Auf meinen Touren durch Zauche und Fläming, durch Brandenburg sah ich viel, was des Beschreibens wert gewesen war, so viel, dass es für zehn Bücher gereicht hätte. Einige Erlebnisse und Erinnerungen, einige Augenblicke habe ich ausgewählt und stelle sie in Wort und Bild in diesem Band vor.Kommen Sie mit mir! Ich lade Sie ein, mich auf meinen Spaziergängen zu begleiten, mit mir zu schauen und zu hören, was man schauen und hören kann, zu fühlen, was man fühlen kann.Spargelreihen, Erdbeerfelder, und mein Blick schweift übers Land, über dunkle Kiefernwälder und den hellen Heidesand.Blütenfest im Havellande, wählt die Blütenkönigin.Mich umschlingen Heimatbande, weil ich hier zu Hause bin.Brandenburg, du Land der Wälder, Land der Seen in weitem Blick, Land der reifen Roggenfelder, immer kehrt mein Herz zurück.Wo die Lerche hoch im Blauen fröhlich jeden Morgen singt, und auf grünen Havelauen Hochzeitslied der Frösche klingt.Wo der Mensch mit leichter Seele grüßt den Gast an seinem Tisch, und sich müht, dass ihm nichts fehle, ja, dort weil ich sicherlich.Brandenburg, du meine Liebe, gehst mir nicht mehr aus dem Sinn, wünsch, dass ich für immer bliebe, weil ich Brandenburger bin.

- 132 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub
Über dieses Buch
375,005 Studierende vertrauen auf uns
Zugang zu über 1 Million Titeln zu einem fairen monatlichen Preis.
Mit unseren Lerntools kannst du noch effizienter lernen.
Information
Tagebuch einer nicht wirklich durchgeführten
Wanderung durch die Gemeinde Kloster Lehnin
Von Potsdam zog ich einst heran
wohl nach Lehnin zu Fuße,
hab viel erlebt und weiß sodann,
im Bund mit meiner Muse,
hier zu berichten treu und wahr,
was just geschah vor Tag und Jahr.
In Göhlsdorf hinterm Berge,
traf ich auf keine Zwerge,
hier wohnten Susi und Marie
und auch die blonde Stefanie.
Das waren fromme Schwestern
und alle drei von gestern,
drum ließen sie mich zieh’n,
die Straße nach Lehnin.
Als ich erreicht‘ den Colpinsee,
da taten mir die Füße weh,
und weil es eben Sommer war
und auch das Wasser ziemlich klar,
konnt’ ich nicht widersteh’n
und musste baden geh‘n.
Derart erfrischt konnt’ ich getrost
nach Emstal weiterlaufen,
war gut beschuht und auch behost
und wollt’ mir Essen kaufen.
In Emstal dann der Lindenwirt
schien etwas unzufrieden,
weil Frieda mit den Tellern klirrt,
denn die war frisch geschieden.
Mir war‘s egal, ich gönnte mir
nach meinem schönen Bade
die Rast, ein gutes Weizenbier
und eine Rindsroulade.
Am Ofen kurz vorbei geschaut,
der war schon lang erkaltet.
Zum Ofenfeste wird es laut,
sonst wird er still verwaltet.
Im nächsten Dorf, in Rädel,
traf ich ein süßes Mädel,
die wohnte Nummer Zehn
und wollte tanzen geh’n.
Das Tanzen lag mir nicht im Sinn,
drum ging die Maid alleine hin,
zum Scheuchenball und ließ mich stehn,
das hat gar albern ausgeseh’n.
Ich war beschwingt und heiter
und grämte mich nicht weiter
und dachte bei mir, bös und leis:
‚Ich weiß etwas, das du nicht weißt:
‚Dem Wettbewerb der Vogelscheuchen
magst ein paar Jahr’ du noch entfleuchen,
doch irgendwann fragt dich ein Gast,
ob du Modell gestanden hast.’
In Michelsdorf war nicht viel los,
rasch bin ich durchgelaufen,
dort kriegen Fuchs und Hase bloß
vorm Schlafengeh’n das Raufen.
Jedoch zur Sozialistenzeit
gab es noch echten Melkerstreit –
es floss die Milch in Strömen,
und jede schwarzgefleckte Kuh
tat willig ihren Teil dazu
und wusst’ sich zu benehmen.
Ich zog gen Golzow nun geschwind,
trank Bier im Heidekruge.
Die Leut’ dort nicht Lehniner sind,
die Zeit verging im Fluge,
denn die Frau Wirtin, lieb und fein,
wollt’ länger nicht alleine sein,
schon frönte ich der Minne
im Krug in Oberjünne.
Ihr Bestes tat sie, zu verführ’n
den braven Wandersmann,
doch traut’ ich allen Liebesschwür’n,
käm ich wohl nirgends an.
Oh schöne Maid, es heißt mich geh’n
das Schicksal und die Beine,
drum wink’ ich dir ein Wiederseh’n
und lass’ dich jetzt alleine.
Der Abschied kam erst in der Früh’,
die Nacht war viel zu schön,
und fern von jeder Prüderie
da ließen wir’s gescheh’n.
Mit Golzows Bad und Brennerei,
zwei Lamas, einen Hund dabei,
Geschäften, Markt und Häusern satt
ist dieses Dorf fast eine Stadt.
