Rauben und Spielen im Wohlfahrtsstaat
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Rauben und Spielen im Wohlfahrtsstaat

Machen Sie das Beste draus!

  1. 228 Seiten
  2. German
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  4. Über iOS und Android verfügbar
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Rauben und Spielen im Wohlfahrtsstaat

Machen Sie das Beste draus!

Über dieses Buch

Sie erleben Weltgeschichte! Egal ob es laut knallt oder über Jahre zischelt: Sie sind mittendrin, wenn die größte Schuldenblase aller Zeiten platzt. Dieses Buch ist der erste Ratgeber, der Sie persönlich anspricht, denn eines ist klar: Der Wandel betrifft Sie stärker als Ihnen lieb sein kann. Es reicht nicht, wenn Sie nur Ihr Vermögen sichern, es geht um mehr: Ihre Gesundheit, Ihre Arbeit, Ihr Konsum und Ihre Partnerschaft erleben Spannungen, aus denen Sie aufstreben können. Oder nicht.Noch scheint im Land alles bestens zu sein, doch mehr und mehr Leute fühlen, dass einiges aus dem Ruder läuft. Glauben Sie nicht, der Wohlfahrtsstaat könne gerettet werden, die Zeit ist abgelaufen. Seien Sie froh, wenn die Lügen verschwinden. Das Buch erklärt und verwendet anschauliche Beispiele, ohne Sie mit Milliarden und Billionen zu nerven; es entlarvt Täuschungen und sagt warum. Jedes Kapitel soll Ihren Mut schärfen, um jeder Zeit auf stabilen Füßen zu stehen. Ergreifen Sie Ihre Chancen!

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Information

Jahr
2017
ISBN drucken
9783740715120
eBook-ISBN:
9783740773274

Teil IV

Der Umgang mit anderen

10 Auferstehung eines „alten“ Modells – die Familie

So bauen Sie zuverlässige Partnerschaften

„Es sind gewiss wenig Pflichten in der Welt so wichtig, als die Fortdauer des Menschengeschlechtes zu befördern und sich selbst zu erhalten, denn zu keiner werden wir durch so reizende Mittel gezogen als zu diesen beiden.“
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)
„Frau Retzbach, warum gibt es keine Männer mehr?“ Diese Frage stellen zwölf Schülerinnen einer Berufsschule ihrer Lehrerin; die jungen Frauen lernen zusammen mit drei Männern für einen Pflegeberuf.
Die Damen schütteln die Köpfe über Männer mit rasierten Beinen, figurbetonten Hosen; sie nennen die Jünglinge Weicheier und Mamas Schoßhündchen... Kurzum, die Frauen beanstanden die Herren ihres Alters.
Rita Retzbach erzählt mir von den Szenen. Ich gebe zurück, der Eindruck der Damen stimme möglicherweise, sie solle die Mädels umgekehrt fragen: „Welchen Anreiz hat ein junger Mann, sich an eine wie euch binden zu wollen?“
Das löst in der Schulklasse rege Diskussionen aus, die Schüler nehmen die Fragestellung freiwillig als Hausaufgabe und schreiben ihre Gedanken nieder. Verständlich, die Leute sind in einem Alter, in dem die Suche nach dem passenden Lebensmodell Priorität einräumt: Will ich mit einem Partner leben? Oder allein? Was erwarte ich von ihm oder ihr? Wie wichtig sind Karriere, Geld oder Konsum?
Auf dem Lehrplan steht Projektarbeit, die Schüler lernen an einem Praxisbeispiel die Methode. Die Damen und Herren beschließen, das Thema „Partnerschaft“ zu nehmen, sie vertiefen in Kleingruppen: Wie stellen wir uns das Familienbild vor; Single, Ehe, gleichgeschlechtliche Beziehung oder Patchwork? Kinder? Wenn ja, wie viele? Welche Rollen leben Männer und Frauen heute und wie war das früher?
Ich war zur Abschlusspräsentation eingeladen, zusammengefasst:
  • Über achtzig Prozent wünschen das traditionelle Modell: Familie, bestehend aus Mutter, Vater und zwei Kindern.
  • Mann und Frau sind gleichberechtigt. Beide Partner tragen zum Lebensunterhalt bei, ein Einkommen reicht nicht, um die Familie zu versorgen.
  • Gleichgeschlechtliche Partnerschaften gibt es, doch diese zeugen keinen Nachwuchs.
  • Wenige können sich vorstellen, dauerhaft allein als Single zu leben.
Sie könnten einwenden, das Beispiel aus der Berufsschule sei eine Blitzaufnahme. Mich beeindrucken die jungen Damen und Herren in ihrer Zustimmung zur traditionellen Familie mit Mutter, Vater, Kindern. Das Modell garantiere zwar nicht das Glück auf Erden – schließlich kennen die Schüler die Situation im eigenen Haus, aber es gäbe nichts Besseres.

