Horaz und mein geliebtes Deutsch
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Horaz und mein geliebtes Deutsch

  1. 388 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Horaz und mein geliebtes Deutsch

Über dieses Buch

Dichterworte sind wie Zauberformeln für die Dinge des Lebens, so fasst Werner Ullmann seine Faszination für die Oden des Horaz zusammen. In dem vorliegenden Buch nimmt er den Leser mit in die Gedankenwelt eines der bedeutendsten Werke der Welt-Poesie. Geweckt wurde seine Liebe zu dem großen Dichter der lateinischen Sprache bereits in seiner Gymnasialzeit vor siebenundfünfzig Jahren. Damals hielt dessen Werk im Lateinunterricht die einundzwanzig Oberprimaner seines Jahrgangs monatelang in Atem. Und bereits damals versuchte er sich selbst zum ersten Mal an der deutschen Gestaltung und Übersetzung einer Ode. Die begeisterte Freude an dieser Dichtung, an ihrer Schönheit und Eleganz, dem hohen Klang, dem oft ironischen Humor, ihrer Menschlichkeit und gedanklichen Tiefe blieb für ihn bis auf den heutigen Tag lebendig. Doch erst nach seinem erfüllten Berufsleben als Landarzt in Oberfranken fand er - als "unvollkommener Lateiner", wie er von sich selbst sagt - Zeit und Muße, sich seinen langgehegten Wunsch zu erfüllen und sämtliche Carmina in eigener Interpretation in sein "geliebtes Deutsch" mit seinem hohen Ausdrucksreichtum zu übertragen. Ihre Vorzüge, parallel zum lateinischen Text, stellt dieses Buch vor, informative Erläuterungen finden sich im Anhang.Eine poetische Fundgrube - nicht nur für lateinkundige Leser!

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Information

Jahr
2017
ISBN drucken
9783743134706
eBook-ISBN:
9783744806930
Auflage
1
Thema
Poesie
DRITTES BUCH

Ode III/1

Odi profanum volgus et arceo.
Favete linguis: carmina non prius
audita Musarum sacerdos
virginibus puerisque canto.
Regum timendorum in proprios greges,
reges in ipsos imperium est Iovis,
clari giganteo triumpho
cuncta supercilio moventis.
Est, ut viro vir latius ordinet
arbusta sulcis, hic generosior
descendat in campum petitor,
moribus hic meliorque fama
contendat, illi turba clientium
sit maior: aequa lege Necessitas
sortitur insignes et imos,
omne capax movet urna nomen.
Destrictus ensis cui super impia
cervice pendet, non Siculae dapes
dulcem elaborabunt saporem,
non avium citharaeque cantus
somnum reducent. Somnus agrestium
lenis virorum non humiles domos
fastidit umbrosamque ripam,
non Zephyris agitata Tempe.
Desiderantem, quod satis est, neque
tumultuosum sollicitat mare,
nec saevus Arcturi cadentis
impetus aut orientis Hoedi,
Das niedre Volk, ich hass’ es und halt’s mir fern.
Bewahrt die Zungen: Lieder, noch nie zuvor
gehört, will ich, der Musen Priester
für euch, ihr Mädchen und Knaben, singen.
Wenn Königsherrschaft schreckte das eig’ne Volk,
herrscht über Könige selbst doch Iovis Macht,
der siegreich stürzte die Giganten,
alles weicht hin vor seinem Blicke.
Ein Mann mag breiter der Bäume Furchen zieh’n
schon als ein and’rer, dieser von edler’m Stamm
zur Wahl auf’s Marsfeld niedersteigen,
dieser von besserem Ruf und Sitten
bewerben sich, die größ’re Klientenschar
mag jenem folgen, doch nach gleichem Gesetz
Ananke sondert hoch und niedrig,
mischt alle Namen in weiter Urne.
Wem blankes Schwert schon über dem Nacken hängt,
dem schuld’gen, nicht Siziliens Festmahl mehr
hat Wohlgeschmack für seinen Gaumen,
noch bringen Vogelsang, Zitherklänge
den Schlaf ihm wieder, ländlicher Männer Schlaf,
der sanfte, er verschmäht nicht niedriges Haus
noch fehlt er schattenreichem Ufer
noch Tempes Tal, belebt von Zephyrn.
Wer nur ersehnte, was ihm genügt, ja den
erschüttert nicht das stürmisch bewegte Meer
noch sinkenden Arcturus wilder
Ansturm noch der steigende Haedus,
non verberatae grandine vineae
fundusque mendax, arbore nunc aquas
culpante, nunc torrentia agros
sidera, nunc hiemes iniquas.
Contracta pisces aequora sentiunt
iactis in altum molibus, huc frequens
caementa demittit redemptor
cum famulis dominusque terrae
fastidiosus: sed timor et minae
scandunt eodem quo dominus, neque
decedit aerata triremi et
post equitem sedet atra cura.
Quod si dolentem nec Phrygius lapis
nec purpurorum sidere clarior
delenit usus, nec Falerna
vitis Achaemeniumque costum:
Cur invidendis postibus et novo
sublime ritu moliar atrium?
Cur valle permutem Sabina
divitias operosiores?
nicht Hagel, welcher des Weinbergs Blätter traf,
unsich’rer Grund, da Wassergüsse den Baum
entwurzeln, Sonnenglut, die Felder
ausdörrt, noch allzu strenger Winter.
Die Fische spüren das eingeengte Meer
an Molen, aufgeführt hoch, den Bruchstein senkt
der Unternehmer mit den Dienern
hier für den Grundherren, dem sein Boden
nicht mehr genug ist, doch Bedrohung und Furcht
zieht mit, wo immer der Herr hingeht, sie weicht
nicht erzbeschlagener Triere,
hinter dem Reiter sitzt schwarze Sorge.
Wenn ihn, der leidet, Phrygischer Marmor nicht,
nicht sternenschöner Purpurstoffe Gebrauch
besänftigt, noch Falerner Traube
noch die Achaemenidische Narde:
Warum mit neiderweckenden Pfeilern soll
ich bau’n mein Atrium hoch nach der neuesten Art?
Warum soll mein Sabiner Tal ich
gegen Schätze voll Mühsal tauschen?

Ode III/2

Angustam amice pauperiem pati
robustus acri militia puer
condiscat et Parthos feroces
vexet eques metuendus hasta.
Vitam sub divo et trepidis agat
in rebus: illum ex moenibus hosticis
matrona bellantis tyranni
prospiciens et adulta virgo
suspiret: «Eheu, ne rudis ...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Horaz und mein geliebtes Deutsch
  3. Lyrische Versmaße des Horaz
  4. Erstes Buch
  5. Zweites Buch
  6. Drittes Buch
  7. Viertes Buch
  8. Anmerkungen
  9. Lexikalischer Anhang
  10. Benutzte Literartur
  11. Danksagung
  12. Impressum