Zaubervolle Jahreszeiten - Der Herbst
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Zaubervolle Jahreszeiten - Der Herbst

Gedichte, Geschichten und Gedanken zur Herbstzeit

  1. 144 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Zaubervolle Jahreszeiten - Der Herbst

Gedichte, Geschichten und Gedanken zur Herbstzeit

Über dieses Buch

Was ist der Herbst? Korbfülle, Traubenmost, Vogelzug, Rauschzeit, Blätterfall, Festtage, die das Brauchtum pflegen und Feiertage, die uns innehalten lassen. Keine Jahreszeit prägt den Wandel so sehr wie der Herbst, keine Jahreszeit ist zugleich Reifen, Abschied, Anfang, Werden und die Hoffnung auf Wiederkehr. Das Buch folgt dem Herbstkalendarium mit Gedichten, Erzählungen, Geschichten, dem Brauchtum und den jahreszeitlichen Erscheinungen der Natur.

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Information

Jahr
2018
ISBN drucken
9783752842135
eBook-ISBN:
9783752890990
Auflage
1
Thema
Poesie

Tiere im Herbst

„Die Gänse werden im Herbst unruhig, denn ihr Blut erinnert sich, dass es Zeit ist zu ziehen.“ August Strindberg

Herbstbeginn im Pinienwald

Wir zählen zu den letzten Gästen der Saison und genießen die einkehrende Ruhe der Bäume. Noch einmal sehen wir, wie die Eichhörnchen sich an Pinienstämmen hochkrallen, anhalten und in der Senkrechten weiterlaufen, bevor sie im Geäst Sprungkünste vorführen, die manche Artisten in Versuchung bringen würden, ihnen nachzueifern, wenn sie nur wüssten, wie sie es anstellen müssten.
Heute Morgen rasten gar drei dieser kuscheligen Pelztiere an den Stämmen hoch und fauchten sich gegenseitig an. War dies ein Paarungsversuch oder schon das Verteidigen der Futtertröge oder ein Kinderspiel ums Besser, Höher, Schöner? Jedenfalls gaben die sonst stummen, possierlichen Nager schrille Schreie von sich. Beginnt so der September? Unfriedlich, aufgescheucht und kämpferisch? Die Sonne beteiligte sich nicht daran. Sie stieg vom Horizont als pralle Orange auf und bestrahlte alles, was sich ihr in den Weg stellte. Da dachte ich: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein.“ Ach du mein Goethe! Wie hättest du dieses Spektakel beschrieben, vielleicht als Lehrling der Jahreszeiten, der den Sommer loswerden will?
Strahle, strahle
pralle Hitze in die frühe Morgenstunde,
dass mit Wärme schwillt das Fahle,
heilt die kühle Sterbenswunde.
Die Dichter fanden viele Worte für diese Zwischenzeit. Der Übergang von der Morgendämmerung in den lichten Tag war heute jedenfalls unüberhörbar. Rehe sind in diesem Frühherbst noch keine durch den Wald gelaufen. Letztes Jahr kamen sie bis an die Müllcontainer, hielten kurz an und liefen wieder hinter die Einzäunung des Feriengeländes. Auch ein Wildschwein schaffte es schon hinter die Abgrenzung, grunzte missmutig auf einer Terrasse, bevor es den Weg zurück nahm. Weniger laut wanderten die mit uns verbliebenen Gäste ins Dorf, um im Lebensmittelladen das Frühstück zu besorgen. Sie kamen noch leiser zurück. Diskretion herrscht hier im Pinienwald, denn hier leben Menschund Natur miteinander in Eintracht. Ein fürstliches Vergnügen empfindet man, in diesen Tempeln des Wohllebens weilen zu können. Da schon Napoleon die Gegend um das Département Gironde bevorzugte, fühlen wir uns ebenfalls wie Gott in Frankreich. „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“, steht geschrieben und so geben und nehmen wir auf, was vor Jahrhunderten hier schon gelebt wurde: die Stille des Augenblicks, den Frieden der Bäume, das Licht des Himmels. Erholung par excellence im September, Balsam für die Seele.
Die Tauben gurren auf erhabenen Ästen und tanzen sich an. Der Lockruf der Natur erfasst plötzlich alles Lebendige und so schwirren die Spatzen vereint von Strauch zu Strauch, von Ast zu Ast. Manche Vogelarten zwitschern ihren Nachkommen, wo das pfündige Morgenmal in den Sträuchern und Hecken zu finden ist. Vogelgespräche, Kolumnen der Futtersuche, Anzeigen der Fundstellen. Ach ja, wie genüsslich der Herbst sie noch einmal versorgt, damit alle vorsorgen können. Wenn die Blätter fallen, wird das Scharren, Herausholen und Wiederverscharren zur lebensnotwendigen Routine der Waldbewohner. Indes stoßen die Wachposten mancher Vögel Warnschreie aus zur Revierhaltung und Hauspflege.

Herbstzeit

Nun sind die Wiesen abgemäht,
aus trocknen Feldern ragen Strunke
strohgelb. Ein Rabe fliegt zum Trunke
hinab ins Karge. Wie zugenäht
das Sonnenauge, das sich verschmäht.
Die Regenwolke wird zur Dschunke
für Regenwürmer. Hin zur Tunke
der Rabe fliegt und fröhlich kräht.
Braunkernig ducken Sonnenblumen
ihre Köpfe, vergess’ne Weizenkörner
sind für Dohlen gold’ne Krumen.
Hasen pflügen durch die Felder,
Hirsche reiben ihre Hörner,
Paarkampf hallt im Rausch der Wälder.

Vogelflug

Der Himmel verkleinert sich
schwarze Fäden
Vogelketten
Fluglinien ins Fremde
hinfort in wildem Aufschrei
entfallen einzelne Federn
Füllstoff der Leere
flaumweich
darin das Laub entgrünt
und Feuer wirft
der Sonne hinterher
die in weiter Ferne
sich die Haare bindet
zu einem Kranz
aus Astern

Die Friedenstaube

An einem frühen Sonnentag,
als aller Wald in Ruhe lag,
erklomm ein Hörnchen, flink und flux
den Pinienstamm ohne Gemux.
Es speiste von der Zapfenquelle,
zerbiss die feste Zapfenpelle.
Weit hallte unverhohl‘nes Schmatzen.
Da hört es doch ein andres kratzen!
Dies war nicht recht, denn dieser Stamm
gehörte ihm, ein jedes Gramm!
Doch dem Besucher war dies gleich,
die Zapfenkron‘ war aller ...

Inhaltsverzeichnis

  1. Über das Buch
  2. Über die Autorin
  3. Pressesplitter
  4. Inhaltsverzeichnis
  5. Beerengesang
  6. Tiere im Herbst
  7. Herbstvergnügen
  8. Zeit der Stille
  9. Spätherbst
  10. Quellenangaben
  11. Bücher von Vera Hewener
  12. Impressum