Das Kettenspiel reißt

Anders als der Wunsch der Berufsschüler ist die Realität: Die deutsche Bevölkerung schrumpft mit zunehmender Geschwindigkeit (Exponentialfunktion). Das betrifft besonders die Eltern ohne Migrationshintergrund, die im Durchschnitt 1,1 Kinder pro Frau aufziehen: 2,1 Abkömmlinge wären notwendig, um die Balance zu halten. Jedoch befüllt die Gruppe der Kinderarmen überdurchschnittlich die Sozialkassen, aus denen alle bezahlt werden (wollen).
Sie könnten dagegen halten, Ihnen sei egal, ob der Sozialstaat zerberstet. Außerdem ist die Welt mit Menschen vollgestopft, Hunderttausende Afrikaner strömen nach Europa, Deutschland ist am dichtesten besiedelt, ein paar Millionen weniger Einwohner wären gut. Sie sind für die Erhaltung der Art nicht zuständig, deshalb verzichten Sie, sich fortzupflanzen.
Mögen Sie Kinder? Die einen sagen Ja, es gäbe nichts Schöneres, mit ihnen zu leben und sie großzuziehen. Die Sprösslinge geben mehr Lebensfreude zurück, als Sie Zeit und Mühe kosten. Die anderen antworten Nein, die niedlichen Konsummonster fressen einem die letzten Haare vom Kopf und plärren mit acht, dass sie das weiße I-Phone bevorzugen und nicht das schwarze.
Werfen Sie einen Blick in die Metropolen: Das Single-Leben ist der Trend, in Berlin beispielsweise wohnt in jeder zweiten Wohnung einer allein. Männer und Frauen brauchen sich nicht mehr gegenseitig, Sex ist leicht zu bekommen, andererseits wünschen sich Millionen einen Lebenspartner. Fantasieren Sie, wohin das führt: Schieben 2037 Rentner den Rollator zur Volkshochschule, um den Kurs „Self-Fulfillment im Alter“ zu belegen? Keine Sorge, vorher implodiert der Wohlfahrtsstaat.
Tatsache ist, das Betrachten der Bevölkerungspyramide gleicht einem Blick ins Massengrab: Der Erste und der Zweite Weltkrieg „schafften“ nicht, die urdeutsche Bevölkerung so zu dezimieren, wie das der Gebärstreik besorgt. Sie können die Zahlen bei Thilo Sarrazin im Sachbuch „Deutschland schafft sich ab“ nachlesen.
Hin und wieder verkündet die Presse, die Deutschen würden vermehrt Kinder zeugen. Das ist schön, doch retuschieren die Jubelmeldungen, dass die Deutschen auf dem Weg sind, sich auf der Weltkarte auszuradieren. Dabei wird das Kettenspiel Generationenvertrag reißen. Die Republik wird weniger zahlen können für Renten, Pflege und soziale Stützräder; der Zusammenbruch von Gängelmami Staat und Vaterattrappe Sozialamt wird den natürlichen Eltern die Verantwortung zurückgeben. Wem sonst?

Freiwillig kastriert?

