
- 676 Seiten
- German
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eBook - ePub
Über dieses Buch
Die Korintherbriefe des Apostels Paulus präsentieren sich als zwei weitere, exakt bis ins Detail verfasste Meilensteine zum eingehenden Verständnis der Heiligen Schrift. Dazu möchte der Autor dieses Buches mit einer Vers-für-Vers-Auslegung beitragen und dem Leser zugleich eine unterstützende Hilfe anbieten, die inhaltliche Gesamtlehre dieser beiden bedeutungsvollen Schriftstücke der Bibel nachzuvollziehen. Es ist ein auf die Lehre Gottes ausgerichtetes, unnachahmliches Meisterwerk des Apostels Paulus, das aufgrund des Paulus zu Teil gewordenen Heiligen Geistes die Sehnsucht nach Gott wohlwollend offenbart.
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Information
Einleitung zum 1. Korintherbrief
Der Apostel Paulus schrieb den 1.Korintherbrief etwa 54 - 56 nach Christus, während seines Aufenthalts in Ephesus. Sein Hauptzweck ist, die Gemeinde in Korinth (vgl. Apostelgeschichte Kapitel 18, Verse 1 - 18) wie auch alle Gläubigen weltweit über die geistliche Ordnung in der Gemeinde Gottes zu unterweisen. Die junge Gemeinde in der sittlich verderbten Großstadt hatte mit heidnischen Einflüssen und der fleischlichen Handlung der noch unreifen Gläubigen mit Parteigeist, Hochmut, Gleichgültigkeit gegenüber der Sünde und Missbrauch von Gnadengaben zu kämpfen. Paulus lehrt sie, wie sie sich richtig verhalten und nach den Ordnungen Gottes leben sollen. Wir finden daher viele praktische Anweisungen über Ehe und Ehescheidung, über das Verhalten der Frauen in der Gemeinde, über das Mahl des Herrn, über Gemeindezucht und den rechten Gebrauch von Gnadengaben (Kapitel 12 - 14). Paulus widerlegt auch falsche Lehren über die Auferstehung der Gläubigen und belehrt sie über die Bedeutung der Auferstehung in Gottes Heilsplan (Kapitel 15).
Kapitel 1
Verse 1 - 3
Zuschrift und Gruß
1Paulus, berufener Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, und Sosthenes, der Bruder, 2an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, sowohl bei ihnen als auch bei uns:3Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Auslegung
Vers 1: Wie bereits aus dem Römerbrief bekannt, (Römer 1, Vers 1) erwähnt der Apostel seine Identität, einerseits, um nicht mit einer Namensgleichheit verwechselt zu werden, andererseits hebt er sein bedeutungsvolles Amt als persönlich von Jesu Christi berufener Apostel hervor. Mit dieser Aussage will sich Paulus nicht mit dem Prestige seiner eigenen Person rühmend in den Vordergrund emporheben, sondern das Ansehen seines Amtes beruht einzig und allein auf der Gnade und dem dazugehörenden Willen des Herrn Jesus Christus. Einzig diese spezifische Entscheidung des Heilands verleiht dem Namen des Apostels relevante Bedeutung als Bevollmächtigter Gottes. Paulus vertritt mit seiner Person die ihm in Auftrag gegebenen Werke des Herrn als dessen Gesandter. Weiterhin erwähnt der Apostel den Namen des Sosthenes, den er Bruder nennt. Paulus zitiert diesen Namen aufgrund der Mitarbeit, die Sosthenes mit ihm gemeinsam in der Gemeinde als ein „Amtsbruder“ Gottes in Korinth tätigt.
