Irreguläre Migration
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Irreguläre Migration

Wie Abschiebungshäftlinge die Welt sehen

  1. 244 Seiten
  2. German
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Irreguläre Migration

Wie Abschiebungshäftlinge die Welt sehen

Über dieses Buch

Prof. Dr. Monika Frommel: "Ihr Buch gefällt mir sehr."Der Andrang irregulärer Migration führt in Europa und Deutschland zu politischen Abgründen, in denen weithin weltanschauliche Haltungen statt sachlicher Debatte die Auseinandersetzung bestimmen. Einige gebrauchen Beschimpfungen, Pöbeleien und Schlimmeres statt politischer Argumente. Von der sachlichen Betrachtung des Problems sind aber leider auch die Regierenden weit entfernt. Martin Hagenmaier hat mit irregulären Migranten gesprochen und sie nach ihrer Sicht dessen gefragt, was wir irreguläre Migration nennen. Sie empfinden ihre rechtliche Situation so, als würden sie als Menschen zurückgewiesen, obwohl ihr Aufbruch nach Europa doch eigentlich ein Ausdruck des "Rechts" war, "ein Mensch zu sein". In ihrem Herkunftsland haben sie ihrem Empfinden nach eben auch kein "Recht, ein Mensch zu sein", weil ihnen aus verschiedenen Gründen wie Krieg, sonstige Waffengewalt, Terrorismus, Clanherrschaft, Korruption oder gesellschaftlichem Chaos die Möglichkeiten zum Leben fehlen. Bei ihrer Migration greifen sie jedoch auf Mittel zurück, die dem Chaos und der Korruption nicht nachstehen. Das System der irregulären Migration setzt Milliarden auf Kosten der Migrierenden um. "Warum nehmt ihr uns auf, um uns dann wieder wegzuschicken?" So verstehen sie die Asylverfahren. Ihre Geschichten zeigen Menschen, die verzweifelt versuchen, einen Anschluss an das Leben in Europa mit all seinen Versprechungen zu finden und doch ihre Weltsicht nicht einfach ablegen können. Kann da der nun bereits nahezu vier Jahrzehnte dauernde Versuch helfen, immer neue Gesetze zur Abwehr von irregulärer Migration zu formulieren? Sinnvoller wäre es, klare Regeln für Zuwanderung oder Reise zu finden und diese zu kommunizieren. Damit könnten auf die Dauer die Reiseagenturen der Schlepper und Schleuser überflüssig gemacht und durch regelgerechtes und viel preiswerteres Verhalten ersetzt werden.