In Golzows Farm der Krokodile,
war’n mir der Echsen viel zu viele,
drum nahm ich meine Fahne
und wanderte nach Krahne.
Ein feines Mahl im Rittergut
tut nicht nur einem Ritter gut,
und hinterher am Waldessaum
träumt’ ich den echten Rittertraum.
Als wieder ich erwachte,
war es bereits halb achte.
Nun aber los, und kurz nach neun
durft’ ich im „Dachsbau“ mich erfreu’n
an Reckahns Speis’ und Weine
und blieb die Nacht alleine.
Am Tag darauf fand Schloss und Park
in Reckahn ich besonders stark.
Im ...
Inhaltsverzeichnis
- Motto
- Inhaltsverzeichnis
- Folge mir, mein Freund,
- Lass Dir erzählen,
- Tauch ein mit mir
- Guten Morgen Brandenburg
- Mein Brandenburg
- Heimat
- Fläming - Wanderer
- Im Ring der Zeit
- Heimweh
- Feierabend
- Im Februar
- Daheim
- Morgensonne
- Dippmannsdorf
- Willkommen
- Herbei, herbei!
- Frühlingsdüfte - Frühlingslüfte
- Am Colpinsee
- Werder an der Havel
- Kam ein Storch geflogen
- Nach dem Regen
- Blütenfest
- Frühlingsruf
- Ostern
- Friedenseiche
- Lehniner Land
- Zeit vergeht
- Hasenpanier
- Blütenträume
- Pusteblume
- Liebeskummer
- Frühling in der Apfelplantage
- Komm endlich, Sommer!
- Am Morgen
- Auf der Brücke
- Auf der Schwelle
- Auf zarten Flügeln
- Sonnenaufgang
- Kurzer Ausflug
- Metamorphose
- Am Wiesenbach
- Morgenhauch
- Leise Zwiesprache
- Fläming
- Am Hagelberg
- Waldspaziergang
- Erdbeerzeit
- In den Sommer
- Was mich freut
- Ein Bett im Kornfeld
- Aufsteh’n
- Wie überall
- So schön die Welt
- Träumerei
- Ein Blatt im Wind
- Rummeln
- Verlorenwasser
- Rabenstein
- Hin und her
- Schönes Land
- Purer Stress
- Fauler Sommer
- Wildgänse zieh'n vorbei
- Falterlos
- Zwei Pärchen
- Zögerlich
- Aua
- Sommerabschied
- Alter Herbst
- Alter Baum
- Im Übergang
- Sehnsuchtsmelodie
- Bis dann
- Bunt sind schon die Wälder
- Eine Pilzwanderung
- Abschied
- Nebelwiesen
- Rotfuchs
- Bunter Specht
- Eine Aufforderung
- Spielerei
- An der Mühle
- Winternacht
- Vogel im Schnee
- Wanderer im Schnee
- Zur Ruhe
- Karussell
- Eine nicht ganz ernst gemeinte Betrachtung
- Wie wandre ich doch frohgemut
- Wohlgefühl
- Jeder Weg hat mal ein Ende
- Tagebuch einer nicht wirklich durchgeführten Wanderung durch die Gemeinde Kloster Lehnin
- Über den Autor
- Die Fotos bilden ab
- Impressum
Häufig gestellte Fragen
Ja, du kannst dein Abo jederzeit über den Tab Abo in deinen Kontoeinstellungen auf der Perlego-Website kündigen. Dein Abo bleibt bis zum Ende deines aktuellen Abrechnungszeitraums aktiv. Erfahre, wie du dein Abo kündigen kannst
Nein, Bücher können nicht als externe Dateien, z. B. PDFs, zur Verwendung außerhalb von Perlego heruntergeladen werden. Du kannst jedoch Bücher in der Perlego-App herunterladen, um sie offline auf deinem Smartphone oder Tablet zu lesen. Erfahre, wie du Bücher herunterladen kannst, um sie offline zu lesen
Perlego bietet zwei Abopläne an: Elementar und Erweitert
- Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
- Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Wir sind ein Online-Lehrbuch-Abo, bei dem du für weniger als den Preis eines einzelnen Buches pro Monat Zugang zu einer ganzen Online-Bibliothek erhältst. Mit über 1 Million Büchern zu über 990 verschiedenen Themen haben wir bestimmt alles, was du brauchst! Erfahre mehr über unsere Mission
Achte auf das Symbol zum Vorlesen bei deinem nächsten Buch, um zu sehen, ob du es dir auch anhören kannst. Bei diesem Tool wird dir Text laut vorgelesen, wobei der Text beim Vorlesen auch grafisch hervorgehoben wird. Du kannst das Vorlesen jederzeit anhalten, beschleunigen und verlangsamen. Erfahre mehr über die Funktion „Vorlesen“
Ja! Du kannst die Perlego-App sowohl auf iOS- als auch auf Android-Geräten nutzen, damit du jederzeit und überall lesen kannst – sogar offline. Perfekt für den Weg zur Arbeit oder wenn du unterwegs bist.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren
Ja, du hast Zugang zu Unterwegs von Wolfgang Walther im PDF- und/oder ePub-Format sowie zu anderen beliebten Büchern aus Literature & Poetry. Aus unserem Katalog stehen dir über 1 Million Bücher zur Verfügung.