Vers 2: Es folgt eine Spezifizierung der korinthischen Gemeinde. Zunächst erwähnt Paulus die Geheiligten in Jesus Christus. Gott hat sich anhand Seiner Gnade gegenüber diesen Personen erkenntlich gezeigt. Dies bedeutet, dass die Geheiligten in Christus vom Allmächtigen nicht nur bedacht, sondern auch gleichzeitig in die Zugehörigkeit Gottes integriert wurden. Deren Heiligung ereignet sich in der Gemeinde Jesu Christi. Weiterhin spricht der Apostel die berufenen Heiligen an. Auch diese Personen gehören Gott an, weil Er sie mit der Gabe Seines Sohnes Jesus Christus aus Gnade berufen hat. Sie gehören ebenfalls der Zugehörigkeit Gottes an und sind gläubige Kinder des Herrn Jesus Christus. Heilige sind folglich Gotteskinder, da sie vom Herrn geheiligt - und daher in die Zugehörigkeit Gottes hineinintegriert wurden. Sie sind dank der Gnadengabe Gottes vom fleischlichen Leben in geistliches Leben bedingt durch Gottes Barmherzigkeit vorgedrungen. Samt allen folgt nunmehr in der Erwähnung. Diese von Paulus benannten Personen heben ihre Gottzugehörigkeit ebenfalls bedingt durch ihren Glauben an den Herrn Jesus Christus empor; auch sie sind Mitglieder der Gottesgemeinde, - sprich dem Volk Gottes zugehörig. Sie preisen und loben, ja - sie rufen den Namen des Heilands an jedem Ort, sowohl bei ihnen als auch bei uns, so Paulus. Alle Glaubensvertraute spricht Paulus im zweiten Vers als die Gesegneten Gottes an.
Vers 3: Der Apostel segnet die mit Gott verbundene Gemeinde. Die zielgerichtete Ermächtigung Gottes lässt sich im 3.Vers auf beispielhafte Weise belehrend unterstreichen. Die Allmacht Gottes sticht gegenüber der menschlichen Geringfügigkeit mit einer geradezu prägenden Unterscheidung hervor. Ohne die gewichtige Gnade und den dazugehörenden Frieden, den Gott, der Vater und der Herr Jesus Christus unserem Leben offenbaren, verweilen wir Menschen in einem trostlosem, lichtleerem und auch bleibendem Verfall. Gott ist unser Vater, der Schöpfer des Himmels und der Erde, der Spender alles Lebens. Jesus Christus ist unser Herr, der uns das von Gott gewollte Handeln zu uns auf die Erde bringt. Nur durch Ihn können wir in das Reich der Himmel gelangen. Doch der Vollführer dieser gnadenbringenden Tat ist Gott allein. Wir erinnern uns an das Johannesevangelium - dort steht geschrieben:
Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben (Johannes 3, Vers 16 / Lutherbibel 1545).
Beide, Gott, als auch Jesus Christus sind zwar in deren Eigenschaften verschieden (Gott ist Geist / Johannes 4, Vers 24, Jesus Christus ist Mensch und Gott zugleich) und dennoch miteinander verbunden. Die alttestamentarischen Gesetze Gottes waren aufgrund der fleischlichen (menschlichen), uns weitervererbten Schwäche des Adam nicht einzuhalten. Dazu konnte auch das Blut der Tieropfer die sündige Natur des Menschen niemals gänzlich vertilgen. Daher handelte Gott aus reiner Gnade und Liebe zu uns Menschen und sandte Seinen seit der Ewigkeit existierenden Sohn als Mensch zu uns auf die Erde, indem sich Gott in Seinem Sohn selbst verwirklichte, denn das Wort wurde Fleisch (Johannes 1, Vers 14), um uns aufgrund unserer sündigen Natur durch das heilende Blut, dass Christus am Kreuz für uns, die Gläubigen vergoss, in zwingender Verbindung mit unseren Glauben an Ihn zum Ewigen Leben zu verhelfen. Das von Paulus zitierte Wort Friede hat seinen Ursprung aus der alttestamentarischen Zeit erhalten. Bereits in Jesaja 9, Verse 5 - 6 können wir die Vorankündigung Jesu Christi nachlesen und den damit verbundenen Frieden, den der Heiland (Erretter) spendet auch folglich erwähnend betrachten. Dort steht geschrieben:
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst. Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, dass er es gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des Herrn der Heerscharen wird dies tun!
Der Friede ist die in Fleisch und Blut übergegangene Verkörperung Gottes in die Person Jesus Christus, unserem Herrn. Wir als die Kinder Gottes sind Teilnehmer an diesem uns von Jesus übergebenem Friedensereignis, dessen ursprünglicher Spender wiederum Gott allein ist. Gott und Jesus Christus sind folglich unzertrennlich miteinander verbunden.
Verse 4 - 9
Dank für die Gnade Gottes
4Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus gegeben ist, 5dass ihr in allem reich gemacht worden seid in ihm, in allem Wort und in aller Erkenntnis, 6wie denn das Zeugnis von Christus in euch gefestigt worden ist, 7sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe, während ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet, 8der euch auch fest machen wird bis ans Ende, sodass ihr unverklagbar seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.