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Information

Jahr
2018
ISBN drucken
9783748148647
eBook-ISBN:
9783748115205
Auflage
1

Kapitel 1

Migration – der politische Aspekt in Deutschland

Nicht nur in Deutschland zeigt sich das Migrationsproblem immer noch und immer wieder als Auseinandersetzung über Zuwanderung. Durch die EU-Türkei Vereinbarung (2016) endete das nicht. Besonders angefacht wurde es noch einmal nach dem dortigen Putsch. Die Debatte änderte nur ihre Richtung und glitt in die bekannten alten Frontlinien und auf die Route Libyen – Sizilien zurück. Ganz aus der Fassung kam sie nach dem Weihnachtsmarktattentat von Berlin, dann durch weitere Attentate und schließlich ein wenig im Wahlkampf 2017. Zuletzt kam sie in der Wohnungsnot – 800.000 wohnungslose Menschen in Deutschland 2017 - und in Sondierungen vor und verhinderte vielleicht zunächst eine neue Regierung. Danach brachte ein Nebenaspekt der Flüchtlingsdebatte trotz rückläufiger Zahlen fast die Regierung zu Fall. Es geht immer wieder von vorne los:
Menschen schütten Hass über andere Menschen aus und sind nicht bereit, ihren Mitmenschen zuzuhören, bevor sie ihnen antworten. Sie wähl(t)en in großer Zahl die AfD, um irgendetwas wie Politikkritik zum Ausdruck zu bringen. Es kann auch sein, sie sind verantwortlich für die CSU und versuchen mit allen Mitteln, ihre Partei oben zu halten. Anscheinend sind alle neu geboren. Niemand erinnert sich offenbar, dass Anfang der 90iger Jahre weder Hass, noch Brutalität, noch die Republikaner, noch die Abschiebung von ausländischen Straftätern irgendetwas an der Zuwanderung und ihren Problemen geändert hat.
Die gesellschaftliche Auseinandersetzung ist zurückgekehrt. Bald dreißig Jahre des Lernens wurden vertan. Verschärft4 hat sich alles in Deutschland durch Vorfälle wie in Nizza, Würzburg, Ansbach, Freiburg, Berlin oder Hamburg, zuletzt auch in Kandel und Chemnitz, wo jeweils männliche Zuwanderer Morde oder Mordversuche an Feiernden, Konzertbesuchern, Bahnfahrenden, Weihnachtsmarktbesuchern, an einer jungen Frau, ja an schlichten Edeka-Kunden, an einem 15-jährigen Mädchen, verübten und dann der so genannte Islamische Staat (IS) und stets rechtsgeübte Hassdeutsche ihr Süppchen darauf kochten.
Nur weil hier Pegida demonstriert und die AfD in die Parlamente kommt, fallen die Probleme in der arabischen/afrikanischen Welt nicht in sich zusammen. Menschen, die Pegida anhängen oder sich rechtsradikal5 einordnen, glauben, man könne aus der Welt aussteigen und sich in Deutschland einigeln. Sie halten das für ein Modell für alle „Völker“, wie es auch der US – Präsident immer wieder verlauten lässt.6 Die Welt soll eine Welt der Völker sein oder so gesehen werden. Internationales ist in ihren Augen linke Propaganda. Die Uno ist eine Weltdiktatur, welche die Völker zu unterwerfen versucht.7
Das dazugehörige Gedankengut ist z.B. in Blogs und Zuschriften der Internetzeitung „Freie Welt“ aufgeblättert. Da ist von den „Altlastparteien“ die Rede, die entsorgt werden müssen. Die Kanzlerin wird Kanzler – Diktatorin genannt. Die Regierung heißt Regierungskartell. Wie sich diese Sprache im Bundestag entwickelt, wird man sehen. Minister und Abgeordnete werden mit Todesdrohungen – übrigens nicht nur von Urdeutschen, sondern auch von Zugewanderten – konfrontiert.8 Einen Mordversuch gab es am 17.10. 2015 in Köln.9 Das gleicht einer Kampfansage gegen die bisherige Bundesrepublik mit Freiheit, Gleichheit und internationaler Orientierung.10 Sehnsuchtsziel ist wohl das, was seit dem US-Wahlkampf die einfache und oft bösartige Trumprhetorik ausmacht, eine Kampfansage an Zuwanderer, Religionen und das „kriminelle und korrupte Establishment“. Den Erfindern dieser Rhetorik, heißen sie nun Trump, Erdogan oder Putin, geht es ausschließlich um Macht, nicht um die Menschen.
Dass es sich in Deutschland um eine eher terroristisch gestimmte Hass-, Gesinnungs- oder gar Glaubensparteilichkeit handelt, macht folgendes Zitat deutlich: „Wir werden Freund und Feind ein Beispiel unserer Unbeugsamkeit, unserer unverstellten Vaterlandsliebe und unseres Zusammenhalts geben“, heißt es in einem Aufruf der ‚Patriotischen Plattform’, eines Zusammenschlusses rechter AfD-Politiker.“11
Schon die Einteilung der Menschen in Freund und Feind schockt geradezu. Sie hat aber Methode. Carl Schmitt, juristischer Vordenker in der Hitlerdiktatur, hat sie einst als „das Politische“ definiert.12 Die ‚Unbeugsamkeit’ zeigt, dass es hier
