
- 80 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub
in der Stille
Über dieses Buch
in der StillePoesie und ProsaEin Raum von Unendlichkeitsamtdunkle Weitezeitlosist StilleDie Texte in Poesie und Prosa sind ehrlich, zutiefst erfahren und zeigen eine große, meditative Kraft. Es öffnet sich eine Welt, die das Herz berührt.Illustrationen in schwarz/weiß zeigen bildnerische Werke der Autorin.
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Information
Begegnung in Stille
Wie angenehm ist dieser junge Mensch neben mir. Ich sitze auf der Bank, hoch über dem Tal und genieße die Abendstimmung. Die Sonne scheint, es ist noch warm, die Grillen zirpen laut, vor mir breitet die Landschaft ihre Schönheit aus. Ruhe berührt mich, löst meine Anspannung auf. Das Kratzen des Zeichenstiftes neben mir fügt sich ein.
Die junge Frau hat nur kurz aufgeschaut, als ich mich neben sie setzte, hat mich angelächelt und dann weitergezeichnet. Es tut gut, dass sie sich nicht stören lässt, einfach in ihrem Tun fortfährt. Es gibt mir die Freiheit, auch so zu sein, wie ich bin, mich in meiner eigenen Stimmung zu lassen. Wir sitzen einfach zusammen und doch jede für sich - Nähe ohne Worte.

Unruhe ist dem allen vorausgegangen, Zerrissenheit, Traurigkeit. Ich war schon heute nachmittag traurig. Da war die einsame Stimmung am Arbeitsplatz im Museum – jede Kollegin an ihrem Platz, lesend, nachdenkend, mit sich beschäftigt, keine Besucher. Nach 2 Stunden stehe ich auf, suche Kontakt, möchte reden. Ich gehe zu der mir noch fremden Kollegin am anderen Ende der Abteilung, finde sie am Boden kniend, die Hände wie zum Gebet gefaltet auf dem Hocker vor ihr. Als sie mich sieht, springt sie erschrocken auf, der Hocker fällt um. „Ich bin so allein“, sagt sie, „da sinniere ich vor mich hin.“ Wir reden Stunden miteinander, entdecken Gemeinsames, finden Verbindungen – die Zeit verfliegt.
Dann gehe ich zurück an meinen Platz, lese. Immer noch keine Besucher. Die Menschen genießen die Sonne draußen. Die Kälte der Klimaanlage kriecht durch alle Knochen. Ich sehne mich nach Wärme, spüre wieder die Traurigkeit.
Dann der Feierabend, der noch so einen schönen Abend verspricht. „Solch schöne Abende sollte man mit dem geliebten Menschen verbringen“, geht mir durch Kopf und Herz. Und doch bin ich unentschlossen, als ich am Bahnhof bin. Ein Gefühl, dass die Traurigkeit in mir auch von mir allein gelöst werden muß. Ein Gefühl, als wenn die Reise in seine Arme keine Lösung ist.

Ich bin unentschlossen, schaue auf den Fahrplan: 17.51 Uhr ICE nach Mannheim. Und schon in 5 Minuten geht der Zug, der mich nach Hause bringt. Ich zögere, kaufe mir ein Eis. Ich sehe die Telefonzelle, stehe davor, zögere, gehe hinein, wähle die Nummer. Wenn er jetzt nicht da ist, ist die Entscheidung klar. Aber er ist da. „Ja, du kannst kommen“ sagt er und es klingt wie „meinetwegen“.
Meine Unsicherheit wächst und meine Sehnsucht nach einem „Komm, ich freue mich sehr“, nach weiten, offenen Armen. Die Entscheidung liegt immer noch bei mir. „Ich muß morgen früh zurück.“ „Schöner Stress“. Jetzt ist es klar. Also „nein“. Ich beende das Gespräch, steige in den wartenden Zug nach Hause, plötzlich todmüde und noch viel, viel trauriger. Und doch mit dem Gefühl dass es richtig ist. Mit dieser Traurigkeit muß ich alleine zurechtkommen.
Ich weiß nicht so recht, womit die Traurigkeit begonnen hat. Sie war gestern schon da, vielleicht schon vorgestern. Grundlos – und doch auch erklärbar mit vielen Gründen. Doch das ist unwichtig. Sie ist da. Nicht weg zu denken, nicht weg zu reden. Ich spüre den Prozeß der Veränderung, spüre, dass ich schon mittendrin bin im Loslassen, spüre den Schmerz und gleichzeitig die Bereitschaft. Ich fühle mich allein – so wie immer wieder einmal, so wie jeder Mensch sich irgendwann...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Schritt für Schritt
- Im Lärm
- Sehnsucht nach Stille
- All-ein
- Schweigen
- Heilige Erde
- Preview Night
- so einfach
- Begegnung in Stille
- Novemberkind
- Für sie alle
- Mon ami
- Die Autorin
- Weitere Informationen
- Impressum