Wieso fliegt der Klapperstorch um Deutschland einen Bogen? Die Erklärungen betreffen meistens Themen wie Kindertagesplätze, Unvereinbarkeit von Familie und Beruf und so weiter.
Fakt ist, dass sich Kinder im Wohlfühlstaat finanziell nicht rechnen. Während vor hundert Jahren von Kinderreichtum gesprochen wurde, gilt heute in der Bundesrepublik als arm, der drei oder mehr Kinder aufzieht. Das ist ein Skandal für eines der reichsten Länder dieser Welt! Das sage ich übrigens als kinderloser Mann, ob ich das so wollte, konnte oder durfte, spielt keine Rolle.
Solange die Ursachen für den Kindermangel im Sozialstaat vermutet werden, ändert sich nichts. Allenfalls könnte ein Blick über den Rhein helfen: Wieso haben die Franzosen kein Problem, die Zusammensetzung ihrer Bevölkerung zu halten? Liegt es nicht nur an der Sorgepflicht, sondern am Sorgerecht? Warum sollten die Frauen schuld sein und bei Geburten streiken? Kann es sein, dass die Männer die Zeugung verweigern?
Wie auch immer. Die Frage bleibt, wie gelang es, die Deutschen dahin zu bringen, sich abzuschaffen? Das geht einfach: Sie müssen die beiden Geschlechter gegeneinander aufbringen: Mann gegen Frau und Frau gegen Mann. So wäre für Nachwuchs kein Platz.
Der Geschlechterkrieg bleibt am Köcheln durch ununterbrochene Gehirnwäsche:
Den Frauen servieren Sie Botschaften wie: „Du bist benachteiligt, die Männer verdienen mehr, sie werden schneller befördert, du musst noch den Haushalt…“
Dem Mann reden Sie ein: „Die Ansprüche einer Frau sind so hoch, da reicht dein Gehalt nicht, fast die Hälfte der Ehen landen vor dem Scheidungsgericht, danach bist du ruiniert...“
Ist es nicht eigenartig, wenn sich Mann und Frau bekriegen? Verstehen Sie mich nicht falsch, ich mag weder abhängige Damen noch als Machos getarnte Weicheier. Die Frauenbewegung leistet Bahnbrechendes für die Gleichstellung. Wissen die Feministen jedoch, dass ihre Bewegung von der Rockefeller Foundation ins Leben gerufen und finanziert wurde? Wieso hat der CIA mitgemischt? Diese Kräfte verwenden eigene Medien, um die feministische Idee den Frauen ins Hirn zu impfen. Und es funktioniert prima.
Mehrere Internet-Seiten zitieren Nicholas Rockefeller: „Der Feminismus ist unsere Erfindung aus zwei Gründen. Vorher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt fast alle, weil die Frauen arbeiten gehen. Außerdem wurde damit die Familie zerstört und wir haben dadurch die Macht über die Kinder erhalten. Sie sind unter unserer Kontrolle mit unseren Medien und bekommen unsere Botschaft eingetrichtert, stehen nicht mehr unter dem Einfluss der intakten Familie. In dem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir eine kaputte Gesellschaft aus Egoisten geschaffen, die arbeiten (für die angebliche Karriere), konsumieren (Mode, Schönheit, Marken), dadurch unsere Sklaven sind und es dann auch noch gut finden.“
Solange dieses Muster bleibt, solange die Manipulation greift, solange gibt es wenig Kinder.