nicht um einen Beitrag zum politischen Geschehen in der Demokratie geht, sondern um eine Art von Widerstand gegen vermutete Feinde. Ein solches Denkmuster, um nicht Wahn zu sagen, hält auch den Islamismus am Laufen. Die Folgen sind bekannt und gefürchtet und wie aller Wahn auch schwer zu bekämpfen. Warum 12,6 Prozent der deutschen Wähler diesem Weltbild zustimmten und somit eher terroristisch gestimmt erscheinen wollen, das kann eigentlich niemand erklären. In Umfragen wächst diese Zahl weiter.
Offenbar empfinden viele Menschen die bei uns gesicherte Freiheit als Zwang und Unterdrückung. Der Schritt zum ‚Sich-Wehren’ per Waffe ist da nicht mehr weit! Bis jetzt wird das als feiger Angriff auf Flüchtlinge und politische Abenteuerei zelebriert. Den Ernstfall dieser Denkweise demonstrierte aber die Terrorgruppe „NSU“. Können wir darin den Beginn einer „Metamorphose der Welt“ sehen, von der niemand weiß, wohin sie führen kann und soll?13
Jetzt hätten wir zumindest die Zeit, die Migrationsfragen gründlich zu bedenken: Um was geht es eigentlich in dieser Auseinandersetzung, in der die so genannte Flüchtlingspolitik, die oft nur ‚Reaktion’ ist, für falsch erklärt wird? Wer soll etwas falsch machen, wenn unser Land zunächst einmal Gastfreundschaft übt? Die Wohnungsproblematik mit der Konkurrenz zwischen zugewanderten und anderen wohnungslosen Menschen drang erst zwei Jahre später ins Bewusstsein.14
Bedroht fühlen muss man sich aber schon, wenn Menschen so aggressiv sind wie seit dem 3. Oktober 2016 über den ganzen Wahlkampf 2017 hinweg. 2018 erreichte die Aggressivität weitere Höhepunkte, zuletzt in Chemnitz. Ähnliche Bedrohung geht von Migranten oder Flüchtlingen aus, wenn sie einige ihrer Gastgeber umbringen.
Manchmal stehen wir staunend oder empört davor, dass Menschen sichtlich Gastlichkeit oder gar Rechte in einem für sie fremden Land dazu benutzen, ihre Herkunft zu verschleiern, die Bewohnerinnen schlecht zu behandeln oder sogar terroristische Angriffe zu zelebrieren. Bei Flüchtlingen setzt man voraus, dass sie nicht anders können als grundehrlich zu sein, weil sie auf der Flucht sind. Aber was, wenn sie gar nicht auf der Flucht, sondern lediglich - wenn auch mit nachvollziehbaren oder mit erdachten Gründen - unterwegs sind? Wer kann das mit unseren beschränkten Mitteln erkennen?
Asyl und unsere dazugehörenden Gesetze wie auch die Genfer Flüchtlingskonvention werden natürlich auch von Menschen taktisch genutzt – bis hin zum IS. Das ist unübersehbar und disqualifiziert keinen einzigen Flüchtling. Es fordert unsere Möglichkeiten und Fähigkeiten der Unterscheidung heraus, damit der Flüchtling mit seiner Familie den notwendigen Schutz bekommt und der andere die notwendige Konsequenz. Wenn man sich vor Unter- und Entscheidungen drückt, wird sogar das Recht auf Asyl wertlos.15
Sicher können im jeweiligen Einzelfall auch mal falsche Entscheidungen getroffen werden. Das kennzeichnet menschliches Leben und zwingt nicht dazu, Entscheidungen zu unterlassen. Das aufnehmende Land entscheidet, wem es Schutz gewährt und wem nicht.
So lautet bisher der Grundsatz in der Welt der Nationalstaaten. Dass Deutschland daraus ein Grundrecht auf Asyl als Menschenrecht (= das jedem Menschen zusteht) gemacht hat, erschwert die Entscheidung. Jeder hat schließlich einen guten Grund, sein Land zu verlassen, wenn es anderswo besser zu gehen scheint. Dazu gehören sogar in manchen Fällen strafrechtliche Ermittlungen im Abwanderungsland mit den jeweiligen polizeilichen Gepflogenheiten, die schon mal unmenschlich ausfallen können. Das wird rechtlich sogar als Fluchtgrund anerkannt.16 Wir Deutsche fällen nicht gerne negative Bescheide und andere nehmen sie nicht gerne entgegen. Das gilt als unmenschlich. So weit ist alles „ungeheuer normal“. Eine erwachsene lebenserfahrene Sicht, in der es Zustimmung und Ablehnung gibt, ist dennoch besser. Darauf können sich auch MigrantInnen einstellen.
2016 kamen laut „Easy“ 321.370 Migrierende neu nach Deutschland.17 Es wurden ca. 280.000 Asylanträge gestellt. 2017 waren es 222.683, davon 198.317 Erstanträge.18 Zu Recht spricht die Politik von Entlastung. Dann wäre eine vernünftige Arbeit am Asyl-/Migrationsproblem doch möglich. Es sei denn, es muss eine Regierung gebildet werden wie im Herbst und Winter 2017/18 in Deutschland – oder der Innenminister nimmt seine Regierungschefin in Geiselhaft. In den ersten acht Monaten 2018 kamen noch 94.457 Erstanträge auf Asyl zu Stande.19