Auslegung
Vers 4: Der Apostel bekundet seinen Dank für die gläubige Gemeinde in Korinth, indem er das Werk Gottes lobpreist. Gleichzeitig zeigt sich des Paulus` tiefgründiger und gewissenhafter Glaube an den Schöpfer der Welt mehr als überaus deutlich erkenntlich. Die Gnade Gottes hat die Gemeinde in Verbindung mit Seiner in Ihm ruhenden Barmherzigkeit und den Glauben an Jesus Christus mit Gestalt, Kraft und Auswirkung genährt. Folglich ist eine zum Herrn Jesus Christus hingezogene, gefestigte Wirkung entstanden, welche die korinthische Gemeinde mit ihrer geschenkten Glaubensannahme ausübte.
Vers 5: Diese wohlergehende Tat ist kein Menschenwerk, sondern das Werk Gottes. Allein durch die Barmherzigkeit und die Gnade des Allmächtigen kann sich ein zu Gott und Jesus Christus hingezogenes und gleichzeitig verbundenes Leben entwickeln und folglich die Früchte des Glaubens gewinnbringend tragen. Die Gemeinde ist in allem reich gemacht worden, so Paulus. Mit dieser Aussage will uns der Apostel zu verstehen geben, dass nicht der irdische Reichtum anhand von Besitz in den Vordergrund tritt, sondern dass der geistliche Reichtum in die Herzen der korinthischen Gemeinde in allem Wort und in aller Erkenntnis vom Herrn bedingt durch den Heiligen Geist „eingepflanzt“ wurde. Der Heiland ist der Ernährer und Förderer des geistlichen, zu Ihm führenden Wachstums, damit die Beschenkten Seiner Person immer ähnlicher werden. Jesus Christus selbst wohnt in deren Herzen. Das geistliche Leben hat nunmehr Einzug gehalten, denn aus seiner (Jesus) Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade (Johannes 1, Vers 16).
Vers 6: Die Worte Jesu Christi sind dank des Heiligen Geistes in die Erkenntnis der unabdingbaren Wahrheit übergegangen, denn Jesus Christus ist die Wahrheit und das Leben (Johannes 14, Vers 6). Nun hat der Geist Gottes Seine gewollte Wirkung erzielt, indem der Beschenkte wahrnimmt, dass die alleinige Wahrheit in Form der vollendeten Rettung nur in der der Person Christi zu finden ist. Der Apostel Petrus sprach in der Apostelgeschichte des Lukas hierzu folgende vom Heiligen Geist erfüllte Worte:
Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name (Jesus Christus) unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen! (die Apostelgeschichte des Lukas Kapitel 4, Vers 12). Diese Überzeugung ist nunmehr gefestigt worden und hat fortan eine bleibende Stätte gefunden.
Vers 7: Dieses gnadenbringende Gottesgeschenk hat mit dem Ausmaß seiner ganzen Fülle den geistlichen Reichtum der Gemeinde erweckt und ins Leben gerufen. Diese Gnade des Höchsten ist von einer solch umfassenden Wahrnehmbarkeit gekürt, das, so Paulus ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe, während ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet. Die Rückkehr des Heilands, welche sich in Zukunft mit der Endoffenbarung Jesu Christi am Jüngsten Tag ereignen wird, ist von einem gefestigten und standhaften, vom Herrn übergebenen Glauben beseelt, sodass die Gemeinde diesem Tag mit froher Hoffnung und großer Vorfreude entgegenblicken kann.
Vers 8: Anhand der ihnen vom Herrn übergebenen Glaubensstärke sind folglich die Gläubigen „gefestigt, gestärkt und bereit“, um mit gutem Gewissen und der dazugehörenden Freude die Wiederkunft Christi zu erwarten. Im Johannesevangelium spricht Jesus Christus in Kapitel 10, Vers 10b folgende Worte:
Ich bin gekommen, damit sie (die Gläubigen) da...
Inhaltsverzeichnis
- Über das Buch
- Motto
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort zu den Briefen an die Korinther
- Der erste Brief des Apostels Paulus an die Korinther
- Der zweite Brief des Apostels Paulus an die Korinther
- Nachwort
- Impressum