Natürlicher Treibstoff

„Hast du schon gehört? Anna ist schwanger!“ Die Neuigkeit spricht sich am schnellsten herum. Sie können beobachten, wie Kolleginnen auf Anna zugehen, sich neugierig nach dem Befinden erkundigen, auf den Bauch gucken, anfassen wollen, Unterstützung anbieten… Man kann wahrlich nicht sagen, eine Schwangerschaft sei eine unwichtige Angelegenheit.
Die Schöpfung stattet eine Frau mit zirka 400 Eizellen aus. Im Bauch der Dame sitzt eine kleine Chemiefabrik namens Gebärmutter, die einen Menschen herstellen kann, und zwar einen mit zwei Augen, einem Herzen und einem Hirn. Diese „Fabrik“ ist dem modernsten Technologieunternehmen um Lichtjahre voraus, denn sie kann sekündlich Billionen Moleküle passgenau und termingerecht zusammenführen.
Doch nicht nur das, in einer Frau ist der süße Wahn eingebaut, die Chemiefabrik in Betrieb setzen zu wollen. Das passiert, wenn ein Mann die passende Software in Form einer Spermazelle liefert. Wer hat sich das ausgedacht?
Ebenso wie die Frau ist der Mann grandios überdimensioniert. Er produziert pro Tag Millionen von Spermien, die den Weg zur Eizelle finden sollen. Was für ein Stress! Für den Samen… Den Wahn von beiden nennt man Geschlechtstrieb und Sie können sicher sein, dass der Schöpfer nichts daran falsch gemacht hat. Aber letztlich ist es der Natur egal, ob ein Mensch die Anlagen nutzt. Wenn sich die eine Spezies nicht fortpflanzt, dann eben die andere, wer sich nicht reproduziert, landet auf den Komposthaufen der Evolution.
Nach der Geburt geht es darum, den Nachwuchs aufzuziehen. Die Schöpfung stattet die Eltern mit dem Brutpflegetrieb aus, der ebenso stark ist wie der Geschlechtstrieb. Der Natur ist nichts wichtiger als das Gedeihen der nächsten Generation! Gehen Sie davon aus, dass auch dies perfekt durchdacht ist. Männer haben gleichfalls den Hang, eigene Brut zu pflegen. Stellen Sie sich beispielsweise einen Marktplatz vor mit Gedränge und Lärm: Sollte ein Baby schreien, dann hört auch ein Mann, dass ein Kind ruft; er braucht kein Studium im Fach Geräuschanalyse.
Oder betrachten Sie, was in der Natur geschieht, zum Beispiel bei Elefanten: Die Bullen sind zwar Einzelgänger und mögen keine frechen Kinder; die Babys toben in der Herde bei Mama, den Jungkühen und der Leitkuh. Aber wehe ein Feind greift die Gruppe an und ein Bulle ist in der Nähe, dann rastet der Koloss aus.
Machen Sie sich keine Sorgen, dass mit Ihrem natürlichen Hang nach Kindern etwas nicht in Ordnung sein könnte – er ist da, ob Sie wollen oder nicht.

Wer sich fortpflanzt und wer nicht

Wir werden so manipuliert, dass Sie nicht sicher sein sollen, welches Geschlecht Sie haben. Ich zum Beispiel bin männlich und stehe in sexueller Hinsicht auf Frauen. Und nicht auf Männer. Aber vielleicht bin ich transmännlich, intersexuell, gendervariabel und weiß es nicht? Wurden mir die Hoden anerzogen?
Der Hokuspokus nutzt Abenteurern, Forschungsaufträge aus Steuergeldern zu erhaschen, einen Lehrstuhl zu erobern mit Beamtenstatus und Pensionsanspruch. Die Täuschung wird verschwinden, nicht aus moralischen Gründen, sondern aus finanziellen.
Spätestens mit der Geburt zeigt das Kind sein Geschlecht: An einem Jungen hängt ein Zipfel, beim Mädchen ist ein Schlitz. Wer um Himmelswillen glaubt, dass die Natur etwas falsch gemacht hat? Derjenige sollte zum Psychologen, aber ich bin mir nicht sicher, ob der Psychologe die Behandlung nötiger bräuchte.
Zwei bis drei Prozent der Mädels oder Buben zieht es zum gleichen Geschlecht. Das ist so. Und es...

Inhaltsverzeichnis

  1. Widmung
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Einführung
  4. Teil I: Der Umbruch
  5. Teil II: Die Ent-Täuschung
  6. Teil III: Der Umgang mit sich selbst
  7. Teil IV: Der Umgang mit anderen
  8. Literatur
  9. Über den Autor
  10. Impressum

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