Konstruktionen der Wirklichkeit

Die Beschäftigung mit den Konstruktionen der Wirklichkeit ist nicht nur notwendig, sondern unausweichlich. Die Migrationsproblematik ist dabei eins der Arbeitsfelder in allen sozialen Berufen und eins der Lebensfelder in allen sozialen Zusammenhängen und in den Medien, zumal viele Wahrnehmungen, Konstruktionen und Stimmungen inzwischen aus der Beschäftigung mit migrierenden Menschen stammen.
Flüchtlinge werden in unserer Gesellschaft als Menschen wahrgenommen, die ihr Leben nicht mehr gestalten können, sondern einem übergeordneten Zwang ausgesetzt sind. Um ihr Leben zu erhalten oder sich zumindest nicht schwersten Schädigungen diverser Art auszusetzen, verlassen sie ihre Heimat bzw. den Ort, an dem sie leben. Zunächst führt eine Flucht an einen erreichbaren sicheren Ort oder in ein Nachbarland. Wie es dann weitergeht, entscheidet die eigene Lage - Einschätzung der Menschen auf der Flucht. Dabei spielen die „Wahrnehmungen der Welt“ und Weltkonstruktionen eine entscheidende Rolle. Theologen kennen das aus den Geschichten des Alten Testaments. „Geh aus deinem Vaterland … in ein Land, das ich dir zeigen will.“20 Da will sich zunächst niemand integrieren, sondern einen Ort zum Leben finden. Der Ort zum Leben ist aber die Integration als (Mit-)Mensch.
Unterwegs im schäbigen Flüchtlingslager der Nachbarstaaten erinnert man sich, dass es andere Orte auf dieser Welt gibt, in denen vielleicht schon (entfernte) Angehörige wohnen so wie bei Joseph in Ägypten.21 Da ist es dann, wie in der Josephsgeschichte, gleichgültig wie diese dorthin gekommen sind. Der Flüchtige weiß von der fernen Rettungsbasis und strebt ganz gleich auf welchen Wegen da hin. Die Bilder der Rettung aus der Not gleichen denen vom Paradies. Im gesichteten Paradies wohnen aber bereits Menschen. Wie Wirklichkeitskonstruktionen der Migrierenden und der Bewohner des Zielgebietes zusammenpassen, das sieht man später. Manche befürchten, es werde niemals passen.
Die Konstruktion der Migrierenden heißt: In Europa ist es gut zu leben. Da gibt es nicht die Unsicherheiten, Gewaltakte und Katastrophen der arabischen und anderer Länder. Ob und wie sie selbst auch irgendwie mitverantwortlich sind für diese Lage, fragt auf der Welt niemand.
Die Konstruktionen der bisherigen Bewohner von Europa lauten anders: 1) Da kommen viele, wo sollen die alle bleiben? Sie sind eine Bedrohung für unsere gesellschaftliche Ordnung. 2) Wenn sie Terroristen sind, dann bedrohen sie alle. 3) Flüchtigen Menschen muss geholfen werden, egal wie viele es sind. Das ist unser gesellschaftlicher Auftrag. Wer das ablehnt, ist bestenfalls inhuman oder aber rechtsradikal. 4) Die politische Konstruktion ist stets die gleiche: ‚Zuzug steuern und begrenzen.’ Dazu kommt die Zauber- und Wunschtütenformel von der Integration. 5) Die wirtschaftlic...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Vorwort
  3. Irreguläre Migration, Anomie und der Mythos von der besseren Welt
  4. Kapitel 1: Migration – der politische Aspekt in Deutschland
  5. Kapitel 2: Begriffe und Abgrenzung
  6. Kapitel 3: Gesellschaftliche Konstellationen und subjektive Entscheidungen: Interviews mit Menschen in irregulärer Migration
  7. Kapitel 4: Die Kontrollgruppe
  8. Kapitel 5: Anomie und Motivation
  9. Kapitel 6: Konstruierte Wirklichkeit als Berechtigung und Ausschluss
  10. Anhang: Untersuchungsplan mit Interviewleitfaden
  11. Impressum