. Fangt endlich an!
Erschreckt springen alle auf und verschwinden in ihren Zimmern. Pause.
Die zu spät gekommene Dame steht während der folgenden Worte langsam auf.
Lucy zu den Zuschauern gewandt: Sagten die nicht, es soll was passieren? - Das können sie haben.
Zwängt sich durch die Zuschauerreihe. Geht Richtung Bühne. Spricht einen Zuschauer an:
Lucy: Kommen Sie mit? Zu zweit ist besser. Für das Hochzeitsfoto braucht er wohl ein Paar. Bin gespannt, wie er reagiert. - Keine Angst! Nein, nein. Nur fürs Foto. Müssen mich nicht wirklich heiraten. Bin ja nicht schwanger. Von Ihnen schon mal sowieso nicht.
Versucht, den Angesprochenen mit sich zur Bühne zu ziehen.
Falls er sich weigert:
Lucy: Feigling. Dann eben nicht.
Falls er mitkommt, sieht sie ihn sich, noch im Zuschauerraum, genauer an.
Lucy: Warten Sie. Nee, entschuldigen Sie. Das ist mir jetzt echt peinlich. Ich äh – ich glaube, wir passen doch nicht so recht zusammen.
Lucy weiter zum Publikum, mit vertraulicher Geste: Will mir ja nicht das Bild verhunzen.
Gibt ihm ein Zeichen, zurückzugehen. Schaut sich im Zuschauerraum noch einmal suchend um, tut so als winke sie einem jungen Mann zu.
Lucy: Sie? Ja? Prima. Kommen Sie, das wäre toll. Würden ein gutes Paar abgeben. Fürs Foto, meine ich. Vielleicht ja auch sonst. Werden wir sehen. Vielleicht in der Pause. Ich geb Ihnen einen aus. Kommen Sie mit? Nicht? Schade.
Bevor er reagieren kann, geht sie allein auf die Bühne. Schaut auf Axels Tür.
Lucy: Na, der wird Augen machen!
Sagt nichts. Wartet.
Axel tritt wieder auf. Bleibt eine Weile bewundernd und sprachlos. Dann:
Axel (Designer): Oh! – kurze Pause - Aber … Sie sind allein?
Lucy: Nein. Zu zweit.
Axel (Designer): Wie meinen Sie das?
Lucy: Wie ich es sage: Zu zweit. - Sie und ich.
Axel schaut auf die Uhr, dann guckt er sie fragend an.
Axel (Designer): Ich meine nur, ich hatte gedacht… ich sollte doch… ich glaube – Na ja, zu einem Hochzeitsfoto gehört eigentlich ein verliebtes Paar.
Lucy: Kriegen wir hin. Werden Sie sehen. Können Sie kein Selfie?
Macht, da vielleicht nicht alle Zuschauer wissen, was ein Selfie ist, die typische Armhaltung, wenn man sich selbst mit dem Handy fotografiert.
Lucy drängt sich mit Axel in dessen Zimmer (Atelier). Licht aus.
30 Sekunden Pause. Dann Licht an. Lucy kommt allein aus dem Zimmer. Rückt sich die Frisur zurecht. Ruft noch einmal zurück:
Lucy: Dann also bis morgen. Halb zehn. OK?
Axel (Designer): Ok. Bis morgen!
Geht ab.
2. Szene - Axel zeigt Martin das Selfie – Martins Promotion naht – Diss.-Themen
Unmittelbar anschließend. Gleiches Bühnenbild: Vorraum mit 4 Türen mit Vornamen.
Axel kommt aus seinem Zimmer. Streicht sich die Frisur zurecht.
Axel (Designer): Lucy? Bist du noch da?
Lauscht in alle Richtungen
Keine Antwort. Dann etwas lauter:
Axel (Designer): Lucy!
Macht mit den Armen eine enttäuschte Bewegung: hebt beide Arme und lässt sie dann resigniert fallen.
Axel (Designer): Ist wohl schon weg.
Dann klopft er bei Martin an.
Martin (Philosoph): Herein!
Martins Zimmertür öffnet sich. Der Blick wird frei für seine Wohnung. (Vorhang hoch? Tür auf?)
Martin (Philosoph): Ach, Axel, du bist es!
Axel (Designer): Wen hattest du erwartet?
Martin (Philosoph): Niemanden. – Sag mal, hattest du nicht einen Fototermin?
Axel (Designer): Leider geplatzt. Schade. Hochzeitspaare sind immer so spendabel.
Martin (Philosoph): Und stattdessen hast du ein Nickerchen gemacht?
Axel (Designer): Wie kommst du darauf?
Martin (Philosoph): Hörte sich so an. Und eigentlich siehst du auch so aus.
Axel streicht seine immer noch etwas wirren Haare zurecht.
Axel (Designer), resigniert: Ach Martin, lass1, das ist ein zu weites Feld. - Muss das ganze erst mal verdauen.
Martin (Philosoph): Wovon sprichst du?
Axel holt sein Handy hervor und zeigt Martin eines von Dutzenden von Selfies. Könnten, wenn möglich für die Zuschauer per Beamer sichtbar gemacht werden: Axel und Lucy in witzigen Positionen. Zum Schluss ein Hochzeitsfoto von den beiden.
Martin (Philosoph): Donnerwetter! Wirklich fast wie ein Hochzeitsfoto...
Inhaltsverzeichnis
- Leseanleitung
- Inhaltsverzeichnis
- 1. Szene: Lucy statt Brautpaar - Selfie
- 2. Szene: Axel zeigt Martin das Selfie – Martins Promotion naht – Diss.-Themen
- 3. Szene: Feiern: Martins nahe Promotion, Lucy - alle wollen was für sie tun
- 4. Szene: Lucy tritt auf
- 6. Szene: Axel und Dani mit neuer Frisur - ohne Worte – Dann Lucys erster Monolog
- 7. Szene: Schwärmen für Lucy. Eigentlich alle ein wenig verliebt
- 8. Szene mit Kadenz: Doktorfeier mit Lucy
- 9. Szene: Lucy Monolog 2
- 10. Szene: Axel und Lucy
- 11. Szene: Axel und sein Bild
- 12. Szene: Lucy schwanger
- 13. Szene: Beschluss: gemeinsame Vaterschaft. Aber einer muss herhalten
- 14. Szene: Abschied
- 15. Szene: Vier Jahre danach, Monolog Axel
- 16. Szene: Vierter Geburtstag
- 17. Szene: Szene Lucy erscheint
- 18. Szene: Abschied
- 19. Szene: Schlussbild 01
- 20. Szene: Schlussbild 02
- 21. Szene: Schlussbild 03
- 22. Szene: Schlussbild 04
- 23. Szene: Schlussbild 05
- 24. Szene: Abspann
- Anmerkungen
- Weitere Informationen
- Impressum